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MWC: Android-Smartphone fĂŒr Senioren von Emporia

Alexander Spier
MWC: Ein Android-Smartphone fĂŒr Senioren

(Bild: Emporia)

Emporia zeigt auf dem MWC sein erstens Smartphone fĂŒr Senioren. Das Emporia Smart hat eine spezielle OberflĂ€che und eine Klapptastatur, lĂ€uft aber auf Android und kann mit Apps umgehen.

Handys die sich an Ă€ltere Zielgruppen richten gibt es einige, bei den vielseitigeren Smartphones sah es bislang jedoch schlecht aus. Emporia, Spezialist fĂŒr Senioren-Handys [1], will das Ă€ndern und hat auf dem MWC sein erstes Android-GerĂ€t vorgestellt. Das Emporia Smart ist im Herzen zunĂ€chst ein herkömmliches Smartphone: Es lĂ€uft mit Android 4.4, kann auf den Google Play Store zugreifen und wird ĂŒber einen Touchscreen bedient.

Damit auch Neueinsteiger mit dem GerĂ€t zurecht kommen und sich nicht ĂŒberfordert fĂŒhlen, hat sich Emporia einiges einfallen lassen. Im Grundzustand ist das Smart kaum von einem Feature-Phone zu unterscheiden, die Bedienung lĂ€uft ĂŒber eine klassische Telefontastatur und auf den Finger reagiert das 4,5-Zoll-Display nur, wenn der Nutzer an eine andere Stelle innerhalb der angezeigten Eingaben wechselt. Der Umstieg von einem klassischen Handy soll so möglichst schmerzlos gestalten werden. Große Schrift und Symbole erleichtern das Ablesen.

Wird die Tastatur weggeklappt erscheint eine aufgerĂ€umte TouchoberflĂ€che mit einigen wenigen großen Symbolen fĂŒr die meistgenutzten Funktionen: Telefonie, Text-Nachrichten und Fotos. Wird die Tastatur nicht benötigt, lĂ€sst sich sich komplett abnehmen. FĂŒr Taschenlampe und die 8-Megapixel-Kamera gibt es auf der Seite eigene Tasten.

Emporia Smart Senioren-Smartphone (0 Bilder) [2]

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Die App-Benachrichtigungen hat Emporia in eine eigene Kategorie ausgelagert, sie tauchen also nicht unvermittelt am oberen Rand auf wie bei herkömmlichen Android-Smartphones. Ein Wisch nach rechts zeigt die hÀufigst verwendeten Apps in einer Kachelansicht an, von dort gelangt man in die Liste aller Apps. Ein Wisch nach links zeigt vier Kontakte, die eigene Telefonnummer und eine Notfallnummer an. Den herkömmlichen Android-Startbildschirm bekommt man nie zu Gesicht.

Der Google Play Store ist installiert, doch auch mit dem mĂŒssen sich die Nutzer nicht auseinandersetzen. Ein eigener App-Shop soll dem Nutzer sinnvolle Programme nĂ€her bringen, WhatsApp und auf den Auslieferungsland zugeschnittene Programme wie die App der Deutsche Bahn sind schon vorinstalliert. Zum leichteren Tippen auf dem Bildschirm liegt ein kapazitiver Stift in der Packung, die Halterung dafĂŒr an der GehĂ€useseite lĂ€sst sich wie die Tastatur komplett entfernen

Der spezielle Micro-USB-Stecker hilft beim richtigen Einstecken des Smartphones.

Der spezielle Micro-USB-Stecker hilft beim richtigen Einstecken des Smartphones.

(Bild: Emporia)

Auf RĂŒckseite gibt es eine Notruf-Taste: Die versucht bis zu 5 vorher festgelegte Kontakte anzurufen. Geht ein Kontakt nicht ans Telefon oder meldet sich nur die Mailbox, ruft das GerĂ€t selbststĂ€ndig den nĂ€chsten Eintrag an und schickt an den anderen eine SMS. Eingehende Telefonate werden innerhalb von zwei Stunden (nach dem Notruf) automatisch angenommen und die Freisprechfunktion aktiviert.

Die Hardware ist vergleichsweise mager, reichte aber beim Ausprobieren fĂŒr die gebotenen Funktionen aus. Ein nicht nĂ€her bezeichneter Quad-Core-Prozessor mit 1,2 GHz, 1 GByte RAM und 4 GByte interner Speicher mĂŒssen reichen. MicroSD-Karten können nachgerĂŒstet werden. Eine spezieller micro-USB-Stecker mit FĂŒhrungsstift verhindert verkehrtes Einstecken. Ab Ende MĂ€rz soll das Emporia Smart fĂŒr 300 Euro in Deutschland und Österreich erhĂ€ltlich sein.

Update 3.3. 18:55 Uhr: Die Notruffunktion ist nun genauer beschrieben. (asp [4])


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  1. https://www.heise.de/news/Emporia-verbindet-Senioren-und-Enkel-1811265.html
  2. https://www.heise.de/bilderstrecke/1443838.html?back=2565661;back=2565661
  3. https://www.heise.de/bilderstrecke/1443838.html?back=2565661;back=2565661
  4. mailto:asp@heise.de