Lukasz beschäftigt sich seit über 15 Jahren als Redakteur mit Smartphones, Apps, Gadgets und Content-Marketing. Seit 2021 arbeitet er für Heise Medien und ist derzeit leitender Redakteur bei Heise Bestenlisten. Der studierte Historiker aus Tübingen begeistert sich sonst für Fitness, Fußball, Fotografie sowie basslastige Musik.
Der Firedrive Link von Carlinkit erweitert das Infotainmentsystem im Auto um eine HDMI-Schnittstelle für den Fire TV Stick. Wie das funktioniert, zeigt unser Test.
Fernsehen im Auto wirkt auf den ersten Blick futuristisch, ist aber technisch kein Problem. Der Firedrive Link von Carlinkit bringt einen HDMI-Anschluss ins Fahrzeug und ermöglicht so die Nutzung eines Streaming-Geräts wie dem Fire TV Stick. Wir haben ausprobiert, wie gut das klappt, welche Einschränkungen es gibt und worauf Nutzer beim HDMI-Adapter fürs Auto ab 52 Euro (Code: TechStage) achten sollten.
Achtung: Videos während der Fahrt zu schauen oder zu streamen, ist verboten – es lenkt ab und verstößt gegen § 23 Absatz 1a der Straßenverkehrsordnung. Wer erwischt wird, zahlt mindestens 100 Euro Bußgeld und erhält einen Punkt in Flensburg. Bei Gefährdung drohen 150 Euro, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot.
Beifahrer dürfen zwar Videos sehen, jedoch nur auf Bildschirmen, die den Fahrer nicht ablenken. Grundsätzlich gilt: Filme und Serien nur im stehenden Fahrzeug bei ausgeschaltetem Motor schauen. Wer zu lange Filme schaut, riskiert dann, dass die Autobatterie leer geht.
Der Firedrive Link ist länglich gebaut und deutlich voluminöser als viele kabellose Adapter für Apple Carplay oder Android Auto. Sein Gehäuse besteht aus mattschwarzem Kunststoff mit glatter Oberfläche. Eine dezente LED auf der Oberseite informiert über den Betriebsstatus.
Mit Abmessungen von 122,5 × 34 × 23,1 Millimetern ist der Adapter etwa so breit wie ein Fire TV Stick, jedoch etwas länger. In unserem Opel Astra K passte er nur mit Mühe in das Fach der Mittelkonsole, in dem sich der USB-Anschluss für das Infotainmentsystem befindet. Das eine Ende des Adapters ist deutlich dicker ausgeführt – hier sitzt der HDMI-Anschluss für den Fire TV Stick. An den Seiten des Firedrive Link befindet sich zudem der USB-C-Anschluss zur Stromversorgung des Streaming-Sticks.
Zum Lieferumfang gehört ein Kabel mit mehreren Anschlüssen: eines mit einem USB-A-Stecker zur Stromversorgung sowie ein weiteres mit je einem USB-A- und USB-C-Stecker zur Datenübertragung an das Infotainmentsystem. Die Stromversorgung erfolgt idealerweise über einen zweiten USB-A-Anschluss im Fahrzeug. Alternativ lässt sich ein Adapter für den 12-Volt-Steckplatz nutzen, sofern vorhanden.
In unserem Opel Astra führte das allerdings zu einem gewissen Kabelsalat – vor allem, weil die Mittelkonsole eigentlich dazu gedacht ist, Adapter ordentlich zu verstauen. Zum Vergleich: Der Ottocast Car TV Mate Pro Max kommt mit einem einzigen Anschluss aus, der sowohl für Strom als auch Datenübertragung genügt.
Dem Firedrive Link liegen zwei Adapter bei, jeweils mit USB-C- und Micro-USB-Stecker. Nutzer stecken diese wie eine Klammer seitlich in den Fire TV Stick und den Firedrive Link. Einer der Klammer-Adapter richtet sich an ältere Modelle, der andere passt zum aktuellen Fire TV Stick 4K Max.
Der Hersteller bewirbt das Produkt für den Einsatz mit einem Fire TV Stick. Laut dem Hersteller ist das Gerät aber in der Lage, auch andere Quellen über den HDMI-Eingagn einzuspeisen. Getestet haben wir das in einem Opel Astra K (Baujahr 2017) zusammen mit einem Amazon Fire TV Stick 4K Max (Testbericht). Weitere Streaming-Sticks werden wir demnächst ebenfalls ausprobieren.
Voraussetzung für die Nutzung des Adapters ist, dass das Infotainmentsystem zumindest kabelgebundenes Apple Carplay unterstützt. Demzufolge erscheint nach dem korrekten Anschließen auf dem Fahrzeugbildschirm auch das Carplay-Logo. Laut Carlinkit soll der Adapter mit rund 98 Prozent der Fahrzeuge mit entsprechender Schnittstelle funktionieren. Allerdings funktioniert der Adapter nicht bei einem BMW, Mazda oder Subaru.
Nach dem Einlegen des Sticks an den Adapter und dem Verbinden mit dem Auto leuchtet die LED zunächst rot, später blau auf. Auf dem Fahrzeug-Display erscheint das Carplay-Logo – das ist ein Zeichen dafür, dass die Verbindung steht. Über dieses Symbol gelangt man zur Bedienoberfläche des Fire TV Sticks.
Damit der Stick auf das Internet zugreifen kann, muss man über das Smartphone einen mobilen Hotspot einrichten. Eine Bedienung über den Touchscreen des Fahrzeugs ist nicht möglich, die Steuerung erfolgt ausschließlich über die Fernbedienung von Amazon. Im Test funktionierte das zuverlässig und mit ordentlicher Bildqualität – wobei diese letztlich vom verbauten Fahrzeug-Display abhängt. Kleinere Texte lassen sich mitunter schwer lesen.
Der Firedrive Link kostet direkt bei Carlinkit normalerweise 65 Euro. Mit dem Code TechStage sinkt der Preis auf faire 51 Euro.
Bei Käufen aus China gelten oft nicht die EU-Verbraucherschutzrechte. Rückgabe, Reparatur oder Erstattung sind daher meist kompliziert oder nicht möglich.
Wer aus welchen Gründen auch immer im Auto einen Fire TV Stick nutzen möchte, findet im Firedrive Link von Carlinkit eine zuverlässige und preiswerte Lösung. Im Test funktionierte das System stabil und erinnerte dabei ein wenig an die Umbauten aus der Fernsehsendung „Pimp My Ride“ mit Xzibit – nur eben im Kleinformat.
Der Adapter bietet sonst keine zusätzlichen Funktionen. Der Hersteller bewirbt in erster Linie den Amazon Fire TV Stick, das Gerät soll aber auch mit weiteren HDMI-Einspielern funktionieren.
Etwas umständlich bleibt die notwendige doppelte Verbindung: einerseits zur Stromversorgung über den 12-Volt-Steckplatz oder einen zweiten USB-A-Anschluss, andererseits zur Datenübertragung per USB-Kabel ans Infotainmentsystem. Kabelsalat ist dabei kaum vermeidbar. Zudem wirkt der Adapter recht wuchtig – er orientiert sich in Größe und Form deutlich am Fire TV Stick.
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