Thomas Joos ist Autor von mehr als 100 Fachbüchern und tausenden Texten. Er ist erfolgreicher Autor zahlreicher IT-Bücher für Microsoft Press, Addison Wesley, Markt und Technik, Data Becker, Springer-Vieweg und außerdem freiberuflicher Journalist für die Deutsche Presseagentur (dpa) sowie zahlreiche Zeitschriften und Portale. Thomas ist zudem Online-Trainer bei LinkedIn Learning. Mehr Informationen finden sich auf seinem Blog unter thomas-joos.com
NAS-Systeme von Synology bieten verschiedene Vorteile im Vergleich zu anderen Anbietern. Neben der herausragenden Weboberfläche und dem stabilen Bereitstellen von Daten im Netzwerk kann ein Synology-NAS-Server auch andere Dienste übernehmen.
Besonders stechen die zahlreichen, kostenlosen Apps heraus, die die Funktionen des NAS erweitern. Es gibt insbesondere Apps für die Sicherung von PCs auf das NAS, zur Synchronisierung oder zur Sicherung des Cloud-Speichers. Auch als E-Mail-Server, Virenscanner, zur Bereitstellung virtueller Computer, zum Aufbau einer privaten Cloud oder für Streaming-Apps für das eigene Netzwerk, Chat-Server, webbasierte Weboberfläche und vieles, vieles mehr lassen sie sich einsetzen.
Interessante Anwendungsfälle für ein NAS von Synology ist etwa der Bereich Sicherheit im Smart Home. Ein anschauliches Beispiel zeigt unser Ratgeber: Synology Surveillance Station: NAS als Zentrale für Überwachungskameras im Test. Mehr zum Thema NAS erklären wir im Ratgeber x86 oder ARM, schnelles LAN, flinke HDDs: Perfektes NAS finden.
Die Apps für Synology stehen kostenlos zur Verfügung. Professionelle Dienste für Unternehmen erfordern beim Überschreiten einer bestimmten Nutzeranzahl teilweise eine Lizenzierung, das ist aber eher die Ausnahme. Eine Liste der meisten Apps sind auf der Seite „Zusatzpakete“ bei Synology zu finden.
Neben den Standard-Paketen von Synology gibt es auch eine sehr aktive Community, die ebenfalls kostenlose Zusatzpakete anbietet. Hier stehen vor allem viele Dienste und Erweiterungen zur Verfügung, die auf Linux basieren. Das Betriebssystem DSM (Disk Station Manager) von Synology basiert ebenfalls auf Linux. Damit haben Anwender aber keine Berührungspunkte, die komplette Verwaltung erfolgt in der Weboberfläche.
Erfahrene Benutzer können zum Beispiel auch virtuelle Server auf einem Synology NAS bereitstellen und sogar komplette Server oder Active-Directory-Domänencontroller. Auch Docker-Container können genutzt werden. Kurzum: NAS-Systeme von Synology bieten umfassende Möglichkeiten zum Bereitstellen von Freigaben oder dem Archivieren von Daten und zusätzlich noch die Möglichkeit mit Apps die Funktionen des NAS zu erweitern.
Synology bietet zahlreiche verschiedene NAS-Systeme an, die sich vom Einsteigerbereich hin zu Profis und Unternehmen erstrecken. Zunächst sollte man beim Kauf überlegen, für welchen Einsatz das NAS gedacht ist. Vor allem als Home-Server oder für KMU kann ein Synology-NAS-System umfassende Dienste zur Verfügung stellen und damit die Kosten deutlich reduzieren, weil weniger Hardware und Lizenzen notwendig sind.
Wenn das der Fall ist, hilft ein erster Blick in das Online-Paketzentrum bei Synology. Hier ist zu sehen, auf welchen Synology NAS-Systemen eine bestimmte App läuft. Leistungshungrige Apps, wie Synology Virtual Machine Manager erfordern natürlich leistungsstärkere NAS-Systeme. Im Online-Paketzentrum lässt sich dadurch bei jeder App unter „Eingesetzte Modelle“ zu sehen, welche NAS-Systeme die App unterstützen.
Synology bietet Einsteiger-NAS-Systeme und NAS-Systeme für komplexere Umgebungen, die natürlich etwas teurer sind, dafür aber schnellere Prozessoren und mehr Einschübe unterstützen.
