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Top 10: Der beste Adapter für Android Auto Wireless – Handy kabellos verbinden
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Elektroauto zu Hause laden: Wallboxen 70 % billiger – smart & günstig wie nie

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Das E-Auto an einer eigenen Wallbox aufzutanken ist nicht nur komfortabel, sondern auch günstig. Die Preise für die Ladestationen fallen im Sturzflug, leistungsfähige Wallboxen gibt es mittlerweile schon für 130 Euro.

In Zeiten von Mobilitätswende und Klimawandel sind Elektrofahrzeuge und Lademöglichkeiten immer wieder ein Thema. Insgesamt sind in Deutschland knapp 1,08 Millionen E-Fahrzeuge zugelassen (April 2023). 2019 waren es noch weniger als 100.000. Ein Grund für die steigende Popularität der Elektrofahrzeuge dürfte darin liegen, dass viele nach Alternativen zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor suchen, um unabhängiger von steigenden Preisen bei fossilen Energieträgern zu werden.

Dass Strom gerade recht teuer ist, ändert daran nichts. Schließlich haben viele Länder das Ende des Verbrennermotors beschlossen, sodass zum elektrischen Antrieb derzeit keine massentaugliche Alternative besteht. Zwar sind auch Wasserstoff-Autos immer mal wieder ein Thema. Doch außer BMW und einigen asiatischen Herstellern wie Toyota mit dem Mirai setzen die meisten Auto-Konzerne auf den batteriebetriebenen, elektrischen Antrieb.

Daher braucht es auch immer mehr Lademöglichkeiten. Gerade zu Hause, vielleicht sogar in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage laden zu können, ist praktisch, günstig und nachhaltig. Doch was sind diese sogenannten Wallboxen eigentlich, was können sie und warum reicht nicht einfach die vorhandene Schuko-Haushaltssteckdose? TechStage zeigt, was man wissen und beachten sollte.

Was kostet eine Wallbox?

Das Interessanteste an Ladestationen für Elektroautos ist derzeit wohl allen voran der Preis. Wallboxen befinden sich seit Längerem im Preisverfall, doch seit November ging es bei den Anschaffungskosten steil bergab. Die aktuell günstigste Wallbox in unserem Preisvergleich – die Schneider Electric Evlink Home 11kW – kostet inzwischen nur noch 130 Euro statt zuvor 411 Euro. Das entspricht einer Reduktion von fast 70 Prozent. Die Wallbox bietet ein solides, jedoch nur rudimentär ausgestattetes Gesamtpaket.

Wer eine 11-kW-Wallbox mit Authentifizierung sucht, bekommt aktuell beim Stromanbieter Süwag die Ebox plus. Sie basiert auf der Vestel EVC04-AC11-T2P, welche im Test des ADAC die Note 2,1 erreicht und dort insbesondere in den Kategorien „Lieferung & Montage“ sowie „App“ punktet. Es gibt sie in verschiedenen Ausrüstungsvarianten – mit und ohne App oder WLAN-Fähigkeit. Den Ladevorgang startet man hier sicher über das integrierte RFID-Lesegerät, wodurch kein unbefugter Zugriff möglich ist. Das Modell ohne Ladekabel gibt es aktuell im Rahmen einer Aktion ab 275 Euro, der Normalpreis liegt bei 549 Euro. Möchte man statt Ladebuchse und eigenem Kabel ein festinstalliertes Typ-2-Kabel, liegt der Preis im Rahmen der Aktion bei knapp 300 Euro. Die Wallbox ist ohne Stromtarif nutzbar, auch wenn man kein Süwag-Kunde ist.

Auch bei EON kann man aktuell auf Wallboxen sparen – ganze 150 Euro Rabatt gewährt der Energieanbieter auf seine Ladestationen. Dieser gilt für die 22-kW-Modelle EON Drive Vbox pro (mit oder ohne Ladekabel) und EON Drive Ebox smart (ohne Kabel), wenn man im Zeitraum vom 08.02. bis 02.04.2024 den Code POWER24 beim Kauf eingibt. Die Vbox pro basiert dabei abermals auf der Vestel-Wallbox und unterstützt hier die smarte Steuerung per App sowie die Einbindung per WLAN, LAN und LTE. Damit steht der intelligenten Verknüpfung mit dem Photovoltaik-Hausspeicher nichts mehr im Wege.

