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Top 10: Der beste Luftreiniger im Test
Top 10: Die besten Überwachungskameras mit 4K-Auflösung im Test
Top 10: Die beste Überwachungskamera mit Dual-Objektiv im Test
Top 10: Die beste Überwachungskamera für innen im Test
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Testsieger: Die beste Wärmebildkamera im Test – gut schon ab 200 Euro
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Tablet & Notebook: Wie teuer muss ein gutes Convertible sein?

Tablet & Notebook: Wie teuer muss ein gutes Convertible sein?

Touch und Tastatur, Klappen und Falten: Convertibles sind praktische Wegbegleiter für Homeoffice & Co. TechStage zeigt, wie viel Geld man für den Kauf in die Hand nehmen muss.

Als Tablet für Streaming, als Notebook für die Arbeit: Convertibles vereinen Touch und Tastatur in einem Gerät. Über Klapp-, Falt- oder Steckmechanismen passen sie sich der jeweiligen Situation an. Im Flugzeug nutzt man etwa nur den Tablet-Modus, im Homeoffice das vollwertige Notebook mit Tastatur. Wir zeigen die Unterschiede von vier Geräten zwischen 250 und 2500 Euro.

Im Detail unterscheiden sich die Convertibles bei Hardware-Ausstattung und Funktionsumfang. Manche bieten beispielsweise eine vollwertige Tastatur mit Nummernblock, andere nur ein kleines, abnehmbares Keyboard. Bei anderen ist ein Stift im Gehäuse integriert, um präzise den Touchscreen zu bedienen oder beispielsweise Powerpoint aus der Ferne zu steuern. Günstigere kapazitive Stifte können da meist nicht mithalten wie unser Beitrag: Stifte fürs iPad zeigt.

Unterschiede findet man auch bei der Windows-Version. Windows 10 Home , Pro oder S stehen hier zur Wahl. Wer wirklich nur ein Gerät für die Heimarbeit sucht, ist mit Home oder S gut bedient. Letzteres ist eine spezielle Sicherheits-Version von Windows 10, die nur den Download von Apps via Microsoft Store zulässt. Über zwei Klicks in den Einstellungen deaktiviert man S aber und hat ab dann ein vollwertiges Windows 10 Home (Link zu heise online Beitrag "Windows 10 S - was ist das?" ).

Wer sein Convertible unterwegs mit einer Powerbank laden will, muss darauf achten, dass er einen starken Akkupack und passende Kabel hat. Mehr Informationen dazu haben die Kollegen von heise+ im Beitrag: Fünf Powerbanks für Notebooks im Test .

Für unsere Übersicht haben wir vier Convertibles aus verschiedenen Preisklassen getestet. Alle Modelle bieten einen speziellen Tablet-Modus. Im Gegensatz zur Bedienung von Notebooks mit Touchscreen ist dieser Modus auch tatsächlich für die Touch-Eingabe gemacht. Beispielsweise sind Buttons größer und eine digitale Tastatur steht zur Verfügung. Folgende Geräte ab 250 Euro stellen wir gegenüber:

  • Trekstor Primetab S11b
  • Lenovo Yoga C940-15IRH
  • Acer Spin 5
  • Microsoft Surface Book 3
Unsere Testgeräte auf einen Blick. Von links oben: Lenovo Yoga C940-15IRH, Trekstor Surftab S11b, Acer Spin 5 und Microsoft Surface Book 3.

In der Preisklasse unter 250 Euro findet man aktuell nur ein Convertible im Preisvergleich. Das vier Jahre alte Trekstor Surftab Duo W3 bietet 2 GByte RAM und 32 GByte Speicher. Letzterer ist erweiterbar auf 128 GByte per Micro-SD-Karten-Slot. Im Alltag wird man damit aber kaum glücklich werden. Zwar läuft Windows 10 Home auf dem Gerät, doch gerade die mageren 2 GByte Arbeitsspeicher lassen kein flüssiges Arbeiten zu. Zudem sind 32 GByte für Windows 10 einfach zu wenig, schon mit wenigen installierten Programmen stößt man etwa bei größeren Updates auf Platzprobleme. Solche Convertibles eignen sich maximal für Menschen, die viel Zeit und Geduld am Rechner mitbringen. Als Arbeitsgerät oder Tablet für Streaming fallen sie aus.

