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Top 10: Bluetooth-Schlüsselfinder – die besten Keyfinder für Android und iOS

HDD, SSD oder NVMe: Festplatte nur für große Datenmengen, sonst stets SSD kaufen

NVMe HDD SSD Ratgeber

Was ist der beste Speicher für einen PC? Wo punkten mechanische Festplatten, wo ist die M.2-NVMe-SSD besser als die SATA-SSD? TechStage erklärt, warum man SSDs bevorzugen und HDDs nur bei großen Datenmengen verwenden sollte.

Drei verschiedene Speicherarten buhlen um Kunden: klassische Festplatten, SSDs mit SATA-Anschluss und M.2-NVMe-Speicher. Letzterer setzt wie die SSD auf Flash-Speicher, ist aber am deutlich schnelleren PCI-Express-Datenbus angebunden. Alle Lösungen liegen preislich inzwischen in vernünftigen Regionen, sodass man genau prüfen sollte, welcher Speicher für den eigenen Einsatzzweck der beste Datenträger ist. Die gute Nachricht: Man kann, zumindest im PC, alle Formate als interne Festplatte mischen und problemlos parallel betreiben.

Für eine einfache Lesbarkeit nutzen wir den Begriff HDD für klassische mechanische Festplatten. SSD (Solid State Drive) verwenden wir für SSD-Speicher mit SATA-Anschluss. Eigentlich ist die Zuschreibung SSD-Festplatte auch nicht zutreffend, da Festplatte technisch nur HDDs meint. Da SSDs aber landläufig oft als SSD-Festplatte bezeichnet werden, nutzen wir auch diese Begrifflichkeit.Flash-Speicher mit einer M.2-PCI-Express-Schnittstelle bezeichnen wir als NVMe (Nonvolatile Memory Express), auch wenn das eigentlich für den Protokollstandard des Flash-Speichers steht und die Geräte technisch gesehen ebenfalls SSDs sind. Zudem gehen wir in diesem Artikel auf Consumer-Geräte ein, sprich auf interne Festplatten für Desktop-PCs und Notebooks. Enterprise-Geräte für den Einsatz im Server sind nicht der Fokus.

Noch mehr zu NVMe-SSDs schreiben wir im Ratgeber NVMe-Speicher: Schnelle SSDs für mehr Leistung, 1 TByte ab 80 Euro. Vorsicht ist bei verdächtig günstigen SSDs geboten, wie ein Praxistest in unserem Ratgeber Billig-Speicher: Warum 1 TByte für 38 Euro besser ist als die 16-TByte-SSD für 20 Euro zeigt. Eine externe Festplatte kann man auch selbst bauen und dabei sparen, wie unser Ratgeber SSD im Eigenbau: Externe USB-Festplatten – besser, günstiger & mehr Funktionen zeigt. Fertige externe Festplatten zeigt unser Artikel Speicherschnäppchen: Externe Festplatten & SSDs ab 16 Euro pro TByte. Eine Alternative sind USB-Sticks, die der Ratgeber Der beste USB-Stick bis 2 TByte: Günstig & mobil speichern – 512 GByte ab 18 Euro vorstellt.

Langsam (hinten) zu schnell (vorne). Drei Formfaktoren von HDDs, SSDs und NVMes.

Theoretische und praktische Geschwindigkeit

Der Anschluss des Datenspeichers an das Mainboard ist ein wichtiger Maßstab für die Geschwindigkeit. Festplatten und SSDs werden intern inzwischen nur noch per SATA angeschlossen; die uralten ATA/ATAPI-Steckplätze sind nahezu komplett verschwunden. Kein Wunder, denn während ATA/ATAPI in Version 7 eine maximale Datenrate von 133 MByte/s erreicht, liegt der maximale Durchsatz aktueller SATA-III-Schnittstellen bei 600 MByte/s. M.2-NVMes mit PCIe 3x4 sind deutlich schneller. Sie sind direkt in den PCI-Express-Bus des Mainboards eingebunden und nutzen eine oder mehrere Lanes zur Datenübertragung. Damit fällt die Limitierung der SATA-Schnittstelle weg. Eine solche NVMe schafft bis zu 3500 MByte/s. Doch damit nicht genug. Inzwischen sind M.2-NVMe-Datenträger nach dem 4x4-Standard weitverbreitet. Diese setzen auf den schnelleren PCI Express 4.0 Datenbus, welcher die Geschwindigkeit verdoppelt. Eine PCIe-4x4-NVMe erreicht somit bis zu 7000 MByte/s.

