Der A-To Ultron Air ist ein sehr günstiger E-Scooter mit Straßenzulassung und Luftreifen. Im Test zeigt er trotz Schwächen, dass er alltagstauglich ist.
Mit einem Preis von etwa 500 Euro gehört der A-To Ultron Air zu den günstigeren E-Scootern mit Allgemeiner Betriebserlaubnis (ABE) am Markt. Der preiswerte E-Roller bietet sogar Luftreifen, was nicht selbstverständlich ist für den Preis.
Andere von uns getestete Modelle in dieser Preisklasse sind der Soflow S02 Zero (Testbericht) für 320 Euro und der Leqismart A11 (Testbericht) für 329 Euro bei Amazon. Der Kugoo Kirin S1 Pro (Testbericht) ist mit 209 Euro bei Geekmaxi sogar noch preiswerter, hat dafür aber keine Straßenzulassung (ABE).
Wie von anderen E-Scootern gewohnt, gestaltet sich der Aufbau des A-To Ultron Air einfach. Vier Schrauben für den Lenker und zwei Schrauben für die Versicherungsplakette müssen gesetzt werden. Dann noch den Reifendruck prüfen, eventuell Luft nachfüllen, den Akku laden und schon kann es losgehen. Wir empfehlen grundsätzlich immer das Tragen eines Helms. Eine Auswahl an empfehlenswerten Modellen zeigt unsere Bestenliste: Top 5: Die besten smarten Fahrradhelme mit Blinker, Bluetooth & Musik im Test.
Optisch hinterlässt der A-To Ultron Air einen eher unauffälligen Eindruck. Er ist überwiegend in Schwarz gehalten, einzig das große weiße A-To-Logo zwischen Lenkstange und Trittbrett sowie der Schriftzug „Where next?“ auf der Lenkstange setzen Akzente. Elemente des Logos finden sich auch an den Griffen und auf dem Gummi des Trittbretts wieder. Insgesamt wirkt der E-Scooter recht filigran. Positiv: Die Lenkstange wackelt kaum. Nicht ganz optimal ist die Befestigung des hinteren Schutzblechs, das etwas instabil wirkt.
Der Klappmechanismus verfügt über eine ungewöhnliche Sicherung. Statt des sonst üblichen Hebels muss hier ein Ring nach oben gezogen werden. Das funktioniert ganz gut. Zusammengeklappt hakt die Lenkstange sicher am hinteren Schutzblech ein und lässt sich so bequem tragen.
Die Maße betragen aufgeklappt 110 × 43 × 115 cm und zusammengefaltet 110 × 43 × 48,5 cm. Vorder- und Hinterrad kommen mit 8,5-Zoll-Luftreifen. Mit einem Gewicht von 13,8 kg ist der A-To Ultron Air erfreulich leicht. Die maximale Zuladung liegt bei 100 kg.
Der Lenker fällt mit einer Breite von nur 43 cm recht schmal aus. Die Griffe sind gummiert, in den Bremsgriff auf der rechten Seite ist eine Klingel integriert. Der Gashebel sitzt rechts, der Hebel für die Motorbremse links.
In der Mitte prangt das kleine runde Display, das auch bei Sonneneinstrahlung noch gut ablesbar ist. Es zeigt die aktuelle Geschwindigkeit, die Akkukapazität in fünf Balken sowie den gewählten Fahrmodus an. Über den einzigen Knopf werden dank Mehrfachbelegung der E-Scooter ein- und ausgeschaltet, die Fahrmodi gewechselt und das Licht geregelt.
Beide Leuchten sind mit dem Stromkreislauf verbunden. Das Frontlicht im oberen Drittel der Lenkstange lässt sich im Abstrahlwinkel anpassen. Schade: Das Rücklicht leuchtet beim Bremsen nicht zusätzlich auf. Einen Blinker gibt es nicht, was in dieser Preisklasse aber auch nicht zu erwarten wäre.
Erfreulich ist die App-Unterstützung, die man bei so günstigen E-Scootern selten findet. Eine Registrierung ist nicht nötig. Allerdings ist der Mehrwert der App überschaubar. Sie zeigt die aktuelle Geschwindigkeit, die Akkukapazität in Prozent und ermöglicht Firmware-Updates – wobei es im Test keines gibt. Außerdem lässt sich eine Wegfahrsperre aktivieren, die die Motorbremse einschaltet. Vor Diebstahl schützt das aber nur bedingt, da der E-Scooter weiterhin weggetragen werden kann. Hier empfiehlt sich ein separates Schloss, siehe dazu unseren Artikel Diebstahlschutz für Fahrrad, E-Bike & E-Scooter.
Im Vorderrad arbeitet ein Elektromotor mit einer Nennleistung von 350 W und einer Maximalleistung von 500 W. Das maximale Drehmoment wird mit 20 Nm angegeben. Insgesamt ist der Motor eher schwach.
Auch die Bremsen – hinten eine Scheibenbremse, vorn die Motorbremse – sind nicht optimal. Bei einer Vollbremsung kommt der A-To Ultron Air langsamer zum Stehen als viele etwas höherpreisige Konkurrenten.
Das Trittbrett fällt recht schmal aus. Die Lenkung vermittelt ein etwas wackliges Fahrgefühl. Leider fehlt eine Federung, sodass Fahrten über Feldwege keinen großen Spaß machen. Immerhin spenden die 8,5-Zoll-Luftreifen etwas Komfort.
Der eingebaute Sanyo-Akku hat bei einer Spannung von 36 V eine Kapazität von 280 Wh. Laut Hersteller soll der A-To Ultron Air damit eine Reichweite von 25 km schaffen. Das gilt allerdings nur unter Idealbedingungen, also mit einem leichten Fahrer von unter 70 kg bei moderatem Tempo von etwa 15 km/h auf ebener Strecke ohne Gegenwind bei milden Temperaturen. In der Praxis mit einem 85 kg schweren Fahrer sind bei zügiger Fahrweise in der Stadt eher 15 km drin. Das Aufladen des Akkus dauert rund drei Stunden.
Der A-To Ultron Air kostet um die 500 Euro.
Weitere günstige Alternativen sind der Soflow S02 Zero (Testbericht) für 320 Euro und Leqismart A11 (Testbericht) für 329 Euro.
Der A-To Ultron Air ist ein preiswerter E-Scooter, der trotz einiger Schwächen insgesamt ein ordentliches Gesamtpaket abliefert. Zu seinen Pluspunkten zählen die ABE-Zulassung, das geringe Gewicht, die 8,5-Zoll-Luftreifen und die App-Unterstützung.
Abstriche muss man bei der Motorleistung, der geringen Reichweite, den Bremsen, dem schmalen Trittbrett und dem fehlenden Blinker machen. Auch das wackelige Fahrgefühl und das Fehlen einer Federung sind der niedrigen Preisklasse geschuldet. Insgesamt ist der A-To Ultron Air aber alltagstauglich und stellt für preisbewusste Einsteiger eine interessante Wahl dar.
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