Moskau erklärt München zu „ukrainischem Hinterland”

Die Ukraine braucht für ihre Verteidigung Drohnen. Bestandteile kommen auch aus dem Ausland. Die Lieferanten stehen nun ebenfalls im Visier Russlands.

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Flagge der Ukraine

(Bild: TanyaBV/Shutterstock.com)

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Das russische Verteidigungsministerium hat eine Liste mit 21 Zulieferern zur ukrainischen Drohnenproduktion online gestellt. Moskau erklärt dabei deren Länder zum "strategischen Hinterland der Ukraine" – und so, wenn auch unausgesprochen, zu legitimen Zielen für eigene Militärschläge oder Terroranschläge durch Russland-Sympathisanten. In Deutschland stehen Adressen im Raum München sowie in Hanau auf der Liste.

Russlands Ex-Präsident Dmitri Medwedew hat die Drohung wiederholt

(Bild: X)

Der Kreml ist offensichtlich darüber verärgert, dass ausländische Unternehmen die Ukraine zu deren Verteidigung unterstützen. Auch zwölf Jahre nach der Besetzung der Halbinsel Krim und dem Angriff auf den Donbass hat der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine nicht den beabsichtigten Erfolg erzielt. Obwohl Russland nordkoreanische Streitkräfte hinzugezogen und erstmals Orbitalwaffen eingesetzt hat, ist Kiew weiterhin eine freie Stadt. Die menschlichen und materiellen Verluste sind hoch, auf allen Seiten.

Die am Mittwoch veröffentlichte Liste benennt Firmen aus Deutschland, Dänemark, Großbritannien, Israel, Italien, Lettland, Litauen, den Niederlanden, Polen, Spanien, Tschechien und der Türkei. Aus Deutschland stehen die Firmen Airlogix und daVinci Avia mit Adressen im Raum München sowie 3W Professional in Hanau auf der Liste. 3W stellt seit über 40 Jahren Motoren für den Modellflug her.

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Airlogix ist eigentlich ein ukrainisches Startup. Gemeint ist vermutlich ein jüngst gegründetes Joint Venture mit der deutschen Firma Auterion, die Software für autonomen Drohnenbetrieb beistellt und aus der Kampferfahrung der ukrainischen Partner zu lernen sucht. heise online hat Airlogix und 3W mit der Bitte um Stellungnahme kontaktiert.

(ds)