Prozess gegen DVD-Hacker beendet

Mit dem Schlussplädoyer der Anklage ist am Montag das Gerichtsverfahren gegen den "DVD-Hacker" Jon Lech Johansen zu Ende gegangen.

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Von
  • Wolfgang Stieler

Mit dem Schlussplädoyer der Anklage ist am Montag das Gerichtsverfahren gegen den "DVD-Hacker" Jon Lech Johansen zu Ende gegangen. Nach US-Medienberichten verlangte die Anklage eine vergleichsweise moderate Haftstrafe von 90 Tagen auf Bewährung für den 19-jährigen. Der Angeklagte hatte auf unschuldig plädiert. Das Urteil wird in den nächsten Wochen erwartet.

Die Anklage warf Johansen vor, mit der Entwicklung von DeCSS den Kopierschutz für DVDs ausgehebelt zu haben. Das Tool, mit dem sich die Verschlüsselung und damit der Schutz vor von der Medienindustrie nicht genehmigtem Abspielen von DVDs aushebeln lässt, war im Herbst 1999 vom Hacker-Trio "MoRE" veröffentlicht worden, dessen einziges namentlich bekanntes Mitglied Johansen ist. Dem mittlerweile 19-Jährigen drohten bis zu zwei Jahre Freiheitsstrafe, Geldbußen und Schadensersatzzahlungen wegen illegaler Umgehung einer Sicherheitsvorkehrung. (wst)