GitHub fĂĽhrt neue Repository-Verteilung ein

DGit verteilt ein Repository automatisch auf mindestens drei Server. Dabei verwendet es keine Plattenspiegelung, sondern setzt auf Git-eigene Mittel. Das System soll Ausfälle besser verhindern.

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GitHub fĂĽhrt neue Repository-Verteilung ein
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Bisher spiegelten die Betreiber der webbasierten Versionsverwaltung GitHub auf herkömmliche Weise die abgelegten Repositories auf jeweils zwei Dateiservern mit DRBD (Distributed Replicated Block Device). Als zusätzliche Sicherheitsstufe verwendeten beide Systeme RAID, sodass jedes Repository viermal existierte. Bei Hard- oder Softwarefehlern eines Servers, sprang der andere ein. Das konnte jedoch zu gewissen Ausfallzeiten für Repositories auf den betroffenen Rechnern führen.

GitHub löst die herkömmliche Spiegelung durch eine automatische Verteilung der Repositories ab.

(Bild: GitHub)

GitHub ersetzt das Verfahren nun durch eine automatisierte Verteilung, die auf die Hausmittel von Git statt Plattenspiegelung setzt. DGit verteilt eingehende Änderungen automatisch auf drei unterschiedliche Server. Anschließend sorgt es für eine Synchronisierung der Repositories und verwendet für Leseanfragen den jeweils geeignetsten Rechner. Sollte einer der drei Server ausfallen, kopiert DGit das Repository auf einen funktionierenden. Bei der Verteilung verwendet das System die Git-eigenen Protokolle, die laut dem Blog-Beitrag zur DGit-Einführung äußerst effizient arbeiten.

Die Umstellung läuft bereits seit einigen Monaten. Zunächst hatten die Betreiber private eigene Repositories, die nicht für den funktionierenden Betrieb der Plattform verantwortlich sind, mit DGit repliziert. Nach einer dreimonatigen Testphase folgten öffentliche GitHub-Repositories und anschließend sehr aktive fremde wie Ruby. Laut dem Blog-Beitrag sind inzwischen 58 Prozent der Repositories und 96 Prozent der Gists umgestellt.

(rme)