Wer in dieser Preisklasse sucht, sollte sich eher Einsteiger-Tablets für Videos und Surfen im Web ansehen. In unserem Beitrag: Wie viel Tablet ist wirklich nötig zeigen wir, worauf es ankommt. Wer hingegen nur ein Notebook sucht, das optisch edel ist, findet in unsrem Beitrag: Notebooks mit Alu-Gehäuse ab 300 Euro eine Übersicht.

Geräte ab 250 €

Brauchbare Hardware für die Arbeit unterwegs oder im Homeoffice startet ab rund 250 Euro. 4 GByte RAM und 64 GByte Speicher sind hier Standard. Die Displaygröße liegt zwischen 10 und knapp 12 Zoll – das ist gerade so ausreichend für Arbeiten in Word oder angenehmes Streamen. USB-A 3.0 und Klinkenstecker sind bei allen Modellen anzutreffen. Teilweise gibt es Unterschiede etwa bei zusätzlichen Anschlüssen wie Displayport, Micro-HDMI, USB-C oder Micro-USB.

Das von uns getestete Trekstor Primetab S11b kommt in der folgenden Ausstattung:

Display11.6", 1920x1080, 190dpi, Multi-Touch, IPS
CPUIntel Celeron N3350, 2x 1.10GHz
RAM4GB
HDDN/A
SSD64GB Flash (eMMC)
GrafikIntel HD Graphics 500 (IGP)
Anschlüsse1x Mini HDMI, 2x USB-A 3.0, 1x Klinke
WirelessWLAN 802.11a/b/g/n/ac, Bluetooth 4.2
AkkuLi-Polymer, 4000mAh, 29.6Wh
Gewicht1,1kg
BetriebssystemWindows 10 Home 64bit
BesonderheitenAluminium-Unibody, Convertible, Fingerprint-Reader (Touchpad)
Helligkeit188 cd (Candela/m2)

Im PC-Mark 10 (erweiterter Test) erzielt das Primetab magere 731 Punkte. Zum Vergleich: Ein klassischer Office-PC sollte mindestens 2600 Punkte erzielen. Davon ist das Trekstor-Convertible weit entfernt. Kein Wunder, als Prozessor kommt ein Intel Celeron N3350, als GPU eine Intel HD Graphics 500 zum Einsatz. Beide Modelle stammen aus 2016 und sind für Low-End-Performance ausgelegt. In den einzelnen Unterkategorien ist das Primetab zwar einigermaßen flott beim Öffnen von Software (2652 Punkte) und bei der Bedienung von Excel oder Word (1720 Punkte). Bildbearbeitung (704 Punkte) oder gar Gaming (241 Punkte) kann man aber vergessen. Im Battery-Mark, der die Laufzeit des Akkus misst, erreicht das Primetab im Szenario "Modernes Office" 4:40 Stunden. Das ist für ein Convertible dieser Preisklasse beachtlich und reicht wohl für die eine oder andere Zugfahrt. Der Benchmark testet dabei die Batterielebensdauer durch das Öffnen von Office-Anwendungen, Video-Chats und mehr.

In der Praxis ist das Primetab durchaus brauchbar. Das Öffnen von Office-Anwendungen wie Word oder Powerpoint dauert zwischen drei und vier Sekunden. Die Bedienung per Touch ist angenehm und dank der sehr kompakten Bauweise kommt man mit den Händen an der Tastatur gut in die entlegenen Winkel des Bildschirms. Dieser ist uns aber etwas zu dunkel und das Bild wirkt trüb. Bei der Bildschirmhelligkeit kommt das S11b auf 188 Candela. Zum Vergleich: Ein Acer Spin 5 für rund 1000 Euro kommt auf mehr als das Doppelte, nämlich 391 Candela. Gerade bei direkter Sonneneinstrahlung ist ein hellerer Bildschirm wichtig, zumal alle getesteten Convertibles ein verspiegeltes Display besitzen.