Wer über die seltsame Schreibweise PCIe 3x4 und PCIe 4x4 im weiteren Verlauf stolpert, den bitten wir zunächst um Verzeihung. Denn fast schon transparent hat sich in den vergangenen Jahren eine neue NVMe-Generation auf den Markt geschlichen: M.2 NVMe SSDs, die über PCI Express 4.0 angebunden sind. Nachdem die neue Schnittstelle bereits bei den aktuellen Grafikkarten von AMD und Nvidia (Ratgeber) auftauchte, ist der Speicher der nächste große Einsatzzweck. Kurz gesagt: PCIe 4.0 verdoppelt die maximale Geschwindigkeit gegenüber PCIe 3.0 von 16 GBit/s auf 32 GBit/s.

Das alles sind theoretische Maximalwerte, die aber wichtig für die Einordnung der Produkte sind. In unseren Tests kommen wir bei bestmöglicher Optimierung der Benchmarks nur beim sequenziellen Lesen nah an die Werte heran. Dabei liegen die Daten schön hintereinander und sind ohne großes Suchen zu finden. Realistischere Messerwerte mit unterschiedlichen Benchmarks liegen deutlich darunter. Es zeichnet sich aber eine klare Rangfolge ab, bei der NVMe-Modelle die ersten beiden Plätze belegen, gefolgt von SSD. HDD bildet das Schlusslicht. Das bedeutet, wer von einer HDD-Festplatte auf jeden beliebigen Flash-Speicher umsteigt, erfährt einen ordentlichen Geschwindigkeitszuwachs. Beim Umstieg von SSD auf NVMe ist dieser kleiner, aber gerade, wenn man Windows von einer NVMe bootet, geht das noch einmal fixer.

Für unseren Test haben wir vier verschiedene Speichermedien durch den Data Drive Benchmark des PC Mark 10 geschickt. Folgende vier Speicher hatten wir im Test:

  •  HDD: Eine zugegebenermaßen etwas ältere Seagate Desktop HDD mit 7200 Umdrehungen und drei TByte Speicher. Angeschlossen per SATA6
  •  SSD: Eine Crucial MX 500, 4 TByte Speicher. Angeschlossen per SATA6
  •  NVMe: Eine Samsung 980 PCIe 3x4 NVMe am M.2-Port
  •  NVMe: Eine Samsung 980 Pro PCIe 4x4 NVMe am PCIe 3 M.2 Port. Das ist etwas problematisch, da dieser Test die Speicherkarte mit einer nominellen Geschwindigkeit von 7000 MBit/s nicht mal ansatzweise ausnutzen kann. Wir wollten allerdings sehen, ob es einen großen Unterschied macht, eine PCIe 4x4 NVMe in einem PCIe-3-System zu betreiben.
Vier verschiedene Speichermedien im Test

Das Ergebnis ist eindeutig. Die Samsung 980 Pro 4x4 NVMe liegt weit vorne, obwohl der M.2-Slot eigentlich zu langsam ist. Auch die 3x4 NVMe Samsung 980 kann punkten, die SSD fällt da deutlich zurück. Die Festplatte ist weit abgeschlagen, zudem sieht man die enorm hohe Zugriffszeit im Vergleich mit den Flash-Speichern.

Anschlüsse und Formfaktoren

Festplatten kommen normalerweise in den Formaten 3,5 Zoll, 2,5 Zoll und – meist in mobilen Systemen – 1,8 Zoll. SSDs sind fast ausschließlich im 2,5-Zoll-Formfaktor im Handel, die Formate 1,8 Zoll und 3,5 Zoll sind Ausnahmen. Achtung: Immer mehr Gehäuse verzichten inzwischen auf einen großen Festplattenkorb an der Front (was vor allem mit dem Ende optischer Laufwerke zu tun hat) und bringen weniger Festplatten unter. Meist passen zwei oder mehr 2,5-Zoll-Speicher (HDD oder SSD) intern direkt auf die Rückseite des Mainboards, unten finden sich zudem Platz für eine oder zwei 3,5-Zoll-HDDs. Darauf sollte man beim Kauf eines neuen Gehäuses in jedem Fall achten.

