Bereits im zarten Alter von fünf Jahren hatte Jonas seinen ersten PC und hat glücklicherweise noch die Zeit von Kassetten, CDs und Disketten miterlebt. Seitdem hat ihn Technik und der Spaß an Gadgets nicht mehr losgelassen. Angefangen hat er 2023 als Volontär bei TechStage, das 2024 in heise bestenlisten übergegangen ist. Seit 2025 ist er dort nun fest als Redakteur im Team tätig und allen voran Experte für Mini-PCs. Weiterhin testet er für allerlei PC-Zubehör, Saugroboter, Ladegeräte und Powerbanks. Privat ist er Vielleser, Bahn-Nerd und Musikliebhaber, wobei sein Musikgeschmack so vielfältig ist wie er selbst.
Stefan schrieb bereits während des Studiums Spieletests für ein Printmagazin im Ruhrgebiet. Durch einen glücklichen Zufall landete er in Berlin und arbeitete fast 15 Jahre bei Areamobile, zuletzt als leitender Testredakteur. Für Heise Bestenlisten testet er Smartphones, Saug- und Mähroboter, Lautsprecher, Modellflugzeuge und andere Technik-Gadgets.
Fensterputzroboter versprechen saubere Scheiben ohne Mühe. Wir zeigen, welche Modelle überzeugen und worauf beim Kauf zu achten ist.
Fensterputzen gehört zu den unbeliebtesten Haushaltsaufgaben. Fensterputzroboter sollen diesen Job abnehmen oder zumindest deutlich vereinfachen, kosten aber je nach Modell locker 100 bis 700 Euro. Während günstige Modelle oft nur Schlieren verteilen, reinigen Premium-Geräte ordentlich – perfekt wird es aber nie.
Die Roboter saugen sich mit 2800 bis 8000 Pa (Pascal) an der Scheibe fest und fahren systematische Bahnen. Dabei ziehen sie ein Mikrofasertuch über die Scheibe, das sie zuvor mit Reinigungsflüssigkeit besprühen. Wir haben mittlerweile über zehn aktuelle Fensterputzroboter getestet, vom günstigen Einsteigermodell bis zum teuren Akkugerät. Das Ergebnis: Die Qualitätsunterschiede sind enorm, und nicht immer rechtfertigt der hohe Preis die gebotene Leistung.
Testsieger ist der Hutt 10 für aktuell 299 Euro. Er zeichnet sich durch sein Zwei-Tuch-Wischsystem aus, mit dem er die Scheibe nicht nur wischt, sondern auch trocknet. Dadurch bilden sich weniger Flecken auf der Scheibe und Streifen werden weitestgehend weggewischt. Dadurch erzielt der Hutt 10 ein Reinigungsergebnis nah an der Perfektion.
Eine besondere, ungewöhnliche Neuerung bietet der Ecovacs Winbot W3 Omni – unser Innovationssieger. Der Roboter baut grundlegend auf dem W2S Omni auf, Ecovacs hat aber die Station vollständig überarbeitet. So bietet diese neben Akku und stoffummanteltem Verbindungskabel nun eine integrierte Wascheinheit für das Wischtuch. Zudem lässt sie sich dank eines integrierten Displays besser bedienen. Für die Kantenreinigung setzt der Hersteller wieder spezielle Kantenschrubber ein, die der Roboter automatisch aktiviert, sobald er an der Fensterkante angelangt ist. Das alles hat aber auch seinen Preis und so kostet der W3 Omni aktuell happige 699 Euro.
Zum Preis-Leistungs-Sieger küren wir den Ecovacs Winbot Mini für 199 Euro. Er bietet solide Grundfunktionen, eine gute App und ordentliche Reinigungsergebnisse für deutlich weniger Geld. Die Reinigungsleistung reicht für normale Verschmutzungen aus, bei eingetrocknetem Schmutz stößt er aber an seine Grenzen. Für gelegentliche Einsätze oder kleinere Fensterflächen ist er die vernünftige Wahl.
Nachfolgend zeigen wir das Testfeld dieser Bestenliste über unseren Preisvergleich.
Der Hutt 10 reduziert das größte Problem vieler Fensterputzroboter erheblich: Streifenbildung durch zurückbleibende Reinigungsflüssigkeit. Das zweistufige Reinigungssystem wischt vorne den Schmutz weg und trocknet hinten direkt nach. Besonders in Gebieten mit kalkhaltigem Wasser zeigt sich dieser Vorteil deutlich. Für 299 Euro erhalten Käufer einen zuverlässigen Helfer mit 6500 Pa Saugkraft und ungewöhnlichem, aber effektivem Reinigungskonzept.
Der W3 Omni hebt sich von der Konkurrenz und seinen Vorgängern vor allem durch die integrierte Wascheinheit ab. Statt das Wischtuch nach jedem Fenster von Hand auszuwaschen, legt man es samt Rahmen in die Station – nach 60 bis 90 Sekunden ist es sauber. Dazu kommen zwei ausfahrbare Kantenschrubber für die Fensterränder, eine automatische Sprühfunktion mit adaptiver Dosierung und 130 Minuten Akkulaufzeit pro Ladung. Wer regelmäßig viele Fenster putzt, spart mit diesem Gesamtpaket spürbar Zeit und Aufwand – muss dafür aber auch satte 699 Euro zahlen.
Der Ecovacs Winbot Mini überzeugt vor allem durch sein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis. Für 199 Euro erhält man einen Fensterputzroboter, der strukturiert arbeitet und nicht wie viele Konkurrenzprodukte in dieser Preisklasse planlos über die Scheibe fährt. Die kompakten Abmessungen von nur 215 x 215 x 55 mm machen ihn besonders praktisch für kleinere Fensterflächen. Mit seiner hohen Saugleistung von 7500 Pa haftet er zuverlässig an der Scheibe und reinigt diese systematisch. Für alle, die nach einer bezahlbaren Lösung für die regelmäßige Fensterreinigung suchen und dabei auf chaotisch navigierende Billigmodelle verzichten möchten, ist der Winbot Mini empfehlenswert.
Fensterputzroboter versprechen eine bequeme Art des Fensterreinigens – gerade bei großen Fenstern. Sie halten sich durch Unterdruck an der Scheibe, ein Motor erzeugt kontinuierlich einen Sog zwischen 2800 und 8000 Pa – je höher, desto sicherer der Halt. Zur Reinigung fahren die Geräte systematische Bahnen ab. Anhand von Stoß-Sensoren erkennt die Maschine, wo das Fenster endet. Die Navigation erfolgt dabei unterschiedlich: Günstige Modelle fahren nach dem Zufallsprinzip, teurere nutzen intelligente Algorithmen für effizientere Bahnen. Zusätzlich sollte man das Gerät mit einem Sicherungsseil befestigen, damit der Roboter nicht abstürzt und Schaden an Personen oder Sachgegenständen anrichtet. Neben einer Fernbedienung, die gerade den Budget-Geräten häufig beiliegt, erfolgt die Bedienung mittlerweile immer öfter per App. In beiden Fällen kann man so Einstellungen vornehmen und das Gerät manuell per Tasten über das Fenster steuern.
Die Reinigung selbst erfolgt über Mikrofaserpads, die entweder rotieren, vibrieren oder als Walze ausgeführt sind. Dabei sprühen die Roboter Reinigungsflüssigkeit auf die Scheibe. Die meisten Geräte benötigen eine dauerhafte Stromversorgung per Kabel, Premium-Modelle wie der W2 Omni arbeiten mit integrierten Akkus für 90 bis 110 Minuten.
Problematisch wird es hingegen bei außen liegenden Sprossen am Fenster – hier lohnt der Aufwand des ständigen Neu-Ansetzens kaum, da die Roboter solche Sprossen nicht überwinden können. Außer Acht lassen sollte man zudem nicht, dass solche Roboter nicht wie Saugroboter autonom die ganze Wohnung reinigen können, sondern zwischenzeitlich händisch von Fenster zu Fenster gebracht werden müssen.
Hinzu kommt, dass man die Wischtücher von Hand auswaschen muss, da sie im Gegensatz zu Saugrobotern nicht in einer Station selbstständig gereinigt werden. Je nach Verschmutzung kann das auch schon während einer Reinigung notwendig sein. Weiterhin können solche Roboter ausschließlich die Scheibe, nicht aber den Rahmen putzen. Letzteres gehört zum ordentlichen Fensterputzen allerdings zur Pflege zwingend dazu.
Ein Fensterputzroboter lohnt sich primär bei großen, schwer erreichbaren oder zahlreichen senkrechten Fenstern. Besonders praktisch sind die Geräte für bodentiefe Fenster, Dachfenster und senkrechte Fensterflächen in Wintergärten. Die meisten Fensterputzroboter sind für vertikale Flächen optimiert und können geneigte Flächen mit bis zu etwa 15 bis 30 Grad Neigung reinigen, je nach Modell und Saugleistung. Für waagerechte Glasdächer oder Oberlichter sind nur spezielle Modelle mit sehr starker Saugleistung geeignet. Die Reinigung von Glasflächen in Überkopf- oder Kopfüber-Position ist mit handelsüblichen Fensterputzrobotern nicht möglich, da diese sich allein durch Unterdruck auf der Scheibe halten und nicht gegen die Schwerkraft absichern können. Für solche Anwendungen sind manuelle Reinigung oder professionelle Systeme notwendig.
Bei regelmäßiger Nutzung halten Fensterroboter die Scheiben auf einem guten Sauberkeitsniveau, erfordern jedoch Vorarbeit bei starker Verschmutzung. Für Sprossenfenster übersteigt der Aufwand durch ständiges Umsetzen oft den Nutzen. Fensterrahmen muss man weiterhin manuell reinigen, da die Roboter nur die Glasscheiben säubern. Bei wenigen oder kleinen Fenstern sind Fenstersauger für unter 100 Euro oft die praktikablere Lösung.
Das Sicherungsseil gehört zur Grundausstattung und muss immer verwendet werden. Bei Stromausfall halten integrierte Notakkus den Roboter 20 bis 30 Minuten an der Scheibe. Die beworbenen „mehrstufigen Sicherungssysteme“ umfassen typischerweise: Unterdruck-Überwachung, Absturzsensoren an den Rändern, Notakku bei Stromausfall, automatische Abschaltung bei Druckverlust und das physische Sicherungsseil.
Scheiben sollten vor dem Einsatz auf Risse oder Beschädigungen geprüft werden. Der Unterdruck könnte vorgeschädigte Scheiben zusätzlich belasten. Bei Außeneinsatz ist auf Windstille zu achten und der Bereich unter dem Arbeitsbereich abzusichern. Moderne Geräte mit 5500 Pa oder mehr Saugleistung bieten höhere Sicherheit als ältere mit unter 3000 Pa.
Wer beim Fensterputzen lieber selbst Hand anlegen will, kann zu einem Fenstersauger greifen. Dabei handelt es sich im Prinzip um einen Akkusauger mit einem integrierten Fensterabzieher. Der Akkusauger entfernt hier das überschüssige Wasser, das mit dem Wischer abgetragen wird. Wer die Scheibe vorher mit gutem Fensterreiniger einschäumt, bekommt damit im Handumdrehen streifenfreie Scheiben hin. Auch hier müssen die Rahmen allerdings gesondert mit einem Lappen gereinigt werden, da die Fenstersauger dafür nur bedingt geeignet sind.
Fenstersauger wie der Kärcher WV 6 Plus kosten nur 50 bis 80 Euro und liefern oft bessere Ergebnisse. Sie funktionieren wie ein Duschwand-Abzieher mit elektrischer Absaugung, sind also nicht selbstständig unterwegs. Dafür ermöglichen sie aber gezieltes Arbeiten an Problemstellen. Mit etwas Übung lassen sich streifenfreie Ergebnisse in kürzerer Zeit erreichen. Der integrierte Wassertank und die Absaugfunktion verhindern Tropfenbildung.
Für gelegentliches Putzen oder wenige Fenster ist diese Lösung praktischer und wirtschaftlicher. Die Kombination aus Sprühflasche, Wischaufsatz und Akkusauger kostet deutlich weniger als ein Roboter. Auch klassische Methoden mit Abzieher und Mikrofasertuch bleiben bei richtiger Technik unschlagbar günstig und effektiv.
Unserer Erfahrung nach sind Fensterputzroboter eher eine Unterstützung als eigenständige Hilfe. So kommen diese mit starker Verschmutzung nicht klar, sondern sorgen wie Saugroboter auch durch häufige Anwendung für einen Grundlevel an Sauberkeit. Günstige Modelle haben uns dabei bislang nicht überzeugt, besonders Geräte mit drehenden Pads sorgten in der Vergangenheit kaum für annähernd streifenfreien Glanz der Fensterscheibe.
Fenstersauger mit Akku sowie vergleichbaren Funktionen und ähnlicher Akkuleistung findet man zudem bei Herstellern wie Severin, Leifheit, AEG, Bosch und Tristar zu Preisen zwischen 40 und 60 Euro.
Wer genug davon hat, nur mit Muskelkraft und großem Aufwand die Fenster zu putzen, findet mit einem Fensterputzroboter oder einem Fenstersauger praktische technische Hilfsmittel.
Bequeme Naturen greifen zum Fensterroboter, der das Fensterputzen komplett übernimmt – zumindest bei der Scheibe. Das ist besonders hilfreich bei großen oder schlecht von außen erreichbaren Fenstern sowie Fenstern an Dachschrägen. Beim regelmäßigen Putzen der Scheiben erzielen Putzroboter ein zufriedenstellendes Ergebnis, hier allerdings eher höherpreisige Modelle. Bei größeren Verschmutzungen muss man aber vorab von Hand nachhelfen, dafür eignen sich die autonomen Helfer nicht. In jedem Fall lohnen sie sich vorwiegend bei vielen, großen oder schwer erreichbaren Fenstern und regelmäßiger Nutzung.
Der Testsieger mit einem Zwei-Tuch-Wischsystem und kompaktem Formfaktor zum fairen Preis von 299 Euro. Für diesen Preis gibt es sehr ordentliche Ergebnisse. Je nach Verschmutzung ist aber dennoch ein zweiter Durchgang nötig. Der Preis-Leistungs-Sieger Winbot Mini bietet für 199 Euro ein faires Gesamtpaket für Einsteiger.
Weitere smarte Haushaltshilfen haben wir natürlich auch getestet, darunter:
Der Fensterputzroboter Hutt 10 überrascht mit einem ungewöhnlichen Zwei-Tuch-System und erstaunlich guten Wischergebnissen.
Der Fensterputzroboter Hutt 10 überrascht mit einem ungewöhnlichen Zwei-Tuch-System und erstaunlich guten Wischergebnissen.
Der Hutt 10 hebt sich deutlich von der Masse der Fensterputzroboter ab. Während die meisten Konkurrenten auf eckige Designs mit einem einzelnen Wischtuch setzen, geht der chinesische Hersteller einen anderen Weg: Ein ovales Gehäuse mit zwei unterschiedlichen Wischtüchern – einem runden vorne und einem eckigen hinten.
Mit einem Preis von 299 Euro liegt der Hutt 10 im mittleren Preissegment. Die Kombination aus 6500 Pa Saugkraft und dem ungewöhnlichen Zwei-Tuch-System macht neugierig. Ob er die Erwartungen erfüllen kann, zeigt sich im Test. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.