Die Verarbeitung des Primetab S11b ist sehr gut gelungen. Der Tablet-Teil mit Bildschirm ist in ein stabiles Aluminium-Gehäuse gefasst – hier knarzt oder wackelt nichts. Der integrierte Standfuß ist stabil und stufenlos bewegbar. Das Keyboard ist mit einem gummierten Textil umspannt. Rein optisch erinnert es uns an die Tastaturen der ersten Microsoft-Surface-Generation. Qualitativ schneidet es im Vergleich zum Gehäuse aber schlechter ab. Der Tastenhub ist angenehm, allerdings sind die Tasten selbst wackelig. Eine Hintergrundbeleuchtung gibt es leider nicht. Das Touchpad klickt sehr hohl bei der Bedienung – hier wurde sichtlich gespart. Für die fixe E-Mail unterwegs mag das ausreichen, für den Jahresbericht oder ähnliches nicht. Hier hilft nur die zusätzliche Bedienung des Touchscreens oder eine externe Tastatur per Bluetooth oder USB. Damit spart man sich in aller Regel die meisten Handgriffe am Touchpad. Wer am Bildschirm Fenster öffnet oder Buttons betätigt, hat beim Trekstor-Convertible fast nichts auszusetzen. Allerdings, und auch das ist dem Preis geschuldet, ist die Ausführung der Touch-Eingabe um wenige Millisekunden verzögert. Man wartet kurz, bis das Windows-Start-Menü öffnet. Wem das nichts ausmacht, hat zumindest ein gutes Tablet. Letztlich ist das Trekstor Primetab S11b genau das; ein gutes Tablet. Denn für acht Stunden Arbeit im Homeoffice ist es nur mit Zubehör geeignet. Dann sollte man sich auf jeden Fall externe Maus, Tastatur und Bildschirm besorgen. Im Beitrag: Zweit-Monitore ab 130 Euro stellen wir entsprechende Monitore vor. Im Beitrag: Tastaturen, Mäuse & Co. fürs Homeoffice zeigen wir weiteres Zubehör.

Wer mehr Leistung im Arbeitsalltag braucht, der sollte mehr Budget einplanen. Das zeigen die Convertibles ab 800 Euro.

Geräte ab 800 €

Ab 800 Euro beginnt die Mittelklasse. Hier findet man zahlreiche Modelle von Herstellern wie Lenovo oder Acer. Als Referenzmodell haben wir das Acer Spin 5 getestet. Das ist mit 8 GByte RAM und 1 TByte Speicher ausgestattet. Als Prozessor kommt ein Intel i5 zum Einsatz, als Grafikeinheit eine Intel Iris Plus, die immerhin für gelegentliches Gaming im Gesamtsetup reicht.

Display13.3", 2256x1504, 204dpi, 60Hz, Multi-Touch, glare, IPS
CPUIntel Core i5-1035G4, 4x 1.10GHz
RAM8GB LPDDR4 (8GB verlötet, nicht erweiterbar)
HDDN/A
SSD1TB M.2 PCIe
GrafikIntel Iris Plus Graphics (IGP)
Anschlüsse1x HDMI, 2x USB-A 3.0, 2x Thunderbolt 3, 1x Klinke
WirelessWLAN 802.11a/b/g/n/ac/ax, Bluetooth 5.0
Akku1x Akku fest verbaut, 14h Laufzeit
Gewicht1.20kg
BetriebssystemWindows 10 Home 64bit
BesonderheitenAluminium-Unibody, Convertible, Fingerprint-Reader (Touchpad)
Helligkeit391 cd (Candela/m2)

Im Benchmark schafft das Spin 5 gute 3000 Punkte. Vor allem die Alltagsleistung in den Bereichen Essentials (7914 Punkte) und Produktivität (5204 Punkte) lässt sich sehen. Abstriche gibt es bei Video- und Bildbearbeitung (3342 Punkte) und Gaming (1640 Punkte). Dafür ist ein Arbeitsgerät nicht ausgelegt – schon gar nicht bei einer zusammengeklappten Dicke von 15 Millimetern. Im Battery-Mark schafft das Spin 5 gut 6:40 Stunden. Für ein kabelloses Arbeiten im Zug sollte das reichen.