NVMe-Datenträger gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, die M.2-Speicher teilen sich auf fünf Gruppen auf: 2230, 2242, 2260, 2280, 22110. Das klingt kryptisch, steht aber einfach für die Abmessungen in Millimeter: Die ersten beiden Ziffern sind die Breite (22 mm), die letzten Ziffern die Länge (z. B. 80 mm). Die meisten Produkte (und damit die größte Auswahl) gibt es für die Formate 2242 und 2280. Die meisten aktuellen Mainboards und Geräte wie die Playstation 5 nehmen alle Längen auf, die notwendigen Abstandshalter lassen sich problemlos versetzen.

Selten ist inzwischen die NVMe im Format Solid State Card (SSC). Das ist nichts anderes als ein Flash-Speicher, der mit einem PCIe-x4-Anschluss kommt. Damit lässt sich der Speicher in Systemen nachrüsten, die keinen M.2-Anschluss haben. Preislich liegen diese Karten aber deutlich über vergleichbaren Speichern mit M.2-Formfaktor, wir raten hier eher zum Upgrade des Mainboards, primär wegen PCIe 4.0 (mehr dazu später).

Ein Hinweis: Digitale Speicher sollten regelmäßig mit Strom verbunden werden. SSDs können sonst ihre Ladung und die Daten verlieren. Das passiert nicht über Nacht, aber alle paar Monate sollte man den Rechner hochfahren oder die externe SSD anstecken.

HDD: Viel (langsamer) Speicher zum günstigen Preis

Die Geschwindigkeitstests zeigen es: selbst schnelle HDDs kommen nicht an Flash-Speicher heran, egal ob der an SATA oder PCIe angeschlossen ist. Die Begrenzung durch die mechanischen Vorgänge kann nicht beseitigt werden. Man kann mit gutem Gewissen sagen, dass es bei klassischen Festplatten keine großen technologischen Sprünge mehr geben wird.

Festplatten haben aber einen großen Vorteil: den Preis pro TByte. Es gibt kein anderes System für Endkunden, die so viel Platz für Daten zu vergleichsweise günstigen Preisen bieten. Es gibt HDDs inzwischen mit bis zu 16 TByte Speicherkapazität oder mehr. Davon sind Flash-Systeme noch weit entfernt – und viel zu teuer. Ein anschauliches Beispiel ist neben der Daten-Partition in Gaming-Rechnern (Ratgeber) ein großes Backup-System oder eine NAS. Wer die bestücken will, der wird noch immer mit klassischen Festplatten glücklich. Gerade bei NAS-Systemen ist es wenig sinnvoll, SSDs für die Daten verbauen. Der limitierende Faktor ist das Netzwerk selbst, in einem Gigabit-LAN liegt der maximale Durchsatz bei 125 MByte/s.

Perfekter Einsatzzweck: Ganz klar, HDDs sind Datenlager. Egal, ob in der NAS, in einer großen externen Festplatte oder als Zweit- oder Drittplatte im Gaming-PC. Gerade im Netzwerk oder am USB-Anschluss fällt der geringe Datendurchsatz kaum ins Gewicht. Festplatten lohnen sich immer dann, wenn Speicherkapazität wichtiger ist als Geschwindigkeit. Mehr dazu im Vergleich: Die beste Festplatte fürs NAS von 4 bis 12 TByte.

SSD: Am Ende der SATA-Ära

Lange waren SATA-SSD-Festplatten die Sieger im Bereich Preis-Leistung. Und ja, immer noch sind SSDs den klassischen Festplatten in allen Belangen überlegen – die Ausnahme ist Speicherplatz. Sie sind schneller, geräuschlos und verzichten auf mechanische Teile, die kaputtgehen können. Ein häufig genanntes Manko ist die begrenzte Lebenszeit. Diese wird vom Hersteller in TBW (Tera Bytes Written) angegeben. Die Kollegen von heise online haben diese Werte im Dauertest überprüft und mehrere 250 GByte große SSDs einem Dauerlasttest ausgesetzt. Das Ergebnis war überraschend: Selbst das Schlusslicht im Test übertraf die Herstellerangaben um das 2,5-fache.

SATA-SSDs sind zuverlässig, schneller als mechanische Festplatten und lassen sich in so ziemlich jedem PC einbauen, der in den vergangenen zehn Jahren auf den Markt kam. Sie sind ideal als Boot-Datenträger. Windows startet von einer SSD einfach um ein Vielfaches schneller als von einer HDD.

