Stefan schrieb bereits während des Studiums Spieletests für ein Printmagazin im Ruhrgebiet. Durch einen glücklichen Zufall landete er in Berlin und arbeitete fast 15 Jahre bei Areamobile, zuletzt als leitender Testredakteur. Für Heise Bestenlisten testet er Smartphones, Saug- und Mähroboter, Lautsprecher, Modellflugzeuge und andere Technik-Gadgets.
Wenn der Klang zwar gut ist, aber irgendetwas fehlt, dann ist das oft Bass. Denn richtig tief spielt nur ein Subwoofer. Wir zeigen, was beim Subwoofer-Kauf wichtig ist.
Geschmack ist immer unterschiedlich, das gilt nicht nur beim Essen, sondern auch für Musik. Wer auf Klassik steht oder gern Classic Metal hört, braucht in erster Linie einen guten AV-Receiver (Ratgeber) und ordentliche Lautsprecher (Ratgeber). Will man aber auch noch satten Bass bei elektronischer Musik wie Dubstep oder Trap, ist ein Subwoofer Pflicht. Denn gute Standlautsprecher kommen zwar heute auch schon in Frequenzbereiche bis unter 50 Hz, echter Tiefbass tönt aber noch niedriger. Auch Heimkino (Ratgeber) macht erst mit krachenden Bässen Spaß – am besten, wenn das Wohnzimmer beim neuesten Blockbuster bei Explosionen so richtig rumpelt und vibriert. Wir erklären, worauf man beim Kauf eines Subwoofers achten sollte.
Ein Subwoofer ist ein (meist) großvolumiger Lautsprecher, der spezielle für tiefe Bassfrequenzen optimiert ist. Sie arbeiten nach dem Ein-Wege-Prinzip, da sie ausschließlich tiefe Töne spielen sollen. Die meisten Subwoofer spielen Frequenzbereiche von 30 bis 160 Hz, es geht aber auch tiefer und höher. Zwar kann das menschliche Gehör extrem tiefe, subsonare Frequenzen unter 28 Hz nicht mehr aktiv wahrnehmen, allerdings kann man sie bei entsprechendem Schall- und Luftdruck über das Zwerchfell spüren. Höhere Frequenzen über 90 bis 120 Hz sind hingegen ortbar, bei Frequenzen darunter kann die Schallquelle nicht akustisch ausgemacht werden. Subs oder auch einfach nur Woofer genannte Subwoofer werden immer als Ergänzung zu breitbandigen Lautsprechern eingesetzt, um die unteren Frequenzbereiche zu unterstützen. Es gibt aktive und passive Subwoofer.
Passive Subwoofer sind im Prinzip „normale“ Lautsprecher ohne eigene Verstärker-Elektronik. Nach oben wird das Frequenzspektrum oft durch Frequenzweichen abgeregelt. Einstellungsmöglichkeiten zum Klang gibt es nicht, der AV-Receiver ist neben der Verstärkung auch dafür zuständig. Passive Woofer kommen vor allem im Car-Hifi-Bereich mit externer Endstufe zum Einsatz, im Heimbereich sind normalerweise aktive Subwoofer im Gebrauch.
Aktive Subwoofer haben eigene Elektronik eingebaut, die nicht nur die Verstärkung übernimmt, sondern auch weitere Einstellungsmöglichkeiten erlaubt. Der AV-Receiver schickt über seinen LFE-Kanal („Subwoofer-Anschluss“) niederfrequente Vorstufensignale, die die Elektronik des aktiven Subwoofers dann hochskaliert und als Basston wiedergibt. Da besonders die Wiedergabe von tiefen Frequenzen viel Leistung benötigt, entlasten aktive Subwoofer mit ihren auf die eingebauten Chassis abgestimmten Endstufen den angeschlossenen AV-Receiver. Das schont den Geldbeutel, da besonders leistungsstarke AV-Receiver (Ratgeber) überproportional teuer sind.