Im Arbeitsalltag macht das Spin 5 Spaß. Das liegt unter anderem an der Verarbeitung. Das gesamte Gehäuse besteht aus Aluminium und ist stabil. Das Display lässt sich – wie man es vielleicht sonst nur von Apple kennt – mit einem Finger von der Tastatur heben. Zwei große Ablageflächen für die Handballen links und rechts vom Touchpad sorgen für angenehmes Tippen, die Tastatur selbst hat eine ausreichende Breite für Männerhände. Einzig der Tastenhub könnte für unseren Geschmack etwas spürbarer sein.

Wer viel mit Microsoft Office arbeitet, wird das Convertible mögen. Nicht einmal eine Sekunde braucht es für den Kaltstart von Word, Powerpoint oder Excel. Die nahtlose Bedienung von Touch und Tastatur funktioniert durch die kompakte Bauweise sehr gut. Ist man mit dem kleinen Finger auf der Höhe der ESC-Taste, berührt man schon fast die untere Seite des Touchscreens – wohlgemerkt ohne Anheben der Handballen.

Das Acer-Convertible klappt man entlang des Display-Scharniers. Hier geht es stufenlos bis in den Tablet-Modus über. Dann ist die Tastatur abgeschaltet. Ein Ablösen von Bildschirm und Tastatur ist beim Acer Spin 5 nicht möglich. Wer das will, findet bei Lenovo etwa das Tablet 10 im gleichen Preissegment. Selbst mit Tastatur & Co. wiegt das Spin 5 nur 1,1 Kilo. Im Gehäuse sitzt noch ein Bedienstift, der stabil hält und unterwegs nicht verloren geht. Der Stift dient mit zwei Buttons zusätzlich auch als Präsentationsgerät bei Powerpoint-Vorträgen. Zu den Highlights bei den Anschlüssen zählt ein vollwertiger HDMI-In sowie ein USB-C-Anschluss. Wer das Convertible unterwegs laden will, findet entsprechende Powerbanks im heise-Beitrag Fünf Powerbanks für Notebooks im Test .

Weniger gefällt uns der Fingerabdrucksensor. Dieser fällt so klein aus, dass es fast schon an ein Wunder grenzt, wenn er auf Anhieb einen Finger erkennt. Auch die Hintergrundbeleuchtung der Tastatur hätte etwas heller ausfallen dürfen. Die ist schlicht kaum sichtbar.

Für ein Convertible knapp an der 1000-Euro-Grenze ist das Spin 5 aus unserer Sicht auf jeden Fall einen Blick wert. Weitere Modelle wie das Lenovo Tablet 10 oder Microsoft Surface Pro X spielen mit ähnlicher Ausstattung in derselben Preisklasse.

Geräte ab 1500 €

Spitzenleistung für Büro-Convertibles startet ab 1500 Euro. In dieser Kategorie haben wir uns das Lenovo Yoga C940-15IRH und Microsoft Surface Book 3 angesehen. Die Geräte bieten mindestens i7- oder gar i9-Prozessoren, der RAM liegt zwischen 16 und 32 GByte, der interne Speicher zwischen 500 GByte und 1 TByte.

Das Lenovo Yoga bekommt man in der kleinsten Ausstattungsvariante mit i7 für gut 1900 Euro, in der besten für gut 2600 Euro. Unser Testgerät liegt bei gut 2300 Euro, den Preisunterschied macht hier vor allem das installierte Windows. Bei uns ist es Windows 10 Home. Für die Arbeit im Homeoffice reicht das. Funktionen wie Gruppenrichtlinien oder Laufwerkverschlüsselung unterstützt beispielsweise aber nur Windows 10 Pro (mehr dazu auf heise online ).