Teuer geworden ist hingegen die von uns getestete Wallbox Obo Bettermann Ion Basic (Testbericht) – sie gibt es nur noch mit 22 kW und 5 Meter Kabel für etwa 511 Euro (Preisvergleich).

Nachfolgend erklären wir, was eine Wallbox ist und was es vor & nach der Anschaffung zu beachten gibt.

Was ist eine Wallbox?

Mit einer Wallbox kann man Elektroautos (EVs) und Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge (PHEVs) aufladen. Sie ist festinstalliert und mit der Hauselektrik verbunden. Im Gegensatz zu klassischen Schuko-Steckdosen sind sie für höhere Ladeströme ausgelegt, was den Ladevorgang deutlich beschleunigt. Zudem sind die Geräte speziell für den Einsatz an Elektrofahrzeugen ausgerichtet und bieten dafür wichtige Zusatzfunktionen, wie Überlastschutz oder Fehlerstromschutz.

Für den Betrieb ist die Verbindung mit einem Starkstromanschluss erforderlich. Darüber versorgt sie das Elektroauto mit der passenden Strommenge. Dazu kommunizieren Fahrzeug und Ladestation kontinuierlich miteinander, um sich bei der Stromversorgung abzustimmen und bei Auffälligkeiten die Stromverbindung zu kappen. Manche Autohersteller ermöglichen Elektroauto-Besitzern, ein Ladeziel am Auto vorab festzulegen. Ist dies erreicht, übermittelt das Fahrzeug der Ladestation die Information, den Ladevorgang zu beenden.

Wie installiert man eine Wallbox?

Eine Wallbox muss immer von einem Fachbetrieb installiert werden, privat ist dies nicht möglich. Ein Hantieren mit Starkstromanschlüssen ist enorm gefährlich, die verwendete Spannung und Stromstärke ist tödlich. Daher sollte man niemals ohne Fachmann vorgehen. Dieser haftet zudem für den fachgerechten Einbau und meldet die Wallbox beim Netzbetreiber an. Manche nicht elektrischen Arbeiten, wie Wanddurchbrüche kann man nach Rücksprache aber auch selbst erledigen.

Eine Wallbox kostet nicht die Welt. Günstige Modelle gibt es inzwischen bereits ab 130 Euro. Dazu kommen aber noch Kosten für den Einbau, die zwischen wenigen Euro bis zu 2000 Euro liegen – je nachdem, wie aufwendig die Verlegung der Stromleitung bis zum Montageort der Wallbox ist.

Welche Montagemöglichkeiten gibt es?

Es gibt drei Arten von Wallboxen. Während bei klassischer Wandmontage die Wallbox fest an einer Hauswand montiert ist, gibt es auch frei stehende Ladesäulen. Sie sind im Boden verankert, weshalb man sie auch unabhängig von Gebäuden installieren kann. Die dritte Variante sind mobile Lademöglichkeiten, wie der Juice Booster 2. Diesen steckt man beispielsweise an eine rote Industriesteckdose (Starkstromanschluss) und kann mit bis zu 22 kW laden.

Eine weitere Einschränkung kann man beim Zugriff auf den Ladepunkt machen. Das kann sinnvoll sein, wenn die Wallbox in einer Tiefgarage montiert ist, zu der mehrere Personen Zutritt haben. Hier kann man aus drei Sicherheitsoptionen wählen: Es gibt Wallboxen, die über eine PIN entriegelt werden, aber auch per App oder mit einer RFID-Karte. Viele Wallboxen beherrschen mindestens eines dieser Autorisierungsverfahren, nach welchen man in unserem Preisvergleich auch filtern kann.

Welchen Stecker benötige ich?

Für den Anschluss am Elektroauto gibt es verschiedene Steckerstandards. Am relevantesten sind in Deutschland Typ 2 und CCS, wobei letzterer fast ausschließlich an Hochleistungsladesäulen zum Einsatz kommt, wie man sie an Autobahnen findet. Ihr Strombedarf ist enorm, manche Ladestandorte bieten mehrere Säulen mit jeweils bis zu 300 kW. Zum Laden muss man das Elektroauto mit dem vorhandenen CCS-Kabel mit der Ladesäule verbinden.