Grundsätzlich gibt es eine Handvoll Subwoofer-Aufbauarten, darunter etwa Bandpass oder Freeair. Im Wohnzimmer kommen aber normalerweise nur aktive Subwoofer im geschlossenen Gehäuse oder als Bassreflex-Subwoofer zum Einsatz. Geschlossene Gehäuse können kleiner ausfallen und tendieren zu präziserer Basswiedergabe als Bassreflex-Gehäuse. Sie eignen sich daher besonders gut für die Musikwiedergabe.
Bassreflex-Subwoofer (erkennbar an einer oft runden, trichterförmigen Öffnung) benötigen meist größere Gehäuse und liefern voluminöseren Bass, sind aber in der Theorie etwas ungenauer. Sie eignen sich ebenfalls für Musik (je nach Musikrichtung) und besonders fürs Heimkino. Diese generellen Aussagen sollen aber nur als grober Hinweis dienen, denn Präzision, Tiefgang und Kraft bestimmen einerseits weitere Parameter wie die Chassis-Größe, natürlich aber auch Chassis-Qualität oder eingebaute Elektronik. Auch die Auslegung als Front- oder Downfire beeinflusst die gefühlte Genauigkeit eines Subs.
Frontfire meint, dass das Subwoofer-Chassis (also die eigentliche Lautsprechermembran) nach vorn zum Hörer ausgerichtet ist. Dabei wird die Energie direkt in den Hörraum abgestrahlt, die Energieübertragung an die Gebäudesubstanz ist gering. Durch Spikes, also konisch zulaufende Füßchen oder generell möglichst geringe Auflagefläche auf dem Boden wird die Abkopplung vom Gebäude forciert. Da der Schall nicht direkt zwischen Membran und Boden hindurchgequetscht werden muss, sondern frei in den Raum abgegeben wird, erscheinen Frontfire-Subwoofer meist knackiger und präziser bei weniger benötigter Leistung. Sie sind daher besonders für Musik prädestiniert. Allerdings begünstigen sie akustische Probleme wie Raummoden (stehende Wellen) – mehr dazu später. Das haben wir praxisnah am Beispiel des kräftigen Teufel S6000 SW erfahren.
Downfire-Subwoofer richten die Schallenergie direkt auf den Fußboden und strahlen somit recht gleichmäßig im 360-Grad-Bereich ab. Stehende Wellen werden damit minimiert, allerdings benötigen Downfire-Subwoofer oftmals mehr Leistung, da ein Teil direkt von der Gebäudestruktur aufgenommen wird. Dadurch können Downfire-Subwoofer auch weniger präzise und etwas schwammiger klingen. Wir konnten das schön mit dem Teufel T10 Subwoofer austesten, der sowohl als Front-, als auch als Downfire-Subwoofer aufgestellt und mit wenigen Handgriffen „umgebaut“ werden kann. Da die Gebäudesubstanz stark angeregt wird, lohnen sich Downfire-Subwoofer besonders dann für Heimkino-Betrieb, wenn man den Bass auch körperlich spüren will. Das klappt aber nur bei Gebäuden mit massiven Decken und Böden, etwa aus Beton. In Altbauten mit Holzdecken wird zu viel Schall verschluckt und Leistung geht verloren.
Generell gibt bei Subwoofern, vor allem aber bei Downfire-Subwoofern: Achtung bei Mehrfamilienhäusern. Dröhnende Wohnzimmer finden vielleicht Heimkino-Enthusiasten klasse, die Nachbarn aber meistens nicht.
Raummoden sind Resonanzen, die meist in rechtwinklig gebauten Räumen (wie die meisten Zimmer in einem Haus) durch die Reflexion (besonders) von parallelen Wänden entstehen. Das passiert immer dann, wenn die gegenüberliegende Wand eine halbe oder eine vielfache Wellenlänge des ausgesendeten Tons entfernt ist. Besonders ganzzahlige Raummaße wie 2 x 4 x 8 oder 3 x 6 x 12 Meter sind anfällig für diese sog. axialen Raummoden.