Mit 3,03 kg Gewicht und Maßen von 29,5 x 8,5 cm wirkt der Hutt 10 kompakt und handlich. Das weiße Kunststoffgehäuse fühlt sich stellenweise dünn an, übersteht aber Stürze problemlos – unser Testgerät überlebte einen versehentlichen Absturz von der Wandheizung unbeschadet, auf der wir ihn abgelegt hatten.
Die ovale Form unterscheidet sich deutlich von eckigen Konkurrenzmodellen. Vorne arbeitet ein rundes, motorisiertes Wischtuch, hinten ein rechteckiges Trocknungstuch. Ein einzelner Riemen-Raupenantrieb sorgt für die Fortbewegung.
Der 80-ml-Wassertank reicht für normale Fenstergrößen aus. Zwei seitliche Öffnungen versprühen die Reinigungsflüssigkeit gleichmäßig. Ein 500-mAh-Notfall-Akku hält den Roboter bei Stromausfall bis zu 30 Minuten an der Scheibe. Das 4,5 Meter lange Sicherheitsseil bietet zusätzlichen Schutz vor Abstürzen.
Die Inbetriebnahme gestaltet sich denkbar einfach. Die Wischtücher sind bereits vormontiert – man muss lediglich den 80-ml-Wassertank mit Reinigungsflüssigkeit befüllen. Hierfür eignet sich im besten Fall destilliertes Wasser mit einem Spritzer Glasreiniger oder spezielles Fensterputzroboter-Reinigungsmittel. Der Tank lässt sich von der Oberseite aus befüllen und mit einem Gummipfropf verschließen.
Das Sicherheitsseil ist neben dem Stromkabel am Roboter befestigt und sollte immer an einem stabilen Punkt des Fensters fixiert werden – etwa am Fenstergriff, einem Haken oder an der Wandheizung. Nach dem Anschließen des Stromkabels ist der Roboter sofort einsatzbereit. Eine App-Verbindung gibt es nicht – der Hutt 10 arbeitet autonom oder lässt sich per mitgelieferter Fernbedienung über das Fenster steuern. Neben der Fernbedienung, die die Funktionen Start, Stopp und manuelle Steuerung bei Bedarf ermöglicht, gibt es einen einzelnen Powerbutton. Ein langer Knopfdruck startet oder stoppt die Ansaugung, eine kurze Betätigung startet oder pausiert die Reinigungsfahrt.
Der Hutt 10 navigiert anders als die meisten Konkurrenten. Er nutzt das motorisierte runde Wischtuch in Kombination mit dem Raupenantrieb zur Fortbewegung. Zunächst dreht er sich seitlich, fährt zur oberen Fensterkante und tastet diese sanft ab. Dann arbeitet er sich systematisch in horizontalen Bahnen nach unten. Dabei hat er auch mit unseren fast rahmenlosen Bürofenstern keine Probleme – andere Modelle setzten hier bereits auf den niedrigen Fensterkanten auf und hingen dort fest.
Die Kantenerkennung funktioniert zuverlässig durch sanftes Anstoßen. Das runde Wischtuch reicht über die Seitenkanten hinaus und reinigt diese gründlich. Problematisch sind die Ecken – die runde Form erreicht diese nicht vollständig. Nach der Flächenreinigung fährt der Roboter nochmals die Kanten ab und stoppt mit einem langen Piepton an der unteren Kante, nicht aber am exakten Ausgangspunkt.
Die Reinigungsleistung überzeugt im Test. Das Zwei-Tuch-System zeigt seine Stärken: Während das vordere runde Wischtuch den Schmutz löst und aufnimmt, trocknet das hintere eckige Tuch die Scheibe sofort nach. Diese Methode reduziert Streifenbildung deutlich effektiver als bei Konkurrenzmodellen, die nur mit einem Tuch arbeiten. Komplett streifenfrei wird die Scheibe zwar nicht, aber der Hutt 10 kommt diesem Ideal sehr nahe.
Besonders bei kalkhaltigem Wasser macht sich der Unterschied bemerkbar – wo andere Roboter deutliche Kalkspuren hinterlassen, bleiben beim Hutt 10 nur minimale Rückstände. Die Reinigungsflüssigkeit wird großzügig und häufig aus beiden seitlichen Düsen versprüht. Normale Verschmutzungen wie Fingerabdrücke, Staub und leichte Wasserflecken entfernt der Roboter mühelos. Bei hartnäckigen Verschmutzungen wie eingetrocknetem Vogelkot muss er mehrfach über die Stelle fahren, hier empfiehlt sich manuelle Vorarbeit. Die Kanten werden gründlich gereinigt, nur die Ecken bleiben durch die runde Pad-Form unberührt und müssen manuell nachgewischt werden.
Mit 66 dB(A) arbeitet der Roboter vergleichsweise leise – es gibt deutlich lautere Modelle mit geringerer Saugkraft. Das direkte Nachtrocknen durch das zweite Tuch verhindert, dass Reinigungsflüssigkeit lange auf der Scheibe verbleibt und dort eintrocknet.
Der Hutt 10 arbeitet kabelgebunden und benötigt daher keine Akkuladung. Das Stromkabel muss während des gesamten Reinigungsvorgangs angeschlossen bleiben. Der integrierte 500-mAh-Notfall-Akku dient ausschließlich der Sicherheit: Bei Stromausfall hält er die Saugkraft bis zu 30 Minuten aufrecht, damit der Roboter nicht von der Scheibe fällt. Diese Lösung hat Vor- und Nachteile: Einerseits entfällt das Laden und die Arbeitszeit ist unbegrenzt, andererseits schränkt das Kabel die Flexibilität ein. Für normale Fenstergrößen reicht die Kabellänge problemlos aus.
Aktuell kostet der Hutt 10 rund 299 Euro bei Amazon.
Der Hutt 10 überrascht mit seinem unkonventionellen Ansatz und sehr guten Reinigungsergebnissen. Das Zwei-Tuch-System mit Wischen und direktem Nachtrocknen reduziert Streifenbildung erheblich besser als die meisten Konkurrenten – auch wenn er nicht komplett streifenfrei arbeitet. Die 6500 Pa Saugkraft sorgt für sicheren Halt, die systematische Navigation für gründliche Flächenreinigung.
Schwächen zeigt der Roboter bei der Eckenreinigung und der Pad-Demontage, die unnötig kraftaufwendig ist. Das fehlende App-Feature mag moderne Nutzer stören, über die Fernbedienung lässt er sich aber auch von Hand steuern. Für 299 Euro erhalten Käufer einen zuverlässigen Fensterputzroboter mit fast streifenfreier Wischleistung, der sich besonders für Haushalte mit kalkhaltigem Wasser eignet.
Der Ecovacs Winbot W3 Omni bringt als erster Fensterputzroboter eine integrierte Waschmaschine für das Wischtuch mit.
Der Ecovacs Winbot W3 Omni bringt als erster Fensterputzroboter eine integrierte Waschmaschine für das Wischtuch mit.
Ecovacs setzt beim neuen Winbot W3 Omni auf ein komplett überarbeitetes Stationskonzept. Die bekannte kofferartige Basis dient nicht mehr nur als Akku, Aufbewahrung und Sicherungsanker – sie ist jetzt auch eine Waschmaschine für das Wischtuch. Damit entfällt das lästige Auswaschen per Hand zwischen den Fenstern.
Der Preis für diesen Komfortgewinn: Die Station hat sich im Gewicht gegenüber dem Vorgänger W2S Omni (Testbericht) verdoppelt und der Roboter hängt nun an einem Haken außen am Koffer statt geschützt im Inneren. Dazu ruft Ecovacs mit 699 Euro einen deutlich höheren Startpreis auf. Ob die neue Waschfunktion und die bewährten Kantenschrubber den Aufpreis rechtfertigen, klären wir im Test. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.
Der Roboter selbst misst 270 × 270 × 76 mm und wiegt 2,1 kg. Er ist in Weiß, Silber und Schwarz gehalten. Die Verarbeitung ist insgesamt solide, wenngleich Details wie die Kantenstoßsensoren etwas hochwertiger ausfallen könnten. Das Wischtuch sitzt auf einem Kunststoffrahmen, der per Klippmechanismus auf den Roboter gesetzt wird. Zum Lösen zieht man an vier Ösen. Das funktioniert unkompliziert. Unter einer Gummikappe sitzt der interne Wassertank mit 80 ml Fassungsvermögen. An den Seiten befinden sich zwei Sprühöffnungen, über die der Roboter Reinigungsflüssigkeit als feinen Nebel direkt auf die Scheibe sprüht – wie schon bei den Vorgängern.
Die kofferartige Station fällt deutlich größer und schwerer aus als beim Vorgänger. Ohne Wasser und Roboter wiegt sie rund 10 kg, mit Roboter und befüllten Tanks erreicht das Gesamtpaket etwa 14 bis 15 kg. Das ist eine Verdopplung gegenüber dem Vorgänger W2S Omni, dessen Station mit Roboter knapp 7 kg wiegt. Da man die Station zum jeweiligen Fenster tragen muss, ist das spürbar unangenehm.
Optisch wirkt die Station weniger aufgeräumt als bei den Vorgängern. Dass der Roboter nun an einem Haken außen am Koffer statt geschützt im Inneren hängt, fühlt sich wackelig an. Der Vorgang des Einhakens ist nicht immer eingängig – wir setzen ihn im Test mehrfach daneben. Zudem ist der Roboter so exponierter und kann beim Transport leichter herunterfallen oder irgendwo hängen bleiben. Es wirkt, als hätte der Hersteller erst nach dem Abschluss des Designprozesses bemerkt, dass der Roboter noch einen Platz benötigt – und die Aufbewahrung des Roboters erst nachträglich hinzugefügt, nachdem die Wascheinheit den bisherigen Platz im Inneren eingenommen hat.
Die Inbetriebnahme gelingt ohne große Hürden: Station aufstellen, das 5,5 m lange Stromkabel anschließen und den Frischwassertank auffüllen. Das Verbindungskabel zwischen Roboter und Station dient nicht nur als Sicherungsseil, sondern auch gleichzeitig als Stromversorgung, da der Roboter seinen Strom über die Station bezieht. Diese enthält einen Akku, womit man am Fenster unabhängig von Steckdosen bleibt. Ein Saugnapf am Unterboden der Station fixiert diese zusätzlich.
Die App ist für den Betrieb nicht zwingend nötig. Wer sie nutzen will, scannt den QR-Code auf der Unterseite des Geräts und verbindet sich über die Ecovacs-Home-App. Der Roboter kommuniziert dann mit der App über eine Bluetooth-Verbindung, die bei Abruf der Geräteseite aufgebaut wird. Diese ist jedoch nicht so flott, Eingaben kommen teils verzögert an und manchmal schlägt der Ladevorgang im ersten Anlauf auch fehl.
Zudem kann sich der W3 Omni auch per WLAN verbinden, nachdem der Vorgänger nur Bluetooth unterstützt hat. Die Verbindung wollte im Test allerdings nicht auf Anhieb gelingen, der Vorgang schlug bei der Ersteinrichtung fehl. Nach dem Abschluss der Einrichtung war die WLAN-Verbindung aber plötzlich doch aktiv. Dieses Problem sollte sich jedoch noch im Nachgang per Update lösen lassen. Neben den Einstellungen bietet die App auch eine Fernsteuerung: Wer will, kann den Roboter manuell über die Scheibe dirigieren, etwa um gezielt bestimmte Stellen anzufahren.
Direkt zum Teststart stand ein Software-Update bereit, dessen Installation über 20 Minuten dauerte. Über die App lassen sich Sprachansagen, Reinigungsintensität und die Anzahl der Bahnen einstellen. Vieles davon geht aber auch direkt über die Station: Sie verfügt erstmals über ein Farbdisplay mit zahlreichen Menüs. Hier lässt sich etwa die intensive Reinigung aktivieren, die Wischtuchwäsche starten oder die verbleibende Akkulaufzeit minutengenau und in Prozent ablesen – ein Fortschritt gegenüber der bisherigen LED-Leuchtanzeige mit fünf Punkten.
Der Ecovacs Winbot W3 Omni navigiert über die Kantenstoßsensoren, die Ecovacs als WIN-SLAM-5.0-Technologie bezeichnet, strukturiert und durchdacht über die Fensterscheibe. Er fährt gezielt seine Bahnen ab und lässt keine Stellen aus. Kanten erkennt er über Absturzsensoren zuverlässig, ein separater Sensor registriert auch rahmenlose Glasflächen. Am Ende der Reinigung kehrt der Roboter automatisch exakt zu dem Punkt zurück, an dem er aufgesetzt wurde.
Im Test gab es nur in einer Situation Probleme: Ein außen über dem Fenster angebrachter Rolladen irritierte den Roboter. Er fuhr dagegen und verweigerte den Dienst – wir mussten ihn händisch retten. In allen anderen Situationen funktionierte die Navigation einwandfrei und der Roboter fuhr zuverlässig zum Startpunkt zurück. Wer lieber selbst eingreift, kann den Roboter jederzeit per App-Fernsteuerung manuell über die Scheibe steuern. Die empfohlene Fensterfläche liegt bei bis zu 50 m², die Mindestglasdicke für den Einsatz beträgt 3 mm.
Beim eigentlichen Fensterputzen schlägt sich der Ecovacs Winbot W3 Omni vergleichsweise stark. Er entfernt auch stärkere Verschmutzungen, wobei verkrusteter, fester Schmutz wie Vogelkot manuelle Vorarbeit erfordert, um Verschmieren zu vermeiden. Ganz streifenfrei arbeitet auch der W3 Omni nicht, die Fenster werden aber deutlich sauberer als vor dem Einsatz. Der Roboter verfügt über acht Reinigungsmodi – darunter Schnell-, Tiefen-, Gründlich-, Kanten-, Flecken-, Zonen- und Intensivreinigung. Im Schnellmodus schafft er einen Quadratmeter in gut eineinhalb Minuten (1:35).
Der Roboter sprüht seine Reinigungsflüssigkeit über zwei seitliche Sprühöffnungen als feinen Nebel direkt auf die Scheibe. Die Sprühmenge passt sich automatisch an, lässt sich aber auch manuell per App steuern. Der interne Wassertank fasst 80 ml. Ist er leer, warnt der Roboter. Im Lieferumfang befinden sich zwei Wischpads, ein Wischaufsatz sowie 230 ml Reinigungsmittel.
Wie schon beim Vorgänger W2S Omni (Testbericht) gibt es zwei Kantenschrubber als Eckenbürsten. Diese kreisförmigen Kunststoffaufsätze fährt der Roboter aus einer zylindrischen Aufbewahrung aus und setzt sie auf die Scheibe. Er fährt dabei gezielt nah an den Fensterrahmen, um Dreck von den Kanten abzutragen. Das Ergebnis ist besser als ohne Schrubber, aber nicht perfekt – Rückstände bleiben zurück, auch wenn der Roboter einiges abträgt und die Schrubber sichtbar schmutzig werden. Befindet sich die zu reinigende Kante auf der gegenüberliegenden Seite, dreht sich der Roboter auf den Kopf.
