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Ex-Mitarbeiter von Megaupload in den USA verhaftet

Axel Kannenberg
Kim Dotcom

Kim Dotcom kÀmpft immer noch gegen seine Auslieferung an die USA.

(Bild: dpa, Max Gilbert)

Es kommt Bewegung in den Fall Megaupload: In den USA wurde ein Ex-Mitarbeiter der Plattform als einer von sieben VerdÀchtigen festgenommen. Der Anwalt des HauptverdÀchtigen Kim Dotcom wittert einen Deal mit den US-Behörden.

Der estnische Programmierer Andrus N. Ist in den USA im Rahmen der Ermittlungen gegen das 2012 geschlossene Portal Megaupload verhaftet worden. N. soll als einer von sieben VerdÀchtigen am Betrieb der Filehosting-Plattform mitgearbeitet haben, das laut den US-Behörden zu massiven Urheberrechtsverletzungen genutzt wurde. Das geht aus einem Bericht des New Zealand Herald [1] hervor.

Dem Blog Torrentfreak [2] zufolge lebt N. in den Niederlanden, wo ein Verfahren auf Auslieferung an die USA gegen ihn lief. Seine Verhaftung in den USA bietet nun Raum fĂŒr Spekulation. „Entweder ist er von sich aus gegangen oder er hat sich auf einen Handel eingelassen“, sagte Ira Rothken, der Anwalt des HauptverdĂ€chtigen Kim Dotcom, dem New Zealand Herald. Der Zeitung zufolge bemĂŒht sich die US-Polizeibehörde FBI derzeit verstĂ€rkt um Zeugenaussagen von Personen, die fĂŒr den deutschstĂ€mmigen Unternehmer Dotcom gearbeitet haben.

Kim Dotcom kĂ€mpft in Neuseeland bereits seit lĂ€ngerem gegen seine Auslieferung an die USA. NeuseelĂ€ndische Behörden waren Anfang 2012 auf Antrag der US-Behörden mit Dutzenden Beamten auf Dotcoms Anwesen bei Auckland vorgedrungen und hatten ihn festgenommen [3]. Sie beschlagnahmten LuxusgĂŒter und Vermögenswerte. Die US-Behörden werfen Dotcom als GrĂŒnder der Tauschplattform Megaupload massive Verletzungen von Urheberrechten mit einem Schaden von einer halben Milliarde Dollar vor. Sie haben die Auslieferung beantragt.

Seinem Linkedin-Profil nach arbeitete N. von 2006 bis zur Schließung 2012 fĂŒr Megaupload, wobei er im wesentlichen als Entwickler tĂ€tig gewesen sei. N. sei in den vergangenen drei Jahren "durch die Hölle gegangen“, teilte Dotcom via Twitter [4] mit. "Ich wĂŒnsche ihm nur das Beste.“ (axk [5])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-2546111

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.nzherald.co.nz/business/news/article.cfm?c_id=3&objectid=11399686
[2] http://torrentfreak.com/megaupload-programmer-arrested-in-the-u-s-150210/
[3] https://www.heise.de/news/Razzia-war-legal-Neue-Schlappe-fuer-Kim-Dotcom-in-Neuseeland-2506158.html
[4] https://twitter.com/KimDotcom/status/565091580973809664
[5] mailto:axk@heise.de