Dadurch kommt es in unterschiedlichen Bereichen des Raumes zu Auslöschung oder Verstärkung, besonders bei Frequenzen unter 300 Hz. Wer sich durch einen Raum mit sogenannten stehenden Wellen bewegt, hört als Folge an manchen Stellen dröhnenden und sehr lauten Bass, an anderen Stellen hingegen kaum Tiefton. Diese Bereiche bleiben konstant im Raum verteilt und ändern sich nicht. Bassanhebung ist generell besonders in Wandnähe und in Ecken zu hören.
Zudem bleiben stehende Wellen dem Namen entsprechend länger im Raum „stehen“ und überlagern dadurch nachfolgende Töne – der Gesamtklang wird schnell matschig. Raummoden können durch diverse Maßnahmen minimiert oder ganz eliminiert werden.
Theoretisch können ungewollte Reflexionen im Hörraum durch Maßnahmen wie das Anbringen von Absorbern und Diffusoren verbessert werden, allerdings müssen die mit zunehmendem Tiefton unpraktikabel dick ausfallen – zumindest für ein Wohnzimmer geht das nicht. Abhilfe bieten aber auch weniger teure Maßnahmen wie das Umstellen von Möbeln, von Lautsprechern oder Subwoofern.
Hifi-Subwoofer sollten für guten Sound etwa aus Raumecken entfernt und stattdessen mit etwas Abstand zur Wand vorne rechts neben dem Frontlautsprecher positioniert werden. Außerdem sollten sie nicht direkt auf eine Wand ausgerichtet sein, sondern lieber schräg stehen. Oft bewirkt schon leichtes Umpositionieren große Verbesserungen. Sollten sich ungewollte Raummoden nicht eliminieren lassen, hilft es in vielen Fällen, den Subwoofer so aufzustellen, dass zumindest auf der eigentlichen Hörposition der Bass das gewünschte Ergebnis liefert.
Oftmals ist das Umstellen von Möbeln aus optischen Gesichtsgründen allerdings nicht möglich, schließlich will nicht jeder Lautsprecher und Subwoofer „halb im Raum“ stehen haben oder kann mal eben die Couch komplett verschieben. Abhilfe kann ein zweiter Subwoofer bieten, der auf einer anderen Achse aufgestellt wird – etwa einer an der Nord- und einer versetzt an der Ostwand. Tendenziell hilft ein Downfire-Subwoofer dabei, axial stehende Wellen zu minimieren. Wir hatten beim Erstellen des Artikels große Probleme mit Raummoden und erzielten gute Ergebnisse mit der Kombination aus einem Teufel T10 Subwoofer im Downfire-Betrieb und dem Aktiv-Subwoofer S 6000 SW von Teufel.
Hersteller werfen vor allem bei „Billig-Subwoofern“ gern mit völlig überzogenen Watt-Angaben um sich und wollen damit starke Leistung suggerieren. Viel darauf geben sollte man nicht. Denn grundsätzlich wird ein Teil der Leistung in Wärme gewandelt, bringt also keinen Pegel – wichtiger ist daher der Wirkungsgrad (siehe weiter unten). Watt-Angaben sind aber nicht grundsätzlich wertlos, gerade bei „ordentlichen“ Herstellern dürfen sie ruhig als grober Vergleich herangezogen werde
Wichtig ist dabei zu wissen, worauf sich diese Watt-Angaben beziehen. Oftmals sind dort zwei Werte angeben, etwa im Format 150/270 Watt. Gemeint ist dabei einerseits die Sinus-Leistung im Dauerbetrieb (auch Musikleistung oder RMS genannt), der höhere Wert gibt die maximale Leistung bei kurzzeitigen Impulsspitzen an.
