Die Benq Screenbar Pro ist die Königin der Screenbars. Laut unseres Tests ist sie die hellste Monitorlampe auf dem Markt, mit einer sehr breiten und gleichmäßigen Ausleuchtung.
Benq war 2018 mit der Benq Screenbar (Testbericht) einer der ersten Hersteller einer Monitorlampe. Mittlerweile gibt es zahlreiche richtig gute Alternativen wie die Xiaomi Mi 1S Monitorlampe (Testbericht) oder die Xlayer LED Monitor Lampe (Testbericht). Doch keine ist so hell und durchdacht wie die neue Screenbar Pro von Benq.
Die Screenbar Pro sitzt wie alle Monitorlampen auf dem oberen Monitorrand und beleuchtet von dort aus den Schreibtisch. Das hat viele Vorteile. So spart man Platz auf dem Schreibtisch und wird dank der Positionierung und dem gerichteten Licht nicht geblendet. Außerdem schaltet sich die Screenbar dank USB-Stromversorgung automatisch mit dem Monitor ein und aus. Wir testen, ob die vielen Features der Screenbar Pro den hohen Preis von 139 Euro bei Amazon rechtfertigen und für wen sich der Kauf lohnt.
Schon beim Auspacken der Screenbar Pro zeigt sich Benqs Fokus auf Details: Die Umverpackung kommt komplett ohne Kunststoff aus. Stattdessen setzt Benq auf Pappe und Papier. Das schont die Umwelt und reduziert Plastikmüll.
Die Screenbar Pro selbst besteht fast vollständig aus Metall und ist wahlweise in silber oder schwarz erhältlich. Das matte Silber zieht eher Blicke auf sich, während Schwarz edler und dezenter wirkt. Wir haben die schwarze Variante vorliegen, welche weitestgehend unempfindlich gegenüber Fingerabdrücken ist. An der rechten Seite der Lichtleiste prangt der dezente Aufdruck ScreenBar Pro.
Mit einer Länge von stolzen 50 cm gehört die Screenbar Pro zu den breitesten Monitorlampen am Markt. Zum Vergleich: Die meisten Screenbars sind 40 bis 45 cm lang. Durch die zusätzliche Länge kann die Benq-Lampe auch breite Monitore und Schreibtische besser ausleuchten. Die Lichtleiste ist fest mit der Klemmhalterung verbunden.
Ein Highlight ist die Monitorhalterung. Die bisherigen Modelle von Benq nutzen ein Gegengewicht, um die Screenbar am Monitor zu befestigen. Die Pro kommt dagegen mit einer neuartigen Klammer, welche die Monitorlampe enorm flexibel und dennoch sicher befestigt. Sie eignet sich für sehr dünne Monitore ab 0,5 cm bis hin zu extra dicken Monitoren mit bis zu 6,5 cm. Die Klemme hat auf der Vorderseite einen sehr schmalen Steg, sodass selbst eine im Monitor integrierte Webcam nicht verdeckt wird. Benq bietet optional einen magnetischen Webcam-Adapter zum Nachrüsten an.
Dank einer zusätzlichen Gummierung in der Klemme ist die Screenbar auch für gewölbte Curved-Monitore geeignet. Sie kann dann einfach etwas weiter über das Display hinausragen.
Bei aller Perfektion hat die Halterung aber einen Nachteil: Das 180 cm lange USB-C-Kabel ist fest damit verbunden. Bei einem Kabelbruch lässt es sich nicht einfach austauschen – man müsste das ganze Gerät einschicken.
Per USB-C verbindet sich die Benq Screenbar Pro direkt mit dem Monitor, so schaltet sie sich automatisch mit ihm ein und aus. Alternativ legt Benq ein Netzteil bei.