Den Ladevorgang an solchen Ladestationen startet man durch eine Kontaktlos-Bezahlkarte (EC-Karte, Kreditkarte oder Bezahlung per Smartphone) oder eine sogenannte Ladekarte. Der Anbieter Maingau bietet derzeit die günstigsten Preise zum Laden eines E-Autos. Hierzu haben wir alle Anbieter verglichen, die Ladekarten ohne kostenpflichtiges Abo anbieten. Eine Ausnahme ist der ADAC (siehe Tabelle), denn für Mitglieder des Automobilclubs gelten besondere Konditionen ohne zusätzliche monatliche Kosten. Wer jedoch einen Stromvertrag bei Maingau hat, spart abermals. Die Ladekarte selbst gibt es immer wieder kostenfrei, der reguläre Preis liegt bei rund 10 Euro.

 ADACEllienBwEonMaingauShell
AC pro kWh0,51 - 0,60 ct0,69 ct0,61 - 0,65 ct0,54 - 0,59 ct0,54 ct0,59 ct
DC pro kWh0,51 - 0,60 ct0,89 ct0,61 - 0,65 ct0,69 - 0,89 ct0,64 ct0,64 ct
Aufpreis Schnelladen pro kWh0,00 ct0,00 ct0,00 ct0,00 ct0,00 ct0,79 ct
 

Zum Laden des eigenen Elektroautos in Garage, Carport & Co. finden daher ausschließlich Ladesäulen mit Typ-2-Stecker Verwendung. Hierbei gibt es sowohl Wallboxen mit fest verbundenem Ladekabel oder nur mit Buchse. Letztere sind vorwiegend dann sinnvoll, wenn die Wallbox frei zugänglich ist. Denn vermehrt liest man auch von durchtrennten Ladesäulenkabeln. Bei einer Wallbox mit Buchse hängt dieses nur temporär an der Ladeeinheit, da jeder Nutzer sein eigenes Ladekabel verwenden muss.

Eine Nische sind Wallboxen mit Schuko-Stecker, also der klassischen Haushaltssteckdose. Primär sollen sie E-Bikes (Ratgeber) aufladen, können aber natürlich auch andere Geräte mit Strom versorgen. Auch kann man das Elektroauto theoretisch an einem Schuko-Stecker laden. Das kann aber an der Elektrik des Anschlusses zu einem höheren Verschleiß führen, da dieser nicht für eine dauerhaft höhere Last ausgelegt ist. Zudem dauern Ladevorgänge deutlich länger, da hier nur eine Ladeleistung von maximal 3,68 kW möglich ist.

Wie ist die Ladegeschwindigkeit?

Eine klassische Haushaltssteckdose verwendet nur eine einzelne Wechselstromphase. Hier fließen die bekannten maximal 230 V bei 16 A. Eine 1-phasige Wallbox hingegen kann mit einer Leistung von 7,4 kW (230 V, 32 A) laden. Bei Industriesteckdosen oder auch Starkstromdosen teilt sich der Stromfluss wiederum auf drei Phasen auf, wodurch diese mehr Leistung zur Verfügung stellen können. Eine 3-phasige Wallbox kann mit bis zu 22 kW (400 V, 32 A pro Phase) laden.

Das Aufladen eines Elektrofahrzeugs an einer herkömmlichen Haushaltssteckdose (Schuko) ist allenfalls für Plug-in-Hybride mit einer niedrigen Batteriekapazität empfehlenswert. Vollelektrische Fahrzeuge, die meist Akkus mit deutlich über 40 kWh Kapazität an Bord haben, sollten über eine Wallbox aufgeladen werden. Damit verkürzt sich der Ladevorgang auf wenige Stunden.

Was die benötigte Leistung angeht, ist Folgendes zu beachten: Die meisten aktuellen Elektrofahrzeuge können nur zwischen 5,5 kW und 11 kW laden. Bei Plug-in-Hybriden sind es sogar überwiegend nur 3,6 kW. Eine entsprechend darauf abgestimmte Wallbox ist ideal. Mit Kanonen auf Spatzen zu schießen, etwa mit einer 22-kW-Wallbox ein Plug-in-Hybrid-Fahrzeug zu laden, lohnt sich also nicht. Für die meisten E-Auto-Besitzer sind daher in der Regel Wallboxen mit 11 kW Leistung ausreichend.

Welche Förderungen und bürokratische Auflagen gibt es?

