Ein Finanzinvestor könnte BenQ Mobile retten

Ein Finanzinvestor ist momentan der heißeste Anwärter für den Kauf der ehemaligen Siemens-Handy-Sparte. Am morgigen Montag sollen die Mitarbeiter bei einer Betriebsversammlung mehr über den Stand der Verhandlungen erfahren.

vorlesen Druckansicht 49 Kommentare lesen
Lesezeit: 5 Min.
Von
  • dpa
Im Ringen um eine Lösung für den insolventen Handy-Hersteller BenQ Mobile sind Gespräche mit einem Finanzinvestor vorangekommen. Eine Sprecherin des vorläufigen Insolvenzverwalters Martin Prager bestätigte am heutigen Sonntag einen entsprechenden Bericht der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Demnach hat der Interessent die Prüfung der Bücher ("Due Diligence") bereits abgeschlossen. Es gebe auch noch andere ernsthafte Interessenten, sagte die Sprecherin, ob es aber tatsächlich zu einem Kauf komme, sei "völlig ungewiss".
Am Montag will Prager die Beschäftigten bei einer Mitarbeiterversammlung informieren. Im Wesentlichen werde es dabei um die vereinbarten Transfergesellschaften für die 3000 von der Pleite betroffenen Beschäftigten gehen, sagte die Sprecherin. Auch der Stand der Dinge bei der Investorensuche werde voraussichtlich kurz zur Sprache kommen. "Es wird aber noch kein Käufer verkündet."
BenQ Mobile als ehemalige Handy-Sparte von Siemens hatte vor einigen Wochen Insolvenz anmelden müssen, nachdem die taiwanesische Mutter BenQ dem Unternehmen den Geldhahn zugedreht hatte. Zwei Drittel der 3000 Beschäftigten verloren dadurch ihre Jobs, die restlichen bangen noch um ihre Zukunft. Wie viele von ihnen im Falle eines Einstiegs von Investoren übernommen würden, ist aber unklar.
Bis Ende des Jahres muss Prager eine Lösung für BenQ Mobile gefunden haben. Sollte dies nicht gelingen, müsste er das Unternehmen voraussichtlich dicht machen. Mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 1. Januar 2007 darf das Unternehmen keine roten Zahlen mehr schreiben. Das dürfte im Falle von BenQ Mobile angesichts hoher Material- und Personalkosten sowie eines weiteren Markteinbruchs schwierig werden.
Siehe dazu auch:
  • Lösung fĂĽr BenQ Mobile noch in diesem Jahr erwartet
  • BenQ-Mobile-Chef schmeiĂźt hin
  • IG Metall: Siemens sagt bis zu 180 Millionen Euro fĂĽr BenQ-Mitarbeiter zu
  • BenQ streicht 400 Stellen im Handy-Werk in Shanghai
  • Garantie fĂĽr alle Handys von BenQ Mobile gesichert
  • BenQ-Mobile-Pleite belastet Elektronikbranche
  • SPD NRW: Siemens stiehlt sich aus Verantwortung fĂĽr BenQ-Mitarbeiter
  • Konzernumbau bei Siemens zeigt Wirkung
  • Siemens stellt erste BenQ-Mobile-Mitarbeiter ein
  • Staatsanwaltschaft ermittelt gegen BenQ Mobile
  • BenQ-Spitze soll Finanzprobleme bei BenQ Mobile verschwiegen haben
  • Neue VorwĂĽrfe gegen Siemens nach BenQ-Mobile-Pleite
  • IG Metall drängt auf Lösung fĂĽr BenQ-Auffanggesellschaften
  • Bericht: Auf der Siemens-Aufsichtsratsitzung droht ein Eklat
  • Bericht: Bewegung bei Gesprächen ĂĽber Zukunft von BenQ Mobile
  • 160 Jobs weniger bei Servicegesellschaft von BenQ Mobile
  • Angst vor BenQ-Schicksal: Warnstreik bei Siemens Ă–sterreich
  • Pleite von BenQ Mobile kostet 120 Jobs bei Zulieferer Lumberg
  • BenQ Mobile räumt Probleme bei Kundenservice ein
  • Siemens lehnt Aufstockung des Hilfsfonds fĂĽr BenQ-Beschäftigte ab
  • "Alarmstufe Rot!" – Solidaritätsaktion fĂĽr BenQ-Mitarbeiter
  • BenQ-Mobile-Zulieferer Balda trennt sich von 1000 Arbeitnehmern
  • Pleite von BenQ Mobile belastet auch Infineon
  • Mitarbeiter von BenQ Mobile hoffen auf Siemens-Jobs
  • BenQ-Mobile-Insolvenz trifft Zulieferer
  • BenQ weiter auf der Verluststrecke
  • BenQ-Mobile-Betriebsrat pocht auf Vereinbarung mit Siemens
  • Ă–sterreichische BenQ Mobile CEE versucht Ausgleich
  • Einjährige Auffanglösung fĂĽr Mitarbeiter von BenQ Mobile
  • Stellen-Kahlschlag bei BenQ: Runder Tisch berät weiteres Vorgehen
  • BĂĽrgermeister warnt vor "bayerischer Lösung" bei BenQ Mobile
  • 1900 Menschen verlieren ihren Job bei BenQ Mobile
  • Schicksalstag fĂĽr BenQ-Mobile-Mitarbeiter
  • BenQ-Auszubildende können Lehre bei Siemens zu Ende fĂĽhren
  • BenQ-Absatz in Deutschland eingebrochen
  • BenQ Mobile hofft auf Zukunft als Auftragsentwickler
  • BenQ-Gespräche ohne konkrete Ergebnisse
  • Länderminister planen Spitzentreffen zu BenQ Mobile
  • BenQ-Beschäftigte bangen weiter um Jobs
  • Bankenexperte: Siemens trägt Mitschuld an BenQ-Mobile-Pleite
  • Bei BenQ Mobile steht massiver Stellenabbau kurz bevor
  • Siemens richtet Jobbörse fĂĽr BenQ-Mitarbeiter ein
  • Runder Tisch berät ĂĽber Beschäftigungsgesellschaft fĂĽr BenQ Mobile
  • Bericht: BenQ-Insolvenz zieht weitere Pleiten nach sich
  • Siemens plant Beschäftigungsgesellschaft nach BenQ-Mobile-Pleite
  • Insolvenzverwalter: Rettung von BenQ Mobile scheitert nicht an Patenten
  • Siemens legt Zahlungen an BenQ auf Eis
  • BenQ Mobile weist GerĂĽchte ĂĽber Aushöhlung zurĂĽck
  • Netzbetreiber stornieren Aufträge bei BenQ Mobile
  • BenQ verteidigt Insolvenz der deutschen Handy-Tochter
  • IG Metall: BenQ-Nothilfefonds reicht nicht aus
  • Bayern will BenQ Mobile unterstĂĽtzen
  • Bericht: Siemens-Vorstand verzichtet auf 5 Millionen Euro
  • Siemens prĂĽft weitere Zahlungen an BenQ
  • Produktion bei BenQ Mobile soll fortgesetzt werden
  • Auch BenQ-Mobile-Tochter Inservio insolvent
  • Gewerkschaft sieht in BenQ-Mobile-Insolvenz einen "schmutzigen Trick"
  • BenQ Mobile hat Insolvenzantrag gestellt
  • BenQ Mobile: IG Metall sieht Siemens in der Verantwortung
  • BenQ-Handygeschäft in Deutschland am Ende
  • Bericht: BenQ will Handyproduktion verkaufen
  • (dpa) /