Crowdfunding für Piwik-2.0-Funktionen

Das Piwik-Projekt will die Entwicklung einiger Features für die kommende Version 2.0 des Web-Trackers mit Crowdfunding-Initiativen finanzieren. Für die Flash Free Vistor Maps und den Custom Segments Editor können erste Gelder investiert werden.

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Das Piwik-Projekt hat Crowdfunding als neue Möglichkeit zur Finanzierung von Zusatzfunktionen entdeckt. Die Kernfunktionen des freien, den deutschen Datenschutzanforderungen entsprechenden Web-Trackers werden weiterhin unabhängig von etwaigen Finanzierungszusagen einzelner Investoren entwickelt, einige Zusatzfunktionen des kommenden Piwik 2.0 will das Projekt aber mit Geldern aus Crowdfunding-Initiativen entwickeln lassen.

Den Anfang machen die Flash Free Visitor Maps, womit die Piwik-Entwickler die letzte Notwendigkeit für Flash beseitigen wollen, und der Custom Segments Editor für eine verbesserte Datenfilterung direkt im Web-Interface des Trackers. Beide Initiativen laufen noch bis Mitte Januar.

Das Piwik-Projekt hat die Finanzierungsrunden allerdings nicht auf einer der bekannten Crowdfunding-Plattformen gestartet, sondern führt die Initiativen vollständig in Eigenregie durch. Die Regeln für Investoren sind einfach: Die angebotenen Beträge der Investoren werden sofort kassiert, zudem behalten sich die Piwik-Entwickler vor, die Laufzeit von Crowdfunding-Initiativen beliebig zu verlängern – theoretisch unendlich lange ("until we do"). Sollte ein Crowdfunding-Projekt letztlich doch nicht durchgeführt werden, so will das Piwik-Projekt die zuvor eingesammelten Gelder wieder an die Investoren zurückgeben.

Die Zahlungen werden über PayPal abgewickelt, wobei Investoren aus Deutschland auf Französisch angesprochen werden – ändert der Nutzer die URL der Seite manuell von www.paypal.com/fr/ auf www.paypal.com/de/, erhält er die Zahlungsinformationen auch auf Deutsch.

Insgesamt plant das Piwik-Projekt, etwa 50 Erweiterungen für Piwik 2.0 über Crowdfunding zu finanzieren. die Liste der Initiativen soll bald erweitert werden. (mid)