Seine erste Bauanleitung veröffentlichte er mit 16, mit 30 testete er die ersten "Schleppis" (tragbare 8-W-D-Netz-Funktelefone) und dann Handys bei der Traditionszeitschrift Funkschau. Danach kümmerte er sich bei einem Provider um die mobile Datenübertragung in D- und E-Netz mit damals immerhin…
Neben klassischen analogen Radios für Mittelwelle und UKW sind digitale Empfänger für DAB+ und Internetradio immer beliebter. Wir geben einen Überblick zu Multifunktionsgeräten für Digital-, Internetradio und Multiroom.
Digital – oder doch nicht? Leider werden die Begriffe oft durcheinandergewürfelt: Ein „Digitalradio“ bezeichnet eigentlich einen Empfänger für digitalen Rundfunk, also DAB+. Manche Händler bezeichnen aber auch ein Gerät so, das eine Ziffern-Frequenzanzeige für UKW bietet, aber nur analog empfängt. Andere wiederum beschreiben ein Internetradio als Digitalradio, weil auch hier digitale Daten verarbeitet werden. Doch ohne Internet empfängt ein Internetradio nichts, ein DAB+-Gerät dagegen schon.
Und dann gibt es auch noch den Begriff „Webradio“, der weiter verwirrt, weil ein solches Gerät keine Webseiten „empfängt“, sondern Datenstreams. Die sind zwar meist auch auf der Homepage des Senders gelistet, doch das Gerät ruft sie direkt ab. „Internetradio“ ist daher der sinnvollere Begriff. In diesem Ratgeber gehen wir auf die wichtigsten Kategorien ein.
Mehr zum Thema digitaler Rundfunk in den eigenen vier Wänden zeigen wir in folgenden Artikeln:
Wenn man über alle Wege Radio hören will, benötigt man also ein Radio für UKW, eins für DAB+ und eins für Internet? Prinzipiell ja, doch ist es sowohl von den Anschaffungs- und Betriebskosten, der Bedienung und dem Platzbedarf sinnvoll, das in einem Gerät zusammenzufassen, in dem nur der jeweilige Empfangsweg umgeschaltet wird.
Bestimmte Empfangswege sind ohnehin fast immer dabei. So empfangen die meisten DAB+-Empfänger auch noch UKW, nur reine Ergänzungs-Tuner oder insbesondere das Harman Kardon Oasis DAB+ (Testbericht) nicht. Dafür kann dies gleichzeitig als Multiroom-tauglicher Smart Speaker und damit als Internetradio agieren und auch noch weitere Streamingdienste wie Spotify oder über Google Assistant das aktuelle Wetter abrufen.
Moderne Entertainmentsysteme im Auto schalten mittlerweile auch automatisch um, wenn ein Empfangsweg nicht mehr zur Verfügung steht: Reißt die DAB+-Versorgung ab, wird die aktuell gehörte Station von UKW geholt und ist auch dort Schluss, dann aus dem Internet. Erst, wenn auch das Mobilfunknetz versagt, verstummt das Radio oder sucht sich eine andere Station.
Bei Geräten für zu Hause ist dies nicht üblich und man sollte selbst darauf achten, lokale Stationen möglichst über analogen oder digitalen Empfang zu hören, um unabhängig von der Internetverbindung zu sein, die bei hoher Belastung ins Stottern kommen kann. Für die Information in Notfällen kommt sie ohnehin nicht infrage, weil die Datennetze dann gerne als Erstes ausfallen. Hier ist die über DAB+ arbeitende Warnfunktion EWF (Ratgeber) nützlich. Aber natürlich sind über Internet viele Stationen erreichbar, bei denen es anders nicht möglich ist.
Einige Beispiele für Kompaktanlagen mit DAB+ finden sich im Ratgeber DAB+ für zu Hause: Digitalradios und Kompaktanlagen mit CD, WLAN und Bluetooth.
Neben diesen „Empfangswegen“ gibt es, wenn ohnehin schon eine Internetverbindung besteht, noch viele weitere Optionen. Dazu gehören das Abrufen von Streaming-Diensten (Ratgeber) wie Spotify, das dann natürlich nichts mehr mit „Radio“ zu tun hat, oder das Abspielen von Musik und Podcasts aus lokalen Netzen, von Smartphones oder USB-Sticks. Weitere Optionen sind Multiroom-Betrieb, also Musik synchron in verschiedenen Räumen hören zu können, Sprachbedienung und auch noch das Abspielen von CDs. Viele Geräte können dann auch noch als Bluetooth-Lautsprecher für Musik vom Handy oder als Freisprech-Lautsprecher fungieren.
