Sind Displayschutzfolien tatsächlich notwendig?
Displayschutzfolien sind durchsichtige Beschichtungen für ein Smartphone-Display. Damit kann man Kratzer und Beschädigungen vermeiden, die auf einem 500-Euro wertvollen Gegenstand ja doch sehr häßlich sind. Aber sind diese in Zeiten von Gorilla-Glass überhaupt noch notwendig?
Damit prahlen Hersteller gerne: kratzfeste Displays, die sogar das gemeinsame Aufbewahren mit einem Schlüssel in der Hosentasche überleben und auch Bordsteinknutschereien schadlos überstehen. Aber wer mit seinem Smartphone schon einmal am Strand gelegen und eine volle Ladung Sand in der Tasche mit nach Hause genommen hat, kann ein Lied von ärgerlichen Mikrokratzern singen. Denn gegen fiese kleine Steinchen hilft kein Gorilla Glass. Da hilft nur eines: eine Displayschutzfolie.
Ich muss gestehen, ich mochte sie nie, diese Folien. Ich dachte seit jeher eher an Smartphone-Kondome denn an eine effektive Ergänzung zu meinem Device. Genauso verhielt es sich mit Bumper und Co.: Wenn ich ein Smartphone aufgrund seines Designs auswähle und dieses dann in eine häßliche Gummihülle in einer Gummireifen-Manier zwänge, dann kann ich mir ja auch von vornherein ein häßliches und damit auch günstiges Gerät kaufen, oder?
Doch ich wollte das einmal ausprobieren. Immerhin stören Kratzer ja nunmal und da mir ein Handy auch gerne einmal aus der Hand rutscht, ist so eine Folie eigentlich auch mehr als notwendig. Ich brauchte zwei Stunden, um sie auf meinem Gerät zu installieren. Zuerst kämpfte ich mit Blasen und beim zweiten Auftragen war die Folie so verstaubt, dass ich sie in die Mülltonne treten wollte. Ich wusch sie stattdessen unter dem Wasserhahn und ließ sie trocknen - in der Zeit sammelten sich bereits neue Fusseln auf der magnetischen Oberfläche an. Zu diesem Zeitpunkt war ich dann schon sehr... genervt.
Aber: Es gibt einen Trick und der geht so: Wer eine vollgestaubte Displayschutzfolie säubern möchte, entfernt Staub, Fusseln und co. am besten mit einem Klebeband wie zum Beispiel Tesafilm. Das ist sehr viel effektiver als die feuchte Reinigung, geht schneller und vor allen Dingen auch einfacher.
Nach dem erfolgreichen Auftragen stellte ich fest, dass mein Display matt, grobkörnig und farbentechnisch gedämpft war. Nun gut, da habe ich vielleicht einfach eine Folie von minderer Qualität gekauft, aber mir reichte diese Begegnung, um mich vollends von der Nichtnutzung von Folien und co. zu überzeugen. Ich kam zu dem Schluss, dass ein Smartphone ein Gebrauchsgegenstand ist und nach einiger Zeit auch so aussehen darf.
Denn das Display ist ja auch das besondere eines Smartphones und das möchte ich ohne jedes Hindernis genießen. Was nutzen mir AMOLED, Bravia und co., wenn die Darstellung durch eine Schutzfolie verwaschen und rauer werden?
Mein Tipp: Wer sich erst noch ein Gerät kaufen möchte und dem eine Schutzfolie wichtig ist, der könnte sich in der Xperia-Reihe von Sony (Ericsson) umsehen. Die meisten Devices besitzen nämlich eine feste, von Haus aus installierte Schutzfolie. Diese ist schwer zu entfernen (es geht aber) und wird vom Nutzer tatsächlich nicht bemerkt.
Wie ist das bei Euch? Nutzt Ihr eine Folie oder nicht?
Affiliate-Information
Bei den mit gekennzeichneten Links handelt es sich um Provisions-Links (Affiliate-Links). Erfolgt über einen solchen Link eine Bestellung, erhält TechStage eine Provision. Für den Käufer entstehen dadurch keine Mehrkosten.