HTTPS: 77 Prozent aller Google-Anfragen verschlĂĽsselt

In seinem Transparenzbericht dokumentiert Google nun auch den Prozentsatz von TransportverschlĂĽsselung bei seinen eigenen Diensten und Anfragen an Server der Suchmaschine. Vor allem der hohe Wert bei der Verteilung von Werbung ĂĽberrascht.

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(Bild: dpa, Karl-Josef Hildenbrand/Archiv)

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Bislang setzen ausschlieĂźlich die Google-Dienste Drive und Gmail zu 100 Prozent auf HTTPS, um Informationen verschlĂĽsselt via SSL/TLS zu ĂĽbertragen. Die Tendenz bei den anderen Google-Angeboten ist steigend. Von auĂźen erfolgen insgesamt 77 Prozent aller Anfragen an Google-Server verschlĂĽsselt. Den Status quo des HTTPS-Einsatz kann man ab sofort in Googles Transparenzbericht nachlesen.

Der Prozentsatz via HTTPS ausgelieferter Werbung von Google AdWords hat sich seit dem vergangenen Jahr mehr als verdoppelt. Aktuell soll das bei fast 80 Prozent der Fall sein, legt Googles Transparenzbericht nahe. Der hohe Wert ĂĽberrascht: Werbung und HTTPS gelten seit jeher als Sorgenkind. Denn nicht alle Anzeigen sind SSL/TLS-kompatibel, was zu UmsatzeinbuĂźen fĂĽhren kann.

Mit 86 Prozent erhält Google die meisten verschlüsselten Anfragen aus Mexiko. Deutschland rangiert in der Top Ten mit 75 Prozent auf Platz acht. Bei den Endgeräten zeichnet der Transparenzbericht ein deutliches Bild und 95,5 Prozent der unverschlüsselten Anfragen stammen von Mobil-Geräten.

Der HTTPS-Einsatz bei populären Webseiten ist durchwachsen. So sind etwa Apple und Microsoft zwar per HTTPS erreichbar, setzt aber keine moderne TLS-Konfiguration ein, zeigt Google auf. Die sozialen Netzwerke Facebook und Instagram verschlüsseln wiederum vorbildlich. Doch bis HTTPS flächendeckend verfügbar ist, ist es anscheinend noch ein weiter Weg. Denn viele beliebte Webseiten wie Ebay und IMDB bieten gar kein HTTPS an und bilden damit die Mehrheit. (des)