Förderprogramme und die angegebenen Beträge können von Jahr zu Jahr variieren. Es lohnt sich daher, regelmäßig nach den aktuellen Fördermöglichkeiten und -bedingungen zu fragen. 2021 hat noch der Staat die Kosten für den Einbau einer Wallbox gefördert. Doch diese Regelung ist ausgelaufen. Nur Personen, die vor dem 27.10.2021 einen Antrag gestellt haben oder Unternehmen können von dem Zuschuss noch profitieren. Allerdings gibt es noch eine Reihe von Kommunen, die die Installation einer Wallbox fördern. Die Stadt München hat etwa Ende Juni 2022 neue Förderrichtlinien beschlossen und fördert im Zeitraum vom 1.4.2023 bis zum 31.12.2025 die Anschaffung von Lastenrädern, Elektrofahrzeugen sowie die Installation von Ladeinfrastruktur und die Inanspruchnahme von Beratungsleistungen. Bei Qualifikation sind so bis zu 1500 Euro möglich.

Das im letzten Jahr neu aufgelegte Förderprogramm (Bericht der Tagesschau vom 29.06.2023) wurde nach der Ankündigung angepasst, die Fördersumme aufgeteilt. Die dann für 2023 eingeplanten 300 Millionen Euro waren innerhalb kürzester Zeit ausgeschöpft, für 2024 wurden abermals 200 Millionen Euro Förderung angekündigt. Doch nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Haushaltsplan der Bundesregierung fehlen 60 Milliarden Euro. Auf Nachfrage des ADAC antwortet das Bundesverkehrsministerium, dass man die „Details zu den Einsparungen im Verkehrsetat“ noch mit dem Parlament klären müsse (Bericht des ADAC vom 01.02.2024), eine Bestätigung oder Absage zur Förderung steht noch. Die Antragsseite der KFW verweist zum Zeitpunkt der Aktualisierung dieses Artikels weiterhin auf die nicht mehr mögliche Antragsstellung.

Für die Förderung der Elektrofahrzeuge selbst galten seit Januar 2023 neue Regeln. Die Bundesregierung hat jedoch im vergangenen Jahr aufgrund des Haushaltsurteils beschlossen, die Förderung von neuen Elektroautos zum 18.12.2023 einzustellen, seither können keine neuen Anträge mehr gestellt werden.

Wann muss ich welche Wallboxen wo anmelden?

Wer ein 22-kW-ladefähiges Fahrzeug besitzt und dafür eine entsprechende 22-kW-Lademöglichkeit einbauen will, muss mit höheren Kosten für Wallbox und Montage rechnen. Außerdem ist es erforderlich, die Ladestation beim Netzbetreiber nicht nur wie die 11-kW-Modelle anzumelden, sondern gesondert genehmigen zu lassen. Dafür wird auch die Leistungsfähigkeit des eigenen Hausanschlusses getestet. Hierdurch entstehen weitere Kosten von durchschnittlich 500 Euro, die im Einzelfall wegen zusätzlicher Sicherungsmaßnahmen aber auch höher ausfallen können.

Während der Einbau einer Wallbox im Eigenheim kein Problem darstellt, sah es bis vor knapp zwei Jahren für Mieter oder Eigentümer in einem Mehrparteien-Wohngebäude noch ganz anders aus. Hier entschied die Eigentümergemeinschaft darüber, ob eine bauliche Maßnahme wie die Montage einer Wallbox erlaubt oder verboten wird.

Im Fall von Wallboxen hat dieses Entscheidungsprinzip der Gesetzgeber zum 1.12.2020 geändert. Seither gibt es das sogenannte Recht auf eine Wallbox. Mieter oder Eigentümer müssen zwar noch immer einen Antrag bei der Eigentümergemeinschaft stellen, doch diese kann den Einbau einer Wallbox nicht mehr grundsätzlich verbieten.

Doch frei von Konflikten ist die Inbetriebnahme einer Wallbox für Mieter trotzdem nicht. Das Amtsgericht München hat in einem Streit zwischen Mieter und Vermieter um die Installation einer Wallbox zugunsten des Hauseigentümers entschieden. Allerdings hat das Landgericht München diese Entscheidung aufgehoben. In der Begründung heißt es: „Der Mieter darf in der angemieteten Garage eine Elektroladestation einbauen. Insbesondere kann er selbst das einbauende Fachunternehmen auswählen und auch die konkrete Ausgestaltung des Anschlusses selbst bestimmen.