Wichtig ist außerdem, für welche Impedanz die Watt-Zahlen angegeben sind. Die Impedanz des Lautsprechers ist entscheidend für die Leistung. Wenn ein Verstärker an einem 8-Ohm-Lautsprecher 100 Watt liefert, sind es an einem 4-Ohm-Lautsprecher bei gleichem Verstärker 200 Watt. Entsprechend ist der passende Verstärker zu 8-Ohm-Lautsprechern notwendig, um sie mit 200 Watt zu versorgen. An viele ältere Hifi-Verstärker dürfen sogar nur Lautsprecher mit mindestens 6 Ohm angeschlossen werden. Passen die Lautsprecher bei der Impedanz nicht zum Verstärker, kann es zu Einbußen von Qualität und/oder Lautstärke kommen. Im Extremfall – bei langandauernder und starker Belastung – kann der Verstärker sogar Schäden davontragen.
Vereinfacht gesagt sollte die meistens bei 4 oder 8 Ohm angegebene Leistung in Watt möglichst hoch sein – bei namhaften Herstellern wohlgemerkt, bei China-Ware würden wir da nicht viel drauf geben.
Ebenso sollte die spielbare Frequenz bei Heimkino-Subwoofer und Hifi-Subwoofer möglichst tief hinabreichen. Tendenziell sind dafür Subwoofer mit größeren Chassis ab etwa 12 Zoll (30 Zentimeter) besser geeignet. Ordentliche Subwoofer sollten bis um 30 Hz spielen können, manche Modelle kommen auch noch deutlich darunter in den subsonaren Bereich. Präzise und druckvoll können das aber nur sehr hochwertige Subwoofer. Viele Hersteller riegeln besonders tiefe Frequenzen durch Subsonic-Filter ab, um Verzerrungen zu verhindern. Auch nach oben sollte ein Sub nicht zu weit spielen, spätestens bei 200 Hz, besser deutlich früher, sollte Schluss sein. Das lässt sich an einem guten Subwoofer einstellen, alternativ über den AV-Receiver.
Eine der wichtigsten Kennzahlen für einen guten Subwoofer sind SPL (Sound Pressure Level) und Wirkungsgrad. SPL wird als Schalldruck in 1 Meter Abstand bei 1 Watt Eingangsleistung in Dezibel angegeben, Wirkungsgrad in Prozent. Vereinfacht gilt auch hier: je höher, desto besser. Ein Sub mit 100 Prozent Wirkungsgrad schafft bei 1 Watt Eingangsleistung in 1 Meter Abstand etwa 112 Dezibel Schalldruck. Da Lautstärke nicht linear verläuft, ist ein Unterschied von 3 Dezibel – etwa von 94 zu 97 Dezibel – deutlich hörbar. Außerdem benötigt der gleiche Subwoofer dann etwa die doppelte Verstärkerleistung für den gleichen Pegel.
Ebenfalls wichtig: Chassis-Durchmesser und Membran-Hub, denn sie geben im Wesentlichen den möglichen Schalldruck und die Dynamik eines Subwoofers vor. Größere Chassis mit einem Membran-Durchmesser von 15 oder gar 18 Zoll schaffen mehr Schalldruck und spielen normalerweise tiefer, allerdings sind sie meist träger im Hubverhalten und somit weniger präzise. Bei Musik sind daher eher 8 bis 12 Zoll typisch, im Heimkino tendenziell 10 bis 15 Zoll. Die Mischung aus Hub und hoher Dynamik sorgt zudem für präzise Tonwiedergabe – auch bei Signalspitzen ohne zu verzerren.
