IFA

Flachbildfernseher krĂŒmmen sich auf Knopfdruck

GekrĂŒmmte TVs sind schick und schinden Eindruck − außer es wollen mehrere Leute gleichzeitig darauf fernsehen. Damit die weit außen sitzenden dann nicht das Nachsehen haben, kann man bei einigen Displays die Biegung wieder abschalten.

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Dass sich Flachbildfernseher biegen lassen, wird auf der IFA allenthalben bewiesen: Alle großen Hersteller haben gebogene TV-Schirme mit nach Berlin gebracht. Die Nachteile der schicken Curved-TVs – eingeschrĂ€nkte Sicht von der Seite aufs Bild und damit nur eingeschrĂ€nkt brauchbar fĂŒr Familien oder etwa zum Fußballgucken im Freundeskreis – wollen einige Hersteller mit wirklich flexiblen Großbildschirmen umgehen.

Gebogene Fernseher (7 Bilder)

Hisense zeigt gebogene und biegsame Displays.

So zeigen Samsung, LG und Hisense, der chinesische Newcomer auf dem deutschen Markt, Flachbildfernseher, die sich auf Knopfdruck ein wenig zum Zuschauer hin biegen.

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Hisense will seinen flexiblen Fernseher nach eigenen Angaben im kommenden Jahr in Deutschland anbieten. Der 65-Zöller mit 1,65 Metern Bilddiagonale zeigt – natĂŒrlich – Ultra-HD-Auflösung und lĂ€sst sich wahlweise flĂŒssig oder in Stufen von komplett plan auf leicht nach vorn gewölbt verstellen. Die aktuelle Biegung scheint etwas geringer als bei den koreanischen Platzhirschen. Da sie sich in kleinen Stufen anpassen lĂ€sst, kann man den Fernseher je nach Anzahl der Zuschauer individuell "gestalten".

Preislich soll das GerĂ€t ungefĂ€hr anderthalb mal so teuer sein wie das vergleichbare Modell mit fester KrĂŒmmung. Preise stehen zwar noch nicht fest, Hisense-Marktingchef David He gab aber eine grobe Richtung vor: 3500 bis 4000 Euro fĂŒr das fest gekrĂŒmmte und 5000 bis 6000 Euro fĂŒr den flexibel verstellbaren LCD-Fernseher.

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Samsungs europĂ€ischer Marketing-Chef Michael Zöller wollte dagegen weder einen Verkaufsstart und schon gar keinen Preis fĂŒr das am Samsung-Stand gezeigte flexible LCD-TV-Modell nennen. Man warte ab, wie groß die Resonanz und die Nachfrage nach den per Fernbedienung biegsamen TVs sei und entscheide dann ĂŒber eine mögliche MarkteinfĂŒhrung, erklĂ€rte Zöller gegenĂŒber heise online. Also alles offen? Nicht wirklich, denn an die KrĂŒmmung der FernsehgerĂ€te glaubt Samsung fest. Und hat entsprechend 17 gebogene TV-Modelle im Programm; zwei wurden auf der IFA neu vorgestellt: Ein 78-Zoll-TV mit knapp zwei Metern Diagonale und 16:9-Format sowie einen 21:9-formatigen 105-Zöller mit 2,67 Metern Diagonale – beide zeigen natĂŒrlich ebenfalls Ultra-HD-Auflösung.

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LG zeigt zwar ebenfalls gekrĂŒmmte LCD-TVs, auf Knopfdruck werden hier allerdings OLED-Displays gekrĂŒmmt: Die Schirme mit der organischen Leuchtschicht lassen sich zumindest theoretisch einfacher und vor allem weiter zusammenrollen als solche mit LCD-Technik. Laut Samsung sind bei LCDs nicht weniger als vier Meter KrĂŒmmungsradius möglich, OLEDs kann man dagegen auf wenige Zentimeter zusammenfalten. (uk)