Lukasz beschäftigt sich seit über 15 Jahren als Redakteur mit Smartphones, Apps, Gadgets und Content-Marketing. Seit 2021 arbeitet er für Heise Medien und ist derzeit leitender Redakteur bei Heise Bestenlisten. Der studierte Historiker aus Tübingen begeistert sich sonst für Fitness, Fußball, Fotografie sowie basslastige Musik.
Mit dem Blackview Tab 18 bekommt man ein großes Tablet zum kleinen Preis. Dank Widevine Level 1 steht auch dem Streaming in Full-HD nichts im Wege. Mehr im Test.
Tablets eignen sich als mobile Unterhaltungs-Geräte ideal zum Surfen oder Medien-Konsum auf der Couch oder im Bett. Besonders viel Freude kommt mit größeren Bildschirmen auf. Hier kommen Tablets mit einer Display-Diagonale von 12 Zoll ins Spiel, die rund 20 Prozent mehr Bildschirmfläche bieten als ihre 10-Zoll-Pendants.
Zu dieser Sorte gehört das Tab 18 von Blackview. Der Hersteller aus Hongkong überraschte uns schon einige Male mit guten Tablets mit starkem Preis-Leistungs-Verhältnis, etwa dem Blackview Tab 11 (Testbericht) mit 11 Zoll. Das Tab 18 hingegen kommt auf 12 Zoll und bietet eine erstaunliche gute Ausstattung für einen vergleichsweise niedrigen Preis. Dazu gehört auch die Wiedergabe in Full-HD über Streaming-Dienste. Wie gut das große Tablet im Alltag abschneidet, zeigen wir in diesem Testbericht. Bei Amazon kostet das Blackview Tab 18 derzeit mit 24/256 GB nur 230 Euro. Das ist ein wirklich gutes Angebot.
Das Blackview Tab 18 ist solide verarbeitet. Das Gehäuse aus Metall hinterlässt einen sehr hochwertigen Eindruck ohne Spaltmaße und mit Tasten, die einen soliden Druckpunkt aufweisen. Damit wirkt das Tab 18 teurer, als man es dem Gerät zutrauen würde. Praktisch: Eine Schutzhülle mit Display-Cover, die man nach hinten als Aufsteller umklappen kann, ist ebenfalls vorhanden.
Mit einer Display-Diagonale von rund 12 Zoll fällt das Tab 18 etwa zwei Zentimeter breiter und rund 100 Gramm schwerer aus als etwa das Xiaomi Pad 6 (Testbericht) oder Lenovo Tab P11 Pro G2 (Testbericht) mit 11 Zoll. Es ist allerdings nicht ganz so wuchtig wie da Lenovo Tab P12 (Testbericht) mit 12,7 Zoll.
Die Auflösung des IPS-Panels mit 12 Zoll liegt bei 2000 × 1200 Pixel (Full-HD). In Relation zur Größe der Anzeige sorgt das für eine Pixeldichte von 195 PPI. Bei einem Smartphone wäre das wenig. Da man ein Tablet aber für gewöhnlich weiter weg vom Auge hält, sollten Bildpunkte kaum wahrnehmbar sein. Das Bild erscheint dadurch ausreichend scharf.
Die Bildqualität überzeugt mit satten Farben und einer hohen Blickwinkelstabilität, auch wenn es einen leichten Hang zu Grün gibt. Eine kleine Schwäche gibt es: Die maximale Helligkeit liegt bei rund 390 cd/m². Für den sinnvollen Einsatz im Freien ist das zu wenig, zumal die Anzeige stark spiegelt. Das entspricht allerdings dem, was die meisten Geräte dieser Preisklasse bieten.
Die Hauptkamera mit LED-Blitz bietet 16 Megapixel, die Frontkamera 8 Megapixel. Viel erwarten sollte man davon nicht, selbst die meisten Smartphones bis 100 Euro (Bestenliste) haben bessere Linsen. Entsprechend mager fallen Bilddetails, Schärfe oder der Dynamikumfang aus.
