Microsoft Ignite: Teams für Externe und Avatare, Windows 11 als Cloud-VM

Teams-Nutzer sollen einfacher mit Gästen kommunizieren und auch Microsoft hat eine Vorstellung vom Metaverse – die Neuigkeiten der November-Ignite 2021.

In Pocket speichern vorlesen Druckansicht 10 Kommentare lesen
Lesezeit: 3 Min.
Von
  • Jan Mahn
Inhaltsverzeichnis

Auch Microsofts zweite Ignite-Konferenz im Jahr 2021 findet nur online statt – und wenig überraschend steht digitale Zusammenarbeit mit Werkzeugen wie Teams auch im Mittelpunkt der Unternehmenskundenveranstaltung. Einige der Ankündigungen lösen konkrete Probleme von Teams-Nutzern, die Vision von Microsofts Metaverse wirkt weiter futuristisch.

Nachdem Microsoft Teams, beschleunigt durch die Pandemie und die Heimarbeit von Millionen, die Arbeitsweise in vielen Organisationen geprägt hat, wurden auch viele Probleme offenbar. Auf eine häufige Kritik reagiert Microsoft jetzt: Bisher knirschte es immer, wenn Unternehmen mit externen Benutzern kommunizieren mussten. Für Firmen, die regelmäßig mit anderen (etwa Kunden, Lieferanten oder Partnern) zusammenarbeiten, gibt es künftig die Funktion Teams Connect. Die Administratoren können gemeinsame Kanäle über Teams-Tenants hinweg anlegen.

Und auch Nutzer, die Teams bisher nur mit einem privaten Teams-Account genutzt haben, soll man künftig einfacher in Gruppen und Gespräche holen können.

Für Veranstalter von Webinaren über Trams gibt es einige kleine Neuerungen: Ein virtueller Green-Room, eine Art Backstage-Bereich für Sprecher und Organisatoren und bis zu 10 Co-Organisatoren sind für Ende des Jahres angekündigt.

Nachdem Facebook die Idee des Metaverse mit virtuellen Treffen im dreidimensionalen Raum, mit AR- und VR-Hilfsmitteln kürzlich auf die Agenda gehoben hat, legt jetzt auch Microsoft nach und träumt von virtuellen Meetings mit 3D-Avataren. Angekündigt ist aber nicht nur eine vollständige 3D-Welt, die Avatare können auch in der 2D-Videokonferenzwelt auftreten. Wer morgens nicht selbst vor die Kamera treten kann oder möchte, soll auch seinen animierten Avatar ins Teams-Meeting schicken können. Mesh for Teams heißt die Idee.

Avatar statt eigenem Auftritt: Anstatt die Kamera abzuschalten, schickt man künftig eine 3D-Figur seiner selbst ins Meeting.

(Bild: Microsoft)

Parallel zu Teams ist eine neue App angekündigt: Microsoft Loop ist eine virtuelle Whiteboard-Kreativitäts- und Kollaborationsoberfläche. Darauf, so der erste Eindruck, können Gruppen zusammen Elemente wie Texte, Bilder und Tabellen ablegen, gemeinsam daran arbeiten und so zum Beispiel Gedanken sammeln und Pläne ausarbeiten. Bisher zweckentfremdeten viele für solcherlei Aufgaben die Kollaborationsfunktionen von Word oder Excel in Office 365, auch eingebettet in Teams.

Loop ist eine neue Oberfläche für gemeinsames Arbeiten und Ideensammeln.

(Bild: Microsoft)

Pünktlich zur Ignite verkündet Microsoft auch den nächsten Schritt bei den virtuellen Windows-Maschinen aus dem Azure-Rechenzentrum: In Windows 365 soll demnächst auch Windows 11 bereitstehen. Das Angebot richtet sich bisher nur an Unternehmenskunden.

Die Liste der kleinen Optimierungen und Neuerungen in Microsoft Azure und für Entwickler ist lang. Die Azure Cognitive Search, spricht jetzt 50 neue Sprachen, SQL Server 2022 steht ab sofort zum Testen bereit. Wer realistische Ausfälle seiner Azure-Infrastruktur simulieren und testen will, ob seine Software darauf vorbereitet ist, bekommt mit dem Azure Chaos Studio ein neues Werkzeug.

Die Microsoft Ignite läuft noch bis zum 3. November.

(jam)