Die abspielbaren Formate sollten möglichst vielfältig sein. MP3 ist als Radio-Stream zwar fast immer im Angebot; die bessere Tonqualität bei gleicher Bitrate bieten jedoch inzwischen AAC-Streams. Will man lokale Dateien oder Hi-Res-Streams abspielen, so kann auch .flac oder .wav ohne Komprimierung infrage kommen.
Die meisten Nutzer werden nicht alles benötigen – wer Streaming-Dienste nutzt, hört oft keine CDs mehr oder hat diese ohnehin schon digitalisiert in seinem lokalen Netz. Multiroom (Themenwelt) ist sinnvoll, wenn man Streaming oder Internetradio in mehr als einem Zimmer hören will, weil sich sonst der Datenverkehr vervielfacht, die Streams nicht synchron laufen und bei bezahlten Diensten auch gar nicht mehr als ein Stream abgerufen werden kann.
Eine spezielle Form eines Receivers für Internetradio ist ein sogenannter Streaming-Player. Das Besondere an diesen Geräten: Sie sind für gefragte Streaming-Dienste (Ratgeber) wie Amazon Music, Deezer oder Spotify bereits vorkonfiguriert und können mit dem WLAN zu Hause verbunden werden. Ein Empfänger für DAB+ und UKW ist meistens integriert, ebenso eine Bluetooth-Schnittstelle. Einige Geräte bieten auch den App-Support via Smartphone an.
Wem Internetradio wichtig ist, ist mit einem Gerät wie dem Telestar MIRA M 1 A (Testbericht) gut bedient. Das Radio kann auch unterschiedliche Streamqualitäten abrufen. Dieses Gerät ist zudem eine gute Wahl, wenn das Warnsystem EWF benötigt wird und in der Mobil-Variante kann es lt. Hersteller bei Stromausfall auch 15 Stunden vom eingebauten Akku betrieben werden. Internetradio ist dann aber natürlich kein Thema; die Infrastruktur benötigt eine reguläre Netzstromversorgung, ob Vermittlungsstellen, Anschlusskästen oder der Router zu Hause.
Eine interessante Lösung, um viele Interessen zufriedenzustellen, und neben EWF hat das Gerät auch mit der Aufnahmefunktion ein Alleinstellungsmerkmal: Man kann das laufende Programm aufnehmen – oder auch Aufnahmen programmieren, wie beim Videorekorder. Ob von UKW, DAB+ oder Internet.
Auch interessant als „Eier legende Wollmilchsau“ ist der Roberts Radio Stream 67 (Testbericht). Dieser kann sogar per Multiroom andere Geräte dieses Herstellers und anderer Fabrikate, die die Undok-App nutzen, auch mit analogen Programmquellen wie UKW-Radio oder einem angeschlossenen Plattenspieler mit bespielen.
Von Telestar gibt es auch Kompaktanlagen, die auch noch CDs abspielen können, wie das Modell Dira S32i CD oder die Imperial-Dabman-Modelle. Die meisten hiervon sind eigenständige Radiogeräte mit eingebauten Lautsprechern; es gibt aber auch Modelle zum Anschluss an bestehende Anlagen.
DAB-Tuner wiederum haben keine eigenen Verstärker oder Lautsprecher, sind dafür kleiner und preisgünstiger, wie das VR-Radio IRS-40 (Testbericht). Die günstigste Lösung, um eine bereits bestehende Stereoanlage mit neuen Empfangswegen nachzurüsten – DAB+, Internet oder Streaming.
Neue AV-Receiver für Stereo- und Heimkinoanlagen (Ratgeber) haben diese Funktionen inzwischen bereits integriert, doch ein angeschafftes teures Gerät nur deswegen auszutauschen, wäre unsinnig. Mehr Geräte dieser Art zeigen wir in der Top 5: Die besten DAB+-Adapter – Digitalradio für die Hifi-Anlage nachrüsten.
Wer heute ein neues Radio anschaffen will, das nicht nur den Ortssender empfangen soll, sollte gleich zu einem Multifunktionsgerät greifen, das neben UKW und DAB+ auch noch Internetradio und Streaming-Funktionen anbietet. So kann man auch Radio Caroline aus England in Stereo hören, als ob der Sender um die Ecke stünde, aber ebenso lokale Sender, wenn das DSL gerade mal wieder streikt, oder Schätze aus seiner MP3-Sammlung wiedergeben.
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