Die integrierte Waschmaschine in der Station ist das eigentliche Highlight. Auf der Vorderseite der Station öffnet sich per Knopfdruck eine Klappe. Das Wischtuch wird mit seinem Kunststoffrahmen auf die Innenseite des Deckels gelegt. Im Gehäuse befinden sich vier dreigliedrige Bürsten, die sich parallel drehen und gegen das Wischtuch schrubben. Frischwasser aus dem oberen Tank benetzt das Tuch, das Schmutzwasser fließt in den separaten Schmutztank.
Die Ergebnisse überzeugen: Selbst intensive Verschmutzungen vom Fensterrahmen bekommt die Wascheinheit in einem Durchgang heraus. Eine Schnellreinigung dauert eine Minute, eine Vollreinigung eineinhalb Minuten. Der Reinigungsvorgang ist durch die rotierenden Bürstenarme in der Station allerdings vergleichsweise laut – sie erreicht laut Hersteller 63 dB(A).
Die Betriebslautstärke des Roboters selbst liegt bei 68 dB(A) – das ist hörbar, aber für einen Fensterputzroboter im üblichen Rahmen.
Der Roboter bezieht seinen Strom über das Verbindungskabel direkt aus der Station und deren Li-Ionen-Akku (21,9 V, 9000 mAh). Pro Akkuladung arbeitet der Roboter rund 130 Minuten. Das ist genug für mehrere große Fenster, und dabei ist man unabhängig von Steckdosen in der Nähe. Vollständig geladen ist der Akku in maximal 3 Stunden, währenddessen kann man – sofern eine Steckdose in der Nähe ist – den Fensterputzroboter auch weiter benutzen.
Die verbleibende Laufzeit lässt sich erstmals minutengenau und in Prozent über das Farbdisplay der Station ablesen. Das ist ein willkommener Fortschritt gegenüber der bisherigen LED-Anzeige mit fünf Punkten.
Der Ecovacs Winbot W3 Omni startet bei 699 Euro (UVP). Damit liegt er preislich abermals deutlich über dem Vorgänger W2S Omni (Testbericht). Angesichts der integrierten Waschstation und der technologischen Neuerungen ist der Aufpreis nachvollziehbar, für einen Fensterputzroboter aber eine Ansage. Wer auf die überarbeitete Station mit Waschfunktion verzichten kann, fährt mit dem Vorgänger günstiger.
Der Ecovacs Winbot W3 Omni ist technologisch der derzeit fortschrittlichste Fensterputzroboter. Die integrierte Waschmaschine für das Wischtuch ist ein echter Komfortgewinn und liefert überzeugende Reinigungsergebnisse. Die Kantenschrubber verbessern die Reinigung an den Rändern, auch wenn sie nicht perfekt arbeiten. Die Navigation arbeitet strukturiert und zuverlässig, die Reinigungsleistung auf der Scheibe ist ordentlich – ganz streifenfrei wird es aber auch hier nicht. Mit 130 Minuten Akkulaufzeit, automatischer Sprühfunktion und manueller Fernsteuerung per App bietet der Roboter viel Komfort.
Die Umsetzung der Station überzeugt allerdings nicht in allen Punkten. Der Haken für den Roboter wirkt wie eine Notlösung, das Gewicht von bis zu 15 kg erschwert den Transport erheblich. Die Verbindung zur App ist über Bluetooth technologiebedingt nicht immer stabil und schnell, WLAN funktionierte im Test nicht von Beginn an problemfrei – das sollte sich allerdings per Softwareupdate lösen lassen. Wer damit leben kann und bereit ist, 699 Euro zu investieren, bekommt das aktuell umfassendste Gesamtpaket am Markt. Ob alle Features des W3 Omni aber für jedermann notwendig sind? Definitiv nicht.
Der Ecovacs Winbot Mini ist ein kompakter Fensterputzroboter mit strukturierter Navigation zu einem attraktiven Preis. Wir haben getestet, wie gut er verschmutzte Fenster reinigt und ob er eine echte Alternative zur Handarbeit ist.
Der Ecovacs Winbot Mini ist ein kompakter Fensterputzroboter mit strukturierter Navigation zu einem attraktiven Preis. Wir haben getestet, wie gut er verschmutzte Fenster reinigt und ob er eine echte Alternative zur Handarbeit ist.
Der Ecovacs Winbot Mini positioniert sich mit einem Preis von 199 Euro im unteren Preissegment, verspricht aber dennoch eine intelligente Navigation und gründliche Reinigung. Anders als sein großer Bruder, der Winbot W2 Pro Omni, kommt er ohne Station daher und setzt auf ein kompakteres Design. Ob der kleine Helfer überzeugen kann und welche Kompromisse man für den günstigeren Preis in Kauf nehmen muss, zeigt unser Test.
Der Ecovacs Winbot Mini präsentiert sich in einem schlichten, funktionalen Design in weiß-beiger oder weiß-grauer Farbkombination, wobei das Gehäuse immer weiß gefärbt und nur die lederartige Handgriff-Applikation einen Farbklecks abbekommt. Mit Abmessungen von 215 x 215 x 55 mm ist er deutlich kompakter als das Topmodell Winbot W2 Pro Omni, was ihn besonders für kleinere Fensterflächen prädestiniert. Trotz seiner geringen Größe wirkt der Roboter solide verarbeitet und macht einen robusten Eindruck.
An der Unterseite befindet sich der Klettverschluss für das Wischpad, das sich einfach anbringen und nach der Reinigung abnehmen lässt. Die Oberseite ist minimalistisch gestaltet, mit lediglich einem Hauptschalter, der durch längeres Drücken die Ansaugung aktiviert. Im Gegensatz zu vielen anderen Modellen verzichtet der Winbot Mini auf zusätzliche Bedienelemente oder ein Display, was die Bedienung einerseits vereinfacht, andererseits aber auch die direkte Kontrolle am Gerät einschränkt.
Das nominelle Gewicht ist trotz des kompakten Designs mit 3,9 kg relativ hoch. In der Praxis ist das aber kein Nachteil, zumal man den Roboter ohnehin nur während der Arretierung am Fenster in die Hand nimmt sowie beim Abnehmen.
Die Verarbeitung der Kabel – sowohl des 5,60 m langen Stromkabels als auch des 3,20 m langen Sicherungsseils mit Karabiner – ist hochwertig. Das Sicherungsseil lässt sich einfach an einem festen Gegenstand befestigen und gibt zusätzliche Sicherheit, falls die Saugkraft einmal nachlassen sollte. Der integrierte 60 ml Wassertank für das Reinigungsmittel ist leicht zugänglich und unkompliziert zu befüllen.
Die Inbetriebnahme des Ecovacs Winbot Mini erfolgt über die Ecovacs Home App, die für Android und iOS verfügbar ist. Der Einrichtungsprozess beginnt mit dem Einschalten des Roboters per Knopfdruck, woraufhin eine charakteristische – wenn auch etwas schrille – Begrüßungsmelodie ertönt. Anschließend muss man mit der App den QR-Code scannen, der sich an der Unterseite des Geräts befindet.
Voraussetzung für die Kopplung ist, dass Bluetooth am Smartphone aktiviert ist und die entsprechenden Berechtigungen zur Gerätesuche erteilt wurden. Hat die App den Winbot Mini gefunden, wählt man ihn aus und kann theoretisch direkt mit der Nutzung beginnen. In der Praxis wird der Einrichtungsprozess jedoch häufig durch ein Firmware-Update unterbrochen, das sich mitten in der Sprach- und Zeitzoneneinstellung aufdrängt. Diese Unterbrechung ist nicht besonders nutzerfreundlich, die betroffenen Einstellungen können aber auch später vorgenommen werden.
Nach erfolgter Einrichtung bedankt sich die Roboterstimme, dass man sich für „ein Gerät von Ecovacs entschieden hat“. Die Betonung mancher Namen und Worte wirkt dabei ähnlich ulkig und hölzern, wie bei dem Topmodell und den Saugrobotern. Vor allem hat der Mini auch enorm viel zu erzählen, die Ansagen vor dem Abschalten der Ansaugung sind das exakte Gegenteil von kurz und prägnant.
Die Verbindung zwischen Smartphone und Winbot Mini erfolgt per Bluetooth, was einerseits die Einrichtung vereinfacht, da keine WLAN-Konfiguration notwendig ist, andererseits aber zu längeren Ladezeiten der Benutzeroberfläche und gelegentlichen Verbindungsabbrüchen führen kann. Eine Kartierung der Fensterfläche ist weder nötig noch möglich.
Vor dem ersten Einsatz muss man noch den 60 ml fassenden Wassertank mit dem mitgelieferten Reinigungsmittel befüllen. Alternativ kann man auch einfaches Frischwasser verwenden. Das Wischpad wird per Klettverschluss an der Unterseite befestigt. Anschließend verbindet man den Roboter mit dem Stromnetz, befestigt das Sicherungsseil an einem stabilen Gegenstand und setzt den Winbot Mini auf die zu reinigende Scheibe. Durch langes Drücken des Hauptschalters aktiviert man die Ansaugung, und der Roboter haftet an der Scheibe.
Insgesamt ist der Einrichtungsprozess recht unkompliziert, wenn auch die Bluetooth-Verbindung und die Unterbrechung durch das Firmware-Update kleine Stolpersteine darstellen können. Die Bedienung über die App ist intuitiv, und nach kurzer Eingewöhnungszeit kann der Roboter problemlos eingesetzt werden.
Der Ecovacs Winbot Mini überzeugt mit einer für seine Preisklasse bemerkenswert strukturierten Navigation. Im Gegensatz zu vielen günstigen Konkurrenzmodellen, die nach dem Chaos-Prinzip arbeiten und planlos über die Scheibe fahren, zieht der Winbot Mini systematisch seine Bahnen von links nach rechts und arbeitet sich dabei nach unten vor.
Zur Kantenerkennung setzt Ecovacs auf Kugelsensoren, die zuverlässig den Rand des Fensters erkennen und ein Abstürzen des Roboters verhindern. Zusätzlich verfügt der Winbot Mini über Stoßsensoren, die Hindernisse auf der Scheibe wie Fenstergriffe oder Dekorationen ab einer Höhe von 4 mm erkennen und umfahren können.
Die Fortbewegung erfolgt über ein raupenähnliches System mit Gummirollen, das eine präzise Steuerung ermöglicht. Im Test navigierte der Roboter zuverlässig über die Scheibe, ohne zu verrutschen oder die Haftung zu verlieren. Besonders positiv fällt auf, dass der Winbot Mini nach Abschluss der Reinigung wieder zu seiner Ausgangsposition zurückkehrt – ein Feature, das bei vielen günstigen Modellen fehlt, die ihre Arbeit oft an einer beliebigen Stelle auf der Scheibe beenden und dann vom Nutzer, notfalls von der Leiter aus, entfernt werden müssen.
Einschränkend ist, dass der Winbot Mini nicht über Kopf arbeiten kann. Der zulässige Neigungswinkel liegt zwischen 60 und 120 Grad, was für die meisten Fenster ausreichend ist, aber beispielsweise Dachfenster ausschließt. Insgesamt bietet der Winbot Mini für seinen Preis eine überzeugende Navigationstechnik, die deutlich über dem Niveau vergleichbar teurer Konkurrenzprodukte liegt.
Die Reinigungsleistung des Ecovacs Winbot Mini kann im Test überzeugen, wenn man sie im Kontext seines Preissegments betrachtet. Der Roboter arbeitet mit einem Ultraschall-Zerstäuber, der das Reinigungsmittel in winzige Wassernebel-Teilchen von etwa 10 Mikrometern Größe zerlegt und gleichmäßig auf der Scheibe verteilt. Während der Reinigung stößt er mindestens zweimal Reinigungsmittel aus, was für eine gründliche Befeuchtung der Scheibe sorgt.
Das mitgelieferte Wischpad aus Mikrofaser nimmt den gelösten Schmutz effektiv auf und hinterlässt die Scheibe in den meisten Fällen streifenfrei. Bei leichten bis mittleren Verschmutzungen wie Staub, Fingerabdrücken oder Pollen erzielt der Winbot Mini sehr gute Ergebnisse. Die Scheibe wirkt nach der Reinigung sauber und klar, ohne dass Schlieren zurückbleiben.
Bei hartnäckigeren Verschmutzungen wie eingetrocknetem Vogelkot, Verkrustungen oder stark fetthaltigen Flecken stößt der Roboter allerdings an seine Grenzen. Hier ist in der Regel eine manuelle Nachbearbeitung erforderlich. Dies ist jedoch ein Problem, das alle Fensterputzroboter in dieser Preisklasse betrifft und nicht spezifisch für den Winbot Mini gilt.
Die App bietet drei verschiedene Reinigungsmodi:
Im Vergleich zum teureren Topmodell von Ecovacs fällt die Reinigungsleistung erwartungsgemäß etwas geringer aus, aber der Preisunterschied rechtfertigt diesen kleinen Qualitätsabstrich. Besonders positiv hervorzuheben ist, dass der Winbot Mini den Schmutz nicht auf der Scheibe verschmiert, wie es bei vielen anderen günstigen Modellen der Fall ist.
Mit einer Lautstärke von 63 dB(A) arbeitet der Winbot Mini in einem akzeptablen Geräuschbereich, ist aber etwas lauter als das Topmodell W2 Pro Omni. Das Fassungsvermögen des Wassertanks beträgt 60 ml, was für mehrere Reinigungsdurchgänge ausreicht. Zum Lieferumfang gehört eine 230-ml-Flasche Reinigungsmittel, die für zahlreiche Anwendungen genügt.
Die empfohlene maximale Fensterfläche liegt bei 20 m², was für die meisten Haushalte ausreichend sein dürfte. Bei größeren Flächen muss der Roboter zwischendurch umgesetzt werden. Dank der hohen Saugleistung von 7500 Pa haftet der Winbot Mini sicher an der Scheibe und kann auch auf glatten Oberflächen zuverlässig arbeiten.
Der Ecovacs Winbot Mini verfügt über keinen integrierten Akku und benötigt für den Betrieb eine permanente Stromversorgung über das mitgelieferte 5,60 m lange Kabel. Dies stellt einen der größten Unterschiede zu einigen anderen Modellen dar und bringt sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich.
Der offensichtliche Nachteil ist die eingeschränkte Reichweite. Der Winbot Mini kann nur dort eingesetzt werden, wo eine Steckdose in angemessener Entfernung verfügbar ist. Dies kann besonders bei der Reinigung von Außenfenstern in höheren Stockwerken problematisch sein. Zwar bietet Ecovacs ein Verlängerungskabel im eigenen Shop an, dennoch bleibt diese Einschränkung bestehen.
Auf der positiven Seite steht die unbegrenzte Betriebszeit. Da der Roboter direkt mit Strom versorgt wird, muss man sich keine Gedanken über eine nachlassende Akkuladung machen. Der Winbot Mini kann theoretisch beliebig lange arbeiten, ohne dass eine Unterbrechung zum Aufladen notwendig wäre. Dies ist besonders vorteilhaft bei der Reinigung mehrerer Fenster hintereinander. Zu Unterbrechungen kommt es allerdings dennoch, da der Roboter meist nach schon zwei Anwendungen bittet, das Wischpad auszuwaschen.
