Philipp hat seinen beruflichen Werdegang als Praktikant in einer Werbeagentur begonnen und ist mit verantwortlich für das Design von Bierdeckeln, Werbetafeln und einem Fan-Bus eines großen Fußballvereins. Danach folgte der erste Schritt zum Journalismus: Ein Volontariat bei PC-Zeitschriften, die heute kaum noch jemand kennt - PC Direkt und PC Professionell. Dann folgte ein mehrjähriger Ausflug in die Welt des Marketings, PR-Arbeit und Qualitätsmanagement in einem mittelständischen Handelsunternehmen.
Seit 2015 ist Philipp bei Heise im Team von Bestenlisten aktiv. Hier bringt er auch seine privaten Interessen ein und deshalb für Drohnen, Laser, Balkonkraftwerke, Powerstations und zahlreiche China-Gadgets wie Handwärmer, USB-Lötkolben oder Mini-Taschenlampen zuständig.
Vaporizer eignen sich nicht nur für Cannabis, sondern verdampfen auch zahlreiche andere Kräuter. Wir zeigen, wie sich die Geräte unterscheiden und worauf man beim Kauf achten muss.
Vaporizer sind Geräte für den Konsum von getrockneten Kräutern, die ohne Flamme funktionieren und Dampf statt Rauch erzeugen. So werden zwar die Wirkstoffe freigesetzt, aber giftige Nebenprodukte wie Teer werden vermieden oder wenigstens minimiert. Wer etwa Cannabis aus medizinischen Gründen konsumiert, bekommt professionelle Vaporizer sogar von der Krankenkasse bezahlt.
In diesem Ratgeber zeigen wir, welche unterschiedlichen Gerätetypen, Heizmethoden und Hersteller es gibt und wieso man beim Kauf besser etwas tiefer in die Tasche greifen sollte.
Der Konsum von Dampf statt Rauch schont die Lunge. Giftige Nebenprodukte durch die Verbrennung werden beim Verdampfen auf ein Minimum reduziert. Der Geschmack des Dampfes wird hier allein von den Aromastoffen der Kräuter erzeugt. Mit der richtigen Temperatureinstellung werden diese auch nicht zerstört, was zu einem sehr intensiven Geschmack führt. Hinzu kommt eine deutlich höhere Effizienz im Vergleich zum Rauchen. Für einen ähnlichen Effekt müssen also weniger Kräuter verwendet werden.
Ein Vaporizer ist ein Gerät, mit dem Aromastoffe aus getrockneten Kräutern und/oder Konzentraten verdampft und inhaliert werden. Die Kräuter werden entweder durch heiße vorbeiströmende Luft (Konvektion) oder durch das Erhitzen der gesamten Kräuterkammer (Konduktion) auf ihren Siedepunkt gebracht, um die Aromastoffe zu lösen. Wie hoch die Temperatur sein muss, hängt von den verwendeten Kräutern ab. Um die Aromastoffe schonend und effektiv aus dem Kraut zu lösen, sollte man sich an die Temperaturvorgaben halten und diese während des Konsums langsam erhöhen.
Neben elektrischen Vaporizern gibt es auch solche, die manuell per Feuerzeug erhitzt werden. Hier bedarf es allerdings einiger Übung, um gleichbleibende Ergebnisse zu erzielen. Für den Einstieg und einen bequemen Umgang empfehlen wir deshalb den Griff zu einem elektrischen Vaporizer.
Die elektrischen Verdampfer gibt es sowohl kompakt mit Stromversorgung per Akku als auch zur stationären Nutzung zu Hause. Mobile Geräte gibt es in zig unterschiedlichen Designs, Größen und Preisklassen. Die Auswahl an großen, stationären Modellen für die Steckdose ist deutlich übersichtlicher.
Abgesehen vom Design und der Stromversorgung gibt es noch weitere wichtige Unterscheidungsmerkmale. So sind zwar die meisten, aber eben nicht alle Vaporizer für getrocknete Kräuter geeignet. Einige Geräte können lediglich mit Konzentrat genutzt werden und wieder andere eignen sich für beide Anwendungen. Wichtig ist beim Kauf der Blick auf die möglichen Temperatureinstellungen – nicht alle Geräte eignen sich für alle Kräuter.