An diesem Anspruch ändert auch nichts, dass eventuell künftig für weitere Ladestationen anderer Mieter die technische Ausstattung nur seitens der Stadtwerke installiert werden kann.“ Hilfreiche Informationen für Mieter und Vermieter bei der Installation einer Wallbox hat der ADAC in einem umfangreichen Dossier zusammengetragen.

Natürlich müssen beim Einbau einer Wallbox die technischen Voraussetzungen gegeben sein. Schließlich benötigt eine leistungsfähige Wallbox einen Starkstromanschluss. Und wenn in einer Tiefgarage nicht nur ein, sondern alle Stellplätze mit einer Wallbox ausgestattet werden sollen, muss der elektrische Hausanschluss und die Verkabelung auf den höheren Energiebedarf ausgelegt sein.

Wie klappt Überschussladen in Kombination mit einer PV-Anlage?

Für Eigenheimbesitzer mit Photovoltaikanlage (Themenwelt) ist der Einbau einer Wallbox für das Laden eines Elektroautos besonders lohnenswert. Sie können dann das Fahrzeug mit selbst produziertem Strom laden und profitieren dadurch von einem günstigeren Preis für die Kilowattstunde Strom im Vergleich zu öffentlichen Ladesäulen oder Strom aus dem E-Werk. In Verbindung mit einem Stromspeicher ist das begrenzt auch nachts möglich.

Allerdings sollte man darauf achten, dass die Ladestation mit dem eigenen Home Energy Management System (HEMS) zusammenarbeitet. Damit wird eine möglichst effiziente Nutzung des Solarstroms – Stichwort Überschussladen – realisiert, sodass der Zukauf von teuren externen Strom minimiert wird. Oft sind hierfür Wallboxen optimal geeignet, die auf den genutzten Wechselrichter respektive Stromspeicher abgestimmt sind.

Eine andere Spielart ist das sogenannte bidirektionale Laden. Das bedeutet, dass man nicht nur die Batterie des Elektroautos laden kann, sondern von dieser auch wieder zurück ins Hausnetz einspeisen kann – also den Akku des Autos als Hausspeicher mitbenutzt. Es gibt aber neben Vehicle to Home (V2H) auch die Möglichkeit ins öffentliche Netz einzuspeisen, was sich dann Vehicle to Grid (V2G) nennt.

Es gibt aber zwei verschiedene Systeme der Autohersteller, was man beachten muss. Unsere Kollegen von heise Autos schreiben dazu:

„So setzt VW beispielsweise auf bidirektionales Laden – genauer gesagt das Entladen – über die Gleichstromanschlüsse des Autos. Da auf diesem Wege der Wechselrichter umgangen wird, muss es sich um eine Gleichstrom-Wallbox handeln. Üblich sind für den Hausgebrauch jedoch Wechselstrom-Wallboxen. Da auch das Hausnetz auf Wechselstrom basiert, ist die Installation einfacher und günstiger. Daraus ergibt sich: Gleichstrom-Wallboxen dürften sowohl in der Anschaffung als auch der Installation teurer als vergleichbare Wechselstrom-Modelle werden. Andererseits können die Fahrzeughersteller so auf teure Hybridrichter verzichten und wie bislang die günstigeren Wechselrichter verbauten.

Andere Hersteller wie Volvo investieren dagegen in teurere Wechselrichter. Das führt zwar zu vergleichsweise höheren Fahrzeugpreisen, dafür ist aber nur eine günstigere Wechselstrom-Wallbox erforderlich. Sind alle Kriterien bereits erfüllt, gibt es Stand Mai 2023 aber noch ein anderes Problem. Denn der Markt für bidirektionale Wallboxen ist überschaubar, und die Preise hoch.“

Welche Modelle sind empfehlenswert?

Der ADAC hat auch 2023 Wallboxen auf ihre Funktion, Sicherheit und Ausstattung getestet. Zudem werden Montage und Zubehör bewertet. In diesem Jahr hat sich der Autoclub acht Modelle von Autoherstellern angesehen. Gewonnen hat dabei mit einer Bewertung von 1,8 die Hyundai Wallbox Pulsar Plus. Im Preisvergleich kostet der Testsieger aktuell 650 Euro. Sie leistet 11 kW und ist schön kompakt. Die Autorisierung erfolgt über die mit 1,5 gut bewertete App, über die man den Ladestrom auch in Echtzeit einstellen kann. Nach einem Stromausfall lädt die Pulsar Plus einfach weiter und bietet im Lieferumfang eine Steckergarage.

