Die Foscam C5M 3K bietet eine hohe Auflösung, Onvif-Support, Dual-WLAN, Personen- und Geräuscherkennung sowie eine Ethernet-Schnittstelle. Und preiswert ist sie auch noch.
Foscam bringt mit der C5M 3K eine Überwachungskamera für Innenräume (Bestenliste), die mit 3072 × 1728 Pixel nicht nur eine hohe Auflösung bietet, sondern Videos mit bis zu 25 fps aufzeichnet. Gegenüber Varianten mit 15 fps sorgt die höhere Bildrate hauptsächlich bei sich schnell bewegenden Objekten für eine klarere Darstellung. Videos speichert die Foscam-Überwachungskamera auf einer microSD-Karte, die bis zu 256 GByte groß sein kann, aber nicht zum Lieferumfang gehört. Optional gibt es auch ein kostenpflichtiges Cloud-Abo, das für 35 Euro jährlich Aufnahmen für bis zu sieben Tage in der Cloud speichert und die standardmäßige Erkennung von Personen und Haustieren auf Fahrzeuge und Pakete erweitert. Dank Onvif-Support (Ratgeber) lässt sich die Kamera auch mit Dritthersteller-Lösungen wie Synology Surveillance Station (Ratgeber) steuern und in kompatible Smart-Home-Zentralen (Bestenliste) wie Home Assistant (Testbericht) oder Homey Pro (Testbericht). Verbindung mit dem heimischen Router kann die Foscam C5M 3K über ein 2,4-GHz oder 5-GHz-WLAN-Netz oder per Ethernet aufnehmen.
Im Lieferumfang der 102 Gramm schweren Foscam C5M 3K sind USB-C-Kabel, Netzteil sowie eine Halterung samt Schrauben und Dübeln für die Montage enthalten. Dank eines gummierten Standfußes findet sie auf ebenen Oberflächen aber auch ohne Verschraubung sicheren Halt. Mit zwei Gelenken ausgestattet, kann die Halterung der Kamera auch an einer Wand montiert werden. Da man per Software das Kamerabild umkehren kann, ist auch eine Montage an einer Decke möglich. Und last but not least, haftet die Kamera mithilfe des magnetischen Standfußes auch an entsprechenden Oberflächen wie der Seitenwand eines Kühlschranks (siehe Bildergalerie).
Eine Kurzanleitung auf Deutsch für die Montage und die Installation der Überwachungskamera ist im Lieferumfang ebenfalls enthalten. Mit einer Höhe von 12 cm und einer Breite und Tiefe von jeweils 7 cm fällt die gut verarbeitete Foscam-Überwachungskamera relativ kompakt aus. Noch kleinere Modelle bietet unsere Bestenliste Top 7: Die besten kleinen Überwachungskameras im Test – Babyphone inklusive.
Die Inbetriebnahme erfolgt mit der Foscam-App, die für iOS und Android zur Verfügung steht und eine Registrierung per E-Mail-Adresse erfordert. Alternativ können Anwender für das Setup auch die Desktop-Anwendung Foscam VMS nutzen, die die Inbetriebnahme mit einem lokalen Konto ermöglicht und für Windows und macOS zur Verfügung steht. Für die Koppelung mit dem heimischen Router scannt man den QR-Code auf der Rückseite der Kamera ein und folgt der Assistent-gestützten Einrichtung. Weitere Details zur Inbetriebnahme zeigt die Bildergalerie.
Auf der Startseite zeigt die Foscam-App ein Vorschaubild des Livestreams. Drückt man auf das Wiedergabe-Symbol, wird der Livestream aktiviert. Dieser steht im Test sowohl mit einer WLAN-Verbindung als auch über Ethernet zügig parat. Wer den Livestream auch auf einem smarten Display (Ratgeber) wie Echo Show oder Google Nest Hub ausgeben möchte, muss die entsprechende Integration Alexa oder Google-Assistent in der App unter Konto aktivieren.
Um eine microSD-Karte als Speicher zu verwenden, muss man diese zunächst mit FAT32 formatieren. Das gelingt leider nicht mit der App, sodass sie eine microSD-Karte, die mit einem anderen Dateisystem formatiert wurde, nicht erkennt.