Wichtig ist die Planung des benötigten Speicherplatzes. Hier sollte darauf geachtet werden, ein NAS zu planen, das über genügend Einschübe im NAS-Gehäuse verfügt, damit mindestens zwei, besser mehr Festplatten eingebaut werden können. Dadurch können Käufer durch ein RAID-System den Verlust von Daten vermeiden, der durch den Defekt einer Festplatte verursacht wird.
Synology stellt einen Assistenten auf seiner Webseite bereit, der bei der Auswahl eines NAS-Systems unterstützt. Vor dem Kauf eines NAS bei Amazon oder einem anderen Online-Shop ergibt es Sinn, sich genauer zu informieren. Der NAS-Berater steht auf der Webseite von Synology zur Verfügung.
Der Synology NAS-Berater steht kostenlos und ohne Registrierung zur Verfügung. Nachdem ein paar wenige Fragen beantwortet sind, blendet der Assistent schon einige NAS-Systeme ein, sodass die zukünftige Auswahl etwas begrenzt wird. Die Auswahl lässt sich mit dem Assistenten aber jederzeit weiter einschränken.
Interessenten sollten sich aber noch weitere Gedanken machen, was die Ausstattung des NAS betrifft. Neben der Anzahl an Einschüben, die zur Verfügung stehen, gibt es noch Steckplätze für Flash-Speicher. Zunächst ist es wichtig zu wissen, dass nicht alle Einschübe gleich genutzt werden müssen, es schadet aber nicht, welche als Reserve zur Verfügung zu haben. Dadurch lässt sich der Speicherplatz jederzeit erweitern und es gibt die Möglichkeiten weitere Speicherpools auf dem NAS einzurichten, zum Beispiel um Daten zu migrieren.
Steckplätze für Flash-Speicher kommen als Zwischenspeicher zum Einsatz. Das beschleunigt deutlich die Zugriffe der Anwender und ist vor allem dann sinnvoll, wenn Nutzer neben der Speicherung von Daten noch zusätzliche Apps nutzen möchten. Auch diese Steckplätze müssen nicht gleich zum Einsatz kommen, stehen aber bei Bedarf zur Verfügung.
Dazu kommt die Unterstützung für SSD im NAS. Lese- und Schreibzugriffe sind beim Einsatz von SSDs deutlich schneller, als bei der Verwendung herkömmlicher HDDs. Natürlich steigen dadurch die Investitionskosten für das NAS, sodass der Einsatz nur dann sinnvoll ist, wenn diese Leistung auch benötigt wird. Beispiele dafür sind Einsätze in Unternehmen, der Betrieb von zusätzlichen Apps und Einsätze in leistungshungrigen Umgebungen wie beim Videoschnitt oder der Bildbearbeitung. Zusammen mit Flash-Speicher als Cache lässt sich der Zugriff auf das NAS extrem beschleunigen.
Kommen noch genügend Datenträger zum Einsatz, ist es auch möglich effektive RAID-Systeme zu nutzen, zum Beispiel für RAID 5. Das maximiert die Leistung und schützt vor Ausfall von Datenträgern.
Der Arbeitsspeicher spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Hier sollte darauf geachtet werden, dass beim Einsatz zusätzlicher Apps mindestens 8 GByte zum Einsatz kommen sollten, bei der Verwendung von VMs auf dem NAS besser deutlich mehr. Hier muss man darauf achten, dass das NAS noch über freie Steckplätze verfügt, um den Speicher zu erweitern.
Klar ist, dass ein Netzwerkspeicher-Gerät über genügend und über schnelle Netzwerkschnittstellen verfügen muss. In Unternehmen, bei denen mehrere Benutzer mit dem System arbeiten, ergibt es Sinn auf Geräte zu setzen, die über mehrere Schnittstellen verfügen. Dadurch lässt sich der Datenverkehr im Netzwerk aufteilen und für verschiedene Apps besser anpassen.
Der Synology-NAS-Berater kann nach dem Anzeigen des Ergebnisses über „Klicken Sie hier, um mehr Funktionen auszuwählen“ noch eine Filterung der Netzwerkadapter durchführen. Hier sollte bei „Netzwerk“ entweder die Option „4 Ports“ oder „2 Ports“ verwendet werden. NAS-Geräte mit nur einem Port sind für Unternehmen und leistungsstarke Umgebungen nicht immer sinnvoll.