Display15.6", 3840x2160, 282dpi, 60Hz, Multi-Touch, glare, IPS, Digitizer, 500cd/m², DisplayHDR 400
CPUIntel Core i9-9880H, 8x 2.30GHz
RAM16GB DDR4-2666 (16GB verlötet, nicht erweiterbar)
HDDN/A
SSD1TB M.2 PCIe 3.0 x4 (2280)
GrafikNVIDIA GeForce GTX 1650 Max-Q (Mobile), 4GB GDDR5
Anschlüsse1x USB-A 3.0, 2x Thunderbolt 3, 1x Klinke
WirelessWLAN 802.11a/b/g/n/ac/ax (2x2), Bluetooth 5.0
Akku1x Akku fest verbaut (Li-Ionen, 69Wh), 9h Laufzeit
Gewicht2.00kg
BetriebssystemWindows 10 Home 64bit
BesonderheitenConvertible, Aluminium-Unibody, Fingerprint-Reader, Beschleunigungssensor
Helligkeit370 cd (Candela/m2)

Im PC-Mark 10 (erweiterter Test) kommt es auf insgesamt 4964 Punkte. In den Unterkategorien schafft das Convertible vor allem bei den Essentials (9164 Punkte), Produktivität (6935 Punkte) und Gaming (6204 Punkte) seine Höchstleistung. Etwas abgeschlagen ist die Kreativarbeit – also etwa Videobearbeitung – mit 4165 Punkten. Im Batterie-Test bei voller Auslastung schafft das Gerät knappe 4 Stunden. Das ist etwas dünn, aber reicht dennoch für eine Zugfahrt. Apropos: Wer das Yoga-Convertible für den mobilen Einsatz einplant, sollte auf jeden Fall ins Fitnessstudio vorher. Mit stolzen zwei Kilo macht die Arbeit nämlich eigentlich nur am Schreibtisch Freude. Und dafür ist das Gerät wohl auch ausgelegt. Es besitzt das größte Display mit 15,6 Zoll, eine vollwertige Tastatur mit Nummernblock und einen guten Speaker mit Dolby Atmos – für Netflix & Chill nach der Arbeit versteht sich. Mit 391 Candela verfügt das Spin 5 über das hellste Display. Somit klappt die Arbeit trotz spiegelndem Bildschirm auch bei Sonneneinstrahlung.

Das Gehäuse ist wie beim Acer Spin 5 aus Aluminium, das Display hebt man ebenfalls mit nur einem Finger von der Tastatur. Die verfügt dankenswerterweise endlich mal über eine wirklich brauchbare Hintergrundbeleuchtung und einen sehr angenehmen Tastenhub mit genügend Widerstand, dass man spürt, was man drückt. Der Fingerabdrucksensor arbeitet schnell und nahezu fehlerfrei. Das Touchpad überrascht uns negativ hingegen aus zwei Gründen: Erstens klickt es sich rein nach dem Gehör wie die Billig-Variante von Trekstor. Das darf bei einem Convertible für 2000 Euro einfach nicht sein. Zweitens ist das Touchpad versetzt angebracht, sodass der rechte Handballen genug Platz neben einer Coladose hätte, der linke aber fast nur zur Hälfte Platz findet. Immerhin: Das Touchpad erkennt Handballen und ignoriert diese, wenn man aus Versehen damit darüber rutscht.

Wie beim Acer-Convertible besitzt auch das Yoga einen Touchpen mit zwei Buttons, der im Gehäuse eingelassen ist. Damit kann man nicht nur zeichnen, sondern auch beispielsweise Powerpoint-Präsentationen fernsteuern. Zudem gibt es noch ein kleines, aber feines Detail für Freunde der Privatsphäre: Die Webcam des Yoga hat eine mechanische Schließe. Will man nicht unbemerkt gefilmt werden, verdeckt man die Kamera. Bei der Positionierung des Mikrofons lernt Lenovo allerdings nicht dazu; es ist direkt vor dem Lüfter eingebaut. Ist der mal laut, hört der Gegenüber einen kaum mehr. Vor allem bei Videokonferenzen via Microsoft Teams nervt das regelmäßig.

In Hinblick auf das Bedienen und Öffnen von Office-Programmen gleicht das Lenovo-Gerät dem gut 1000 Euro günstigeren Acer. Hier muss man sich wirklich fragen, was man will. Einen Boliden mit riesigem Display, Tastatur mit Nummernblock und ordentlichem Speaker oder aber ein handliches Arbeitsgerät mit entsprechenden Abstrichen für gut die Hälfte weniger.

Unser zweites Testgerät dieser Klasse kommt von Microsoft. Das Surface Book 3 liegt bei stolzen 2600 Euro mit i7-Prozessor, 32 GByte RAM und 512 GByte Speicher. Wenn 16 GByte RAM und 256 GByte Speicher reichen, dann zahlt man gut 2000 Euro.