Kosteten 1 TByte der flinken internen Festplatten zum Jahresbeginn 2021 noch über 80 Euro, liegt der Preis inzwischen mit 38 Euro bei der Hälfte. Das zeigen Modelle, wie die Intenso Top Performance SSD 1TB. Allerdings scheint der Trend nicht weiter abwärtszugehen, die Hersteller verringern die Produktionskapazitäten. Das zeigt der Beitrag SSD-Preise haben ihren Tiefpunkt hinter sich der Kollegen von heise online.

Perfekter Einsatzzweck: Wir empfehlen die SSDs als Boot-Medium für ältere Computer ohne M.2-Schnittstelle. Interne SSDs arbeiten aber immer noch gut als Massenspeicher oder um auf älteren Computern garantiert ein schnelles, bootbares Medium zu besitzen. Mit Preisen unter 25 Euro für 500 GByte lohnt es kaum noch, eine kleinere SSD zu kaufen. Wir empfehlen mindestens ein Laufwerk mit 500 GByte Speicherkapazität oder gleich eine 1-TByte-SSD. Allerdings sind NVMes inzwischen teilweise günstiger als gleich große SSDs, weswegen wir jedem mit M.2-PCIe-Steckplatz zu einer NVMe raten.

Daneben eignen sich die kompakten und robusten 2,5-Zoll-SSDs auch als externe Festplatte. Vorteile sind hier natürlich das geringere Gewicht als bei einer externen HDD-Festplatte sowie die Unempfindlichkeit gegenüber Stößen. Gerade unterwegs nämlich kann solch eine externe Festplatte mal auf den Boden fallen und wäre bei einer HDD dann defekt. Fertige externe Festplatten mit SSD zeigt unser Ratgeber. Wie das im Selbstbau funktioniert und was man beachten sollte, erklären wir im Ratgeber SSD im Eigenbau: Externe USB-Festplatten – besser, günstiger & mehr Funktionen.

NVMe 3x4: Der neue Standardspeicher

Im vergangenen Jahr sind die Preise für diese SSD-Festplatten fast schon im freien Flug nach unten gewesen. Eine interne 500-GByte-NVMe kostet inzwischen dauerhaft weniger als 30 Euro, eine 1-TByte-NVMe beginnt bei 40 Euro. Vor einem Jahren lagen solche SSDs, wie die Western Digital WD Blue SN570 NVMe mit 1 TByte Speicherplatz noch bei 76 Euro und damit 45 Prozent höher. Gut, interne NVMes um 40 Euro nicht die schnellsten Geräte, wie man den angegebenen Lese- und Schreibwerten erkennen kann. Doch selbst die langsamsten M.2-NVMes liegen weit vor einer SATA-SSD. Man merkt einfach, dass diese Technik ausgereift ist und inzwischen ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet.

Die direkte Anbindung an den PCIe-Bus macht die Speichermedien deutlich schneller - 3400 MByte/s sind beim Lesen sequenziellen Daten kein Problem. In Notebooks haben sich NVMe-Speicher bereits weiter verbreitet als in Desktop-Umgebungen. Das liegt vor allem am beschränkten Platz. Die kleinen Speicherriegel der M.2-NVMes sind deutlich kompakter als eine klassische 2,5-Zoll-SSD. Das macht sie auch in Verbindung mit einem m.2-Gehäuse als externe Festplatte attraktiv, da sie besonders klein ist.

Das einzigen „Problem“ bei NVMes ist aktuell eher, dass sie kaum ein Programm wirklich ausreizt. Die Stärke der Datenträger liegt im Verarbeiten großer, sequenzieller Dateiströme. Das macht sie ideal für alle, die mit Videodateien hantieren, aber weniger perfekt für die Otto-Normal-Nutzer. Gamern sei gesagt, dass ein schnellerer Datenspeicher nicht zu mehr Frames pro Sekunde führt und auch die Ladezeiten werden je nach Spiel nicht wesentlich kürzer. Wer allerdings nicht nur spielt, sondern gleichzeitig aufnimmt, etwa für Let’s Plays oder Streaming (Ratgeber), der entfernt mit einer NVMe einen Flaschenhals im System. Der Umzug von Windows auf eine NMVe ist simpel, wie wir im Ratgeber NVMe wird günstig zeigen.