Stationäre Verdampfer gibt es sowohl mit einem Shisha-ähnlichen Mundstück am Schlauch oder mit der Möglichkeit, den Dampf in Plastiktüten zu sammeln und ihn dann daraus zu konsumieren. Zweitere Variante sieht zwar etwas seltsam aus, sie ist aber unheimlich effektiv und der Effekt deutlich stärker als beim Zug am Mundstück.
Bei den mobilen Vaporizern gibt es neben erheblichen Größen- und Gewichtsunterschieden auch unterschiedliche Mundstücke. Während diese bei günstigen Geräten aus Kunststoff bestehen, nutzen viele namhafte Hersteller Materialien wie Keramik, Glas oder Metall. Ob das Mundstück nun fix installiert ist, wie beim Byte Path oder drehbar wie beim Venty von Storz & Bickel, ist primär Geschmackssache. Ähnlich sieht es mit der Größe der Kräuterkammer aus. Diese kann sehr unterschiedlich ausfallen, was sich dann in der Intensität des Geschmacks und Konsumdauer niederschlägt.
Auch bei der Stromversorgung gibt es Unterschiede, die sich im Alltag bemerkbar machen. So nutzen einige Geräte auswechselbare Akkus andere fest installierte Batterien. Einige benötigen zum Aufladen ein proprietäres Kabel, andere nutzen Micro-USB oder USB-C zum Laden.
Einige Modelle bieten zudem eine Steuerung per App oder Software – das ist zwar sehr bequem, bringt in der Praxis aber wenig Vorteile.
Was bei der Recherche sofort auffällt, sind die massiven Preisunterschiede der Vaporizer. Während besonders günstige Modelle bereits für weniger als 40 Euro den Besitzer wechseln, kosten Markengeräte schnell 100 Euro und mehr. Medizinische Vaporizer von etwa Storz & Bickel sind mit 400 bis 600 Euro noch deutlich teurer. Aber sind diese Unterschiede gerechtfertigt? Aus unserer Sicht ja.
Bei günstigen Geräten weiß man etwa nicht, welche Materialien zum Einsatz kommen – und giftige Dämpfe und Ausdünstungen aus Kunststoff, will in der Regel niemand inhalieren. Hinzu kommt die gesicherte Ersatzteilversorgung bei namhaften Herstellern. Sollten Dichtungen, Filter oder Siebe nach einiger Zeit verunreinigt sein, kann man diese bei Markenherstellern auch einzeln kaufen – für günstige Vaporizer gibt es hingegen oft gar keinen Ersatzteil-Support.
Der nächste entscheidende Aspekt ist die unterschiedliche Effizienz. Zwar funktionieren auch günstige Vaporizer, bezüglich des Verbrauchs an Kräutern sind aber die Markengeräte deutlich im Vorteil. Während bei billigen No-Name-Verdampfern bereits nach wenigen Zügen kaum mehr Aroma im Dampf gebunden ist, hält der Geschmack bei guten Vaporizern deutlich länger an. In Bezug auf die höchste Effektivität und Dampfentwicklung werden hier regelmäßig die teuren Geräte von Storz & Bickel genannt. Nach einigen Praxistests mit einem günstigen No-Name-Modell, dem mobilen Verdampfer Byte Path aus bayrischer Entwicklung, dem Modell Pax 3 und den beiden Storz & Bickel Geräten Venty und Volcano Hybrid können wir das bestätigen.
Eine besonders hohe Effektivität und Fertigungsqualität findet man beim Hersteller Storz & Bickel. Die oft im medizinischen Bereich eingesetzten Vaporizer haben allerdings ihren Preis. Los geht es bei etwa 190 Euro für den S&B Plenty (Preisvergleich) – der ist zwar mobil, benötigt aber ein Netzkabel für den Betrieb. Den mobilen Mighty gibt es ab etwa 245 Euro, den Crafty+ ab 250 Euro, den Mighty+ ab 339 Euro und den neuen Venty (Preisvergleich) ab 439 Euro. Der günstigste stationäre Verdampfer mit dem Namen Volcano Classic (Preisvergleich) kostet mindestens 300 Euro. Den vom Hersteller für den Ratgeber zur Verfügung gestellten Volcano Hybrid (Preisvergleich) gibt es ab 500 Euro.
