Fujifilm mit neuen Digicams bis 6 Megapixel
Fujifilm hat heute mit der FinePix S7000 die weltweit erste kompakte Digitalkamera mit 6-Megapixel-Sensor vorgestellt; der S304-Nachfolger S5000 bekommt ein 10fach-Zoom und als Einsteigerkamera bietet die A205s 2 Megapixel.
Fujifilm hat heute mit der FinePix S7000 die weltweit erste kompakte Digitalkamera mit 6-Megapixel-Sensor vorgestellt. Sie tritt die Nachfolge des Vorjahresmodells FinePix S602 Zoom an, das noch mit halber Auflösung auskommen musste. Wie die Vorgängerin bietet die S7000 ein 6fach-Zoomobjektiv mit 35 bis 210 mm Brennweite (bezogen auf das KB-Format), Makrofähigkeit bis 1 cm Objektabstand sowie alle gängigen (teil-)automatischen und manuellen Belichtungs- und Weißabgleichsvarianten. Die automatische Scharfstellung übernimmt ein aktiv/passives Hybrid-System mit Kontrastmessung über den CCD-Sensor und mit Phasenvergleich auf IR-Basis. Der elektronische Sucher löst 235.000 Pixel auf und der Blitzschuh für externe Blitzgeräte ist ebenso wieder mit an Bord wie die Energieversorgung über vier Mignon-Zellen. Das Gehäuse der S7000 ist vollständig in Schwarz gehalten, wirkt edler und nimmt mit der Anschlussmöglichkeit für einen mechanischen Kabelfernauslöser Anleihen beim Spiegelreflex-Modell S2 Pro.
Diese setzen sich beim Speicherkonzept fort: die S7000 kann sowohl mit controllerlosen Karten (hier xD-Picture-Cards) als auch mit dem Microdrive von Hitachi umgehen. Praxisfremd bleibt dieselbe Einschränkung wie bei der S2 Pro: CF-Cards mit Festspeicher sind laut Fujifilm "eventuell nicht kompatibel", was wir seinerzeit beim Test der S2 Pro (c't 19/02, S. 110) tatsächlich für einige CF-Cards verifizieren konnten. Gespeichert wird im JPEG- und an Stelle des früheren TIFF-Formats jetzt wahlweise als RAW-Bilddateien.
Die S7000 kommt mit einem "SuperCCD-HR"-Sensor der vierten Generation, der gegenüber der Vorgängerin auf derselben Sensorfläche von 1/1,7" nun die doppelte Pixelzahl aufzeichnet. Inwieweit dies zu ähnlichen Rausch-Problemen wie bei den neuen kleinen 5-Megapixel-Sensoren der Konkurrenz führt, werden Praxistests klären müssen. Zur Erhöhung der Lichtempfindlichkeit können die Elemente des SuperCCD zusammengeschaltet werden, was ISO-Einstellungen bis 1600 möglich macht -- dann freilich bei halbierter Bildauflösung. Genauso Super-CCD-typisch sind die guten Videoleistungen mit VGA-Auflösung bei 30 Bildern pro Sekunde. Anschluss an den PC findet die S7000 über eine USB-2.0-Schnittstelle.
Die Kamera soll im Oktober 2003 auf den Markt kommen und dann knapp 900 Euro kosten.
10fach-Zoom fĂĽr Aufsteiger
Deutlich renoviert wurde auch das Superzoom-Einsteigermodell FinePix S304. Die Nachfolgerin heißt FinePix S5000, sieht in ihrem schwarzen Kunststoffgehäuse wertiger aus und beeindruckt nun mit einem optischen 10fach-Zoom mit 37 bis 370 mm Brennweite (bezogen auf das KB-Format). Eine optische Bildstabilisierung gibt es allerdings nicht. An der 3-Megapixel-Auflösung hat sich nichts geändert, Fujifilm spendiert der Neuen indes umfangreichere Belichtungseinstellungen mit Blenden- und Zeitautomatik sowie einen vollmanuellen Modus. Die Programmautomatik kann nun geshiftet werden.
Auf Einsteigerniveau verharren der Weißabgleich mit seiner fehlenden manuellen Einmessmöglichkeit, der elektronische Sucher mit nur 110.000 Pixeln und die Videofunktion mit nur halber VGA-Auflösung, allerdings bei 30 fps. Die ISO-800-Einstellung ist nur für niedrig aufgelöste Bilder wählbar. Makroaufnahmen gelingen ab 10 cm Bildabstand. Die Datenspeicherung erfolgt ausschließlich auf xD-Picture Cards.
Die FinePix S5000 soll ab September für rund 550 Euro in die Läden kommen.
Als Einsteigerkamera will Fujifilm dann auch die Finepix A205s anbieten, ein kompaktes 2-Megapixel-Modell fĂĽr rund 220 Euro, mit 3fach-Zoom und groĂźem Objektiv-Schutzschieber. Die schlichte Ausstattung umfasst Vollautomatiken fĂĽr Belichtung und WeiĂźabgleich, "kleine Videos ohne Ton" und einen TFT-Monitor mit nur 60.000 Pixeln. Gespeichert wird auf xD-Picture Cards, und als Verbindung zur AuĂźenwelt stehen eine USB- und eine A/V-Buchse zur VerfĂĽgung. FĂĽr 80 Euro extra gibt es einen Akkusatz und eine Docking-Station, die auch als Stativ fungieren kann, wenn man die A205s als Webcam benutzt. (Dr. Klaus Peeck) / (jk)