Im Inneren des Tab 18 verrichtet ein Mediatek Helio G99 seine Arbeit. Die Mittelklasse-CPU bietet solide Leistung und findet sich bei einigen preiswerten Tablets. Das Tab 18 läuft damit geschmeidig und meistert die meisten Aufgaben des Tages problemlos. Beim Benchmark von PCmark kamen wir auf solide 9500 Punkte. Weniger stark ist die Grafikleistung mit rund 1200 Punkten bei „Wild Life“ von 3Dmark. Für Spiele mit aufwendiger Grafik ist das Tab 18 weniger gedacht, aber für die meisten Casual Games bietet es immer genug Performance.
Dank vorhandenem Zertifikat für Widevine Level 1 kann das Tab 18 Inhalte von Streaming-Anbietern (Ratgeber) wie Netflix, Disney+ oder Amazon Prime Video in Full-HD wiedergeben. Sehr üppig ist die Ausstattung beim Speicher. Unser Testmuster bietet 12 GB RAM und 256 GB internen Speicher. Etwas preiswerter ist die Ausführung mit 8/256 GB, es gibt aber auch ein Modell mit brutalen 24 GB RAM. Eine Erweiterung mit microSD-Karte ist zudem möglich.
Alles andere als selbstverständlich in der Preisklasse ist das integrierte LTE-Modem samt GPS. Das gilt zudem für den Fingerabdrucksensor im Power-Button, der schnell und zuverlässig arbeitet. Wirklich gut ist zudem der Klang der Lautsprecher von Harman Kardon. Es gibt auch Schwächen: So kommt nur Wi-Fi 5 zum Einsatz sowie USB-C 2.0.
Als Betriebssystem läuft Android 13 mit der Blackview-Oberfläche Doke OS 4. Diese weicht optisch bei Menüs in den Einstellungen etwas ab von klassischem Android und erinnert ein wenig an den Stil von Xiaomi. Leider ist der Sicherheits-Patch veraltet. Dieser stammt noch aus September 2023. Hier sollte Blackview demnächst einen Patch nachliefern. Ob es auch ein Update auf Android 14 geben wird, ist derzeit unklar. Wir warten auf eine Stellungnahme des Herstellers. Es ist der größte Schwachpunkt bei Produkten von Herstellern wie Blackview, dass der Support von Software nicht mit Markenherstellern wie Samsung mithalten kann.
Für ein so großes Tablet etwas klein erscheint uns der Akku mit 8800 mAh. Die 12-Zoll-Tablets anderen Hersteller bieten hier in der Regel 10 bis 20 Prozent mehr. Damit fällt die Akkulaufzeit auch nicht überragend aus, ist mit 9,5 Stunden im Battery Test von PCmark aber noch im soliden Mittelfeld. Das beigelegte Netzteil mit 33 Watt lädt das Tablet von 20 auf 100 Prozent in rund 90 Minuten auf.
Das Blackview Tab 18 kostet mit 24 GB RAM und 256 GB nur 230 Euro.
Das Blackview Tab 18 überzeugt uns auf ganzer Linie. Die Verarbeitung ist hochwertig, das große Display bietet eine tolle Bildqualität, der Klang der Lautsprecher ist gut. Zudem gibt es einen Fingerabdruck-Scanner, was uns bei Tablets dieser Preisklasse bisher nicht untergekommen ist.
Das Zertifikat für Widevine Level 1 ist vorhanden, was Streaming in Full-HD von Netflix, Disney+, Prime & Co. ermöglicht. LTE gibt es obendrein. Der Prozessor ist keine Rakete, aber für alle nötigen Aufgaben des Alltags bietet er mehr ausreichend Performance. Lediglich die Software scheint unregelmäßig Updates zu bekommen.
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