Bereits im zarten Alter von fünf Jahren hatte Jonas seinen ersten PC und hat glücklicherweise noch die Zeit von Kassetten, CDs und Disketten miterlebt. Seitdem hat ihn Technik und der Spaß an Gadgets nicht mehr losgelassen. Angefangen hat er 2023 als Volontär bei TechStage, das 2024 in heise bestenlisten übergegangen ist. Seit 2025 ist er dort nun fest als Redakteur im Team tätig und allen voran Experte für Mini-PCs. Weiterhin testet er für allerlei PC-Zubehör, Saugroboter, Ladegeräte und Powerbanks. Privat ist er Vielleser, Bahn-Nerd und Musikliebhaber, wobei sein Musikgeschmack so vielfältig ist wie er selbst.
Viele Geräte, aber zu wenig Ports zum Laden: Mit Multiport-Ladegeräten, Adaptern oder Y-Kabeln schafft man Abhilfe am Ladegerät bei Platzmangel. Wir zeigen mögliche Lösungen.
Die Zahl der Geräte mit USB-C wächst unaufhörlich und stetig. Fernab des Smartphones gibt es inzwischen zahllose Konsolen, Uhren, Kopfhörer und Laptops, die auf den praktischen Anschluss setzen. Daneben sind es aber auch immer mehr Smart-Devices, wie Präsenzmelder (Ratgeber), die über USB-C verbunden werden. Möchte man nun mehrere parallel mit Strom versorgen, wird es im Ladegeräte-Bestand mitunter schon schwer, denn die Zahl der Anschlüsse ist begrenzt.
Ein zweites Netzteil daneben zu stecken, ist jedoch nicht die ideale Lösung. Das verbraucht nicht nur einen begehrten Steckdosen-Platz, sondern ist auch nicht gerade effizient. Wir zeigen deshalb Wege und Produkte, die hier helfen. Von besonderen Ladekabeln über Adapter hin zu großen Ladegeräten mit vielen Anschlüssen ist alles dabei.
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Je nachdem, welches Gerät man laden möchte, benötigt man eine bestimmte Ladeleistung. Vor allem bei Smartphones und Zubehör wie Kopfhörern genügt noch eine niedrigere Ladeleistung von unter 65 Watt, wohingegen die meisten Laptops inzwischen mehr als 65 Watt benötigen. Es ist wichtig, sich vor dem Kauf über den vorgesehenen Anwendungsbereich im Klaren zu sein, um einen Fehlkauf zu vermeiden. Hier sollte man nicht nur ein ausreichend starkes Ladegerät kaufen, sondern auch ein Ladekabel mit genügend Durchsatz auswählen.
Gleiches gilt für Adapter oder USB-C-Hubs, wobei es hier den Unterschied zwischen Eingangs- und Ausgangsleistung zu beachten gilt. Können bis zu 100 Watt an Eingangsleistung aufgenommen werden, bedeutet das nicht, dass auch 100 Watt am Endgerät ankommen. Das liegt an Verlusten und Eigenverbrauch des Adapters. Einige Hersteller, wie Ugreen, geben mitunter auch die tatsächliche Ausgangsleistung mit etwa 85 Watt an.
Aus einem Port zwei oder mehrere Geräte betreiben: Eine Lösung, um mehr Anschlüsse aus dem vorhandenen Ladegerät zu bekommen, ist ein Kabel mit mehreren Ausgängen zu kaufen – kurz auch Y-Kabel. Dabei sollte man jedoch ein Kabel verwenden, bei dem man auch alle Anschlüsse parallel nutzen kann – denn es gibt auch günstige Modelle, die jeweils nur einen Port gleichzeitig freigeben. Um sein Anschlussangebot zu erweitern, eignen sich diese folglich nicht.
Wir haben uns ein Ladekabel von Baseus mit USB-C, Micro-USB und Lightning bestellt und sind richtig begeistert. Denn am USB-C-Anschluss sind bis zu 100 Watt möglich, die anderen Ports liefern jeweils knapp 20 Watt. Dank etwas integrierter Intelligenz in der Kabelverzweigung sind die Anschlüsse parallel nutzbar, dann aber reduziert sich die Ausgangsleistung des USB-C-Ports. Im Test funktioniert das Kabel richtig gut, die Verarbeitung ist wertig. So besteht das Gehäuse der Verzweigung aus Metall, die Kabel sind mit Stoff ummantelt, was für erhöhten Schutz vor Kabelbruch sorgt. Die Messergebnisse waren sowohl bei hohem Leistungsbedarf als auch per USB-A bei niedrigerer Leistung einwandfrei und gemäß den Produktangaben. Während das schlaue Kabel bei Amazon stolze 33 Euro kostet, bekommt man es bei Aliexpress bereits für 9 Euro.
