Bereits im zarten Alter von fünf Jahren hatte Jonas seinen ersten PC und hat glücklicherweise noch die Zeit von Kassetten, CDs und Disketten miterlebt. Seitdem hat ihn Technik und der Spaß an Gadgets nicht mehr losgelassen. Angefangen hat er 2023 als Volontär bei TechStage, das 2024 in heise bestenlisten übergegangen ist. Seit 2025 ist er dort nun fest als Redakteur im Team tätig und allen voran Experte für Mini-PCs. Weiterhin testet er für allerlei PC-Zubehör, Saugroboter, Ladegeräte und Powerbanks. Privat ist er Vielleser, Bahn-Nerd und Musikliebhaber, wobei sein Musikgeschmack so vielfältig ist wie er selbst.
Der Akku-Staubsauger Hoover H-Free 100 bietet für unter 100 Euro nicht nur solide Saugkraft, sondern auch eine Bürste zum Kämmen von Hund und Katze. Wir zeigen im Test, wie gut er ist.
Der Hoover H-Free 100 gehört zu den günstigsten Handstaubsaugern mit Akku. Dennoch liefert er zum Preis von aktuell nur 85 Euro ein recht ordentliches Zubehörpaket, eine solide Saugleistung sowie ein ansehnliches Design. Unser Testgerät kommt in der Ausstattungsvariante „Pets“, die einen Saugaufsatz enthält, mit dem man Katzen und Hunde absaugen kann. Wie gut der günstige Sauger sich schlägt, haben wir an unterschiedlichen Szenarien in der Praxis getestet.
Der Hoover H-Free 100 kommt in einem schicken, mehrheitlich grauen Kunststoffgehäuse mit roten Akzenten, etwa an Druckknöpfen oder dem Saugrohr. Das gilt für die Optik des Pets-Modells, denn beim normalen Modell ist das Gehäuse mehrheitlich rot. Besser gefällt uns aber statt eines grauen Saugrohrs das rote. Das Design ist insgesamt sehr klassisch für einen Akku-Staubsauger, die Aufteilung und Proportionen erinnern an Dyson & Co.
Im Hauptgerät mit Maßen von 26 x 23,4 x 112 cm befindet sich ein Einschub am Handteil, in dem man die Fugendüse aufbewahrt. Ansonsten finden sich im Lieferumfang der motorisierte Bürstenkopf mit LED-Beleuchtung für Hartböden und Teppich, das Netzteil mit Rundstecker-Stromanschluss sowie die Wandhalterung mit Schrauben und Dübeln. Beim Pets-Modell gibt es außerdem die Bürste, mit der man Haustiere absaugen und dabei kämmen kann. Der herausnehmbare Akku fügt sich unscheinbar in den Handgriff ein. Weiterhin hat Hoover in das Hauptgerät einen Hepa-Filter eingesetzt, den man durch einen Druckknopf für Reinigung oder Austausch entnehmen kann.
Die Bürste mit Möbelpinsel ist direkt am Saugrohr des Hauptgeräts befestigt und lässt sich bei Bedarf nach vorne schieben und dort einrasten. Bei Nichtgebrauch kann man sie wieder zurück aus dem Weg schieben.
Die Verarbeitung des Hoover H-Free 100 ist sehr ordentlich, wenn auch nicht außergewöhnlich. Der Staubsauger selbst sowie die Steckverbindungen bestehen aus wertigem Kunststoff, das Saugrohr ist sogar aus Aluminium gefertigt. Bei dem niedrigen Preis ist das nicht zwingend erwartbar. Die Steckverbindungen für Saugrohr und Bürstenkopf rasten beim Zusammenstecken sauber ein, die Fugendüse lässt sich ohne Mühe aufstecken. Bedient wird der H-Free 100 über einen Druckknopf im Pistolen-Handgriff des Hauptgeräts, den man über einen daneben befindlichen Hebel auch einrasten kann. So muss man den Power-Knopf nicht durchgehend selbst betätigen. Dieser Hebel wirkt etwas wackelig, hat im Test aber bisher seinen Dienst zuverlässig verrichtet.
Ein einfaches Gedrückt-Halten des Power-Knopfs aktiviert den normalen Saugmodus mit voller Leistung. Für reduzierte Saugleistung bei weniger Lautstärke drückt man zweimal kurz hintereinander den Knopf und hält diesen dann gedrückt. Das ist denkbar einfach, mehr Modi gibt es nicht.
Der Staubbehälter mit 0,9 Litern Fassungsvermögen befindet sich ebenfalls am Handteil und über einen kleinen innen liegenden Hebel kann man ihn vollständig abnehmen. Das ist zum Entleeren gar nicht notwendig, denn der Unterboden klappt einfach auf. Dazu befindet sich direkt am Staubbehälter ein Schiebeknopf, den man nach oben drücken muss. Den kompakten Akku im Handgriff kann man über einen Druckknopf lösen. Eine konkrete Akkustandsanzeige auf dem Akku selbst gibt es nicht, lediglich ein breiter LED-Streifen leuchtet bei ausreichend Akkuladung weiß und während des Ladens rot. Ein Display fehlt dem Sauger ganz.