Da ADAC, ÖAMTC und Stiftung Warentest regelmäßig Wallbox-Tests durchführen, lohnt auch ein Blick auf die älteren Testergebnisse (weiter unten auf dieser Seite). Dort finden sich Modelle, die zum Teil besser bewertet wurden und auch günstiger sind. Allerdings bieten die älteren Modelle meist keine App-Steuerung.

2022 gewann der Charger HOME fix des österreichischen Unternehmen Go-e zusammen mit der doppelt so teuren Variante Commander 2 von Wallbox Chargers. Beide Modelle bieten nicht nur eine sichere und zuverlässige Ladefunktion, sondern auch eine ausgezeichnete App. Mit der können Anwender nicht nur Verbrauchsdaten einsehen, sondern auch den Zugang zur Wallbox konfigurieren. Bei der Homefix 11 kW erfolgt die Autorisierung über die App oder eine RFID-Karte, während die Commander 2 noch zusätzlich per PIN-Code abgesichert werden kann.

Apropos App: Von den 2022 getesteten zwölf Wallboxen bieten neben den beiden Testsiegern noch die Modelle von ABB, Easee und Innogy eine App-Steuerung, wobei das nicht immer eine Möglichkeit zur Fernsteuerung beinhaltet. Die ABB Terra AC W11-G5-R-0 nutzt zur Kommunikation mit der App lediglich Bluetooth, sodass sie sich nur in direkter Umgebung steuern lässt.

Der damalige Testsieger Go-e Charger HOME fix sowie die drittplatzierte Easee Home 10103 laden nach einem Stromausfall automatisch weiter, während das andere Wallboxen im Test 2022 nur bei deaktivierter Autorisierung beherrschen.

Wie kann man noch mehr sparen?

Wer zusätzlich Geld sparen will, sollte immer wieder Strompreise vergleichen. Zum Dezember 2023 ist die Strompreisbremse gefallen. Erwartungsgemäß werden dann die Strompreise wieder anziehen. Wir selbst haben daher erst kürzlich unsere Stromtarife gewechselt. Hier kann man sich derzeit für 2024 Angebote mit einem Arbeitspreis ab 24 Cent pro kWh sichern.

Gleiches gilt für Gastarife. Diese gibt es derzeit ab 8 Cent pro kWh statt zuletzt 20 Cent im Januar 2023. Auch hierfür bieten wir ein entsprechendes Vergleichsangebot im heise Tarifvergleich.

Fazit

Mit einer Wallbox können Besitzer von E-Autos ihr Fahrzeug bequem zu Hause sicher und günstig laden. Gerade wenn man bereits eine Photovoltaikanlage besitzt, senkt dies die Preise noch einmal deutlich.

Zudem werden Wallboxen immer günstiger. Zu Beginn der KFW-Förderung Anfang 2021 gab es unter 500 Euro kaum Modell mit 11 kW. Doch Mitte 2023 findet man bereits ab circa 200 Euro Wallboxen, die die wichtigsten Grundfunktionen und 11 kW liefern. Ab Herbst will das Verkehrsministerium dann erneut ein Förderprogramm für Wallboxen und Ladeinfrastruktur auflegen.

Anwender, die mithilfe einer App auch aus der Ferne auf die Wallbox zugreifen möchten und an einem Fortgang des Ladevorgangs nach einem Stromausfall interessiert sind, greifen zum letztjährigen ADAC-Testsieger von Go-e Charger HOME fix oder zum Drittplatzierten Easee Home 10103. Beide Wallboxen erlauben zudem eine Integration ins Smart Home und bieten eine RFID-Zutrittskontrolle.

Eine Möglichkeit, Strom zu speichern, sind Powerstations. TechStage kann hier auf die Erfahrung aus mittlerweile über 40 Einzeltests zurückgreifen. Einen Überblick über die besten Modelle verschafft unsere Bestenliste Top 10 Powerstations: Die besten Stromspeicher für Photovoltaik im Test ab 235 €. Um mehr zum Thema E-Auto zu erfahren, lohnt ein regelmäßiger Blick zu unseren Kollegen von heise Autos. Mehr Informationen zu einer intelligenten Haussteuerung bietet unser Themenschwerpunkt Smart Home. Für Einsteiger ins Thema empfehlen wir unseren Ratgeber Smart Home: Auch mit wenig Geld zum Erfolg. Auch interessant: Elesion als günstige Smart-Home-Alternative von Pearl.