Wer ein Y-Kabel mit mehreren USB-C-Anschlüssen sucht, wird im Hause Baseus ebenso fündig. Das Kabel mit zwei statt drei Kabelsträngen bietet 100 Watt per USB-C, wobei sich das auch hier nur auf die Gesamtleistung bezieht. Schließt man also zwei Geräte an, ist an beiden USB-C-Anschlüssen weniger Leistung verfügbar. Der Preis für das Y-Kabel liegt bei 12 Euro (20-Euro-Coupon anwählen).
Eine günstigere Alternative mit maximal 66 Watt bekommt man bei Amazon von Gimiro für 10 Euro. Es bietet gleich drei USB-C-Anschlüsse mit jeweils einer Kabellänge von 1,20 Meter. Weitere Y-Kabel und alternative USB-C-Kabel zeigt nachfolgend unser Preisvergleich.
Ebenso kann man mit einem entsprechenden USB-C-Hub für mehr Anschlüsse am Ladegerät sorgen. Unter 15 Euro bekommt man bereits Dongles mit zwei USB-C-Anschlüssen, die über USB-C mit bis zu 100 Watt (Power Delivery) angetrieben werden. Insbesondere unter dem Namen Duttek gibt es einen USB-C-Splitter für zwei Ausgänge, welcher knapp 11 Euro kostet. Thunderbolt-Hubs bieten das sogar für noch mehr Ausgänge bei höherer Leistung, sind aber auch bedeutend teurer. Ein Beispiel dafür ist der Hub von wie von Caldigit.
Für 35 Euro gibt es einen aktiven Hub mit eigenem Netzteil und Belüftung, der insgesamt 24 Ports bietet – darunter 12 mit USB-C. Jeder Ladeanschluss kann maximal 44 Watt liefern, wobei die Gesamtleistung des Hubs bei 100 Watt limitiert ist. Eine ungewöhnliche, aber interessante Variante.
Generell ist zu beachten, dass die eingespeiste Leistung nicht 1:1 beim Endgerät ankommt. Zudem gilt auch hier, dass sich die Ladeleistung pro Gerät immer mehr verringert, je mehr Verbraucher insgesamt angeschlossen sind.
Daneben gibt es auch Ladegeräte, die über besonders viele Anschlüsse verfügen. Zehn Modelle mit vielen Anschlüssen haben wir bereits unserer Ladegerät Top 10 getestet. Während drei Anschlüsse praktisch sind, wird es mit deutlich mehr Ports erst richtig interessant. Gleiches gilt für die Ausgangsleistung, wobei weitestgehend alle Ladegeräte ab 100 Watt plakativ eine hohe Leistung versprechen, diese aber nur die Gesamtleistung beschreibt. So erreicht das 300-Watt-Netzteil von Ugreen gar keine 300 Watt, sondern nur maximal 140 Watt am ersten Port. Nicht gerade schön und transparent, aber leider gängige Praxis.
Um für genug Geräte Saft bieten zu können, empfiehlt sich also ein Netzteil ab 100 Watt, da sich die Leistung ohnehin aufteilt. Mit 65 Watt oder noch weniger reizt man hier zu schnell die Limits aus, sodass man nur noch wenige Geräte anschließen kann. Daher haben wir uns Ladegeräte ab vier USB-C-Ports und 100 Watt angesehen.
Besonders geeignet ist dafür das Ugreen Nexode 300W, das über vier USB-C-Anschlüsse und einen USB-A-Port verfügt. Neben den 140 Watt des ersten USB-C-Ports sind noch zweimal bis zu 100 Watt drin, der letzte USB-C-Anschluss und die USB-A-Buchse sind langsamer. Die Effizienz liegt bei starken 93,28 Prozent – das ist ein Spitzenwert. Der Preis ist mit 200 Euro aber schon recht hoch, dafür bekommt man das schnellste Mulitport-Ladegerät auf dem Markt.