So viel Geld muss man aber nicht ausgeben. Zwar würden wir von besonders günstigen Modellen abraten, ab etwa 90 bis 200 Euro gibt es aber gleich eine ganze Reihe an ordentlichen mobilen Vaporizern. Die folgend aufgezählten Modelle kennen wir entweder aus dem Bekanntenkreis, haben sie selbst getestet oder sind durch Empfehlungen aus Foren darauf gestoßen. Los geht es mit dem Lyte Path, welcher in Deutschland entwickelt wurde. Das auch in Apotheken erhältliche Modell ist ab 129 Euro erhältlich.
Weiter geht es mit den Vaporizern vom Hersteller Wolkenkraft. Sowohl die Modelle Äris, Äris Ultra als auch FX Mini, Fenix Mini+ und der Fenix 2 tauchen regelmäßig bei den Empfehlungen in Foren auf und werden auch im Bekanntenkreis gerne eingesetzt. Auch die Vaporizer Pax Plus, Pax 3, Arizer Air Max, Arizer Solo 2, Utillian 721 und Utillian 723 schneiden in den Tests regelmäßig gut bis sehr gut ab.
Bei den stationären Geräten führt kein Weg an der Volcano Serie von Storz&Bickel vorbei. Zwar gibt es auch deutlich günstigere Alternativen wie den Arizer V-Tower oder den Arizer Extreme-Q 5.0, diese sind aber spürbar weniger effektiv.
Wer glaubt, Vaporizer dienen ausschließlich zum Konsum von Cannabis, der irrt. Zahlreiche Pflanzen respektive Teile davon sind geeignet, um etwa Asthma, Appetitlosigkeit, Depressionen, Durchblutungsstörungen oder auch Fieber, Schlafstörungen oder Magenbeschwerden zu behandeln.
Neben exotischen Pflanzen wie Guarana, Ingwer und Eukalyptus können auch viele heimische Pflanzen wie Salbei, Rosmarin, Petersilie, Pfefferminz, Linde, Weide, Hopfen und Kamille verdampft werden. Verwendet werden je nach Pflanze die Blüten, Blätter, Rinde, Samen oder Wurzeln. Die benötigten Temperaturen liegen zwischen 130 und 235 Grad Celsius. Wer mehr dazu wissen will, findet etwa bei Wikipedia geeignete Temperatureinstellungen.
Vaporizer sind weit mehr als nur eine Möglichkeit Cannabis zu konsumieren – auch wenn dies bei vielen Anwendern der geplante Anwendungszweck sein dürfte. Im Vergleich zum Rauchen entstehen beim Verdampfen kaum unerwünschte Nebenstoffe und so schont es die Lunge. Im direkten Vergleich gehen auch weniger Aromen und Wirkstoffe verloren, sodass Verdampfen effizienter ist.
Von billigen Vaporizern unter etwa 70 Euro raten wir ab. Zum einen gibt es hier oft keinerlei Ersatzteile und auch Effektivität und Geschmack können bei Weitem nicht mit guten Geräten mithalten. Teure medizinische Vaporizer sind am effektivsten – außerdem kann man sich hier sicher sein, keine Giftstoffe aus Kunststoff einzuatmen.
Die idealen Abmessungen, der einstellbare Temperaturbereich und die Größe der Kräuterkammer sind vorrangig von den eigenen Prioritäten abhängig. So finden wir persönlich den S&B Venty zwar extrem effektiv und hochwertig, im Vergleich zum Late Path oder dem Pax 3 ist uns das Modell für unterwegs aber zu groß. Geht es um die Anschaffung eines stationären Gerätes, würden wir heute auf jeden Fall zur Volcano-Serie von S&B greifen – bisher haben wir kein effektiveres Modell kennengelernt.
Wer wissen will, welche Ausstattung man für den Anbau von Cannabis benötigt, findet Antworten im Ratgeber In 8 Schritten zum besten Cannabis: Vom fertigen Anbau-Set zum smarten Zubehör.
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