Sehr gut gelöst ist die Bedienung direkt an der Screenbar Pro. Auf der Vorderseite befinden sich acht dezent beleuchtete Touch-Buttons, die gut erreichbar sind und zuverlässig reagieren. Der linke Knopf aktiviert den Ultraschallsensor. Erkennt dieser für fünf Minuten niemanden am Schreibtisch, schaltet sich die Screenbar automatisch aus. Kehrt jemand zurück, geht sie selbstständig wieder an. Dafür muss man sich direkt von die Screenbar setzen, läuft etwa ein Kollege vor dem Schreibtisch vorbei, reagiert der Sensor nicht. Unter dem Leuchtkörper sitzt zudem ein Lichtsensor. Dieser erfasst das Umgebungslicht und passt Helligkeit sowie Lichtfarbe auf Wunsch automatisch an.
Die Helligkeit lässt sich in 16 Stufen regeln, die Farbtemperatur in 8 Stufen von warmweißen 2700 Kelvin bis tageslichtweiß mit 6500 Kelvin verstellen. Eine hohe Farbtemperatur wirkt belebend und aktivierend, während warmes Licht am Abend für mehr Entspannung sorgt. Die Vollspektrum-LEDs erreichen einen Farbwiedergabeindex von 96, was die Farbdarstellung im Vergleich zu Standardlampen verbessern soll.
Was bei dem Preis der Lampe erstaunt: Eine Tischfernbedienung liegt der Screenbar Pro nicht bei. Die vermissen wir aber auch nicht, denn dank Lichtsensor, Ultraschallsensor und den gut erreichbaren Tasten ist eine Fernbedienung im Alltag kaum notwendig. Zudem schaltet sich die Lampe beim Anschluss an den Monitor automatisch mit ihm ein und aus.
Die Benq Screenbar Pro setzt in Sachen Lichtleistung neue Maßstäbe. Wir ermitteln bei einem Abstand von 50 cm eine maximale Helligkeit von beachtlichen 1700 Lux. Dies ist kein allgemeingültiger Wert, hilft uns aber ihre Helligkeit mit der von anderen zu vergleichen. Damit ist sie die aktuell hellste Screenbar auf dem Markt. Zum Vergleich: Die bisher hellsten Lampen Xiaomi Mi 1S Monitorlampe (Testbericht) und die Benq Screenbar Halo (Testbericht) schaffen „nur“ etwa 1500 Lux.
Die weite Ausleuchtung der Screenbar Pro ist beeindruckend. Dank ihrer Länge von 50 cm leuchtet sie auch große Schreibtische besser aus als alle anderen Monitorlampen. Der Winkel des Lichtkegels lässt sich anpassen, um Reflexionen im Monitor zu vermeiden. Dabei bleibt die Abgrenzung scharf genug, um den Nutzer nicht unnötig zu blenden.
Mit 139 Euro (Amazon) ist die Benq Screenbar Pro eine teure Monitorlampe. Doch sie bietet dafür Features und eine Lichtleistung, die derzeit konkurrenzlos sind.
Die Benq Screenbar Pro ist die ultimative Monitorlampe. Sie leuchtet deutlich heller als jede andere Screenbar. Zudem überzeugt sie mit smarten Funktionen wie einem Ultraschallsensor sowie einer neuen Klemmhalterung, die sicher auf nahezu jedem Monitor sitzt.
Das Licht der Lampe ist nicht nur ausgesprochen hell, sondern dank verstellbarer Farbtemperatur und hohem Farbwiedergabeindex auch hochwertig. Die weite Ausleuchtung eignet sich perfekt für extra breite Bildschirme und Schreibtische. Die Bedienung direkt an der Lampe klappt tadellos, eine beiliegende Fernbedienung gibt es nicht, wird jedoch auch nicht vermisst.
Der größte Nachteil der Screenbar Pro ist der hohe Preis von 139 Euro bei Amazon. Dafür bekommt man aber die aktuell beste Monitorlampe mit herausragender Verarbeitungsqualität und Lichtleistung. Für wen Geld keine Rolle spielt, bekommt mit der Benq Screenbar Pro eine Monitorlampe, die in jeder Hinsicht überzeugt. Sparfüchse werden mit Modellen von Xiaomi, Yeelight oder Xlayer ebenfalls glücklich.
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