Als Sicherheitsmaßnahme verfügt der Winbot Mini über ein 3,20 m langes Sicherungsseil mit Karabiner, das an einem stabilen Gegenstand befestigt werden kann. Dies verhindert einen Absturz des Roboters, falls die Stromversorgung unterbrochen werden sollte oder die Saugkraft aus anderen Gründen nachlässt.
Mit einem aktuellen Preis von 199 Euro oder 249 Euro bei Amazon gehört der Ecovacs Winbot Mini zum unteren Preissegment der Fensterputzroboter. Verglichen mit dem Topmodell Winbot W2 Pro Omni, das deutlich teurer ist, bietet der Mini ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Im Lieferumfang enthalten sind neben dem Roboter selbst ein Sicherungsseil mit Karabiner, ein Wischpad und eine 230-ml-Flasche Reinigungsmittel. Zusätzliche Wischpads und Reinigungsmittel kann man im Ecovacs Online-Shop nachkaufen. Auch ein Verlängerungskabel für das Stromkabel ist dort erhältlich, falls die standardmäßigen 5,60 m nicht ausreichen sollten.
Im Vergleich zu anderen Fensterputzrobotern in dieser Preisklasse, die oft nach dem Chaos-Prinzip arbeiten und keine strukturierte Navigation bieten, ist der Winbot Mini eine willkommen brauchbare Lösung.
Der Ecovacs Winbot Mini überzeugt als kompakter und erschwinglicher Fensterputzroboter mit überraschend guter Leistung. Für 199 Euro erhält man ein Gerät, das strukturiert navigiert und Fenster effektiv reinigt – eine Seltenheit in dieser Preisklasse. Die hohe Saugleistung von 7500 Pa sorgt für sicheren Halt an der Scheibe, während der Ultraschall-Zerstäuber das Reinigungsmittel fein verteilt.
Besonders positiv fallen die systematische Navigation und die Rückkehr zur Ausgangsposition nach getaner Arbeit auf. Bei leichten bis mittleren Verschmutzungen liefert der Winbot Mini sehr gute Ergebnisse. Einschränkungen gibt es bei der Kabelgebundenheit, die die Reichweite begrenzt, sowie bei hartnäckigen Verschmutzungen, die eine manuelle Nachbearbeitung erfordern können.
Für Haushalte mit überschaubaren Fensterflächen und normalem Verschmutzungsgrad stellt der Ecovacs Winbot Mini eine empfehlenswerte Alternative zum manuellen Fensterputzen dar. Er ist einer der wenigen intelligenten Fensterputzroboter im Einstiegssegment und bietet ein überzeugendes Gesamtpaket zu einem attraktiven Preis.
Der Ecovacs Winbot W2 Pro Omni reinigt Fenster mit starker Saugleistung und praktischer Transportstation. Wir zeigen im Test, ob der Premium-Fensterputzroboter sein Geld wert ist.
Der Ecovacs Winbot W2 Pro Omni reinigt Fenster mit starker Saugleistung und praktischer Transportstation. Wir zeigen im Test, ob der Premium-Fensterputzroboter sein Geld wert ist.
Der Ecovacs Winbot W2 Pro Omni kommt mit verbesserter Ansaugleistung und einem durchdachten Transportkonzept daher. Mit 5500 Pa (statt 2800 Pa beim Vorgänger) saugt sich der Roboter noch fester an die Fensterscheibe und bewegt sich wie ein Raupenfahrzeug mit kleinen, gezahnten Gummiwalzen über die Glasfläche. Theoretisch soll er bis zu 55 m² Fensterfläche reinigen können, bevor der Akku leer ist. Gesteuert wird der weiß-graue Fensterputzroboter über die bekannte Ecovacs Home App, die für Android und iOS verfügbar ist.
Mit einem Preis von 399 Euro gehört der Winbot W2 Pro Omni klar ins Premium-Segment. Ob die Reinigungsleistung diesen Preis rechtfertigt und welche Stärken und Schwächen der Fensterputzroboter im Alltag zeigt, klärt dieser Testbericht.
Der Ecovacs Winbot W2 Pro Omni präsentiert sich in einem schlichten und weiß-grauen Kunststoffgehäuse, das hochwertig verarbeitet ist. Mit seiner kompakten Bauform wirkt der Fensterputzroboter robust und durchdacht. Besonders auffällig ist die Station, die eher einem kleinen Koffer ähnelt und dem Gerät eine gewisse Mobilität verleiht – man gibt tatsächlich ein nettes Bild ab, wenn man seinen Fensterroboter im Köfferchen transportiert.
Das stoffummantelte Sicherungskabel ist fest am Roboter montiert und wird elektronisch von der Station eingezogen – ein Knopfdruck genügt. Dieser automatische Kabeleinzug ist nicht nur praktisch, sondern sichert den Roboter während des Betriebs vor Stürzen ab. Ansonsten bietet die Station einen Ein-/Aus-Knopf sowie einen Button zum Wechsel der Reinigungsintensität.
Die Unterseite des Roboters ist mit einem abnehmbaren Wischpad ausgestattet, das per Klettverschluss befestigt wird. An den vier Ecken befinden sich Kugelsensoren, die regelmäßig gereinigt werden müssen, um die optimale Funktion zu gewährleisten. Vorn und hinten sind Stoßsensoren angebracht, die bei der Orientierung auf der Fensterscheibe helfen und gerade bei günstigeren Modellen oft fehlen. Der Frischwassertank mit 60 ml Fassungsvermögen ist leicht zugänglich und einfach zu befüllen.
Insgesamt überzeugt die Verarbeitung des Ecovacs Winbot W2 Pro Omni. Die Materialien wirken langlebig, die Mechanik ist präzise und die Bedienelemente sind gut platziert. Die Station bietet nicht nur eine sichere Aufbewahrung, sondern macht den Roboter auch transportabel – ein durchdachtes Konzept für einen Fensterputzroboter.
Die Inbetriebnahme des Ecovacs Winbot W2 Pro Omni gestaltet sich erfreulich unkompliziert. Nach dem Auspacken muss zunächst die Station an das Stromnetz angeschlossen werden. Im Inneren der Station befindet sich ein QR-Code, der mit der Ecovacs Home App gescannt werden kann, die es für iPhone und Android gibt. Voraussetzung für die Einrichtung ist ein Ecovacs-Account. Die App führt dann durch den Einrichtungsprozess, der im Wesentlichen aus der Auswahl des WLAN-Netzwerks und der Spracheinstellungen besteht.
Die App-Installation inklusive Konfiguration dauert etwa fünf Minuten. Für die Verbindung zwischen Smartphone und Roboter dient Bluetooth, was manchmal zu kurzen Verzögerungen beim Laden der Geräteansicht in der App führen kann. Gelegentlich treten dabei auch Fehlermeldungen auf, was bei Bluetooth-Verbindungen nicht ungewöhnlich ist, aber etwas nervig sein kann. Anders als bei Saugrobotern erfolgt keine Kartierung der zu reinigenden Fläche – was auch etwas zu viel des Guten wäre.
Vor dem ersten Einsatz muss der 60 ml große Tank mit Frischwasser oder der mitgelieferten Reinigungslösung befüllt werden. Das Wischpad wird per Klettverschluss an der Unterseite des Roboters befestigt. Um den Reinigungsvorgang zu starten, zieht man das automatisch in der Station aufgewickelte Sicherungskabel heraus, hält den Winbot gegen die Scheibe und hält den Knopf am Roboter gedrückt. Die Ansaugung beginnt sofort, und der Roboter haftet an der Fensterscheibe.
In der App kann man zwischen sieben verschiedenen Reinigungsmodi wählen, wobei die „Grundreinigung“ standardmäßig voreingestellt ist. Die künstliche Ansage-Stimme des Roboters informiert über den Status, wobei manche Formulierungen und Aussprachen etwas seltsam wirken – etwa wenn der Gerätename als „Winn-boot“ statt „Winn-bott“ ausgesprochen wird.
Insgesamt ist der Ecovacs Winbot W2 Pro Omni in weniger als zehn Minuten einsatzbereit – eine erfreulich kurze Einrichtungszeit.
Der Ecovacs Winbot W2 Pro Omni ist mit verschiedenen Sensoren ausgestattet, die ihm die Orientierung auf der Fensterscheibe ermöglichen. Zu Beginn der Reinigung erkundete er zunächst die Scheibe, um die Fensterkanten zu identifizieren. Diese Erkundungsphase wirkt von außen betrachtet zunächst etwas chaotisch, folgt aber einer gewissen Logik.
An den vier Ecken des Roboters befinden sich Kugelsensoren, die Kanten und Rahmen erkennen sollen. Zusätzlich verfügt er über Stoßsensoren vorn und hinten, die bei der Orientierung helfen. Für rahmenlose Glasflächen ist ein spezieller Sensor integriert. Diese umfangreiche Sensorik ist besonders im Vergleich zu günstigeren Modellen ein deutlicher Vorteil.
In unserem Test funktionierte die Kantenerkennung bei klassischen Fenstern mit deutlichen Rahmen einwandfrei. Bei innen liegenden Fenstern mit minimalen Kanten, wie sie in unserem Büro zu finden sind, hatte der Winbot allerdings Schwierigkeiten. Er fuhr gelegentlich über diese flachen Kanten hinweg, was dazu führte, dass er sich von der Scheibe hob und die Reinigung mit einer Fehlermeldung abbrach. In solchen Fällen musste der Roboter neu angesetzt werden. Bei herkömmlichen Fenstern mit normalen Rahmen, für die der Roboter konzipiert ist, sollte dieses Problem jedoch nicht auftreten.
Nach der Erkundungsphase arbeitet der Winbot W2 Pro Omni systematisch von oben nach unten und reinigt die Scheibe reihenweise. Die Bewegungen sind dabei präzise und gleichmäßig, der Roboter geht strukturiert und sinnvoll vor.
Die Reinigungsleistung des Ecovacs Winbot W2 Pro Omni kann in vier Intensitätsstufen angepasst werden, was Einfluss auf die Gründlichkeit und die Akkulaufzeit hat. Der Roboter arbeitet mit einem durchdachten System: Bei jeder Reinigungsreihe versprüht er zwei Stöße Reinigungsmittel aus dem 60 ml fassenden Tank, das er dann mit dem an der Unterseite befestigten Wischpad verteilt. Dazu hat er rechts und links jeweils kleine Öffnungen, um die Flüssigkeit auszustoßen.
In unserem Test konnte der Winbot W2 Pro Omni ordentliche Ergebnisse erzielen. Er entfernte erfolgreich Staub, Fingerabdrücke und sogar kleinere Verschmutzungen wie Vogelkot von den Fensterscheiben. Das Reinigungsergebnis war gleichmäßig und nahezu streifenfrei. Positiv ist auch die gute und strukturierte Kantenreinigung, der W2 Pro Omni reinigt die Fensterrahmen mehrfach und gründlich.
Bei hartnäckigen, bereits angetrockneten Verschmutzungen stößt der Roboter allerdings an seine Grenzen. Hier ist manchmal manuelle Nacharbeit erforderlich. Dies ist jedoch ein Problem, das alle Fensterputzroboter betrifft und nicht spezifisch für den Ecovacs Winbot W2 Pro Omni ist. Nach erledigter Arbeit bewegt sich der W2 Pro Omni wieder an den Ausgangspunkt, an dem man ihn an der Scheibe platziert hat. Zudem meldet er per Signalton und Sprachansage den Abschluss der Reinigungsaufgabe.
Die sieben verschiedenen Reinigungsmodi bieten Flexibilität für unterschiedliche Anforderungen. Neben der standardmäßigen „Grundreinigung“ gibt es spezialisierte Modi für besonders verschmutzte Bereiche oder für eine schnellere, oberflächlichere Reinigung. Die App ermöglicht eine einfache Auswahl des gewünschten Modus. Die Lautstärke der Ansaugung liegt meist bei etwa 60 dB(A), was noch im erträglichen Rahmen ist.
Aufgefallen ist, dass der Roboter in unserem Test bereits nach zwei gereinigten Scheiben zur Reinigung des Wischpads aufforderte. Dies könnte mit dem Verschmutzungsgrad der Fenster zusammenhängen, bedeutet aber in jedem Fall, dass die theoretische maximale Fläche von 55 m² in der Praxis zumindest nicht ohne zwischenzeitliches Auswaschen erreicht wird.
Die Reinigung des Roboters selbst erfordert etwas manuelle Arbeit. Das Wischpad kann leicht entfernt und gewaschen werden, und auch die Kugelsensoren an den vier Ecken müssen nach der Verwendung mit einem feuchten Tuch gereinigt werden. Die Station dient hauptsächlich der Aufbewahrung und dem Kabeleinzug, bietet aber keine automatische Reinigungsfunktion für das Wischpad. Dieses muss man entsprechend händisch auswaschen und trocknen lassen.
Auch was die Art der Fenster angeht, gibt es Einschränkungen. So gibt Ecovacs an, dass der W2 Pro Omni nicht für den Einsatz auf Wintergarten-Dächern und unregelmäßigen Fenstern geeignet ist. Dort kann es zu Haftproblemen kommen.
Trotz dieser kleinen Einschränkungen überzeugt der Ecovacs Winbot W2 Pro Omni mit seiner Reinigungsleistung, besonders bei regelmäßiger Anwendung. Gerade für schwer erreichbare Fenster, die bei manueller Reinigung oft vernachlässigt werden, ist er eine willkommene Unterstützung.
Der Ecovacs Winbot W2 Pro Omni ist mit einem leistungsstarken Lithium-Ionen-Akku ausgestattet, der laut Herstellerangaben eine Betriebsdauer von bis zu 110 Minuten ermöglichen soll. Diese Laufzeit soll ausreichen, um theoretisch bis zu 55 m² Fensterfläche zu reinigen.
In unserem Test zeigte sich jedoch, dass die tatsächliche Akkulaufzeit stark von verschiedenen Faktoren abhängt. Die gewählte Reinigungsintensität spielt dabei eine entscheidende Rolle – je höher die Intensität, desto schneller nimmt die Akkulaufzeit ab. Auch der Verschmutzungsgrad der Fenster und die Umgebungstemperatur können die Betriebsdauer beeinflussen.
In unserem Fall hielt der Roboter bei der voreingestellten Reinigungsintensität etwa 70 bis 80 Minuten durch, was für durchschnittlich große Wohnungen oder Häuser vollkommen ausreichend ist. Pro Fenster benötigen wir etwa 7 bis 10 Minuten.
Die Ladezeit beträgt etwa 3 Stunden, was vergleichbar mit dem Vorgängermodell ist. Eine Schnellladefunktion ist nicht vorhanden. Positiv: Auch mit angeschlossenem Stromkabel darf man den Fensterputzroboter weiter verwenden.
Der Ecovacs Winbot W2 Pro Omni kostet beim Hersteller 549 Euro. Aktuell gibt es ihn schon für 399 Euro. Dennoch ist der Preis nicht unerheblich und ein Kauf sollte gut überlegt sein. Im Vergleich zum Vorgängermodell Winbot W2 bietet er vorrangig eine deutlich höhere Ansaugleistung von 5500 Pa statt 2800 Pa sowie mehr Reinigungsmodi (sieben statt vier). Günstigere Modelle anderer Hersteller bieten teilweise ähnliche Funktionen zu niedrigeren Preisen, kommen aber oft nicht an die Saugleistung und Sensorik des Ecovacs-Modells heran.
