10 Jahre Red Hat Enterprise Linux
Red Hat Enterprise Linux (RHEL) wird dieser Tage zehn Jahre alt. RHEL7 soll im zweiten Halbjahr des nÀchsten Jahres erscheinen.
(Bild:Â Red Hat [1] )
Red Hat Enterprise Linux [2] (RHEL), das wohl bekannteste Produkt des Linux-Spezialisten Red Hat [3], wird dieser Tage zehn Jahre alt [4]. AnlĂ€sslich des Geburtstags hat das Unternehmen eine Timeline veröffentlicht [5], in der es wichtige Meilensteine in der Entwicklung von Red Hat und RHEL anreiĂt.
Der Red Hat Linux Advanced Server 2.1 war das erste Produkt der RHEL-Linie; er erschien vor zehn Jahren kurz nach Red Hat Linux (RHL) 7.3. Letzteres starb eineinhalb Jahre spĂ€ter und ging im von Red Hat gegrĂŒndeten und gesponserten Community-Projekt Fedora [6] auf, dessen Distribution bis heute die Basis fĂŒr RHEL bildet.
In einem Webcast anlĂ€sslich des Geburtstags erlĂ€uterte Paul Cormier, President of Products and Technologies bei Red Hat, diese Umstellung sei richtig gewesen und man werde das auch bei JBoss ĂŒbernommene Modell weiter nutzen. Cormier bezeichnete zudem die EinfĂŒhrung des Abonnenten-Modells, das mit RHEL etabliert wurde und von vielen anderen Firmen mittlerweile Ă€hnlich verwendet wird, als den wichtigsten Moment der Red-Hat-Geschichte. Auf Fehler angesprochen erlĂ€uterte Cormier, man hĂ€tte bei der Integration von Virtualisierungstechnologien in RHEL5 mehr Management-Lösungen bereitstellen mĂŒssen, um die Verwaltung der echten und virtualisierten Systeme zu erleichtern.
Die MarkteinfĂŒhrung von RHEL7 sei derzeit fĂŒr das zweite Halbjahr 2013 angedacht, wie Jim Totton, Executive Vice President und General Manager der Platform Business Unit, wĂ€hrend des Webcasts erlĂ€uterte. Damit wĂŒrde die nĂ€chste RHEL-Generation drei Jahre nach RHEL6 erscheinen â dies sei der Abstand, in dem Red Hat neue Major-Versionen von RHEL veröffentlichen wolle. Minor-Updates wie die Versionen 6.1 und 6.2 von RHEL sollen auch weiterhin alle sechs Monate erschienen; diese Schrittfrequenz hat Red Hat in letzter Zeit in ungefĂ€hr eingehalten und scheint sie auch mit dem derzeit vorbereiteten RHEL 6.3 [7] weiter zu nutzen. Auf die Frage, ob Komponenten von OpenStack in RHEL einflieĂen, erlĂ€uterte Cormier, Red Hat trage bereits viel Code zur Cloud-Plattform bei und werde sich in Zukunft verstĂ€rkt einbringen [8]; es sei aber noch nicht entschieden, in was fĂŒr Produkte Komponenten von OpenStack einflieĂen sollen.
Der Webcast, der auf viele Meilensteine in der RHEL-Geschichte zurĂŒckblickt, ist nach einer Registrierung [9] abrufbar; heise open hat erst kĂŒrzlich einige Punkte in der Red-Hat-Geschichte angerissen [10], als das Unternehmen im MĂ€rz bekannt gab [11], im abgelaufenen GeschĂ€ftsjahr mehr als 1 Milliarde US-Dollar umgesetzt zu haben.
Siehe auch:
- Die Woche: MilliardÀr mit Open Source [12] auf heise open
(thl [13])
URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-1576501
Links in diesem Artikel:
[1] http://redhat.com/10yearsofrhel
[2] http://de.redhat.com/products/enterprise-linux/
[3] http://de.redhat.com/products/enterprise-linux/
[4] http://www.redhat.com/about/news/press-archive/2012/5/red-hat-celebrates-ten-years-of-red-hat-enterprise-linux
[5] http://www.redhat.com/10yearsofrhel/
[6] http://fedoraproject.org/
[7] https://www.heise.de/news/Beta-von-Red-Hat-Enterprise-Linux-6-3-1558063.html
[8] https://www.heise.de/news/IBM-und-Red-Hat-steigen-bei-OpenStack-ein-1520305.html
[9] http://t.co/fsJ8thCU
[10] https://www.heise.de/meinung/Die-Woche-Millardaer-mit-Open-Source-1485838.html
[11] https://www.heise.de/news/Red-Hat-knackt-die-Umsatzmilliarde-1485966.html
[12] https://www.heise.de/meinung/Die-Woche-Millardaer-mit-Open-Source-1485838.html
[13] mailto:thl@ct.de
Copyright © 2012 Heise Medien