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Angeblich Angriffe mit Strahlung: Erste Erkrankungen an US-Botschaft in Berlin

Martin Holland

Die US-Botschaft in Berlin

(Bild: Jörg ZĂ€gel, CC BY-SA 3.0)

Die rÀtselhaften Erkrankungen von Botschaftsangehörigen der USA bleiben ungeklÀrt. Nun gibt es Berichten zufolge die ersten FÀlle in Berlin.

Die mysteriösen Erkrankungen von Angestellten an US-Botschaften nehmen offenbar kein Ende und nun gibt es auch die ersten FÀlle in Berlin. Dem Wall Street Journal zufolge gibt es an der dortigen Botschaft der Vereinigten Staaten mindestens zwei FÀlle, Betroffene waren demnach sogar arbeitsunfÀhig.

Die Symptome, die unter anderem mit angeblichen Angriffen mit Strahlung in Verbindung gebracht werden, umfassen Übelkeit, heftige Kopfschmerzen, Ohrenschmerzen, MĂŒdig- aber auch Schlaflosigkeit sowie TrĂ€gheit. Es handle sich um die ersten FĂ€lle, die in einem NATO-Staat auftreten, in dem auch Atomwaffen der USA vorgehalten werden. Untersuchungen hĂ€tten noch immer nichts Handfestes zutage gefördert, heißt es noch.

Die Erkrankungen werden als Havanna-Syndrom zusammengefasst, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen diplomatischer Vertretungen der USA und Kanadas in Havanna hatten 2016 und 2017 ĂŒber LĂ€rm aus unbekannten Quellen geklagt hatten. Der sei so ohrenbetĂ€ubend gewesen, dass sie nicht mehr arbeiten konnten. Langfristige Folgen wie Übelkeit, enorme Kopfschmerzen, MĂŒdigkeit, Schlafschwierigkeiten und Gehörverlust waren dazu gekommen. SpĂ€ter hatte es auch FĂ€lle in China und anderswo gegeben. Schon frĂŒh war ĂŒber Angriffe mit unbekannten Waffen spekuliert worden, dann waren Grillen beschuldigt worden – wobei es die in den betroffenen Staaten nur in Kuba gibt. In einer FBI-Analyse war von einer Art Massenhysterie die Rede, aber die National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine hatte die Geschehnisse geprĂŒft und Strahlung als plausibelste Ursache bezeichnet [1].

Vor wenigen Wochen war bekannt geworden, dass es auch in Wien mehr als 20 FĂ€lle gibt [2]. Offiziell ist demnach von "VorfĂ€llen" die Rede, privat spricht aber unter anderem auch der CIA-Chef William Burns von "Angriffen", hatte es damals geheißen. VerdĂ€chtigt wird dabei immer wieder Russland, aber ohne dass es Beweise gibt. Moskau hat das auch wiederholt als "russophobe Propaganda" zurĂŒckgewiesen. Einige betroffene Botschaftsangehörige sind derweil der Meinung, dass die US-Regierung nicht genug unternimmt, schreibt das Wall Street Journal noch [3]. Sie hĂ€tten eine Selbsthilfegruppe gegrĂŒndet. Ein Opfer nennt die mutmaßlichen Angriffe demnach sogar "eine Form von Terrorismus".

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(mho [5])


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https://www.heise.de/-6169502

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  1. https://www.heise.de/news/Angriffe-auf-Diplomaten-in-Kuba-und-China-Gepulste-Strahlung-als-Ursache-4986658.html
  2. https://www.heise.de/news/Angeblich-Angriffe-mit-Strahlung-auf-US-Botschaften-Dutzende-neue-Faelle-in-Wien-6141779.html
  3. https://www.wsj.com/articles/u-s-officials-in-germany-hit-by-havana-syndrome-11629279001?page=1
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