Der Ecovacs Winbot W2 Pro Omni ist ein leistungsstarker Fensterputzroboter, der mit seiner hohen Saugleistung von 5500 Pa und den sieben Reinigungsmodi überzeugt. Die systematische Arbeitsweise und die gute Sensorik sorgen für zuverlässige Ergebnisse bei der Fensterreinigung. Besonders praktisch ist die kofferartige Transportstation, die den Roboter mobil einsetzbar macht. Die Einrichtung über die Ecovacs Home App ist einfach, auch wenn die Bluetooth-Verbindung gelegentlich zu Verzögerungen führen kann. Die Verarbeitung des Roboters und der Station ist hochwertig und durchdacht.
In unserem Test zeigte der Winbot W2 Pro Omni gute Reinigungsleistungen bei normalen Verschmutzungen und konnte selbst kleinere Flecken wie Vogelkot entfernen. Bei hartnäckigen, angetrockneten Verschmutzungen stößt er jedoch an seine Grenzen. Die Akkulaufzeit von bis zu 110 Minuten ist ausreichend für den durchschnittlichen Haushalt, wobei die tatsächliche Laufzeit von der gewählten Reinigungsintensität abhängt. Mit 599 Euro ist der Ecovacs Winbot W2 Pro Omni keine günstige Anschaffung, bietet dafür aber Premium-Funktionen und eine zuverlässige Leistung.
Erstmals wagt sich Dreame in den Markt der Fensterputzroboter: Der C1 putzt ordentlich und bietet WLAN, kämpft aber mit Lautstärke und Verarbeitungsdetails.
Erstmals wagt sich Dreame in den Markt der Fensterputzroboter: Der C1 putzt ordentlich und bietet WLAN, kämpft aber mit Lautstärke und Verarbeitungsdetails.
Den Markt für smarte Fensterputzroboter dominiert bislang vorrangig Ecovacs. Mit dem C1 bringt Dreame nun ein direktes Konkurrenzprodukt – und orientiert sich dabei stark am Vorbild. Das Konzept: Ein eckiger Putzroboter sitzt in einer kofferartigen Station, die den Akku enthält und per Kabel fest mit dem Roboter verbunden ist.
Der C1 bietet fünf Reinigungsmodi, Kantenbürsten an allen vier Seiten und eine Steuerung per App via WLAN und Bluetooth. Der Preis liegt aktuell bei 528 Euro – und damit deutlich über manchem Ecovacs-Modell. Ob sich der Einstieg von Dreame trotzdem lohnt, zeigt unser Test. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.
Der Dreame C1 misst 325 × 350 × 231 mm und wiegt inklusive Station 7,6 kg. Farblich setzt Dreame auf eine Kombination aus Weiß und Gold – wobei der Goldton in der Praxis eher an „Greige“ erinnert, also ein gräuliches Beige. Das wirkt, als wäre ein ehemals weißes Gehäuse über die Jahre vergilbt. Geschmackssache, aber in unseren Augen nicht sonderlich ansprechend.
Der Roboter selbst ähnelt im Aufbau den bekannten Ecovacs-Modellen. Das Mikrofaser-Wischpad haftet per Klett an der Unterseite und bedeckt einen Großteil der Fläche. Die Fortbewegung übernehmen Gummiriemen, mit denen sich der Roboter wie ein Raupenfahrzeug über die Scheibe zieht. An allen vier Kanten sitzen die erwähnten Kantenbürsten: außen weich, innen mit kleinen Kunststoffborsten versehen. Diese putzen nicht nur mittig, sondern auch am äußersten Rand der Scheibe. Allerdings könnten die Borsten bei empfindlichen Scheiben leicht kratzen.
Die Station orientiert sich ebenfalls an Ecovacs, bringt aber eigene Schwächen mit. Der Roboter wird nicht einfach eingehängt, sondern muss von oben in einen Spalt geschoben werden. Das gestaltet sich hakelig und erfordert mehrere Anläufe. Auf der Rückseite sitzt ein Fach mit Stromanschluss und Zubehör, das über einen Kippmechanismus nach oben aufklappt. Dieser Mechanismus ist an zwei Armen mit Kunststoffstiften fixiert. Beim dritten Öffnen im Test haben sich diese Stifte direkt gelöst und kamen entgegen. Sie wieder einzusetzen, erfordert dünne Finger und viel Geduld. Ein unnötig komplexer Mechanismus ohne erkennbaren Mehrwert – die Klappe hängt zudem leicht über dem Fach und verkleinert den Zugriff.
Das Einzugskabel fährt ebenfalls elektrisch ein, ist aber sehr unflexibel und nur gummiert an, nicht stoffummantelt wie bei Ecovacs. Das mindert die Wertigkeit im Vergleich, ist aber Meckern auf hohem Niveau.
Im Lieferumfang befinden sich die Station, ein 5,5 m langes Stromkabel, ein Sicherungsseil, acht Eckbürsten, zwei Wischpads und 230 ml Reinigungsmittel. Die Einrichtung beginnt mit dem Aufstellen der Station und dem Einschieben des Roboters – was wie beschrieben etwas Geduld erfordert.
Für die App-Anbindung scannt man den QR-Code auf der Station, akzeptiert die nötigen Berechtigungen für die Umgebungssuche und gibt ein 2,4-GHz-WLAN an. Standardmäßig verbindet sich die App per Bluetooth, WLAN dient als Fallback. Per Schieberegler in der App lässt sich das umstellen. Die Verbindung per WLAN ist dabei spürbar flüssiger als über Bluetooth mit seinen technologiebedingten Verzögerungen.
Ein kleiner Dämpfer bei der Ersteinrichtung: Der Roboter kommentiert jeden Schritt sehr mitteilsam über den blechernen Lautsprecher der Station – allerdings in stark chinesisch akzentuiertem Englisch. Sprache und Lautstärke lassen sich erst nach Abschluss der Einrichtung und Installation des ersten Updates umstellen. Danach schalten wir sofort auf Deutsch um und drehen die Lautstärke herunter. Die Übersetzungsqualität ist allerdings nicht durchgehend gelungen. So kommentiert der Roboter das Aufwickeln des Kabels mit „Das Kabel ist nun fast eingerollt“ – ist es nun fertig eingerollt oder nicht? Beim Ausschalten heißt es „Der Roboter ist kurz davor, sich auszuschalten“. Solche Formulierungen verwirren mehr, als sie helfen – uns belustigen sie aber zumindest noch.
Die Station verfügt über drei Bedienknöpfe: Reinigungsintensität, Kabelaufwicklung und Ein/Aus. LEDs zeigen WLAN-Status, Akkustand und Betriebsstatus an. Den Akkustand in Prozent gibt es allerdings nur über die App. Die App selbst ist im Gold-Beige-Weiß-Ton des Roboters gehalten und bietet verschiedene Reinigungsmodi, eine manuelle Steuerung sowie Update-Funktionen. Zwingend nötig ist sie im Alltag nicht, da die wichtigsten Funktionen auch über die Stationstasten erreichbar sind.
Optisch wirkt die App stellenweise etwas überladen und im Detail nicht so intuitiv. So gibt es oben rechts direkt übereinander gleich zwei Knöpfe, die ein Menü mit Einstellungen aufrufen – wobei es sich einmal um die Reinigungsoptionen und einmal um die Geräteeinstellungen handelt. Wirklich gut gelöst finden wir diese Struktur aber nicht.
Der Dreame C1 navigiert per Neigungssensor und Absturzsensor über die Scheibe. Er fährt in logischen, geordneten Bahnen von oben nach unten und fährt anschließend gezielt alle Kanten mit den Schrubbern ab.
Allerdings zeigt sich bei rahmenlosen Fenstern oder Fenstern mit niedrigem Rahmen ein Problem: Der C1 fährt vereinzelt über die Kante hinaus und hebt sich dadurch so weit von der Scheibe ab, dass die Ansaugung absinkt. Es folgt eine Fehlermeldung, der Roboter muss manuell gerettet werden. Heruntergefallen ist er dabei im Test nicht, weitergefahren aber auch nicht. Das kennen wir ähnlich von anderen Fensterputzrobotern – ein grundsätzliches Problem vieler Modelle dieser Gerätegattung.
Die Reinigung gehört grundsätzlich zu den Stärken des Dreame C1. Der Roboter arbeitet sich zielstrebig und zuverlässig über die Scheibe. Er sprüht dabei regelmäßig aus Düsen auf beiden Seiten Reinigungsflüssigkeit auf das Glas. Die Bahnen verlaufen ordentlich von oben nach unten, anschließend fährt der C1 nochmals gezielt alle Kanten ab.
Die Saugleistung von 5500 Pa hält den Roboter sicher an der Scheibe. Das Mikrofaser-Pad nimmt Schmutz zuverlässig auf, der 80-ml-Tank fasst genug Reinigungsflüssigkeit für die Reinigung. Fünf Reinigungsmodi stehen zur Wahl – sowohl über die Stationstasten als auch über die App. Die App bietet zusätzlich eine manuelle Steuerung, mit der sich der Roboter gezielt über bestimmte Stellen dirigieren lässt.
Die Kantenbürsten machen einen spürbaren Unterschied. Während Ecovacs-Modelle wie der W3 Omni oder W2S Omni an zwei Kanten feste Kunststoffschrubber nutzen, die nur mittig auf der Scheibe aufsetzen, reinigen die Bürsten des C1 an allen vier Kanten auch den äußersten Rand. Das erscheint im Test effektiver. Allerdings: Die Kunststoffborsten sind etwas härter. Bei besonders empfindlichen Scheiben oder Beschichtungen könnte das zu feinen Kratzern führen.
Das Reinigungsergebnis ist solide, aber nicht perfekt. Die Scheiben sind nach dem Durchgang sichtbar sauberer, streifenfrei arbeitet der C1 allerdings wie die meisten Fensterputzroboter nicht. Teilweise hinterlässt er einen leicht schmierigen Film auf dem Glas. Damit bewegt er sich in etwa auf Augenhöhe mit dem Ecovacs W2 Pro Omni (Testbericht) – ein makelloses Ergebnis liefert derzeit kein Fensterputzroboter in dieser Preisklasse. Wer blitzblanke Scheiben ohne jede Schliere erwartet, muss nach wie vor selbst zum Tuch greifen und direkt die Scheibe trocken wischen, nachdem der Roboter darüber gefahren ist – sonst sorgt der Wasserfilm für Flecken.
Ein klarer Schwachpunkt ist die Lautstärke. Mit 63 dB(A) laut Herstellerangabe ist der C1 bereits auf dem Papier nicht leise. In der Praxis empfinden wir ihn mit knapp 70 dB(A) als noch lauter – und das liegt vor allem an einem hohen, schrillen Pfeifen der Saugeinheit. Das macht den Aufenthalt im selben Raum während der Reinigung unangenehm. Auch im Vergleich zu anderen Fensterputzrobotern ist der Dreame C1 damit überdurchschnittlich laut.
Die empfohlene Fensterfläche gibt Dreame mit bis zu 90 m² an. Für normale Wohnungen mit mehreren Fenstern reicht das locker aus. Wer große Glasfassaden reinigen will, sollte die Akkulaufzeit im Blick behalten.
Der Dreame C1 arbeitet sowohl im Netz- als auch im Akkubetrieb. Die Station enthält einen Li-Ionen-Akku mit 7,8 Ah, der den Roboter über das Verbindungskabel mit Strom versorgt. Ist die Station am Stromnetz angeschlossen, arbeitet der Roboter im Netzbetrieb ohne zeitliche Einschränkung. Im reinen Akkubetrieb – etwa bei Fenstern ohne Steckdose in der Nähe – hängt die Laufzeit vom gewählten Reinigungsmodus ab.
Dreame gibt eine empfohlene Fensterfläche von bis zu 90 m² an. Im Test reicht der Akku für mehrere Fenster problemlos aus. Den genauen Akkustand in Prozent zeigt allerdings nur die App an, die LEDs an der Station geben lediglich eine grobe Einschätzung. Sollte der Akku während der Reinigung zur Neige gehen, hält die Ansaugung den Roboter weiterhin an der Scheibe – ein Absturz ist dadurch nicht zu befürchten.
Der Dreame C1 kostet aktuell 528 Euro inklusive Station. Ohne Station liegt der Preis immerhin schon bei satten 361 Euro. Das ist für das Gebotene vergleichsweise teuer. Zum Vergleich: Den Ecovacs W2 Pro Omni (Testbericht) gibt es bereits für 394 Euro – mit besserem Produktdesign, leiserer Arbeitsweise und durchdachterer Bedienung. Der Dreame C1 muss sich an diesem Preisniveau messen lassen und hat es schwer, den Aufpreis zu rechtfertigen.
Der Dreame C1 ist ein solider Erstversuch im Fensterputz-Segment. Die Reinigungsleistung ist ordentlich und bewegt sich auf Augenhöhe mit dem Ecovacs W2 Pro Omni, auch wenn streifenfreie Ergebnisse bei den Robotern nicht gelingen. Die Kantenbürsten an allen vier Seiten sind ein cleveres Detail, und die WLAN-Anbindung zusätzlich zu Bluetooth ist ein echter Pluspunkt gegenüber vielen Konkurrenten. Durch die kräftige Ansaugung bleibt der Roboter zuverlässig an der Scheibe haften, die Navigation arbeitet in geordneten Bahnen.
Allerdings offenbart der C1 im Detail einige Schwächen. Die Verarbeitung der Station – insbesondere der fragile Kippmechanismus und das hakelige Einsetzen des Roboters – liegt unter dem Niveau von Ecovacs. Die Lautstärke mit ihrem schrillen Pfeifen ist im Alltag störend. Und die Übersetzungen in der App und der Sprachausgabe wirken teilweise unausgereift. Dreame ist technologisch dort, wo Ecovacs vor eineinhalb bis zwei Jahren war.
Für 528 Euro ist das zu viel, zumal der Ecovacs W2 Pro Omni (Testbericht) für 394 Euro besser verarbeitet, leiser und günstiger ist. Wer dennoch auf Dreame setzen will, bekommt einen soliden Fensterputzroboter, der bei vielem direkt beim ersten Aufschlag mit der Konkurrenz mithalten kann – aber eben nicht bei allem.
Der Ecovacs Winbot W2S Omni ist ein Top-Fensterputzroboter mit Akku-Station. Die größte Besonderheit sind die speziellen Kantenschrubber.
Der Ecovacs Winbot W2S Omni ist ein Top-Fensterputzroboter mit Akku-Station. Die größte Besonderheit sind die speziellen Kantenschrubber.
Der Ecovacs Winbot W2S Omni positioniert sich als Premium-Lösung im Fensterputzroboter-Segment. Als Nachfolger des W2 Pro Omni behält er das bewährte Konzept bei und verfeinert es in Details. Das Highlight ist die mitgelieferte Station mit integriertem Akku und automatischem Kabeleinzug – ein Feature, das in dieser Preisklasse selten zu finden ist.
Mit seitlichen Schrubbern, die sich bis zu 200 Mal pro Minute drehen, verspricht Ecovacs bessere Kantenreinigung als die Konkurrenz. Der 80 ml große Wassertank und sieben verschiedene Reinigungsmodi über die App sollen für Flexibilität bei unterschiedlichen Verschmutzungsgraden sorgen. Mit einem Preis von 482 Euro spielt der W2S Omni in der Oberklasse mit. Wie sich der Fensterputzroboter in der Praxis schlägt, zeigt unser Testbericht.
