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Tesla plant Ausbau der Produktion in GrĂŒnheide

(Bild: Markus Mainka/Shutterstock.com)

Die erste Autofabrik von Tesla in Deutschland produziert seit MÀrz offiziell. Noch ist die geplante KapazitÀt nicht erreicht und Tesla plant schon einen Ausbau.

Der US-Elektroautobauer Tesla will seine Produktion in GrĂŒnheide bei Berlin vergrĂ¶ĂŸern. Derzeit werde die nĂ€chste Ausbaustufe auf dem bestehenden GelĂ€nde vorbereitet, um die KapazitĂ€t zu erweitern, hieß es am Freitag aus dem Unternehmen. DafĂŒr wĂŒrden ab diesem Freitag 70 Hektar Kiefernwald gerodet. Die Genehmigung fĂŒr die Rodung liege bereits vor. FĂŒr den Ausbau bereitet Tesla einen Antrag vor. DafĂŒr ist auch ein neues umweltrechtliches Verfahren nötig. Zuvor hatte die MĂ€rkische Oderzeitung (online) darĂŒber berichtet.

Tesla beschĂ€ftigt derzeit nach eigenen Angaben mehr als 7000 Mitarbeiter. SpĂ€ter sollen es 12.000 BeschĂ€ftigte sein, mit dem Ausbau wĂŒrden es dann noch mehr. Wie umfangreich der Ausbau sein soll [1], war zunĂ€chst unklar. Tesla sprach von zusĂ€tzlicher ProduktionskapazitĂ€t im nördlichen Teil des GelĂ€ndes.

Die Produktion in GrĂŒnheide in Brandenburg startete im MĂ€rz offiziell [2]. Derzeit stellt das Unternehmen in seiner einzigen Fabrik in Europa etwa 2000 Autos pro Woche her. Das entspricht ungefĂ€hr einem FĂŒnftel des Ziels in der ersten Ausbauphase. NaturschĂŒtzer warnen vor negativen Folgen der Fabrik fĂŒr die Umwelt, Tesla weist diese Bedenken zurĂŒck.

Tesla lĂ€sst fĂŒr den Ausbau erneut Wald roden, um Platz zu haben fĂŒr das Baufeld der geplanten Ausbaustufe, aber auch fĂŒr die Zentralisierung der Baustelleninfrastruktur. Die BĂ€ume wĂŒrden auf Basis des bisherigen Bebauungsplans gerodet. Alle dafĂŒr nötigen forst- und artenschutzrechtlichen Maßnahmen seien umgesetzt oder befĂ€nden sich in der Umsetzung. Bisher seien 300 Hektar Mischwald aufgeforstet worden. Eine Erweiterung der FlĂ€che etwa fĂŒr einen GĂŒterbahnhof wird parallel geplant, dazu ist aber ein neuer Bebauungsplan nötig.

Die Brandenburger Landesregierung sieht die AusbauplĂ€ne als BestĂ€tigung fĂŒr die Wahl des Standorts. "Mit der AnkĂŒndigung der nĂ€chsten Ausbaustufe der Autofabrik bekennt sich Tesla klar zum Standort Brandenburg", teilte MinisterprĂ€sident Dietmar Woidke (SPD) am Freitag mit. "Deshalb freue ich mich ĂŒber die Nachricht."

Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) sprach von einem guten Zeichen. "Brandenburg entwickelt sich mehr und mehr zu einem gewichtigen Standort der modernen Automobilindustrie in Deutschland, und Tesla hat als mittlerweile grĂ¶ĂŸter industrieller Arbeitgeber und Ausbilder Brandenburgs einen entscheidenden Anteil daran."

Dagegen lehnte der Verein fĂŒr Natur & Landschaft Brandenburg einen Ausbau der Fabrik ab und kritisierte die Rodung. "Tesla beherrscht die jetzige Produktion nicht", warf der Verein dem Unternehmen vor. "Es treten immer wieder Störungen im Betriebsablauf auf, die eine Gefahr fĂŒr Mensch und Umwelt darstellen." Sie verwiesen auf mehrere BrĂ€nde. Die Rodung zum Start des Baus der Fabrik vor mehr als zwei Jahren war ebenfalls von Kritik begleitet worden.

Im September wurde bekannt, dass Tesla in GrĂŒnheide bisher ohne funktionierende Brandmeldeanlage fertigt. Tesla arbeitet nach eigenen Angaben daran. Der Landkreis Oder-Spree hĂ€lt den Brandschutz mit einem vorlĂ€ufigen Konzept fĂŒr abgesichert.

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(tiw [4])


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[1] https://www.heise.de/news/Gigafactory-wird-gigantischer-Tesla-will-Autowerk-in-Gruenheide-vergroessern-7077095.html
[2] https://www.heise.de/news/Delivery-Day-in-Gruenheide-Erstes-europaeisches-Tesla-Werk-in-nimmt-Betrieb-auf-6605262.html
[3] https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
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