Bereits im zarten Alter von fünf Jahren hatte Jonas seinen ersten PC und hat glücklicherweise noch die Zeit von Kassetten, CDs und Disketten miterlebt. Seitdem hat ihn Technik und der Spaß an Gadgets nicht mehr losgelassen. Angefangen hat er 2023 als Volontär bei TechStage, das 2024 in heise bestenlisten übergegangen ist. Seit 2025 ist er dort nun fest als Redakteur im Team tätig und allen voran Experte für Mini-PCs. Weiterhin testet er für allerlei PC-Zubehör, Saugroboter, Ladegeräte und Powerbanks. Privat ist er Vielleser, Bahn-Nerd und Musikliebhaber, wobei sein Musikgeschmack so vielfältig ist wie er selbst.
Das Belkin Boostcharge Pro 4-Port 108W ist ein leistungsstarkes USB-C-Ladegerät mit einer Gesamtleistung von 108 W. Im Test überzeugt es mit hoher Ladeleistung und guter Verarbeitung, offenbart aber auch ein paar Schwächen.
Mit dem Boostcharge Pro 4-Port 108W hat Belkin ein vielseitiges USB-C-Ladegerät auf dem Markt, das dank hoher Gesamtleistung und vier Anschlüssen zum gleichzeitigen Laden mehrerer Geräte geeignet ist. Mit bis zu 96 W an einem der USB-C-Ports können auch stromhungrige Notebooks zügig geladen werden. Die vier Anschlüsse sind ein weiteres Plus. Wie gut es ist, zeigt sich im Test.
Das kompakte Kunststoffgehäuse des Belkin Boostcharge Pro ist hochwertig verarbeitet und nur etwa so groß wie eine Zigarettenschachtel. Dank der kompakten Abmessungen findet das Ladegerät auch auf dem Schreibtisch problemlos Platz. Das zwei Meter lange Kabel zur Stromversorgung lässt sich bei Bedarf abnehmen, was Flexibilität bei der Platzierung erlaubt.
An der Vorderseite befinden sich die vier Ladeanschlüsse. Zwei USB-C-Ports unterstützen den Power-Delivery-Standard mit bis zu 96 W, die beiden USB-A-Ports liefern maximal 12 W und teilen sich die Leistung. Insgesamt ist die Anschlussausstattung ordentlich, auch wenn nur ein Port die volle Leistung bereitstellt. Die anderen Anschlüsse liefern spürbar weniger Leistung als bei manchem Konkurrenzprodukt, doch mehr dazu im nachfolgenden Absatz.
Das Belkin Boostcharge Pro setzt auf den modernen Power-Delivery-3.0-Standard. Einer der beiden USB-C-Ports liefert bis zu 96 W (20 V bei 4,8 A), der zweite immerhin noch 30 W (20 V bei 1,5 A). Die beiden USB-A-Ports teilen sich eine Leistung von bis zu 12 W (5 V bei 2,4 A). Von PPS für schnelles Laden von Smartphones ist nicht die Rede.
Die maximale Gesamtleistung von 108 W verteilt sich abhängig von der Anzahl der angeschlossenen Geräte dynamisch. An einem einzelnen Gerät stehen die vollen 96 W über USB-C zur Verfügung. Bei zwei Geräten liefert USB-C1 noch 65 W und USB-C 2 bis zu 30 W (95 W gesamt). Nutzt man drei Anschlüsse, sind es 96 W via USB-C und 12 W über USB-A (108 W gesamt). Bei Nutzung aller vier Ports teilen sich entweder USB-C1 mit 96 W und beide USB-A-Ports 12 W (108 W gesamt) oder USB-C1 liefert 65 W, USB-C 2 dann 30 W und ein USB-A-Port 12 W (107 W gesamt).
Im Praxistest zeigt das Belkin Boostcharge Pro gute Leistungen. An einem MacBook werden sehr gute 74,8 W erreicht, an einer Anker Powerbank 737 sogar hervorragende 90,1 W. Auch bei der Effizienz schneidet das Netzteil mit 91,38 Prozent ordentlich ab und liegt nur knapp unter den Bestwerten.
Größter Kritikpunkt im Praxiseinsatz ist das deutlich wahrnehmbare hochfrequente Pfeifen, das bei hoher Leistungsabgabe auftritt. Das ist auf Dauer sehr störend und nervt im Alltag.
Mit einem Preis von rund 37 Euro ist das Belkin Boostcharge Pro fair bepreist. Für ein Markenladegerät mit 108 W Gesamtleistung geht der Preis in Ordnung.
Das Belkin Boostcharge Pro 4-Port 108W hinterlässt im Test einen etwas zwiespältigen Eindruck. Auf der Habenseite stehen die hohe Gesamtleistung von 108 W, die guten Ladeleistungen an Laptop und Powerbank, die hochwertige Verarbeitung und die praktische Flexibilität dank abnehmbarem Kabel.
Dem stehen aber auch ein paar Kritikpunkte gegenüber. Allen voran das störende Pfeifgeräusch unter Last, das deutlich wahrnehmbar ist und auf Dauer sehr stört. Schade ist auch, dass nur einer der USB-C-Ports mit der vollen Leistung von 96 W aufwartet, während die anderen Anschlüsse mit spürbar weniger Power auskommen müssen. Zudem fehlt PPS für schnelles Laden von Smartphones. Hier bieten einige Konkurrenten teils schon mehr fürs Geld oder verlangen für Produkte mit diesen Funktionen einen vergleichsweise geringen Aufpreis. Apropos Geld: Mit rund 37 Euro ist das Boostcharge Pro für die gebotene Leistung inzwischen deutlich fairer bepreist, als noch zuvor.
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