Der in der Slowakei lebende Tam Hanna leitet die ebenda ansässige Tamoggemon Holding k.s. Dieses Unternehmen beschäftigt sich mit Consulting, Anwendungsentwicklung und dem Verfassen von Fachtexten für die IT-Industrie. Seit 2004 liegt der Schwerpunkt von Tams Tätigkeit im Bereich der Mobilcomputer.…
Rovio – der Macher von Angry Birds – konnte an sein One-Hit-Wonder bisher nicht anschließen. Das Unternehmen war in den letzten Monaten primär ob seiner finanziellen Probleme in der Presse: die diversen Spin-Offs und Me-Too-Games brachten dem Unternehmen keine anhaltenden Erfolge.
Mit Angry Birds 2 versucht Rovio nun eine radikale Neuauflage ihrer Cash Cow. Nach dem Download zeigt sich der erste Unterschied zum großen Vorbild: während Angry Birds 1 ein Kaufspiel war, ist der Nachfolger ein Free-to-Play-Titel.
Das grundlegende Spielkonzept bleibt gleich: Der Spieler übernimmt das Kommando über eine Truppe von Vögeln, die die diversen von Schweinen errichteten Gebäude per Beschuss in Einzelteile zerlegen müssen. Aufgehübschte Grafik und die bekannt-witzige Physik sorgen von der ersten Minute an für ein freudiges Grinsen im Gesicht.
Einzelne Levels bestehen nun aus mehreren Bestandteilen, durch die man sich vorarbeiten muss. Welche der verschiedenen Waffen, pardon, Vögel, der Spieler jeweils zur Verfügung hat, ist nun nicht mehr vorgegeben. Stattdessen bekommt der Spieler über ein Kartensystem zufällige Vögelchen oder Zaubersprüche zugewiesen, mit denen er sein Glück versuchen muss.
Der Schwierigkeitsgrad ist auch deswegen angestiegen. Während es bei der ersten Version noch möglich war, das komplette Spiel an einem Tag durchzuzocken, unterhält Angry Birds II auch Dauerzocker problemlos eine Woche oder länger. Oder auch nicht.
Angry Birds II unterscheidet sich insofern von seinem Vorgänger, als es nun diverse Möglichkeiten zum Verbrennen von Kleingeld gibt. Für eine Runde wirksame Zauber verpassen dem Federvieh kurzfristig magische Kräfte; ein Energiesystem beschränkt die Anzahl der möglichen Durchläufe. Und genau das ist das Problem: Dauerzocken geht nicht. Hat man alle Karten aufgebraucht, bevor das Level beendet ist, verliert man ein Leben. Sind alle fünf Leben weg, muss man warten. Oder zahlen, um weiterzocken zu können. Oder sich seine Leben über andere Wege „verdienen“ – Apps herunterladen oder Videos betrachten zum Beispiel.
Eine ab dem 25. Level freigeschaltete Arena erlaubt euch das Austragen von diversen Gefechten über das Internet. Auch hier ist die Idee klar: wer beim normalen Zocken kein Geld ausgibt, wird vielleicht durch Gruppendruck animiert.
Aus technischer Sicht bietet Angry Birds nur wenig Neues. Das Spiel ähnelt seinem Vorgänger, bekam aber zusätzliche Soundeffekte und kleine Comicszenen verpasst. Ähnlichkeiten zu einarmigen Banditen im Casino sind – natürlich – rein zufällig.
Nach dem ersten Start werden einige Ressourcen vom Server heruntergeladen; das Game lässt sich zumindest im Moment aber auch offline spielen.
Angry Birds II dürfte ein Erfolg werden – für Rovio. Casinos verdienen seit Jahrhunderten Geld daran, ihre Besucher so effizient wie möglich abzuzocken: die Finnen scheinen sich hier Inspiration geholt zu haben ...
Für den Spieler bleibt ein zweischneidiges Bild. Grafik, Physik & Co. wurden kräftig aufgehübscht; die Sache mit den Karten sorgt für ein zusätzliches, strategisches Element. Aber diese Nummer mit dem Warten – die ist echt mies. Und versaut so ein Bisschen den Spaß an einem eigentlich tollen Spiel.
Affiliate-Information
Bei den mit gekennzeichneten Links handelt es sich um Provisions-Links (Affiliate-Links). Erfolgt über einen solchen Link eine Bestellung, erhält TechStage eine Provision. Für den Käufer entstehen dadurch keine Mehrkosten.