Günstiger ist die 200-Watt-Version von Ugreen, die zudem deutlich handlicher und leichter ist. Für 120 Euro bekommt man insgesamt vier USB-C-Anschlüsse und zwei USB-A-Schnittstellen, wobei zwei USB-C-Ports maximal 100 Watt liefern. Nutzt man mehr als die beiden Anschlüsse, fallen sie auf 65 Watt oder noch weniger zurück. Die Verarbeitung ist ebenso hochwertig, die geleistete Effizienz lag im Test bei immer noch hervorragenden 92,55 Prozent.
Es geht aber noch günstiger. Dazu haben wir ein 160-Watt-Ladegerät von Uoucoo bestellt, welches pro Port jedoch maximal 100 Watt liefert – auch hier sind die 160 Watt nur die maximale Gesamtleistung. Neben vier USB-C-Anschlüssen bekommt man hier zwei USB-A-Buchsen. Schließt man zwei Endgeräte an, fällt die Ladeleistung auf 65 Watt und 45 Watt für jeden weiteren USB-C-Port zurück. Für den allerdings deutlich günstigeren Preis als beim Ugreen-Netzteil von 61 Euro empfinden wir die im Test zuverlässige Leistung als angemessen.
Preislich interessant wirkt auch das 24 Euro (10-Prozent-Coupon anwählen) günstige 120-Watt-Ladegerät auf Amazon, das wir allerdings nicht in der Redaktion hatten. Die Anschlussauswahl aber gleicht den vorherigen Erwähnungen, der Preis erscheint uns im Verhältnis doch etwas sehr gering. Ein Blick in die technischen Daten zeigt, warum. Denn maximal gibt es 80 Watt per USB-C, an den USB-A-Ports immerhin sogar 40 Watt.
Unsere beiden Billig-Lader von Aliexpress aber können wir definitiv nicht empfehlen. Neben der mäßigen Verarbeitung ist vorwiegend die Ausgangsleistung ein echter Treppenwitz. Maximal 3 Watt bekommen wir an den USB-C-Anschlüssen – ein absoluter Witz. Selbst für den günstigen Preis von knapp 5 Euro lohnt der Kauf folglich nicht.
Eine Alternative kann es auch sein, einen Adapter von USB-A auf USB-C zu verwenden. So macht man aus einem vorhandenen USB-A-Port einen weiteren mit USB-C-Geräten nutzbaren Anschluss, kann also vorhandene Lader flexibler nutzen. Bei Amazon bekommt man die kleinen Adapter bereits für 3 Euro. Optisch wirken sie wie ein USB-Stick oder Maus-Dongle. Wichtig zu wissen ist, dass viele Ladegeräte am USB-A-Port eine deutlich reduzierte Ladegeschwindigkeit bieten; meist liegt sie bei etwa 20 Watt.
Weitere Adapter von USB-A auf USB-C zeigt nachfolgend unser Preisvergleich.
Wer viele Anschlüsse zum Aufladen von Geräten benötigt, wird bei neuen Ladegeräten immer besser fündig. Wer die Neuanschaffung jedoch scheut, der findet auch in Y-Kabeln und Adaptern eine gute und vor allem günstige Möglichkeit zur Nachrüstung.
Unser Favorit sind die Splitter-Kabel von Baseus, die für wenig finanziellen Aufwand viel Nutzen bieten. Bei den Ladegeräten hingegen ärgert uns, dass oft mit der hohen Gesamtleistung plakativ geworben wird, es aber danach aussieht, als könnte diese Leistung auch über einen einzelnen Ladeport abgerufen werden. Dem ist aber in den allermeisten Fällen nicht so, die tatsächliche Ladeleistung findet sich in den Tiefen der Produktdetails oder auf der Unterseite der Netzteile. Transparent ist das nicht unbedingt.
Insgesamt zeigt sich: Wer mit der Zeit feststellt, dass er für zu viele Endgeräte zu wenig Ladeports hat, muss nicht ein Ladegerät neben das andere stecken. Es gibt verschiedene Wege, um aus vorhandenen Netzteilen mehr herauszuholen oder mit einer einzigen Neuanschaffung möglichst viele Geräte abdecken zu können. Die Lösungen reichen dabei von günstig um wenige Euro bis zu 200 Euro oder noch mehr.
Wir haben bereits verschiedene Ladegeräte mit mehreren Ports getestet. Welche dabei die besten sind, zeigt unsere Ladegerät Top 10: Die besten USB-Netzteile mit mehreren Anschlüssen.
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