Die Benq Laptopbar haftet magnetisch am Notebook und beleuchtet die Tastatur sowie einen guten Teil des Schreibtisches. Sie kommt mit einigen cleveren Funktionen und ganz viel Style. Wir haben sie getestet.
Monitorlampen gehören zu den besten Lösungen, um den Arbeitsplatz dezent, aber effizient zu beleuchten. Die schmalen, oft knapp einen halben Meter langen Zylinder klemmen auf dem Monitor und werfen ihr Licht gerichtet auf den Schreibtisch. Benq gehört dabei zu den ersten Unternehmen, die mit der Benq Screenbar (Testbericht) aus dem Jahr 2017 eine Monitorlampe erfolgreich am Markt platzieren konnten. Die Screenbar ist gar so durchdacht und erfolgreich, dass sie noch heute, also sieben Jahre später, verkauft wird. Mit der Benq Screenbar Halo (Testbericht) bringt Benq 2023 ihren Nachfolger auf dem Markt, der an einigen Stellen nachbessert. So kommt sie etwa mit einem Ambient-Licht und einer Fernbedienung.
Die beiden Benq-Screenbars sind toll, jedoch mit 100 Euro und 170 Euro teuer. Mittlerweile gibt es viele gute und deutlich günstigere Alternativen. Dazu gehört etwa die Xiaomi Screenbar (Testbericht) für 55 Euro und die Xlayer LED Monitor Lampe (Testbericht) für 30 Euro.
Die Benq Laptopbar ist durchdacht designt und optimal verarbeitet. Hier hat man an keiner Stelle Bedenken, dass etwas kaputtgehen könnte. Sie besteht überwiegend aus einem matten, dunklen Kunststoff. Komponenten wie der ausklappbare Arm, die höheren Belastungen ausgesetzt sind, bestehen aus Metall. Die Benq Laptopbar kommt mit einer Tasche und einem USB-C-Kabel.
Am Laptop haftet sie magnetisch. Dafür muss zunächst eine der beiden münzgroßen und matt in den Farben Silber und Grau beschichteten Metallplatten auf die Rückseite des Notebook-Displays geklebt werden. Für die richtige Platzierung liegt eine Schablone bei.
Die knapp 24 Zentimeter lange Laptopbar haftet magnetisch an der Batterieeinheit, welche ebenfalls magnetisch am aufgeklebten Metallplättchen hängt. Die zylindrische Lichteinheit kann in ihrem Winkel angepasst werden. Außerdem kommt die Benq Laptopbar mit einem ausklappbaren Arm, um den Abstand von Display und LEDs anpassen zu können. Mit angelegtem Arm beleuchtet die Laptopbar hauptsächlich die Tastatur. Zeigt der Arm nach oben, ist auch ein guter Teil des Schreibtisches beleuchtet.
Berührungslos über einen Bewegungssensor erkennt die Laptopbar die Hand und schaltet sich so ein und aus. Für das Anpassen der Helligkeit und der Farbtemperatur von 2700 Kelvin bis 5700 Kelvin in sieben Stufen gibt es berührungsempfindliche Taster auf der Vorderseite. Ein LED-Streifen zeigt die gewählte Option an. Es gibt zudem die Möglichkeit, dass sich die Laptopbar automatisch an das Umgebungslicht anpasst. Das alles funktioniert hervorragend.
Angaben zur Kapazität des Akkus der Benq Laptopbar finden wir nicht. Auf voller Helligkeit hält sie im Test gut zwei Stunden durch. Über das USB-C-Kabel kann sie etwa über das Notebook oder eine Powerbank mit bis zu vier Watt im Betrieb gehalten und geladen werden. Ausgeschaltet ist sie in etwa zwei Stunden wieder voll.
Um die Lichtausbeute mit den anderen bereits von uns getesteten Leuchten für Monitore (Themenwelt) vergleichen zu können, messen wir auch hier mit Smartphone und App in 50 Zentimeter Abstand nach. In der Praxis ist der Abstand zur Tastatur mit etwa 20 bis 30 Zentimeter deutlich geringer. Die App zeigt bei 50 Zentimeter maximal 710 Lux an. Damit ist sie dunkler als viele der großen Monitorleuchten. Das ist wenig verwunderlich, schließlich kommt die Laptopbar mit einem Akku und ist deutlich kompakter. Bei 30 Zentimeter messen wir 960 Lux, bei 20 Zentimeter knapp 1400 Lux. Damit ist die Laptoplampe in der Praxis so hell wie die hellsten Monitorlampen.
Insgesamt streut die Benq Laptopbar ihr Licht weit genug, um nicht nur die Tastatur, sondern auch einen guten Teil des Tisches zu beleuchten. Der Abstrahlwinkel ist mit etwa 180 Grad weit und zu den Rändern scharf begrenzt. Das Licht der Notebooklampe blendet nicht im Display.
Allerdings empfinden wir die Spiegelung auf der schwarzen Tastatur unseres Macbook Air als unangenehm. Wer überwiegend blind mit zehn Fingern schreibt, dem sollte das weniger stören. Alle andere sollten vor dem Kauf prüfen, ob die Tastatur ihres Notebooks Licht stark reflektiert. Alternativ kann man den Abstrahlwinkel der Laptopbar auch weg von der Tastatur und mehr zum Nutzer richten.
Die Benq Screenbar kostet bei Jakob.de 126 Euro. Auf große Rabatte und Preisschwankungen braucht man bei Benq-Produkten unserer Erfahrung nach nicht zu setzen.
Die Benq Laptopbar ist die beste Notebookbeleuchtung, die wir kennen. Sie ist hochwertig verarbeitet, in ihrer Nutzung durchdacht und flexibel. Sie haftet über ein aufgeklebtes Metallplättchen magnetisch am Notebook und wirft ein helles Licht auf die Tastatur und auf Wunsch auch auf einen Teil der Umgebung. Die Akkulaufzeit dürfte etwas länger sein. Auch könnten sich einige Nutzer an der Reflexion des Lichts auf der Tastatur stören.
Die Benq Laptopbar ist teuer. Wer jedoch bereit ist, viel Geld für sie auf den Tisch zu legen, erhält die derzeit beste mobile Notebookbeleuchtung.
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