Wichtig ist zudem ein stabiles, schweres Gehäuse. Dicke Wände des Gehäuses verhindern Eigenschwingungen des Subs und somit Verzerrungen. Obendrein sorgt ein großes Gehäuse tendenziell für mehr Leistung des Subwoofers. Kleine, noch dazu geschlossene Gehäuse benötigen alternativ mehr Verstärker-Leistung für den gleichen Schalldruck. Geringes Gewicht und hohe Leistungsangaben schließen sich bei einem Subwoofer normalerweise gegenseitig aus. Sollte das jemandem doch bei der Wahl dennoch wichtig sein, hier ein paar besonders leichte Exemplare:
Drei Einstellmöglichkeiten sind für einen Subwoofer wichtig: Übergangsfrequenz, Pegel und Phase. Alle drei Regler sollten nach Möglichkeit als frei wählbarer Dreh- oder Schieberegler ausgelegt sein, oft sind aber nur Umschalter auf vordefinierte Werte eingebaut. Die Übergangsfrequenz gibt an, ab wann der Sub nicht mehr nach oben mitspielen soll. In Abhängigkeit von den verwendeten Lautsprechern ist ein möglichst tiefer Bereich bis hin zu 60 oder 80 Hz sinnvoll, im Zusammenspiel mit kleinen Satelliten-Lautsprechern (etwa bei preiswerten Surround-Gesamtpaketen) auch höher. Soll mehr als ein Subwoofer zum Einsatz kommen, ist eine möglichst niedrige Trennfrequenz hilfreich.
Der Pegelregler erlaubt eine Anpassung der Lautstärke des Subs in Relation zu den restlichen Lautsprechern. Zu viel Bass kann den Ton – gerade bei Musik – matschig machen, letztendlich kommt es hier aber auf den eigenen Geschmack an. Die Phasenlage gibt an, „wie herum“ Lautsprecher gerade ausschwingen. Da bei maximalem Hub nach vorn der größte Schalldruck erzeugt wird, ist es wichtig, dass alle Lautsprecher in einem Mehrkanal-System (auch schon bei 2.1, also zwei Lautsprecher plus Subwoofer) in gleicher Phase schwingen. Normalerweise kann die Phase durch Vertauschen von Plus und Minus-Pol des Lautsprecherkabels gedreht werden, bei einem per LFE-Anschluss verbundenen Subwoofer ist das aber nicht möglich. Hier kommt die Phasenumkehr zum Einsatz. Zusätzlich können Phasenverschiebungen durch leicht unterschiedliche Spielzeiten – etwa durch unterschiedlich große Entfernung zum Hörer oder wegen der Raumakustik – entstehen. Dadurch können Raummoden verstärkt werden und der Klang leidet. In solchen Fällen ist eine frei einstellbare Phasenanpassung hilfreich.
Zusätzlich gibt es weitere Anschluss- und Ausstattungsoptionen. Die halten wir aber nicht für zwingend nötig. Hilfreich, weil sie die Aufstellung im Raum flexibler gestalten, sind Funk-Optionen. Der Anschluss per LFT-Kabel entfällt dabei, lediglich Strom muss der Sub dann noch haben. Entweder muss der AV-Receiver über entsprechende Ausstattung verfügen, alternativ bieten Hersteller spezielle Funk-Module an. Manche Subs lassen sich zudem bequem per Fernbedienung steuern, andere bieten Bluetooth-Steuerung, um per App Einstellungen vornehmen zu können. Spannend, aber meist teuer, ist eine automatische Laufzeitkorrektur, um Interferenzen zu vermeiden oder zumindest zu vermindern.
Simple Frage, komplizierte Antwort: Jein. Da die Subwoofer für den Wohnzimmer- und Heimkino-Einsatz in der Regel aktiv arbeiten, also einen eigenen Verstärker integriert haben, kommt man zumindest um ein Stromkabel nicht herum. Ein zusätzliches Lautsprecherkabel zum AV-Receiver kann man sich aber sparen.
