Mediasaturn-Mutter Ceconomy geht mit Rückenwind ins Weihnachtsgeschäft

Die hohe Nachfrage nach Homeoffice-Produkten und Fernsehern beschert dem Elektronikhändler in der Corona-Krise gute Geschäfte, vor allem online.

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(Bild: Bjoern Wylezich/Shutterstock)

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  • dpa

Der Elektronikhändler Ceconomy profitiert mit seinen Ketten Media Markt und Saturn von der gestiegenen Bedeutung der eigenen vier Wände in der Corona-Krise. Die wachsende Nachfrage nach Homeoffice-Produkten, Fernsehern und Haushaltsgeräten bescherte dem Elektronikhändler im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2019/2020 (Juli - September) ein Umsatzwachstum von 5,5 Prozent auf rund 5,3 Milliarden Euro, wie der Konzern am Freitag mitteilte.

Besonders das Online-Geschäft florierte. Ceconomy habe davon profitiert, dass die Krise die Menschen dazu veranlasst habe, "ihr Leben zu Hause abwechslungsreicher, unterhaltsamer und erlebbarer zu gestalten", betonte Ceconomy-Chef Bernhard Düttmann am Freitag. Dies habe im 4. Quartal nicht nur für ein Umsatzplus im Onlinehandel von 35 Prozent gesorgt, auch die Umsätze in den Läden seien gestiegen. Zwar seien coronabedingt weniger Kunden in die Geschäfte gekommen, doch die hätten mehr gekauft.

Auch im Oktober setzte sich die positive Geschäftsentwicklung der Mitteilung zufolge fort. Der Konzern geht also mit Rückenwind in das wichtige Weihnachtsgeschäft und die Rabattschlacht am Black Friday. Düttmann betonte, die Unsicherheiten im Zusammenhang mit Covid-19 blieben bestehen, dennoch gehe der Konzern mit Selbstvertrauen in die kommenden Monate.

Allerdings reichte auch das kräftige Wachstum im 4. Quartal nicht aus, die Einbußen durch die coronabedingen Ladenschließungen im Frühjahr völlig wett zu machen. Doch konnte Ceconomy den Umsatzrückgang im gesamten Geschäftsjahr auf knapp 3 Prozent begrenzen. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sank auf rund 230 Millionen Euro. Damit ging der Gewinn im Vergleich zum Vorjahr nicht zuletzt wegen der Corona-Krise deutlich zurück, aber bei weitem nicht so stark wie befürchtet. Im vorangegangenen Quartal hatte das Unternehmen auch bereits einen Stellenabbau beschlossen – 3500 Jobs vor allem im europäischen Ausland sollen wegfallen.

(axk)