Perfekter Einsatzzweck: Die NVMe mit PCIe 3x4 ist unserer Meinung nach der neue Standard für alle Gaming- oder Arbeits-PCs. Klar, ein billiger Office-Rechner hat davon nichts, wer aber zockt oder Videos von Drohnen schneidet, der bekommt mit einer PCIe 3x4 NVMe eine deutlich höhere Geschwindigkeit zu einem günstigeren Preis als bei einer vergleichbaren SSD-Festplatte. Deswegen gehört eine NVMe in jeden aktuellen Rechner.

NVMe 4x4: Noch schneller? Noch schneller!

Hier kommen wir zur absoluten Oberklasse, der über PCI Express 4.0 mit vier Lanes angebundenen M.2 SSDs. Diese schaffen enorm hohe Werte, wie die aktuell im Test befindliche Samsung 980 Pro zeigt. Samsung gibt die Lesegeschwindigkeit mit bis zu 7000 MBit/s an, die Schreibgeschwindigkeit liegt bei bis zu 5500 MBit/s, immer vorausgesetzt, das Mainboard bietet einen M.2-Anschluss, der schnell genug ist. Doch selbst bei einem PCIe 3.0 Anschluss kann sich die NVMe gegenüber der Konkurrenz durchsetzen, wie unser Vergleich weiter oben zeigt. Eine 4x4-NVMe hat einfach dermaßen viel Reserve, dass sie fast alles aus dem M.2-Port herausholen können.

Spannend ist zu sehen, dass sich dieser Geschwindigkeitszuwachs nur teilweise im Preis niederschlägt. Sieht man sich die Preise für 4x4-NVMes mit 1 TByte Speicherkapazität an, dann kosten sie kaum mehr als ihre 3x4-Pendants. Eine Western Digital WD_BLACK SN770 NVMe SSD 1 TB kostet aktuell rund 45 Euro, genannte Samsung 980 Pro liegt etwas höher bei 60 Euro, war ausweislich Preisvergleich aber erst kürzlich für 54 Euro zu haben. Es spricht in jedem Fall absolut nichts dagegen, sich mit einem PCIe 3.0-M.2-Anschluss eine PCIe 4.0-NVMe zu kaufen. Denn der Standard ist voll abwärtskompatibel.

Perfekter Einsatzzweck: Ganz klar, diese Geräte sind der beste Speicher für alle PCs mit einem 4x4-M.2-Anschluss. Wird man die Geschwindigkeit demnächst komplett ausnutzen? Nein. Muss man sich darum Sorgen machen? Nein. Ist es besser, schnelleren Speicher zu haben? Auf jeden Fall. Doch nicht nur für aktuelle PCs, auch für Besitzer einer Playstation 5 sind die Speicher spannend. Mit dem Firmware-Update vom September 2021 wurde der NVMe-Port, den jede PS5 besitzt, für alle Nutzer freigeschaltet. Er nimmt eine 4x4 M.2 SSD auf, mit der man den internen Speicher deutlich erweitern kann. Mehr dazu in der Anleitung: PS5-Speicher in 5 Minuten mit schneller NVMe erweitern.

NVMe per Adapter verbinden

Für den Einbau der NVMe-Speicher gibt es zwei Möglichkeiten: Die meisten aktuellen Mainboards besitzen eine oder mehrere M.2-Schnittstellen, in die man die Flash-Speicher einfach einsetzen kann. Möglicherweise muss man den Abstandshalter umsetzen, die meisten der Mainboards sind aber von Haus aus auf die 2280-Größe ausgelegt.

Wer keinen Anschluss hat oder mehrere NVMes ins System einbauen möchte, der kann alternativ zu einer PCIe-Adapterkarte greifen. Unser Ratgeber NVMe wird günstig: Schnellen Speicher einfach nachrüsten zeigt, dass die Adapter bei der Geschwindigkeit keinen Nachteil gegenüber den fest integrierten M.2-Anschlüssen haben.

Eine NVMe in einem Adapter für die PCIe-Schnittstelle.

Aufpassen muss man beim Kauf einer Adapter-Karte mit mehreren M.2-Anschlüssen. Damit diese problemlos funktioniert, muss das Mainboard in den meisten Fällen die sogenannte PCIe-Bifurcation unterstützen. Diese Technik kann mehrere PCIe-Lanes aufteilen, sodass die NVMe-Speicher die volle Bandbreite nutzen können. Mehr dazu in der PCI Express FAQ von heise online.