Display15", 3240x2160, 260dpi, Multi-Touch, IPS, Digitizer
CPUIntel Core i7-1065G7, 4x 1.30GHz
RAMN/A
HDD32GB LPDDR4x
SSD512GB SSD (M.2 PCIe (2280/M-Key))
GrafikNVIDIA GeForce GTX 1660 Ti Max-Q (Mobile), 6GB GDDR6
Anschlüsse1x USB-C™, 2x USB-A, SD-Kartenleser, 3.5-mm-Kopfhöreranschluss, 2 Surface Connect Ports
WirelessWLAN 802.11a/b/g/n/ac/ax, Bluetooth 5.0, NFC
AkkuLi-Polymer, 17h Laufzeit
Gewicht1,6kg
BetriebssystemWindows 10 Pro 64bit
BesonderheitenAnnäherungssensor, Lüfter, Lichtsensor, Beschleunigungssensor, Lagesensor, Hallsensor, 2x Dockinganschluss (SurfaceConnect), TPM 2.0, Dock (beleuchtete QWERTZ Tastatur, Touchpad)
Helligkeit329 cd (Candela/m2)

So viel Geld muss Leistung bringen – will man vielleicht meinen. Tut es aber nicht. Zumindest nicht im direkten Vergleich zum Yoga-Convertible, bei dem sich an dieser Stelle der leistungsstärkere i9-Prozessor bemerkbar macht. Denn im PC-Mark 10 schafft das Surface 4377 Punkte. Im Detail sind das 7693 Punkte bei den Essentials, 6892 Punkte bei der Produktivität und 5502 Punkte beim Gaming. Beim Thema Bild- und Video-Bearbeitung schneidet das Surface Book mit 3401 Punkten schlechter ab. Im Batterie-Test kommt es auf 8:40 Stunden. Das ist beachtlich und ausreichend für einen gesamten Arbeitstag.

Mit 1,6 Kilo ist das Surface aber gerade noch handlich genug, um es auf Reisen mitzuschleppen. Im Vergleich zum Yoga ist das Surface Book kompakter gebaut, das Display ist dennoch mit 15 Zoll recht groß.

Die Verarbeitung des Surface Book 3 gefällt uns mit Abstand am besten. Es ist nicht unbedingt hochwertiger als das Acer oder Lenovo, wirkt aber optisch wie aus einem Guss. Und dass, obwohl sich beim Microsoft-Convertible Tastatur und Bildschirm vollständig voneinander trennen lassen. Über einen mechanischen Riegel sitzt das Display – oder eben Tablet – fest im Sockel. Betätigt man den Riegel via Taste im Keyboard, ist das Tablet lose. Dann nutzt man es vollkommen eigenständig. Sogar eine Rückkamera ist eingebaut. Wofür man die braucht? Wissen wir nicht, aber sie ist eben da. Dafür hat Microsoft keine mechanische Schließe für die Webcam integriert, schon aber zwei Mikrofone direkt daneben für eine bessere Sprachqualität. Zu den Highlights bei den Anschlüssen zählt ein SD-Karten-Slot.

Fazit

Für den Alltag reichen Geräte ab 250 Euro, soweit man etwas Geduld und externes Zubehör wie Maus, Tastatur und Monitor mitbringt. Wer ein vernünftiges Gerät für den (Arbeits-)Alltag sucht, sollte in der Geräteklasse ab 800 Euro schauen. Soll das Convertible anspruchsvolle Arbeiten leisten und dauerhaft flotte Performance liefern? Dann müssen mindestens 1500 Euro in der Homeoffice-Kasse sein.

Wer hingegen nur ein Notebook sucht, das optisch edel ist, findet in unsrem Beitrag: Notebooks mit Alu-Gehäuse ab 300 Euro eine Übersicht. Soll es lieber Zubehör für die Heimarbeit sein? Im Beitrag: Zweit-Monitore ab 130 Euro stellen wir mobile Displays vor. Und im Beitrag: Tastaturen, Mäuse & Co. fürs Homeoffice zeigen wir weiteres Zubehör.