Marktforscher: Tauschbörsen schaden Europas Musikindustrie
Etwa die HÀlfte der europÀischen Internetnutzer, die sich Musik herunterladen, sagen laut einer Studie von Forrester Research, dass sie weniger Musik-CDs kaufen.
Tauschbörsen schmĂ€lern den Umsatz von Europas Musikindustrie. Zu dieser Ăberzeugung kommen die Marktforscher von Forrester Research. "Die Verantwortlichen der Musikindustrie beklagen, dass der Download von MusikstĂŒcken von Tauschbörsen wie Kazaa und Morpheus ihren UmsĂ€tzen schadet -- und sie haben Recht", lautet die Zusammenfassung des Berichts [1]. Fast die HĂ€lfte der europĂ€ischen Internetnutzer, die sich Musik herunterladen, sagen, dass sie weniger Musik-CDs kaufen. Stattdessen brennen sie sich ihre eigenen CDs.
Die Studie, die in Medienberichten zitiert wird, verwundert vor dem Hintergrund, dass Forrester Research noch im August 2002 befunden hatte, dass Tauschbörsen nicht Schuld [2] an der Krise der Musikindustrie seien. Allerdings bezog sich jenes Fazit auf die Internetnutzer in den USA. In Europa, so fanden die Marktforscher heraus, nutzten 13 Prozent der EuropĂ€er das Internet, um sich Musik herunterzuladen. Etwa 40 Prozent von ihnen besorgten sich mehr als sieben MusikstĂŒcke pro Monat. Diese Vielnutzer von Tauschbörsen brennen sich ihre StĂŒcke meist auch auf CD, ergibt die Studie weiter. Es gebe allerdings auch Musik-Enthusiasten, die sich durch Tauschbörsen zum Kauf von CDs anregen lassen. (anw [3])
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[1] http://www.forrester.com/ER/Research/DataSnapshot/Excerpt/0,1317,16258,00.html
[2] https://www.heise.de/news/Marktforscher-Tauschboersen-nicht-Schuld-an-Krise-der-Musikindustrie-69036.html
[3] mailto:anw@heise.de
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