Daneben gibt es auch Adapter von SATA auf USB 3.0, mit denen man vor allem SSDs mit SATA 3 wie einen USB-Stick verwenden kann. Entsprechende Geräte bietet Amazon für rund 12 Euro an.

Mobile Datenspeicher

SSDs und NVMes sind nicht nur im Rechner eine gute Wahl, sondern auch als tragbare Datenspeicher. Sie haben keine mechanischen Teile, was sie weniger anfällig gegen Stürze macht. Im Artikel SSD im Eigenbau: Externe USB-Festplatten – besser, günstiger & mehr Funktionen haben wir uns die Optionen dafür genauer angesehen.

Der Preisverfall ist auch hier bemerkbar, besonders bei den Speicher-Sticks. Wer ein externes Speichermedium mit bis zu 256 GByte Speicherkapazität sucht, der greift besser zu einem USB-Stick (Ratgeber). Mehr Platz haben die externen SSDs mit USB 3.1, sie haben auch eine solide Geschwindigkeit. USB 3.0 hingegen reicht zwar meist aus, wir empfehlen aber eine schnellere Anbindung, um die Vorteile der SSD-Festplatte bestens auszunutzen. Der seit 2011 verbaute Standard ist nicht mehr ganz taufrisch, aber günstig. So liegen Modelle mit USB 3.0 und 500 GByte bei 36 Euro, während Varianten mit USB 3.2 ab 56 Euro erhältlich sind. Deshalb kann USB 3.0 als USB-Stick-Alternative sinnvoll sein.

Noch schneller sind die Festplatten mit USB 3.2 Gen 2x2. Diese können es fast schon mit internen Speichern aufnehmen. Diese sind allerdings noch kostspielig. Da lohnt es sich eventuell, selbst eine NVMe in ein externes Gehäuse einzubauen. Wie das geht, erklären wir in unserem Ratgeber. Wie auch bei den internen Festplatten kann sich bei einer externen SSD-Festplatte ein Blick auf B-Ware lohnen. Zum Teil handelt es sich hier nur um Laufwerke, die nie ausgepackt, sondern direkt retourniert wurden.

Fazit

NVMes, zumindest die 3x4-Varianten, sind inzwischen günstiger als klassische SATA-SSDs. Damit geht unsere klare Kaufempfehlung an eine M.2-NVMe. SATA-SSDs empfehlen wir als Boot-Medium für ältere Systeme, wobei eine große SSD immer noch problemlos weitergenutzt werden kann. Sie verschaffen dem System eine regelrechte Frischzellenkur, sodass sich alles wieder flott anfühlt.

Die klassische Festplatte spielt ihre Stärken dann aus, wenn man viel Speicherplatz benötigt. Egal, ob NAS oder USB-Backupmedium: Wenn die Geschwindigkeit keine Rolle spielt und das System wenig mobil ist, lohnt sich der Aufpreis für eine SSD nicht. Mechanische Festplatten besitzen noch immer das beste Preis-pro-MByte-Verhältnis. Für alle anderen Anwendungsbereiche aber raten wir nur noch SSDs als interne Festplatten zu nutzen. Nicht nur sind sie schneller, sondern auch haltbarer.

Weitere Produktempfehlungen und Tipps zeigen wir etwa in unserer Bestenliste NVMe: Schnelle SSDs für PC und PS5 im Test. Warum billig nicht immer gut ist, haben wir in einem Praxistest im Ratgeber Billig-Speicher: Warum 1 TByte für 38 Euro besser ist als die 16-TByte-SSD für 20 Euro angesehen. USB-Sticks als günstige und gute Alternative stellen wir im Ratgeber Der beste USB-Stick bis 2 TByte: Günstig & mobil speichern – 512 GByte ab 18 Euro vor.

Zusätzliche Informationen geben unsere Ratgeber NVMe-Speicher: Schnelle SSDs für mehr Leistung, 1 TByte ab 80 Euro oder Anleitung: PS5-Speicher in 5 Minuten mit schneller NVMe erweitern. Mit externen Festplatten im Selbstbau beschäftigt sich der Artikel SSD im Eigenbau: Externe USB-Festplatten – besser, günstiger & mehr Funktionen. Bereits fertige externe Festplatten zeigt unser Artikel Speicherschnäppchen: Externe Festplatten & SSDs ab 16 Euro pro TByte. Für eine NAS-Festplatte hilft der Blick in unseren Vergleich: Die beste Festplatte fürs NAS von 4 bis 12 TByte.