Die Bewegungserkennung kann man auf Personen und/oder Haustiere eingrenzen. Damit werden Fehlalarme durch andere, sich bewegende Objekte reduziert. Wer darüber hinaus Wert auf Paket- und Fahrzeugerkennung legt, muss zum kostenpflichtigen Abo greifen. Doch für den Einsatz als Innenraumkamera sollte die gebotene Erkennung von Personen und Haustieren für die meisten Anwender ausreichend sein.
Sollte es trotz aktivierter Personenerkennung zu Fehlalarmen kommen, können Anwender unter Alarm-Einstellungen die Empfindlichkeit der Bewegungserkennung justieren und einen Erkennungsbereich definieren. Für einen DSGVO-konformen Betrieb kann man unter Einstellungen – Datenschutzmaske Bildbereiche konfigurieren, die bei der Aufnahme automatisch geschwärzt werden. Das ist etwa erforderlich, wenn die Überwachungskamera auf ein fremdes Grundstück oder öffentlichen Bereich ausgerichtet ist. Bei einer Überwachungskamera für den Innenbereich dürfte dies aber nur selten vorkommen.
Benachrichtigungen erfolgen zeitnah per Push auf Smartphone oder Tablet. Außerdem ist es möglich, Alarmmeldungen per E-Mail zu erhalten und einen FTP-Upload für Aufnahmen zu konfigurieren. Das gelingt aber nur mit der Desktop-Anwendung Foscam VMS (siehe auch Bildergalerie). Ein Zugriff per Browser unterstützt die Foscam C5M 3K leider nicht, dafür kann man per FTP-Client wie Filezilla (Heise Download) auf die microSD-Karte der Kamera zugreifen und Bilder und Videos herunterladen.
Die Gegensprechfunktion hat im Test, wie auch die Geräuscherkennung einwandfrei funktioniert. Somit kann man die Foscam C5M 3K auch als Babyphone verwenden. Die Sprache ist auf beiden Seiten gut verständlich. Allerdings verzerrt der Ton bei voller Lautstärke etwas.
Ansonsten ist die Bedienung der Foscam C5M 3K mit der App dank übersichtlicher Menüs einfach. Etwas mehr Mühe hätte sich der Hersteller aber bei der Übersetzung geben können: Port mit Hafen zu übersetzen, trifft die Sache nicht ganz und Settings mit Rahmen ebenfalls nicht.
Verbesserungspotenzial bietet auch die Wiedergabefunktion. Die Liste von Ereignissen kann nicht gefiltert werden und die Erkennung von Haustieren wird anders als bei den Benachrichtigungen in der Wiedergabeliste nicht entsprechend gekennzeichnet, während dies bei der Personenerkennung der Fall ist. Und auch der Download von Videos auf der microSD-Karte ist unter Android etwas umständlich. Statt die Videos direkt in der Fotos-App zu laden, wie das mit der iOS-App passiert, werden diese zunächst in der App unter Konto – Aufnahmen gespeichert. Erst wenn man dort noch einmal auf Herunterladen klickt, tauchen die Aufnahmen unter der Standard-Galerie-App auf.
Dank der Unterstützung von Wide Dynamic Range (WDR) gibt es an der Bildqualität bei schwierigen Lichtverhältnissen, etwa Gegenlicht, nichts auszusetzen. Im Gegenteil: Die Aufnahmen bei Tag sind sehr detailreich. Bei Dunkelheit überzeugen auch die Schwarz-Weiß-Aufnahmen auf Basis der Infrarot-LEDs, auch wenn sie wie üblich etwas Details vermissen lassen (siehe auch Bildergalerie).
Die Foscam CM5 3K unterstützt offiziell Google Home und Amazon Alexa. Dadurch können Anwender die Überwachungskamera nicht nur per Sprache steuern, sondern sich den Livestream auf einem smarten Display (Ratgeber) wie Echo Show ansehen. Das funktioniert im Test tadellos: Der Livestream steht auf dem Echo Show nicht nur sofort parat, sondern erscheint auch ohne Versatz nahezu in Realzeit.
Dank Onvif-Unterstützung lässt sich die Foscam CM5 auch unter kompatiblen Smart-Home-Zentralen (Bestenliste) wie Home Assistant oder Homey Pro ohne Umwege über die Cloud lokal einbinden. Und auch die Steuerung mit Dritthersteller-Lösungen wie Synology Surveillance Station funktioniert im Test einwandfrei. Mehr Informationen über Onvif bietet der Beitrag Überwachungskameras ohne Cloud: Keine monatlichen Kosten & mehr Datenschutz.