Schön: Alle Knöpfe und Funktionen sind gut sichtbar auf dem Gehäuse angeschrieben, man findet sich schnell zurecht.
Normalerweise würden wir an dieser Stelle die Saugleistung konkret in Airwatts angeben. Beim Hoover H-Free 100 finden wir erstaunlicherweise auch nach intensiver Recherche keine Angaben zur Saugleistung, der Hersteller schweigt dazu schlicht auf seiner Webseite. Somit können wir sie nur beschreiben und versuchen zu vergleichen.
In der Praxis empfinden wir die Saugleistung des Hoover H-Free 100 als ordentlich, aber nicht berauschend. Krümel auf dem Boden lassen sich so teils nur bei mehrmaligem Nachfassen aufsaugen, grober Schmutz und Staub verschwinden aber schnell. Im Vergleich zu anderen Akku-Staubsaugern erscheint uns die Saugleistung aber doch spürbar geringer.
Weiterhin lassen sich selbst längerflorige Teppiche absaugen, auch wenn man dabei den rotierenden Bürstenkopf zügig darüber manövrieren sollte, um sich nicht festzufahren. Denn der Teppich wickelt sich sonst gerne um die rotierende Bürste, wie wir im Test bemerken. In diesem Fall bleibt die Bürste bei zu viel Gegenwehr stehen und das LED-Licht im Gehäuse geht aus. Kurzflorige Teppiche sind kein Problem, die Saugleistung ist dafür meist ausreichend. In kleine Ecken kommt man selbst mit Fugendüse schwierig, hier zeigt sich unter anderem der Nachteil einer geringen Saugleistung.
Die beigelegte Tierhaar-Bürste ist recht kompakt und rotiert ebenfalls. Mit ihr soll man seine Haustiere direkt absaugen können und so etwa loses Fell seiner Katze direkt aufsammeln. Das kennen wir so vor allem von höherpreisigen Akku-Staubsaugern, wo es ein nettes, aber nicht unbedingt notwendiges Zubehör ist. Dass nun ein so günstiger Sauger auch mit Tierhaar-Bürste kommt, ist erstaunlich wie erfreulich. Bei unseren anderen Akku-Staubsauger-Tests war die Zielgruppe solch einer Bürste – unsere Katzen – aber eher weniger angetan davon, abgesaugt zu werden.
Die Betriebslautstärke liegt jenseits von 80 dB(A), was für einen Staubsauger aber recht üblich ist. Praktisch ist die bereits angesprochene LED im vorderen Teil der Hauptbürste, die im Betrieb immer eingeschaltet ist. Sie hilft, Schmutzpartikel aufzuspüren und so gründlicher saugen zu können. Ebenfalls praktisch: Der Hoover kann senkrecht hingestellt werden, indem man den Bürstenkopf mehr als 90 Grad abknickt, also den Sauger aufrichtet. Das klappt, ist aber nicht wirklich sicher. Bei Stößen von der Seite tendiert das Gerät dazu, seitlich wegzukippen.
Womöglich erklärt die etwas geringere Saugleistung auch die vergleichsweise hohe Laufzeit, wir können im normalen „Vollgas-Modus“ knapp 20 Minuten saugen. Im Eco-Modus sind es sogar über 30 Minuten. Das ist ordentlich und löblich, schafft man so doch meist fast die gesamte Wohnung. Laden stellt sich aber als zäher Vorgang heraus, über vier Stunden benötigen wir, was einen Stromverbrauch von etwas weniger als 0,05 kWh verursacht. Die Ladeleistung liegt bei mageren 8 bis 11 Watt.
Normalerweise kostet der Hoover H-Free 100 etwa 140 Euro in unserer Testausstattung „Pet“. Aktuell bekommt man den Akku-Staubsauger in dieser Variante bei Ebay aber schon für 85 Euro. Das Modell Home ohne Tierhaar-Bürste kostet derzeit 124 Euro.
Der Hoover H-Free 100 gehört zu den günstigsten, soliden Akku-Staubsaugern. Die Verarbeitung ist für den Preis von unter 100 Euro ziemlich gut. Wunder sollte man dafür aber nicht erwarten, so ist insbesondere die Saugleistung dem niedrigen Preis angepasst. Positiv ist das viele Zubehör.
Die Akkulaufzeit geht in Ordnung mit etwa 20 Minuten im normalen Modus, die Lautstärke mit etwas mehr als 80 dB(A) ebenfalls, dürfte aber gern niedriger sein. Schade ist die geringe Ladeleistung des angenehm kompakten und gut verstauten Akkus, für eine volle Aufladung benötigen wir mehr als vier Stunden. Insgesamt handelt es sich beim Hoover H-Free 100 um einen besonders günstigen, dafür aber soliden Akku-Staubsauger, der gerade für kleinere Wohnungen und Ein-Personen-Haushalte oder im Wohnwagen ausreicht.
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