Der Winbot W2S Omni präsentiert sich in schlichtem Weiß mit quadratischer Grundform von 27,1 × 27,1 cm. Mit 7,6 cm Bauhöhe bleibt er relativ flach und passt im Test gerade noch unter den Griff des Fensters. Die Verarbeitung macht einen soliden Eindruck, wobei das Kunststoffgehäuse für den Premiumpreis etwas hochwertiger hätte ausfallen können. Das Wischpad wird per Klettverschluss an der Unterseite befestigt – praktisch, aber nicht besonders innovativ.
Die Station wirkt mit ihrem automatischen Kabeleinzug durchdacht. Das Sicherungsseil misst einen Meter und wird ordentlich verstaut. Im Lieferumfang befinden sich zwei Wischpads und 230 ml Reinigungsmittel. Die vier Kugelsensoren an den Ecken und die Stoßsensoren vorn und hinten sind gut integriert. Die seitlichen Schrubber fallen optisch kaum auf, sind aber das eigentliche Highlight der Konstruktion.
Die Inbetriebnahme gelingt erfreulich schnell. Nach dem Anschluss der Station ans Stromnetz scannt man den QR-Code im Inneren der Station mit der Ecovacs Home App. Ein Ecovacs-Account ist Voraussetzung. Die App führt durch WLAN-Auswahl und Spracheinstellungen – das dauert etwa fünf Minuten. Die Bluetooth-Verbindung zwischen Smartphone und Roboter führt gelegentlich zu Verzögerungen beim Laden der Geräteansicht. Manchmal treten Fehlermeldungen auf, was bei Bluetooth nicht ungewöhnlich, aber störend ist.
Vor dem ersten Einsatz befüllt man den 60 ml Tank mit Wasser oder der mitgelieferten Reinigungslösung. Zum Start zieht man das Sicherungskabel aus der Station, hält den Roboter gegen die Scheibe und drückt den Startknopf. Die Ansaugung beginnt sofort mit 8000 Pa, was im Vergleich zum Vorgänger Winbot W2 Pro Omni (Testbericht) abermals stärker ist. Die Sprachansagen informieren über den Status, wobei die Aussprache teils seltsam klingt – „Winn-boot“ statt „Winn-bott“. In der App wählt man zwischen sieben Reinigungsmodi, standardmäßig ist „Grundreinigung“ eingestellt. Insgesamt ist der W2S Omni in unter zehn Minuten einsatzbereit.
Der W2S Omni startet mit einer Erkundungsphase. Diese wirkt zunächst chaotisch, folgt aber einem System. Die vier Kugelsensoren an den Ecken identifizieren Kanten und Rahmen zuverlässig. Zusätzliche Stoßsensoren vorn und hinten unterstützen die Orientierung. Für rahmenlose Glasflächen ist ein spezieller Sensor integriert. Nach der Erkundung arbeitet er die Fläche systematisch ab. Die Navigation funktioniert im Test solide, der Roboter verliert nie die Orientierung. Die seitlichen Schrubber mit 200 Umdrehungen pro Minute erreichen Kanten besser als die Konkurrenz, perfekt wird die Kantenreinigung aber nicht. Am Ende kehrt der Roboter zum Ausgangspunkt zurück und meldet per Signalton und Sprachansage den Abschluss.
Die Reinigungsleistung des W2S Omni überzeugt bei normaler Verschmutzung. Die sieben Modi bieten Flexibilität – von schneller Oberflächenreinigung bis zur Intensivbehandlung stark verschmutzter Bereiche. Auf einer Seite sind in zylindrischen Einhausungen die beiden Seitenschrubber untergebracht. Diese beginnen automatisch zu drehen, sobald der Roboter an der Fensterkante angelangt ist. Das klappt im Test zuverlässig. Sie lösen Schmutz an den Kanten effektiver als Standard-Fensterputzroboter, erreichen aber keine perfekte Sauberkeit in den Ecken.
Das Wischergebnis ist gut, aber nicht schlierenfrei – minimale Rückstände bleiben sichtbar. Bei hartnäckigen, angetrockneten Verschmutzungen stößt der Roboter an Grenzen – hier ist manuelle Nacharbeit nötig. Das betrifft allerdings alle Fensterputzroboter. Pro Fenster benötigt der W2S Omni 7 bis 10 Minuten, abhängig vom gewählten Modus und Verschmutzungsgrad. Die Lautstärke liegt bei angenehmen 56 dB(A) im Betrieb, was leiser ist als die Herstellerangabe von 68 dB(A).
Der 60 ml Tank reicht für mehrere Fenster, muss aber bei größeren Putzaktionen nachgefüllt werden. Das mitgelieferte Reinigungsmittel verbessert das Ergebnis bei fettigen Verschmutzungen. Insgesamt liefert der W2S Omni die beste Reinigungsleistung im Fensterputzroboter-Segment, erreicht aber nicht die Perfektion manueller Reinigung.
Die Station verfügt über einen Li-Ionen-Akku mit 4,5 Ah, der den Roboter mit Strom versorgt. Im Test hält der W2S Omni 70 bis 80 Minuten durch – abhängig von Reinigungsintensität, Verschmutzungsgrad und Umgebungstemperatur. Das reicht für durchschnittliche Wohnungen oder Häuser. Bei höchster Reinigungsstufe sinkt die Laufzeit merklich. Der Notbetrieb ohne Station ermöglicht laut Hersteller 30 Minuten Betrieb. Die Akkulaufzeit übertrifft viele Konkurrenzmodelle, die oft nach 50 Minuten schlappmachen. Für größere Glasfronten oder Wintergärten könnte die Laufzeit knapp werden. Die Ladezeit beträgt etwa drei Stunden.
Mit 599 Euro UVP positioniert sich der W2S Omni im Premium-Segment. Aktuell bekommt man ihn bei Alza für 482 Euro. Das Modell ohne Station kostet 386 Euro – also knapp 100 Euro weniger. Der günstigere Winbot Mini ist bereits für 199 Euro erhältlich und reicht für viele Anwender aus.
Der Ecovacs Winbot W2S Omni bietet hohen Komfort dank der Station mit integriertem Akku und automatischem Kabeleinzug. Die rotierenden Kantenschrubber reinigen Ecken gründlicher als die Konkurrenz – perfekt sind sie jedoch nicht. Mit 70 bis 80 Minuten Akkulaufzeit und sieben Reinigungsmodi zeigt sich der W2S Omni flexibel. Die Reinigung ist nahezu schlierenfrei, bei hartnäckigen Verschmutzungen ist jedoch Nacharbeit nötig.
Für den Preis erwarten wir allerdings mehr – etwa eine hochwertigere Verarbeitung oder ein perfektes Reinigungsergebnis. Wer maximalen Komfort wünscht und den Preis verkraften kann, erhält den derzeit besten Fensterputzroboter. Preisbewusste Käufer greifen zum Winbot Mini, der für normale Ansprüche ausreicht.
Der Ecovacs Winbot W2 Omni ist das Vorjahresmodell des W2 Pro Omni. Ob sich der Kauf des älteren Modells noch lohnt, klärt unser Test.
Der Ecovacs Winbot W2 Omni ist das Vorjahresmodell des W2 Pro Omni. Ob sich der Kauf des älteren Modells noch lohnt, klärt unser Test.
Der Ecovacs Winbot W2 Omni positioniert sich mit einer UVP von 599 Euro und einem aktuellen Marktpreis von 334 Euro im Premium-Segment – ist aber bereits das ältere Vorjahresmodell. Der Nachfolger W2 Pro Omni bietet mit 5500 Pa fast doppelt so viel Saugleistung und erweiterte Reinigungsmodi. Der W2 Omni muss sich mit 2800 Pa Saugleistung und nur zwei Basis-Reinigungsmodi (Standard und Kanten) begnügen.
Die integrierte Akkustation mit 24V Li-Ionen-Akku (4,5 Ah) ermöglicht zwar kabellosen Betrieb, doch die versprochene Flächenleistung von 55 m² erscheint unrealistisch. Mit vier Reinigungsmodi und App-Steuerung über Ecovacs Home bietet das Gerät solide Grundfunktionen, hinkt aber der aktuellen Technik hinterher.
Der W2 Omni kommt als quadratischer Werkzeugkoffer in Weiß mit silbernen Akzenten daher. Der abklappbare Tragegriff ist praktisch, die Verarbeitung solide. Oben sitzen der Power-Knopf, fünf blaue LEDs zur Akkuanzeige sowie drei Tasten für die Kabelaufwicklung und die limitierte Modusauswahl. Die Sprachausgabe über den integrierten Lautsprecher scheppert auf höchster Stufe merklich – ein Zeichen für die ältere Technik.
Die große Frontklappe verbirgt die Antriebsketten. Im Transportkasten finden das Sicherungskabel und die überteuerte Reinigungsflüssigkeit Platz. Der 24V Li-Ionen-Akku mit 4,5 Ah sitzt fest eingebaut im hinteren Bereich. Mit 270 x 77 x 270 mm und 1,61 kg bleibt das Gerät handlich. Allerdings wirkt das Design im Vergleich zum moderneren Pro-Modell mit seiner optimierten 6-in-1 Multifunktionsstation veraltet. Der Lieferumfang fällt mit nur einem Ersatz-Wischpad und 230 ml Reinigungsmittel für den hohen Preis mager aus.
Die Einrichtung offenbart erste Schwächen der älteren Generation. Der wichtige Hinweis zum Befüllen des 60-ml-Tanks mit Reinigungsflüssigkeit fehlt in der App – nur die Papieranleitung erwähnt dies. Die Ecovacs Home App führt mit Animationen durch die Grundeinrichtung, bietet aber nur vier Reinigungsmodi statt der erweiterten Optionen des Pro-Modells. „Gründliche Reinigung“ mit Rand, „Tiefenreinigung“ ohne Rand, „Schnellreinigung“ für Innenscheiben und „Kantenmodus“ – das wars. Zonen- und Intensivreinigung? Fehlanzeige. Die WLAN-Verbindung klappt problemlos. In den Einstellungen verstecken sich Sprache, Lautstärke und die Option zum automatischen Sprühen. Die Firmware-Updates kommen seltener als beim aktuellen Modell. Ärgerlich: Ecovacs besteht auf der 24 Euro teuren Original-Reinigungsflüssigkeit pro Liter. Die manuelle Steuerung per App funktioniert, wirkt aber träger als beim optimierten Nachfolger.
Die WIN-SLAM Navigation 4.0 des W2 Omni ist die nicht-optimierte Vorgängerversion. Der Roboter fährt systematische Bahnen, braucht aber länger als das Pro-Modell. Die Absturzsensoren arbeiten zuverlässig, die 2800 Pa Saugleistung reichen für sicheren Halt – beim Pro sind es aber 5500 Pa. Das 12-stufige Sicherungssystem funktioniert, bietet aber keinen verlängerten Halt bei Stromausfall wie der Nachfolger. Fensterrahmen erkennt der Bot ordentlich, reinigt sie aber weniger gründlich als das neuere Modell. Die fehlenden erweiterten Modi machen sich bemerkbar.
Die Reinigungsleistung enttäuscht für den Preis. Mit nur 2800 Pa Saugleistung – fast die Hälfte des Pro-Modells – kämpft der W2 Omni bei hartnäckigem Schmutz. Der Roboter verwendet zu wenig Reinigungsflüssigkeit, das Mikrofasertuch bleibt nach einer 5 m² Scheibe kaum feucht. Sichtbare Schlieren an den Bahnrändern sind die Folge. Streifenfreie Ergebnisse erfordern mindestens zwei Durchgänge mit frischem Pad – der Pro Omni schneidet hier in unserem Test deutlich besser ab. Eine 5 m² Scheibe benötigt 7,5 bis 12 Minuten, wobei die limitierten Modi weniger Flexibilität bieten. Die beworbenen 55 m² Flächenleistung sind Wunschdenken – real schafft der Bot 9 bis 15 m². Das reicht für 6 bis 10 normale Fenster. Die 63 dB(A) Lautstärke geht in Ordnung, ändert aber nichts am mittelmäßigen Reinigungsergebnis. Hartnäckige Flecken bleiben oft zurück und erfordern manuelle Nacharbeit. Experten und Kunden bestätigen: Der W2 Pro Omni reinigt spürbar gründlicher, besonders an den Rändern. Die fehlenden Intensiv- und Zonenmodi des älteren Modells schmerzen bei stärkeren Verschmutzungen.
Der 24V Akku mit 4,5 Ah ermöglicht theoretisch 110 Minuten Notbetrieb – identisch zum Pro-Modell. Praktisch reicht eine Ladung für 9 bis 15 m² oder 6 bis 10 Fenster. Die schwächere Saugleistung spart keinen nennenswerten Strom. Die Ladezeit beträgt mehrere Stunden, die fünf LEDs zeigen den Ladezustand nur grob an. Der Akkubetrieb ist praktisch, aber beim älteren W2 Omni fehlt die Flexibilität des Pro-Modells mit seiner tragbaren 6-in-1 Station. Bei Stromausfall hält der W2 Omni zudem kürzer an der Scheibe als der Nachfolger.
Mit einer UVP von 599 Euro und einem Marktpreis von 334 Euro ist der W2 Omni für ein Vorjahresmodell noch recht teuer. Die Version ohne Akkustation kostet 379 Euro – und damit mehr als das Modell mit Station. Das ist noch viel Geld für Technik aus dem vorletzten Jahr. Bedenkt man die fast doppelte Saugleistung und erweiterten Modi des W2 Pro Omni, erscheint der Preisunterschied zu gering.
Der Ecovacs Winbot W2 Omni ist das Vorjahresmodell und das merkt man. Der wenig teurere Nachfolger W2 Pro Omni kommt mit besserer Saugleistung und mehr App-Modi. Zudem ist der Aufpreis zum W2 Pro Omni für 519 Euro nicht so riesig. Sichtbare Schlieren erfordern mehrere Durchgänge, hartnäckiger Schmutz bleibt oft hängen. Für 444 Euro erhält man ein Gerät, das technisch überholt ist. Wer sparen will, wartet auf deutliche Rabatte unter 350 Euro und bekommt dann ein Premium-Gerät zum niedrigeren Preis.
Der Hobot S7 Pro wischt mit vibrierenden Pads statt rotierenden Scheiben. Ob das clevere Konzept in der Praxis überzeugt, zeigt unser Test.
Der Hobot S7 Pro wischt mit vibrierenden Pads statt rotierenden Scheiben. Ob das clevere Konzept in der Praxis überzeugt, zeigt unser Test.
Der Hobot S7 Pro geht einen eigenen Weg: Statt fest montierter oder rotierender Wischtücher setzt er auf schnell vibrierende Pads, die eine scheuerartige Schrubbbewegung nachahmen. Das klingt vielversprechend – denn hartnäckiger Schmutz lässt sich durch Hin-und-her-Bewegungen theoretisch besser lösen als durch bloßes Kreisen. Dazu kommt ein Ultraschallnebel, der die Scheibe befeuchten soll. Mit einem Preis von aktuell rund 370 Euro positioniert sich der Hobot S7 Pro oberhalb günstigerer Alternativen wie dem Ecovacs Winbot Mini und dem Hutt 10. Was der vibrierende Fensterputzroboter in der Praxis leistet, zeigen wir im Test. Das Testgerät hat uns der Versandhändler Pearl zur Verfügung gestellt.
