Der Canon Selphy CP1500 ist ein mobiler Mini-Fotodrucker, der mit Thermosublimationstechnik randlose Fotoprints in Postkartengröße druckt. Wir haben den Drucker im Test und zeigen, was er kann.
Mobile Fotodrucker erfreuen sich großer Beliebtheit. Kein Wunder, schließlich lassen sich damit schnell und unkompliziert Fotos direkt vom Smartphone drucken. Dabei muss man nicht mal zu Hause sein. Eine Steckdose reicht und schon kann es losgehen. Im Falle des CP1500 kann man sogar einen Akku dazu kaufen.
Während viele Hersteller dabei auf die Zink-Drucktechnik setzen, bleibt Canon der Thermosublimation treu. Die Technik verspricht eine höhere Druckqualität als bei Zink. Das zeigt sich auch bei unserem Testgerät, dem Canon Selphy CP1500. Dieser tritt die Nachfolge des beliebten Canon Selphy CP1300 (Testbericht) an. Wir haben uns den Drucker näher angeschaut.
Der Canon Selphy CP1500 kostet bei Amazon aktuell 129 Euro.
Bevor wir tiefer in den Test einsteigen, werfen wir zunächst einen genaueren Blick auf die Thermosublimation als Druckverfahren. Das Geheimnis liegt im Thermotransferband. Dieses enthält die Farben Cyan, Magenta und Gelb sowie einen transparenten Schutzfilm. Beim Druckvorgang überträgt der Druckkopf die Farben nacheinander durch Erhitzen auf das Fotopapier. Die Hitze verwandelt die Farbe dabei direkt vom festen in den gasförmigen Zustand (Sublimation). So entstehen besonders feine Farbübergänge ohne sichtbare Abstufungen und Druckraster.
Am Ende versiegelt der Drucker das Bild mit dem Schutzfilm. Dieser schützt es vor Feuchtigkeit, Schmutz und Ausbleichen. Canon gibt eine Haltbarkeit von bis zu 100 Jahren an. Zum Vergleich: Bei Zink-Druckern sind es 10 bis 20 Jahre.
Der Vorteil von Thermosublimation ist die exzellente Druckqualität. Nachteilig ist der mit rund 40 bis 50 Sekunden recht langwierige Druckvorgang.
Der Canon Selphy CP1500 zeigt sich komplett in Weiß oder Schwarz und setzt auf ein schlichtes Design. Mit 18,1 x 13,6 x 6,4 cm ist der Drucker verglichen mit anderen Mini-Fotodruckern recht groß, passt aber in jeden Rucksack. Auch die 860 g Gewicht sind noch gut tragbar.
Die Verarbeitung ist hochwertig und robust. Der obere Deckel lässt sich für die Bestückung mit Papier und Farbband weit öffnen. An den Seiten gibt es einen Papierfach-Einschub sowie einen SD-Kartenslot und USB-C-Anschluss.
Die auffälligste Neuerung im Vergleich zum Vorgänger CP1300 ist sicherlich das Display. Es misst nun 3,5 Zoll (8,9 cm) statt 2,7 Zoll. Auch die Auflösung ist gestiegen. Man kann das Display nicht mehr nach oben klappen, die Blickwinkelstabilität ist aber gut genug, um alle Inhalte auch bei seitlicher Betrachtung erkennen zu können.
Auf der Rückseite versteckt sich hinter einer Klappe das Batteriefach für den optionalen Akku. So lässt sich der CP1500 auch ohne Steckdose betreiben. Alternativ gibt es ein Steckernetzteil.
Die Verbindung zu Smartphones und Tablets klappt per WLAN. Nach dem Download der Canon Print App müssen Nutzer nur den Anweisungen folgen. Verschiedene Anschlüsse erlauben außerdem den Druck direkt vom PC/Mac, von einer Kamera oder von USB-Sticks.
An Speicherkarten unterstützt der CP1500 die Formate SD, SDHC und SDXC. Schade: Es gibt nur einen Steckplatz. Beim Vorgänger waren es noch zwei.
Das farbige Touchdisplay ist das Herzstück des Canon Selphy CP1500. Die Menüführung ist übersichtlich gestaltet. Man findet sich schnell zurecht.
Praktisch ist die Möglichkeit, Fotos direkt am Drucker zu bearbeiten. Neben Zuschneiden und Drehen lassen sich auch Filter, Sticker, Texte oder Rahmen hinzufügen. Nichts davon erreicht das Niveau einer Fotobearbeitungs-App. Für schnelle Anpassungen zwischendurch reicht es aber.
Die Canon Print App ist eine zentrale Anlaufstelle für alles rund ums mobile Drucken. Hier lassen sich Bilder auswählen, bearbeiten und an den Drucker schicken.
Im Vergleich zum Vorgänger hat sich einiges getan. Es gibt deutlich mehr Gestaltungsmöglichkeiten wie Vorlagen, Sticker und Schriften. Auch die Bedienbarkeit hat Canon verbessert. Die App wirkt aufgeräumter und bietet an den richtigen Stellen Hilfe an.
Leider mangelt es an Feinheiten. So stürzt die App manchmal beim Bildimport ab oder reagiert nicht auf Eingaben. Insgesamt hinterlässt die Software aber einen soliden Eindruck. Toll: Sie lässt sich auch mit älteren Selphy-Modellen wie dem CP1300 nutzen.
Kommen wir zum wichtigsten Punkt: Wie gut ist die Druckqualität? Die Antwort lautet: Hervorragend. Der CP1500 liefert randlose Fotos in Postkartengröße (10 x 15 cm), die locker mit Abzügen von Foto-Dienstleistern mithalten können.
Die Farben sind kräftig und natürlich. Hauttöne wirken realistisch. Auch feine Details und Verläufe gibt der Drucker gut wieder. Den Druckbereich von 16,7 Millionen Farben merkt man den Fotos positiv an.
Im Vergleich zum Vorgänger gelingt die Abstimmung noch eine Spur besser. Der Unterschied ist aber minimal. Wer bereits einen CP1300 besitzt, muss deshalb nicht extra aufrüsten.
Was die Geschwindigkeit angeht, darf man keine Wunder erwarten. Der CP1500 braucht für den Druck eines Fotos rund 41 Sekunden. Das ist eine leichte Verbesserung zum CP1300 (47 Sekunden). Zink-Drucker wie der Canon Zoemini (Testbericht) sind hier merklich schneller.
Der Canon Selphy CP1500 kostet bei Amazon aktuell 129 Euro. So richtig punktet der kleine Fotodrucker bei den Folgekosten. So kostet das Set aus 108 Stück Fotopapier in der Größe 10 x 15 cm inklusive Farbpatrone nur 25 Euro bei Galaxus. Das macht etwa 25 Cent pro Bild. Ein echtes Argument für den tollen Fotodrucker von Canon.
Der Canon Selphy CP1500 ist ein hervorragender mobiler Fotodrucker. Er überzeugt mit exzellenter Druckqualität dank Thermosublimationsverfahren. Das kompakte Design und der SD-Kartenslot ermöglichen die Nutzung auch unterwegs.
Im Hinblick auf Bedienkomfort punktet der CP1500 mit einem großen Farb-Touchdisplay und der überarbeiteten Canon Print App.
Wer die bestmögliche Druckqualität für seine Smartphone-Fotos sucht, ist beim Selphy CP1500 goldrichtig. Denn an die Fotoqualität und den günstigen Preis des Fotopapiers kommt kein Zink-Drucker heran.
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