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Financial Times bald mit Bezahl-Inhalten auf Website

Torge Löding

Die Financial Times (FT) wird auf ihrer Hompepage bald Bezahl-Dienste anbieten.

Die Financial Times (FT) [1] wird auf ihrer Hompepage in den nĂ€chsten Monaten neue Dienste anbieten, die bezahlt werden mĂŒssen. Der deutsche Ableger FTD [2], ein Gemeinschaftsunternehmen des FT-Verlages Pearson und Gruner + Jahr, folgt dieser Strategie. "Wir werden unser kostenloses Angebot erhalten, aber um einige kostenpflichtige Mehrwertdienste ergĂ€nzen", sagte eine Sprecherin gegenĂŒber heise online. Zum einen können Internet-Nutzer bald gegen eine GebĂŒhr auf Angebote zurĂŒckgreifen, die bislang Zeitungsabonnenten vorbehalten waren. Dabei handelt es sich um einen Newsletter, den SMS-Infodienst und das Zeitungsarchiv. Der Ausdruck einer FTD-Ausgabe im PDF-Format soll ca. einen Euro kosten, ein einzelner Artikel, der per Suchfunktion gefunden wurde, 50 Cent.

Sowohl in Großbritannien als auch in Deutschland schĂ€tzen die FT-Macher die Möglichkeiten fĂŒr Einnahmen aus dem GeschĂ€ft mit dem Online-Nutzer vorsichtig ein. "Schon jetzt arbeitet unser Online-Bereich Kosten deckend. Interessanter als das GeschĂ€ft mit einzelnen Kunden ist fĂŒr uns der B-to-B-Bereich. Die Content Syndication zum Beispiel", so die Sprecherin.

Was man sich im Haus Pearson/G+J unter Mehrwertdiensten vorstellt, ist in AnsĂ€tzen schon heute sichtbar: Bereits seit Dezember 2001 bietet die FTD einen kostenpflichtigen SMS-Audio-Dienst. Drei Radioredakteure machen aus Top-Wirtschaftsmeldungen kurze Hör-BeitrĂ€ge. FĂŒr 1,83 Euro pro Minute kann sich der geneigte FT-Fan das dann ĂŒber eine 0190-Nummer anhören. Im Februar startete auf der Homepage der Wirtschaftszeitung zudem ein kostenpflichtiger Gehalts-Check.

"Bezahlten Inhalten im Internet gehört die Zukunft. Spiegel und Stern haben den Anfang gemacht. Jetzt zeigt die FT ihr eigenes Konzept", so die Sprecherin. Seit Mitte Februar kostet die LektĂŒre der Spiegel-Titelgeschichte im Internet eine GebĂŒhr. [3]

Als erfolgreiches Beispiel dafĂŒr gilt das US-Magazin Wallstreet Journal Online [4]. Mehr als die HĂ€lfte seines Umsatzes bestreitet das Magazin aus NutzergebĂŒhren. (tol [5])


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https://www.heise.de/-59151

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.ft.com
[2] http://www.ftd.de
[3] https://www.heise.de/news/Spiegel-Titelgeschichten-im-Internet-gegen-Bezahlung-54743.html
[4] http://www.wsj.com
[5] mailto:tol@heise.de