Zunehmend setzen sich Multiroom-Audiosysteme durch, bei denen sämtliche Komponenten kabellos miteinander kommunizieren, sich perfekt synchronisieren und in mehreren Räumen die gleiche oder sogar unterschiedliche Musik gleichzeitig wiedergeben können. Vorreiter in diesem Bereich ist Sonos – und passend zu diesem Ratgeber gibt es von Sonos inzwischen neben verschieden großen Lautsprechern auch eine Sonos-Soundbar und einen kabellosen Sonos-Subwoofer, den man aber nur im Sonos-Produktuniversum als Tieftöner einsetzen kann. Gleiches gilt beispielsweise für Amazons Echo-Lautsprecher. Der amerikanische Versandriese bietet mit dem Echo Sub auch einen reinen Basslautsprecher mit WLAN-Anbindung. Die höheren Frequenzen müssen aber auch hier aus dem eigenen Produktuniversum wiedergegeben werden, sprich: von Echo-Lautsprechern. Der Betrieb an anderen HiFi-Systemen ist nicht möglich.
Wer jeden beliebigen Subwoofer frei im Raum aufstellen möchte, kann das mit einem Funksystem wie dem Teufel Subwoofer Wireless Set tun. Für knapp 200 Euro bekommt man einen Sender und einen Empfänger. Der Sender wird mit dem Subwoofer-Ausgang des AV-Receivers verbunden, der Empfänger kommt an den Basslautsprecher. Einschalten, Koppeln-Taste drücken, fertig – inklusive automatischem Standby für den Lautsprecher.
Nein, der Subwoofer kann – im Gegensatz zu Lautsprechern eines Heimkino-Systems (Ratgeber) – ruhig von anderen Herstellern oder aus einer anderen Serie stammen. Er muss klangtechnisch nicht auf die Lautsprecher abgestimmt werden. Es kann aber einfacher sein, ihn vom gleichen Hersteller und am besten aus einem zusammengehörigen Set zu kaufen, da er dann leistungstechnisch und auch bei den Übergangsfrequenzen auf die Lautsprecher abgestimmt sein sollte. Bei zu wenig Leistung geht der Bass unter, zu viel Bass kann die anderen Lautsprecher übertönen. Fehlende Abstimmung kann außerdem dazu führen, dass bestimmte Frequenzen über- oder unterrepräsentiert werden.
Ein Subwoofer ist ein tolles Add-on für die Musik- und/oder Heimkino-Anlage. Man kommt auch ohne aus, aber wer Bass mag, wird schnell etwas vermissen. Muss es immer das teuerste sein, was der Markt hergibt? Sicherlich nicht, Preis-Leistungs-Verhältnis ist das Stichwort. Eine App-Steuerung etwa halten wir aktuell nicht für zwingend nötig. Je teurer und damit auch meist hochwertiger der Sub wird, desto linearer ist allerdings unter anderem sein Frequenzverlauf, entsprechend eignet er sich für viele unterschiedliche Aufgaben ähnlich gut. Ein günstigeres Modell mag das nicht haben und liefert dann vielleicht in bestimmten Frequenzen eine Überhöhung, die ihn aber für ganz besondere Einsatzzwecke überdurchschnittliche gut erscheinen lassen.
Letztendlich kommt auch vieles auf den persönlichen Geschmack an – was für den einen überladen und matschig klingt, hat für den anderen zu wenig Bumms. Daher sollte man Subwoofer genau wie Lautsprecher (Ratgeber) immer in den eigenen vier Wänden und zusammen mit den eigenen Boxen ausprobieren und nach dem eigenen und nicht dem Geschmack des besten Freundes entscheiden.
Wer auch noch den passenden AV-Receiver sucht, wird in diesem Ratgeber fündig. Generelle Tipps für optimale Musik und tolles Heimkino im Wohnzimmer haben wir an dieser Stelle bereits gegeben. Was HDMI-Kabel im Heimkino können müssen, haben wir in unserem Ratgeber HDMI-Kabel ab 5 Euro zusammengefasst. Oder sollen Audio und Video per Funk übertragen werden? Auch dafür haben wir den passenden Ratgeber.
Affiliate-Information
Bei den mit gekennzeichneten Links handelt es sich um Provisions-Links (Affiliate-Links). Erfolgt über einen solchen Link eine Bestellung, erhält TechStage eine Provision. Für den Käufer entstehen dadurch keine Mehrkosten.