Die Integration unter Home Assistant (Testbericht) bietet auch Zugriff auf den Livestream und den Bewegungssensor der Kamera. Damit können Anwender die Foscam CM5 auch für Automatisierungen, etwa zum Aufbau einer umfassenden Alarmanlage, verwenden. Mit Homey Pro müssen Anwender auf den Livestream verzichten und erhalten stattdessen nur ein Standbild des letzten Ereignisses.
Foscam verkauft die C5M 3K regulär für 55 Euro. Im Handel ist sie für unter 50 Euro (Preisvergleich) erhältlich. Das ist für eine Onvif-kompatible Überwachungskamera mit hoher Auflösung ein fairer Preis. Etwas teurer ist die ebenfalls Onvif-kompatible TP-Link Tapo C225 (Testbericht), die mit 2560 × 1440 Pixel zwar etwas weniger hoch auflöst, aber dank PTZ-Mechanik und Auto-Verfolgung einen erheblich größeren Bereich überwacht. Eine günstigere Babyphone-Alternative ist die 30 Euro teure Annke Crater 2 (Testbericht). Allerdings bietet diese keinen Onvif-Support und lässt sich somit auch nicht in Smart-Home-Zentralen einbinden oder mit Dritthersteller-Lösungen wie Synology Surveillance Station steuern.
Weitere Alternativen aus unserer Bestenliste zeigen wir in folgender Tabelle.
Die für Innenräume vorgesehene Überwachungskamera Foscam C5M 3K überzeugt im Test mit einer guten Bildqualität, die dank WDR-Support auch bei Gegenlicht nicht nachlässt. Benachrichtigungen verschickt die C5M 3K zeitnah nicht nur per Push, sondern optional auch per E-Mail. Ein Upload der letzten Aufnahme auf einen FTP-Server ist ebenfalls möglich. Der Livestream steht nicht nur in der App zügig parat, sondern auch auf einem smarten Display wie Amazon Echo Show. Und Fehlalarme sind dank Personen- und Tiererkennung praktisch ausgeschlossen. Im Test haben wir jedenfalls keine registriert. Und dank Gegensprechfunktion und Geräuscherkennung eignet sich die Kamera auch als Babyphone.
Positiv ist auch, dass Anwender die Foscam C5M 3K dank Onvif-Support mit Dritthersteller-Lösungen wie Synology Surveillance Station lokal ansteuern und in Smart-Home-Zentralen wie Home Assistant einbinden können. Das hat nicht jede Kamera zu bieten, zumal bei einem Preis von unter 50 Euro (Preisvergleich). Auf der Habenseite stehen auch die flexiblen Montageoptionen, mit der man die Foscam C5M 3K an Wand, Decke oder einer ebenen Fläche montieren kann. Dank des magnetischen Standfußes „klebt“ sie selbst an Kühlschränken. Insgesamt ist die Foscam C5M 3K sehr empfehlenswert.
Kritik gibt es aber auch. Die betrifft allerdings weniger die Kamera, sondern vielmehr die App. So ist die deutsche Übersetzung nicht frei von Fehlern und unter Android ist das Herunterladen von Video etwas umständlich.
Überwachungskameras gibt es viele. Zahlreiche Tests, Ratgeber und weitere Informationen finden TechStage-Leser in unserer Themenwelt Überwachungskameras. Eine gute erste Anlaufstelle ist der Beitrag WLAN, Cloud, Solar: Überwachungskameras für innen & außen ab 30 Euro. Darin erläutern wir die wichtigsten Kaufkriterien und präsentieren die besten Überwachungskameras der verschiedenen Kategorien mit Preisen zwischen 30 und 500 Euro. Und wer sich für Überwachungskameras mit Beleuchtung interessiert, findet in unserem Ratgeber Außenleuchten, Spotlight- und Floodlight-Cams ab 60 Euro alle relevanten Produktkategorien mit den besten Angeboten. Im Ratgeber Überwachungskameras ohne Cloud zeigen wir, wie man Überwachungskameras lokal ansteuert und damit Kosten spart und mehr Datenschutz umsetzen kann. Ein Blick auf unsere Überwachungskameras-Bestenlisten ist ebenfalls empfehlenswert:
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