Mobil-Prozessoren: Achtkerner fürs Handy

Mediatek will Prozessoren für Smartphones bauen, bei denen acht Rechenkerne zusammenarbeiten. Dabei sollen gleichwertige Rechenkerne zum Einsatz kommen.

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Von
  • Benjamin Benz

Noch verrät Mediatek nicht einmal den Namen des Achtkernprozessors und zeigt nur Illustrationen.

Mit Mediatek hat nun bereits der zweite Prozessorhersteller einen Handy-Chip mit acht Kernen vorgestellt. Anders als Samsung, – deren Exynos 5 Octa aus je vier Cortex-A15 und -A7 Kernen besteht – spricht Mediatek von dem ersten "echten, authentischen Achtkerner". Damit ist gemeint, dass der Prozessor aus acht identischen Kernen, vermutlich vom Typ Cortex-A7, besteht. Laut einem Whitepaper von Mediatek können alle acht Kerne gleichzeitig aktiv sein und mit 1,2 bis 2,0 GHz takten. Ansonsten verrät Mediatek zu dem neuen Prozessor kaum etwas, selbst der Name ist noch nicht offiziell, geschweige denn Angaben zum Grafikkern, dem Cache oder andere technische Details.

Mediatek verwendet nicht das Big-Little-System, sondern acht identische Kerne.

Laut einem Whitepaper sollen alle acht Kerne gleichzeitig mit 2 GHz laufen können.

Der Cortex-A7 war ursprünglich als Juniorpartner in Big.Little-Gespannen mit dem schnellen aber stromhungrigen Cortex-A15 gedacht. Weil er zwar langsamer, aber dafür nicht nur sparsamer, sondern auch effizienter ist als der Cortex-A15, könnte er auch in Benchmarks an den bisherigen SoCs vorbeiziehen. Das Big-Little-Konzept sieht zwar auch eine Betriebsart vor, bei der große und kleine Kerne gleichzeitig aktiv sind, doch die Unterstützung für den Linux-Kernel respektive Android (big-little MP) ist noch in der Entwicklung. So sind in Big-Little-CPUs im Moment immer maximal vier Kerne aktiv. Ein Cortex-A15-Kern liefert 3,5 DMIPS/MHz, der Cortex-A7 1,9. In der Praxis dürfte das Problem allerdings bei der Software liegen, denn viele Apps profitieren noch nicht einmal von Dual- oder Quad-Cores. (bbe)