Kurz gesagt: nicht gut. Der weiße Kunststoff wirkt dünn und klapprig, die Spaltmaße sind ungleichmäßig. Insgesamt vermittelt der Hobot S7 Pro den Eindruck eines Billig-Fensterputzers – das passt nicht zum aufgerufenen Preis von 370 Euro.
Der Roboter misst 262 × 89 × 264 mm und wiegt 1,65 kg. An der Unterseite werden die Wischtücher per Klettverschluss befestigt. Die Montage ist allerdings nicht sonderlich eingängig. Sitzt das Tuch nicht perfekt, verweigert der Roboter die Arbeit – dazu später mehr.
Auf jeder Seite befindet sich ein kleines Mesh-Gitter, durch das der Hobot Ultraschallnebel auf die Scheibe sprüht. In der Praxis kommt davon aber nicht genug gezielt auf dem Glas an, ein Teil landet darunter. Die Anschlüsse der Sprühdüsen wirken zudem nicht sonderlich hochwertig.
Statt eines zentralen Wassertanks verbaut Hobot zwei separate Tanks mit je 26 ml Fassungsvermögen – einen pro Seite. Das bedeutet: Nutzer müssen immer beide Seiten im Blick behalten und separat nachfüllen. Das spart dem Hersteller vermutlich Geld, macht die Handhabung aber unnötig umständlich.
Im Lieferumfang befinden sich neben dem Roboter eine Fernbedienung, ein 4 m langes Stromkabel, ein 4,5 m langes Sicherungsseil, sechs Wischtücher und Reinigungsmittel.
Die Inbetriebnahme des Hobot S7 Pro ist umständlich und nervenaufreibend. Eingeschaltet wird der Roboter über einen Kippschalter, der sofort den Ansaugmodus aktiviert. Daraufhin folgt eine Litanei an Sprachanweisungen in schrillem, militärisch anmutendem Tonfall, begleitet von unangenehm hohen Signaltönen. Die Geräuschkulisse vermittelt einen minderwertigen Eindruck und ist schlicht unangenehm.
Um eine Reinigungsfahrt zu starten, drückt man kurz den Start-/Pause-Knopf. Der Roboter legt dann aber nicht sofort los, sondern braucht einen Moment. Problematisch: Sitzt das Wischtuch nicht perfekt auf der Unterseite, verweigert der Hobot die Fahrt. Statt eines hilfreichen Hinweises wie „Bitte Tuchposition korrigieren“ meldet er einen Gerätefehler und fordert auf, den Hersteller zu kontaktieren. Das ist unnötig verwirrend.
Will man ein Update über die App installieren, muss man dafür in einen speziellen Maintenance-Modus gehen, den man durch Betätigen des Kippschalters bei parallelem Gedrückthalten des Startknopfs aktiviert. Aus diesem Modus heraus lässt sich allerdings keine Reinigungsfahrt starten – man muss den Roboter erst wieder ausschalten und neu starten. Die App selbst wirkt optisch anachronistisch und bietet kaum Mehrwert: Neben einer manuellen Steuerung per Smartphone gibt es lediglich Firmware-Updates, deren Installation wie angesprochen reichlich unintuitiv ausfällt. Insgesamt wirkt die gesamte Bedienung wie bei einem deutlich günstigeren Produkt – nicht wie bei einem 370-Euro-Gerät.
Der Hobot S7 Pro navigiert per Gyrosensor und verfügt über einen Sensor für rahmenlose Glasflächen. Damit soll er auch auf randlosen Scheiben sicher arbeiten, ohne abzurutschen. Die Saugleistung von 4800 Pa hält den 1,65 kg schweren Roboter an der Scheibe. Ein 4,5 m langes Sicherungsseil dient als zusätzliche Absicherung gegen Abstürze.
In Ecken kommt der Hobot S7 Pro bauartbedingt nicht vollständig und hinterlässt an den Fensterkanten teils nasse Stellen, wo er zuvor Flüssigkeit aufgesprüht hat. Die Kantenerkennung funktioniert im Test zuverlässig, der Roboter erkennt die Fensterränder und wendet rechtzeitig.
Hier liegt das zentrale Problem des Hobot S7 Pro. Das Vibrationskonzept – schnell hin und her wackelnde Wischtücher, die eine Schrubbbewegung nachahmen – klingt auf dem Papier überzeugend. In der Praxis zeigt sich jedoch: Nicht die Schmutzlösung ist das Problem, sondern die Schlieren, die die Wischtücher auf der Scheibe hinterlassen.
Die vibrierenden Pads verteilen das Wasser zwar gleichmäßig, trocknen die Scheibe aber nicht ab. Das Ergebnis: sichtbare Schlieren, die das Fenster nach der Reinigung nicht sauber aussehen lassen. Der Ultraschallnebel, den der Roboter durch die seitlichen Mesh-Gitter auf die Scheibe sprüht, kommt zudem nicht immer gezielt auf dem Glas an. Ein Teil des feinen Nebels landet unterhalb der Sprühzone.
Im direkten Vergleich schneidet der Hutt 10 hier deutlich besser ab. Dessen Trockentuch wischt die Scheibe nach der Nassreinigung direkt ab und vermeidet Schlieren fast vollständig. Der Hobot S7 Pro bietet diesen Mechanismus nicht.
Beim bürstenlosen Motor mit 4800 Pa Saugleistung gibt es keine Beanstandungen – der Roboter haftet sicher an der Scheibe. Die zwei separaten Wassertanks mit je 26 ml Fassungsvermögen sind jedoch unpraktisch. Nutzer müssen beide Seiten einzeln befüllen und im Blick behalten. Ein zentraler Tank wäre deutlich komfortabler.
Zur Lautstärke: Wir messen im Test 68 dB(A), der Hersteller gibt 64 dB(A) an. Unabhängig von der Zahl ist das subjektive Empfinden deutlich unangenehmer, als man vermuten mag: Der Hobot S7 Pro pfeift hochfrequent, was die Geräuschkulisse besonders störend macht. Der Hutt 10 ist hier im Vergleich deutlich angenehmer.
Insgesamt ist die Reinigungsleistung des Hobot S7 Pro enttäuschend. Das vibrierende Wischkonzept löst Schmutz zwar ordentlich, die fehlende Trocknung sorgt aber für ein schlieriges Ergebnis. Für 370 Euro erwarten wir mehr.
Der Hobot S7 Pro arbeitet primär im Netzbetrieb über ein 4 m langes Stromkabel. Das ist bei Fensterputzrobotern üblich, da die Saugleistung konstant gehalten werden muss, damit der Roboter sicher an der Scheibe haftet.
Für den Notfall verfügt der Roboter über einen integrierten Li-Ionen-Akku mit rund 20 Minuten Laufzeit. Dieser springt ein, falls das Stromkabel versehentlich getrennt wird oder der Strom ausfällt. Der Roboter stürzt dann nicht sofort ab, sondern bleibt an der Scheibe haften und gibt eine Warnung aus. Für den regulären Reinigungsbetrieb ist der Akku aber nicht gedacht – 20 Minuten reichen dafür ohnehin nicht aus.
Die Kabellänge von 4 m ist ausreichend für die meisten Fenster, bei höher gelegenen Fenstern kann aber eine Verlängerung nötig sein.
Der Hobot S7 Pro kostet aktuell rund 370 Euro. Das ist ein stolzer Preis, der sich angesichts der gebotenen Leistung und Verarbeitung nicht rechtfertigt.
Der Hobot S7 Pro verfolgt mit seinen vibrierenden Wischtüchern ein grundsätzlich cleveres Konzept. Die scheuerartige Schrubbbewegung könnte Schmutz theoretisch besser lösen als rotierende Systeme. In der Praxis scheitert der Roboter jedoch an der Umsetzung: Schlieren auf der Scheibe, eine unangenehm schrille Sprachausgabe, dünner Kunststoff mit ungleichmäßigen Spaltmaßen und eine umständliche Bedienung hinterlassen einen mäßigen Eindruck. Die zwei separaten Wassertanks sind unpraktisch, die App bietet kaum Mehrwert und die Einrichtung ist unnötig kompliziert. Für 370 Euro erwarten wir deutlich mehr – zumal der Hutt 10 (299 Euro) besser wischt und der günstigere Ecovacs Winbot Mini (199 Euro) insgesamt hochwertiger und intuitiver ist. Der Hobot S7 Pro ist eine verpasste Chance.
Der Sichler PR-330 verspricht automatische Fensterreinigung zum günstigen Preis. Mit rotierenden Wischwalzen und App-Steuerung will er überzeugen.
Der Sichler PR-330 verspricht automatische Fensterreinigung zum günstigen Preis. Mit rotierenden Wischwalzen und App-Steuerung will er überzeugen.
Der Sichler PR-330 von Pearl ist mit 230 Euro für einen Fensterputzroboter vergleichsweise günstig. Das rechteckige Gerät arbeitet mit einer Besonderheit: Zusätzlich zum üblichen Wischpad verfügt es über zwei rotierende Reinigungswalzen an einer Seite. Diese sollen für bessere Putzergebnisse sorgen. Die Steuerung erfolgt wahlweise per Fernbedienung oder über die Elesion-App, die auf der Tuya-Plattform aufbaut.
Der Ecovacs Winbot Mini kostet mit 249 Euro als direkter Konkurrent nur wenig mehr. Ob sich die Ersparnis beim PR-330 lohnt oder ob die rotierenden Walzen einen echten Vorteil bringen, zeigt unser Test.
Der PR-330 folgt dem modernen Trend rechteckiger Fensterputzroboter. Er misst 24 × 7,5 × 22,3 cm und wiegt 1,7 kg. Die Verarbeitung wirkt für den Preis angemessen, erreicht aber nicht die Qualität teurerer Modelle. Das weiße Kunststoffgehäuse wirkt stabil und solide verarbeitet. An der Unterseite befestigt man das Mikrofaser-Pad per Klettverschluss. Die zwei motorisierten Reinigungswalzen an einer Seite heben den PR-330 von anderen Modellen ab.
Der 50-ml-Tank für Reinigungsmittel wird von oben befüllt – praktischer als bei Billigmodellen mit Unterseiten-Befüllung. Das Sicherheitsseil ist fest am Roboter verbunden, der Rundholzstecker wird festgeschraubt. Ein Handgriff erleichtert das Platzieren auf der Scheibe. Die LED-beleuchtete Start-Taste signalisiert den Betriebsmodus und warnt bei leerem Notstrom-Akku.
Die Inbetriebnahme des PR-330 gestaltet sich unkompliziert. Nach dem Auspacken befestigt man eines der drei mitgelieferten Mikrofaser-Pads per Klett an der Unterseite. Das Sicherheitsseil wird am Karabiner eingehängt und gesichert. Der Tank lässt sich von oben mit Wasser sowie optional Reinigungsmittel befüllen. Das Netzkabel mit 4 m Länge bietet ausreichend Spielraum.
Für die App-Steuerung lädt man die kostenlose Elesion-App herunter. Die Verbindung erfolgt über 2,4-GHz-WLAN. Die App basiert auf der Tuya-Plattform und ist mit Smart-Life-Systemen kompatibel, bietet aber nur rudimentäre Steuerungsmöglichkeiten. Man kann die Reinigungsrichtung wählen und die Sprühfunktion auslösen. Nach der WLAN-Konfiguration zeigt die App den Roboter an. Die Fernbedienung benötigt zwei AAA-Batterien, die nicht im Lieferumfang enthalten sind. Die Ersteinrichtung dauert etwa 10 Minuten.
Der PR-330 verfügt über vier Sensoren zur Kanten- und Hinderniserkennung. Diese erkennen auch zuverlässig rahmenlose Fensterkanten. Der Roboter berechnet automatisch seine Putzwege und bietet fünf Reinigungsmodi: horizontale Bewegungen, vertikale Bewegungen, eine Kombination aus beiden, Spot-Reinigung und Kanten-Reinigung. Die Navigation wirkt jedoch weniger ausgereift als bei teureren Modellen. Die versprochene Auto-Finish-Funktion enttäuscht im Test: Der Roboter bleibt mitunter mitten auf der Scheibe stehen, statt zur Ausgangsposition zurückzukehren. In solchen Fällen hilft nur die manuelle Steuerung per App oder Fernbedienung.
Die Reinigungsleistung des PR-330 liegt im mittleren Bereich. Mit 0,5 m² pro Minute arbeitet er langsamer als Premium-Modelle. Die Kombination aus Mikrofaser-Pad und rotierenden Walzen zeigt gemischte Ergebnisse. Bei leichten Verschmutzungen wie Staub oder Fingerabdrücken funktioniert die Reinigung ordentlich. Die rotierenden Walzen helfen tatsächlich dabei, weniger Schlieren zu hinterlassen. Trotzdem erreicht der PR-330 nicht die Streifenfreiheit der Ecovacs-Modelle. Hartnäckige Verschmutzungen wie eingetrocknete Vogelkot-Reste oder Kalkflecken schafft er gar nicht.
Die Sprühfunktion verteilt das Reinigungsmittel über seitliche Düsen gleichmäßig. Der 50-ml-Tank reicht laut Hersteller für 50 m². Ein großer Kritikpunkt ist die Lautstärke: Der Ansaugmotor dröhnt fast so laut wie ein klassischer Staubsauger. Sogar günstigere Konkurrenten arbeiten teilweise leiser. Der Unterdruck von 2.800 Pa hält den Roboter sicher an der Scheibe, ist aber weniger stark als bei den Ecovacs-Geräten.
Der PR-330 arbeitet hauptsächlich mit Netzstrom über das 4 Meter lange Kabel. Der integrierte 650-mAh-Lithium-Ionen-Akku dient nur als Notstromversorgung. Bei einem Stromausfall hält er den Roboter bis zu 25 Minuten an der Scheibe. Das verhindert Abstürze bei kurzen Unterbrechungen. Die LED-Taste warnt bei niedrigem Akkustand. Für den normalen Betrieb spielt die Akkulaufzeit keine Rolle – das Gerät muss dauerhaft am Strom hängen. Die Leistungsaufnahme beträgt 90 W.
Der Sichler PR-330 kostet bei Amazon 230 Euro und gehört damit zu den günstigen Fensterputzrobotern. In der Vergangenheit war der PR-330 über mehrere Monate ausverkauft, was die Verfügbarkeit unsicher macht. Für den Preis erhält man drei Reinigungspads, Netzteil, Sicherheitsseil und Fernbedienung. AAA-Batterien für die Fernbedienung muss man separat kaufen.
Der Sichler PR-330 ist ein Fensterputzroboter mit durchwachsener Leistung. Die rotierenden Wischwalzen sind ein interessanter Ansatz, der tatsächlich weniger Schlieren als reine Pad-Systeme hinterlässt. Trotzdem bleibt die Reinigungsqualität hinter teureren Modellen zurück. Die hohe Lautstärke stört erheblich – hier sind selbst günstigere Geräte leiser. Die unzuverlässige Rückkehr-Automatik frustriert, wenn der Roboter mitten auf der Scheibe stehenbleibt.
