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Weil: Bau von Batteriezellen in Deutschland unverzichtbar

dpa
Elektroautos, alternative Antriebe

(Bild: Volkswagen)

Niedersachsens MinisterprĂ€sident Weil hat die Batteriezellfertigung fĂŒr E-Autos als „ganz und gar unverzichtbar“ am Standort Deutschland bezeichnet. Der große Bedarf fĂŒr eine solche Produktion stehe fest, und auch, dass damit Tausende ArbeitsplĂ€tze geschaffen werden könnten

Elektroautos, alternative Antriebe

Stephan Weil, MinisterprÀsident des Landes Niedersachsen, fordert, das Tempo bei der Umstellung von Verbrenner auf E-Auto zu erhöhen.

(Bild: Volkswagen)

Niedersachsens MinisterprĂ€sident Stephan Weil (SPD) hat die Batteriezellfertigung fĂŒr Elektroautos als „ganz und gar unverzichtbar“ am Standort Deutschland bezeichnet. Der große Bedarf fĂŒr eine solche Produktion stehe fest, und auch, dass damit Tausende ArbeitsplĂ€tze geschaffen werden könnten, sagte der SPD-Politiker am Freitag (12. April 2019) im Bundesrat. Nicht fest stehe dagegen, wo die Produktionsstandorte kĂŒnftig sein wĂŒrden – in Asien, den USA oder Osteuropa. Er forderte „attraktive Standortbedingungen“ in Deutschland und ein klares Bekenntnis zur Herstellung von Batteriezellen.

Die Stromkosten, darunter Netzentgelte oder Stromsteuer, mĂŒssten sinken, zudem mĂŒsse die Industrie ganz oder teilweise von der EEG-Umlage befreit werden, mahnte Weil. Batteriezellfertigung brauche die rĂ€umliche NĂ€he zu den ProduktionsstĂ€tten erneuerbarer Energie. Auch sprach er sich fĂŒr die Förderung industrieller Fertigung von Batteriezellen aus und forderte, das Tempo bei der Umstellung von Verbrenner auf E-Auto zu erhöhen. Es sei ein umfassendes System von Anreizen notwendig, damit die Kunden die E-Autos auch kauften.

Laut IG Metall werde die VerschĂ€rfung der EU-Grenzwerte beim CO2-Ausstoß von Neuwagen zum Verlust von 150.000 ArbeitsplĂ€tzen in Deutschland fĂŒhren, erinnerte Weil. „Elektroautos benötigen nun einmal ein Drittel weniger BeschĂ€ftigung als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor.“ Man mĂŒsse alle Chancen nutzen, fĂŒr wegfallende ArbeitsplĂ€tze neue Jobs zu schaffen. Niedersachsen ist Anteilseigner von Volkswagen. Der Konzern hat unter dem ehemaligen Chef Matthias MĂŒller [1] in den vergangenen Jahren große Investitionen in diesen Bereich gesteckt. Die ID.-Modelle auf Basis des modularen Elektronikbaukastens werden ab Ende 2019 in Zwickau gefertigt. (mfz [2])


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[1] https://www.heise.de/meinung/Kommentar-Was-bleibt-von-Volkswagenchef-Mueller-4023784.html
[2] mailto:mfz@heise.de