Daniel hat 2001 als Volontär bei der Zeitschrift PC Direkt angefangen. Nach seiner Ausbildung testete er vor allem PC- und IT-Produkte wie WLAN, DVD-Brenner und neue Technologien wie Web Pads, die Vorgänger der Tablets. Darauf folgte noch ein Ausflug in die Redaktion der Multimedia-Zeitschrift AVDC, bevor er in den Online-Journalismus wechselte.
Los ging's im Newsroom von VNUnet, kurze Zeit später verantwortete er die deutsche Ausführung des Gadget-Blogs Gizmodo. Dann baute er den deutschen Ableger von CNET auf, bevor er 2013 zur Gründung von TechStage zu heise medien wechselte. Im Laufe der Zeit entwickelte er TechStage zur Kaufberatungs-Webseite weiter, die 2024 in heise bestenlisten aufgegangen ist.
Die neuen iPhones sind mächtig teuer: Zwischen knapp 700 und über 1300 Euro muss man zahlen, wenn man in den nächsten Wochen ein iPhone 8, ein iPhone 8 Plus oder das iPhone X vorbestellt. Aber wie lange muss man warten, bis die Geräte spürbar billiger werden? Eine Prognose.
Die schlechte Nachricht: Im Vergleich zu den High-End-Smartphones anderer Hersteller sind die iPhone-Preise extrem stabil. Das ist zwar gut, wenn man ein altes iPhone gebraucht verkaufen möchte – doch die Chance auf ein Schnäppchen ist leider nicht so hoch. Das LG G6 (Testbericht) – ein wirklich gutes Smartphone – ist in den ersten sechs Monaten nach seiner Vorstellung um inzwischen über 50 Prozent im Preis gefallen . Nicht ganz so krass, aber immer noch beeindruckend ist es beim Galaxy S8 (Testbericht) , das im gleichen Zeitraum etwa 37 Prozent billiger geworden ist.
Die Entwicklung der Preise anhand eines konkreten Produkts ist im Preisvergleich auf TechStage sichtbar. Beim LG G6 sieht die Kurve so aus :
Um abschätzen zu können, wie sich die Preise bei neuen Produkten verhalten, werfen wir einen Blick auf die Historie und untersuchen die Entwicklung bei iPhone 6, 6s und 7. Wir greifen jeweils zu den Modellen mit mittlerer oder größter Speicherausstattung, weil die kleinen Modelle gelegentlich bei Apple mit einem Modellwechsel überarbeitet werden und so nicht über den kompletten Zeitraum verfügbar sind. Außerdem wählen wir eine wenig auffällige – sprich langweilige – Farbe wie Grau oder Silber, weil die ausgefalleneren Ausführungen in Rosa, Gold oder Rot keine so lineare Preisentwicklung durchmachen.
Dabei beobachten wir den Preisverlauf in den ersten 18 Monaten. Danach machen die Preise bei manchen Geräten wenig nachvollziehbare Sprünge nach oben oder unten – spätestens, wenn die iPhones nicht mehr als Neuware zu haben sind, reduzieren manche Händler ihre Preise nicht mehr, andere wollen die Lager leeren und schieben die Smartphones zu Schnäppchenpreisen raus.
Das iPhone 6 hatte etwa vier Monate nach seiner Markteinführung seinen ersten Preissprung und war dann etwa 6 Prozent billiger. Im gleichen Zeitraum hat der Preis des iPhone 6s 7 Prozent nachgelassen, das iPhone 7 verlor in vier Monaten 9 Prozent.
Ein halbes Jahr nach Verkaufsstart war das iPhone 6 circa 8 Prozent billiger, das iPhone 6s 11 Prozent und das iPhone 7 15 Prozent. Ein Jahr später kostete das iPhone 6 32 Prozent weniger, das 6s 27 Prozent weniger und das iPhone 7 23 Prozent weniger als zum Zeitpunkt ihrer Markteinführung.
Umgerechnet auf das iPhone 8 bedeutet das, dass es in einem Jahr für etwa 580 Euro zu haben sein sollte – vorausgesetzt, der Preis verändert sich in etwa so wie bei den früheren Modellen. Hier seht Ihr die aktuellen Preise, die Tabelle darunter zeigt die Prognose fürs nächste Jahr.
| iPhone 8 | 64 GByte | 256 GByte |
| UVP | 799 Euro | 969 Euro |
|---|---|---|
| Prognose Januar | 730 Euro | 880 Euro |
| Prognose März | 680 Euro | 820 Euro |
| Prognose September | 580 Euro | 710 Euro |
Das iPhone 8 Plus dürfte in einem Jahr ab 660 Euro zu haben sein – das sind fast 250 Euro billiger als zum Zeitpunkt seiner Markteinführung. Wie oben gibt's hier zunächst die aktuellen Preise und danach die Prognose für 2018.
| iPhone 8 Plus | 64 GByte | 256 GByte |
| UVP | 909 Euro | 1079 Euro |
|---|---|---|
| Prognose Januar | 830 Euro | 980 Euro |
| Prognose März | 770 Euro | 920 Euro |
| Prognose September | 660 Euro | 790 Euro |
Den gleichen Preistrend haben wir auch auf das iPhone X umgelegt. Ob und wie das neue Apple-Handy mit dem OLED-Display billiger wird, unterscheidet sich allerdings in zwei Punkten von den beiden kleineren Brüdern iPhone 8 und iPhone 8 Plus. Zum einen kommt das iPhone X später auf den Markt – und wird dementsprechend auch erst später billiger. Zum anderen handelt es sich dabei um ein Modell, das es vorher nicht gab. Dementsprechend ist die Vergleichbarkeit eigentlich nicht gegeben, die Preisentwicklung kann sich hier auch anders darstellen.
Zugegeben: Was wir hier machen, ist Kristallkugellesen. Genaue Prognosen sind unmöglich – schließlich bestimmen vorwiegend die Händler die Preise, teilweise gibt es zweistellige Preissprünge nach oben und unten innerhalb eines Tages.
Unserer Prognose liegt allerdings eine ordentliche Datenbasis zugrunde: Auch, wenn der Preisverfall bei Apple in den letzten Jahren mit steigenden Gerätepreisen tendenziell etwas stärker geworden ist, bewegt er sich auf ein paar Prozentpunkte immer im gleichen Rahmen und weicht nicht so stark ab wie bei vielen Android-Smartphones. Wetten würden wir auf unsere Schätzung nicht. Aber wir halten sie für realistisch.
Wer möchte, kann sich die interaktiven Preisverlaufskurven im Preisvergleich auch selbst ansehen. Hier ist beispielsweise Preisentwicklung des iPhone 7 mit 256 GByte zu sehen.
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