Zudem bietet die App nur Basisfunktionen. Positiv sind der von oben befüllbare Tank und der faire Preis. Wer bereit ist, 20 Euro mehr auszugeben, erhält mit dem Ecovacs Winbot Mini das bessere Gesamtpaket. Der PR-330 eignet sich nur für Käufer mit begrenztem Budget und niedrigen Erwartungen. Der größte Konkurrent ist der Ecovacs Winbot W1 Pro. Dieser ist mit 249 Euro nur geringfügig teurer, bietet aber bessere Reinigungsergebnisse.
Der Clevioniq X9 Pro bietet für 240 Euro ein schickes Design, 3100 Pa Saugkraft und zwei Wassertanks. Der Fensterputzroboter hat vier Modi plus Notfall-Akku.
Der Clevioniq X9 Pro bietet für 240 Euro ein schickes Design, 3100 Pa Saugkraft und zwei Wassertanks. Der Fensterputzroboter hat vier Modi plus Notfall-Akku.
Der Fensterputzroboter Clevioniq X9 Pro des Mannheimer Herstellers tritt mit einem Preis von 240 Euro gegen etablierte Konkurrenten wie die Winbots von Ecovacs an. Das bläulich-silbrige Gehäuse macht optisch einiges her und die technischen Daten mit 3100 Pa Saugkraft klingen vielversprechend. Doch kann der X9 Pro im praktischen Einsatz überzeugen? Wir haben den Fensterputzroboter ausgiebig getestet und dabei sowohl positive als auch negative Überraschungen erlebt. Besonders die versprochene App-Steuerung und die tatsächliche Reinigungsleistung standen dabei im Fokus.
Das bläulich-silbrige Gehäuse des Clevioniq X9 Pro macht beim Auspacken einen hochwertigen Eindruck. Die Farbgebung hebt sich angenehm von der üblichen weißen oder schwarzen Konkurrenz ab. Bei genauerer Betrachtung zeigen sich jedoch Schwächen: Die obere Deckplatte ist leicht verwindbar und fühlt sich nicht so robust an, wie es der erste Eindruck vermuten lässt.
Besonders der Handgriff enttäuscht. Statt einer festen Griffmulde oder einer eleganten Lederschlaufe verbaut Clevioniq einen herausziehbaren Mechanismus. Dieser bewegt sich etwa einen halben Zentimeter vom Gehäuse weg, bietet aber keinen ausreichenden Freiraum für die Finger. Der Mechanismus wirkt schwergängig und klapprig – ein unnötiges Feature, das die ansonsten ordentliche Verarbeitung schmälert. Mit 1,7 kg Gewicht liegt der X9 Pro im Mittelfeld, die kompakten Maße von 228 × 228 × 78 mm machen ihn handlich.
Die Inbetriebnahme des Clevioniq X9 Pro gestaltet sich grundsätzlich unkompliziert. Nach dem Anschließen des Stromkabels und Befüllen der beiden 40ml-Wassertanks kann der Roboter direkt gestartet werden. Die mitgelieferte Fernbedienung funktioniert sofort, ohne Kopplung.
Die versprochene App-Integration über Tuya entwickelt sich jedoch zum Ärgernis: Trotz mehrfacher Versuche, inklusive WLAN-Reset und Aktivierung des Kopplungsmodus durch dreimaliges schnelles Drücken der Ein-/Aus-Taste, gelang uns keine erfolgreiche Verbindung. Der Roboter erscheint nicht in der App-Liste. Damit fehlt die moderne Steuerungsmöglichkeit komplett.
Das 4 m lange Sicherungsseil wird vor dem Start am Roboter befestigt und gibt zusätzliche Sicherheit. Die Auswahl zwischen vier Reinigungsmodi erfolgt über die Fernbedienung, die allerdings rudimentärer ausfällt als beim günstigeren Mamibot W120-DP.
Der Clevioniq X9 Pro verfügt über Absturzsensoren, Stoßsensoren und spezielle Sensoren für rahmenlose Glasflächen. In der Praxis navigiert er systematisch über die Scheibe und erkennt zuverlässig Fensterrahmen. Die Bewegungsmuster wirken durchdacht, der Roboter fährt in überlappenden Bahnen.
Allerdings bereitet uns die schwache Saugkraft Sorgen. Mit angegebenen 3100 Pa sollte der X9 Pro fest an der Scheibe haften. Im Test lässt er sich jedoch erstaunlich leicht von der Scheibe lösen – leichter als jeder andere von uns bisher getestete Fensterputzroboter. Während beim Ecovacs W2 Pro Omni oder Winbot Mini erhebliche Kraft zum Abnehmen nötig ist, gleitet der X9 Pro fast mühelos ab. Selbst der gleich starke Mamibot W120-DP haftet spürbar besser.
Die Reinigungsleistung des Clevioniq X9 Pro enttäuscht, der Roboter hinterlässt extreme Schlieren auf der Scheibe. Das versprühte Wasser oder die Reinigungslösung wird stark verschmiert, statt gleichmäßig verteilt und aufgenommen zu werden. Die Schlierenbildung fällt deutlich stärker aus als bei allen anderen getesteten Modellen.
Selbst der günstigere Mamibot W120-DP, der ebenfalls mit Streifen und leichtem Schmierfilm zu kämpfen hat, liefert im direkten Vergleich das bessere Ergebnis. Während beim Mamibot die Fenster für den Alltag noch akzeptabel sauber werden, hinterlässt der X9 Pro deutlich sichtbare Flecken und Wasserränder. Groben Schmutz entfernt er zwar, das Endergebnis entspricht aber nicht ansatzweise dem, was man selbst von einem Budget-Gerät erwarten darf. Die mitgelieferten vier Reinigungspads können die grundlegenden Probleme der Wasserverteilung nicht kompensieren.
Mit über 70 dB(A) direkt am Gehäuse gehört der X9 Pro zu den lautesten Fensterputzrobotern im Test – lauter als der Mamibot mit seinen 65 dB(A). Das schlechte Verhältnis von Lautstärke zu Leistung verstärkt den negativen Eindruck.
Der Clevioniq X9 Pro arbeitet im Normalbetrieb ausschließlich mit Netzstrom. Der integrierte Lithium-Ionen-Akku dient nur als Notfallsicherung bei Stromausfall. In diesem Fall schaltet der Roboter in einen reduzierten Saugmodus und hält sich bis zu 30 Minuten an der Scheibe fest. Diese Zeit reicht, um den Roboter sicher von der Scheibe zu nehmen. Ein kabelloser Betrieb wie bei Premium-Modellen ist nicht möglich. Das Stromkabel muss während der gesamten Reinigung angeschlossen bleiben.
Der Clevioniq X9 Pro kostet aktuell 240 Euro. Der bisherige Tiefstpreis lag bei 220 Euro. Damit positioniert er sich im mittleren Preissegment, der bessere Ecovacs Winbot Mini kostet nur 50 Euro mehr.
Der Clevioniq X9 Pro zeigt sich als durchwachsenes Produkt mit klaren Stärken und Schwächen. Das bläulich-silbrige Design macht optisch etwas her und die Ausstattung mit Notfall-Akku sowie zwei Wassertanks ist solide. Die Navigation funktioniert zuverlässig und die Sensoren erkennen auch rahmenlose Glasflächen.
Die Reinigungsleistung fällt jedoch deutlich ab. Eine extreme Schlierenbildung übertrifft selbst die typischen Schwächen günstiger Fensterputzroboter. Auch die tatsächliche Saugkraft bleibt hinter den angegebenen 3100 Pa zurück – der Roboter haftet spürbar schwächer an der Scheibe als vergleichbare Modelle. Die nicht funktionierende App-Anbindung und der unpraktische Tragegriff mindern den Bedienkomfort. Mit über 70 dB(A) arbeitet er zudem lauter als die direkte Konkurrenz. Für 240 Euro positioniert sich der X9 Pro preislich über dem Mamibot W120-DP, der trotz eigener Schwächen die besseren Reinigungsergebnisse liefert.
Der Mamibot W120-DP verspricht App-Steuerung und starke Saugkraft zum Kampfpreis. Doch eignet sich der Fensterputzroboter wirklich als günstige Alternative?
Der Mamibot W120-DP verspricht App-Steuerung und starke Saugkraft zum Kampfpreis. Doch eignet sich der Fensterputzroboter wirklich als günstige Alternative?
Mit einem Preis ab 217 Euro gehört der Mamibot W120-DP zu den günstigsten Vertretern seiner Zunft. Der chinesische Hersteller stattet seinen Roboter sogar mit App-Steuerung, Fernbedienung und Vakuum-Ansaugung aus. Mit einer Saugleistung von 3100 Pa und 65 dB(A) Betriebslautstärke positioniert sich der W120-DP im Budget-Segment.
Ob der günstige Preis mit Abstrichen erkauft wird oder Mamibot hier tatsächlich ein Schnäppchen gelungen ist, zeigt unser Testbericht.
Hinweis: Inzwischen ist der W120-DP nicht mehr erhältlich.
Das Design des Mamibot W120-DP erinnert an den Ecovacs Winbot Mini, wirkt aber schlichter. Das beige Gehäuse trägt einen Handgriff aus Kunstleder zum Ansetzen und Abnehmen. Oben in der Mitte sitzt der Ein-/Aus-Knopf, der je nach Modell in Orange, Blau oder Grau gehalten ist. Das gilt auch für den Haltegriff. Preislich unterscheiden sich die Varianten nur durch die Farbe des Griffs und des Knopfes.
Mit 229 × 229 × 69 mm und 1,4 kg Gewicht liegt der Roboter im Mittelfeld. Die Verarbeitung wirkt solide und weist keine Mängel auf. Unter einer Gummiklappe auf der Unterseite versteckt sich der 60-ml-Wassertank. Vier Düsen, je zwei pro Seite, sprühen die Reinigungsflüssigkeit auf die Scheibe. Das Mikrofasertuch wird per Klett befestigt. Für die Fortbewegung verwendet auch der W120-DP einen Antrieb, der einem Raupenfahrzeug ähnelt. An allen vier Ecken sitzen Kugelsensoren zur Rahmenerkennung. Im Lieferumfang befinden sich neben der Fernbedienung auch eine Wasserflasche, vier Ersatzdüsen und zwei Reinigungstücher.
Die Inbetriebnahme gestaltet sich unkompliziert, erfordert aber Vorbereitung. Nach Erhalt muss das Gerät zunächst 40 Minuten aufgeladen werden. Der integrierte USV-Akku dient dabei ausschließlich der Notfallsicherung. Eine Steckdose in Fensternähe ist daher zwingend erforderlich. Zuerst befestigt man das fünf Meter lange Sicherungsseil an einem festen Gegenstand, etwa einer Wandheizung.
Nach dem Anschluss des Stromkabels ertönt ein Piepton. Die englische Sprachansage begrüßt und bedankt sich für den Kauf. Die Mamibot-App findet den Roboter nach kurzer Suche. Diese erinnert an eine typische Tuya-Anwendung und bietet lediglich grundlegende Funktionen. Nach dem Aufsetzen auf die Scheibe startet die Ansaugung durch langes Drücken des Knopfs. Ein kurzer Druck startet die Reinigung. Pausieren gelingt über die App, die Fernbedienung oder einen kurzen Knopfdruck.
Für ein günstiges Gerät funktioniert die Navigation erstaunlich gut. Zunächst prüft der Roboter die Fensterbreite durch kurzes Hin- und Herstupsen, bevor er systematisch seine Reinigungsbahnen aufnimmt. Vier Kugelsensoren an den Ecken erkennen den Fensterrahmen zuverlässig. Dabei fährt der W120-DP wahlweise vertikale oder horizontale Bahnen ab und kann die Fläche auf Wunsch auch doppelt reinigen.
Die Umschaltung erfolgt bequem über die App, während man per Fernbedienung gezielt einzelne Stellen ansteuert. Ein zusätzlicher Sensor sorgt dafür, dass sogar rahmenlose Glasflächen gereinigt werden können.
Das Reinigungsergebnis fällt ernüchternd aus: Grober Schmutz wird entfernt, doch oft bleiben Streifen und Schlieren zurück. Die vier Sprühdüsen verteilen Wasser oder Reinigungsmittel auf der Scheibe. Das Mikrofasertuch wischt anschließend darüber. Der 60-ml-Tank reicht für mehrere Fenster. Die Saugleistung von 3100 Pa liegt über günstigen Konkurrenten, erreicht aber nicht die 5500 bis 7500 Pa der Ecovacs-Spitzenmodelle. Der bürstenlose Motor arbeitet mit verhältnismäßig leisen 65 dB(A).
Für perfekt saubere Fenster ist Nacharbeit erforderlich. Bei leichter Verschmutzung genügt das Ergebnis für den Alltag. Hartnäckige Flecken bleiben oft zurück. Das Tuch sollte nach jeder Reinigung gewaschen werden. Zwei Tücher liegen bei. Im Vergleich zum nur geringfügig teureren Ecovacs Winbot Mini fehlt es an Reinigungsleistung. Für den günstigen Preis ist das Ergebnis zwar ordentlich – wer aber wirklich saubere Fenster möchte, sollte die Mehrausgabe für den Ecovacs in Betracht ziehen.
Der W120-DP arbeitet ausschließlich im Netzbetrieb. Das Stromkabel muss während der gesamten Reinigung angeschlossen bleiben. Das integrierte USV-System gewährleistet bei Stromausfall bis zu 30 Minuten Notbetrieb. Diese Zeit reicht für einen kontrollierten Abstieg zur unteren Fensterkante. Der Akku verhindert, dass der Roboter bei Stromunterbrechung sofort herunterfällt – die Ansaugung bleibt aktiv. Dazu ist eine Erstladung von 40 Minuten nötig. Regulärer Akkubetrieb ist aber nicht möglich.
Der Mamibot W120-DP kostet in der Version in Blau rund 217 Euro. Die Varianten unterscheiden sich lediglich in der Farbgebung von Bedienknopf und Handgriff. Modelle mit orangen und grauen Elementen kosten mit 229 und 246 Euro aber deutlich mehr. Aktuell ist der W120-DP nicht mehr erhältlich.
Der Mamibot W120-DP ist ein ordentlicher Einsteiger-Fensterputzroboter für kleines Geld. Positiv fallen der günstige Preis ab 217 Euro, die einfache Bedienung per App und Fernbedienung sowie die leise Arbeitsweise mit 65 dB(A) auf. Die Navigation funktioniert zuverlässig, die Verarbeitung überzeugt. Das USV-System mit 30 Minuten Notlaufzeit verhindert Abstürze bei Stromausfall. Enttäuschend ist das Reinigungsergebnis mit sichtbaren Streifen und Schmierfilm. Der reine Netzbetrieb schränkt die Flexibilität ein.
Die App bietet nur Basisfunktionen, Sprachansagen bleiben auf Englisch. Für den Preis ist der W120-DP ordentlich, wir würden aber eher zum nur etwa 33 Euro teureren Ecovacs Winbot Mini greifen. Der bietet bessere Reinigungsleistung und ist die sinnvollere Investition. Wer das Budget absolut nicht überschreiten kann, erhält mit dem W120-DP einen brauchbaren Helfer für gelegentliche Fensterreinigung ohne Perfektionsanspruch.
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