Teilweise ermöglichen NAS-Systeme einen Netzwerkadapter per PCIe-Steckplatz zu integrieren. Diese Filtermöglichkeit bietet der NAS-Berater ebenfalls.
Eines der besten Preisleistungsverhältnisse bietet sicherlich die Synology Diskstation DS1522+. Wer mehr Leistung benötigt, setzt auf ein DS1823xs+. Das Synology DS1522+ verfügt über genügend Einschübe, 8 GByte Arbeitsspeicher (auf 32 GByte erweiterbar), ermöglicht die Verwendung von HDDs und SSDs und bietet verschiedene Erweiterungsmöglichkeiten. Das NAS kostet knapp 720 Euro (zuzüglich Datenträger), bietet dafür aber auch eine Menge.
Für Umgebungen mit höherem Leistungsbedarf kann eine DS 1823xs+ auch als NAS-Server zum Einsatz kommen. Hier stehen, neben zahlreichen Steckplätzen, auch noch Steckplätze für Flash-Speicher zur Verfügung. Das NAS kostet etwa 2000 Euro (zuzüglich der Kosten für Datenträger und Flash-Speicher), was vor allem für den Einsatz bei Unternehmen spricht.
Günstige Einsteigergeräte, wie die DS220j bieten einen guten Einstieg mit immerhin zwei Einschüben. Auch hier werden viele Apps unterstützt und die Funktionen für die Datenspeicherung reichen für kleine Unternehmen und Home-Server aus. Dieses Gerät liegt preislich bei etwa 450 Euro, inklusive Datenträger und einer Speicherkapazität von 4 TByte, wenn ein RAID 1 zum Einsatz kommt, was zu empfehlen ist.
Synology NAS-Systeme bieten eine vielfältige Auswahl an Möglichkeiten und Funktionen, die sie zu leistungsstarken Home-Servern oder geeigneten Servern für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) machen. Besonders hervorzuheben sind die zahlreichen kostenlosen Apps, mit denen die Funktionen des NAS erweitert werden können. Die Weboberfläche ist herausragend und ermöglicht eine einfache Verwaltung ohne Berührungspunkte mit dem darunter liegenden Linux-Betriebssystem.
Bei der Auswahl des passenden NAS-Systems ist es wichtig, den geplanten Einsatzzweck zu berücksichtigen. Synology bietet verschiedene Modelle für unterschiedliche Anforderungen, angefangen von Einsteiger-NAS-Geräten bis zu leistungsstarken Systemen für komplexe Umgebungen. Der kostenlose NAS-Berater von Synology hilft bei der Auswahl, indem er anhand weniger Fragen geeignete Modelle empfiehlt.
Beim Feintuning der NAS-Ausstattung sollte auf ausreichend Einschübe für Festplatten geachtet werden, um RAID-Systeme nutzen und Datenverluste vermeiden zu können. Der Einsatz von Flash-Speicher als Cache und SSDs kann die Zugriffszeiten deutlich beschleunigen, ist jedoch vor allem in leistungshungrigen Umgebungen sinnvoll. Die Wahl der Netzwerkschnittstellen hängt von der Anzahl der Benutzer und der benötigten Bandbreite ab.
Empfehlenswerte Modelle sind das Synology DS 1522+ für ein solides Preisleistungsverhältnis mit ausreichender Ausstattung, das DS 1823xs+ für anspruchsvolle Umgebungen und den Einsatz in Unternehmen, sowie das preisgünstige Einsteigergerät DS 220j mit zwei Einschüben. Insgesamt bieten Synology NAS-Systeme eine breite Palette an Funktionen und Erweiterungsmöglichkeiten, die sie zu einer empfehlenswerten Lösung für Home-Server, KMUs und Unternehmen machen. Die sorgfältige Auswahl des passenden Modells und der Ausstattung ist entscheidend, um die individuellen Anforderungen optimal zu erfüllen.
Mehr zum Thema NAS erklären wir in den Ratgebern x86 oder ARM, schnelles LAN, flinke HDDs: Perfektes NAS finden sowie Synology Surveillance Station: NAS als Zentrale für Überwachungskameras im Test. Empfehlenswert ist zudem der Artikel Überwachungskameras ohne Cloud: Keine monatlichen Kosten & mehr Datenschutz. Wer nach Speicher für unterwegs sucht, sieht in unseren Ratgeber Speicherschnäppchen: Externe Festplatten & SSDs ab 16 Euro pro TByte.
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