Wikileaks-Chef: Baerbock muss Wort halten und fĂĽr Assange eintreten
Der Chefredakteur der EnthĂĽllungsplattform Wikileaks will, dass sich BundesauĂźenministerin Baerbock so fĂĽr Assange einsetzt, wie sie vorher kundgetan hat.
(Bild: Katherine Da Silva/Shutterstock.com)
Der Chefredakteur der EnthĂĽllungsplattform Wikileaks, Kristinn Hrafnsson, hat BundesauĂźenministerin Annalena Baerbock zu einer deutlicheren Haltung zugunsten des Wikileaks-GrĂĽnders Julian Assange aufgefordert. "Ich bin nicht vollkommen zufrieden", sagte Hrafnsson der Deutschen Presse-Agentur auf die Frage, ob sich die GrĂĽnen-Politikerin ausreichend fĂĽr Assange eingesetzt habe.
Sofortige Freilassung gefordert
Noch im vergangenen September hatte das Team Baerbocks auf die Frage einer BĂĽrgerin auf der Webseite Abgeordnetenwatch.de die sofortige Freilassung Assanges gefordert. Hrafnsson rief nun dazu auf, Druck auf Baerbock und andere Politiker auszuĂĽben. "Es sollte nicht ohne Kritik durchgehen, wenn Menschen nicht zu ihrer UnterstĂĽtzung stehen, nur weil sie eine Machtposition einnehmen", so der Wikileaks-Chef.
Assange und seine Verlobte Stella Moris wollen an diesem Mittwoch im Londoner Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh heiraten. Überschattet wird die Zeremonie jedoch von der Ablehnung eines Berufungsantrags beim Supreme Court gegen die Auslieferung des gebürtigen Australiers an die USA. Das oberste britische Gericht hatte eine Berufung in der vergangenen Woche als unzulässig abgewiesen. Nun liegt die Entscheidung bei Innenministerin Priti Patel.
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Die US-Justiz will Assange wegen Spionagevorwürfen den Prozess machen. Dem 50-Jährigen drohen dort bei einer Verurteilung bis zu 175 Jahre Haft. Vorgeworfen wird ihm, gemeinsam mit der Whistleblowerin Chelsea Manning geheimes Material von US-Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan gestohlen und veröffentlicht und damit das Leben von US-Informanten in Gefahr gebracht zu haben.
(kbe)