Bereits im zarten Alter von fünf Jahren hatte Jonas seinen ersten PC und hat glücklicherweise noch die Zeit von Kassetten, CDs und Disketten miterlebt. Seitdem hat ihn Technik und der Spaß an Gadgets nicht mehr losgelassen. Angefangen hat er 2023 als Volontär bei TechStage, das 2024 in heise bestenlisten übergegangen ist. Seit 2025 ist er dort nun fest als Redakteur im Team tätig und allen voran Experte für Mini-PCs. Weiterhin testet er für allerlei PC-Zubehör, Saugroboter, Ladegeräte und Powerbanks. Privat ist er Vielleser, Bahn-Nerd und Musikliebhaber, wobei sein Musikgeschmack so vielfältig ist wie er selbst.
Leise, besonders klein trotz 500 Wattstunden Kapazität und aktuell nur 193 Euro: Die Popdeer S500 vereint spannende Attribute zu einem attraktiven Preis. Unser Testbericht zeigt, wo die günstige Powerstation glänzt und wo sie patzt.
Mit Powerstations lassen sich 230-Volt-Geräte unterwegs mit Strom versorgen, denn diese haben einen dafür passenden AC-Anschluss und verfügen über ausreichend Leistung und Kapazität. Über einen integrierten Solargenerator und mit Solarpanel ist der Betrieb sogar autark möglich – ausreichend Geduld und Sonne beim Laden vorausgesetzt.
Die Popdeer S500 bietet eine Kapazität von 518 Wattstunden (Wh) und 500 Watt Leistung. Dabei ist sie die kleinste Powerstation mit diesen technischen Daten, die wir bisher getestet haben, was man direkt beim ersten Blick bemerkt. Bei Banggood kostet die S500 aktuell 199 Euro. Mit dem Coupon: BGa753c1 sinkt der Preis auf 169 Euro. Das Angebot gilt nur, solange der Vorrat reicht. Zum Testzeitpunkt am 08.09.2023 lag der Preis bei 215 Euro.
Bei Amazon bekommt man die Powerstation unter dem Namen Swarey S500, sie kostet dort 240 Euro. Auf Ebay ist sie ebenfalls für 243 Euro (Code OPTIMAL) erhältlich. Wir zeigen nun in diesem Testbericht, ob das Modell in der Praxis überzeugt.
Mittlerweile greift TechStage auf die Erfahrung aus über 40 Powerstation-Einzeltests zurück. Die besten Modelle aus unseren Tests zeigt die Top 10 Powerstations: Die besten Stromspeicher für Photovoltaik im Test ab 235 €. Weitere günstige Geräte findet man in der Top 10: Die besten Powerstations bis 300 Euro – mobile Steckdose für Laptop & Co. Powerstations mit starken Rabatten zeigen wir in unserer Schnäppchen-Übersicht: Die besten Photovoltaik-Deals: Powerstation, Solarpanel, Balkonkraftwerk & Co.
Die Popdeer S500 präsentiert sich in einem beige-schwarzen Außengehäuse, das an den Ecken jeweils abgerundet ist. Seitlich befinden sich Aussparungen für die Luftzufuhr, welche in Schwarz gehalten sind. Die geringen Abmessungen von 19 × 17 × 16 cm sorgen für eine angenehme Handlichkeit. Mit einem Gewicht von 4 kg gehört sie zu den leichteren Modellen und so lässt sie sich angenehm mithilfe des wegklappbaren Griffs tragen.
Auf der Oberseite bleibt Platz, um Verbraucher darauf abzustellen – allzu groß dürfen diese aber nicht sein. Am Griff ist zusätzlich unterseitig eine Gummiapplikation angebracht, was für ein angenehmeres Tragegefühl sorgt. Der Klappmechanismus ist etwas schwergängig, was aber hochwertig wirkt.
Vorderseitig sind das gut ablesbare grün-schwarze Display sowie alle Anschlüsse untergebracht. Dazu zählen vier USB-Ports, darunter ein USB-C-Anschluss mit 65 Watt Power Delivery (PD) und dreimal USB-A. Weiterhin gibt es einen Zigarettenanzünder und zwei DC-Rundstecker. Im AC-Bereich gibt es eine Schuko-Steckdose, die maximal 500 Watt ausgeben kann. Zur Nutzung muss man die Powerstation zunächst über den allgemeinen Ein-/Aus-Knopf einschalten. Danach kann man die einzelnen Anschlusstypen (USB, DC, AC) über separate Knöpfe aktivieren.
Für das Aufladen per Netzteil und per Solarpanel steht ein einzelner Rundstecker zur Verfügung. Dieser ist aber breiter als gewöhnlich und hat einen Plastikstift in der Mitte, ähnlich wie die Ladebuchsen von Anker, Bluetti und Jackery. Der Stecker-Typ ist ansonsten wenig verbreitet, wodurch man nicht ohne Weiteres auf andere Netzteile setzen kann. Das wäre in diesem Fall von Vorteil, da das beigelegte Netzteil nur 60 Watt liefert, die Powerstation aber mehr Leistung aufnehmen könnte. Mehr dazu erklären wir im Praxisteil. Immerhin gehören passende Adapter für MC4-Solarstecker und ein Kfz-Stecker zum Lieferumfang.
Das Display zeigt aktive Ausgänge und deren Leistungsabgabe. Gleiches gilt beim Laden. Die Ablesbarkeit ist tadellos, auch in starker Mittagssonne kann man die Werte problemlos erkennen. Das ist nicht selbstverständlich, gerade bei ähnlich ausgestatteten und bepreisten Powerstations, wie der Warmounts G600 (Testbericht) kann man in heller Umgebung oft gar nichts mehr erkennen. Weiterhin ist lobenswert, dass der aktuelle Akkustand nicht nur grob in Balkenform, sondern auch in Prozent angegeben ist. So weiß man jederzeit genau, wie lange die S500 noch Strom liefert.
Akkuseitig ist hier ein Lithium-Ionen-Akku mit 518 Wh verbaut. Damit reiht sich die Popdeer S500 ein in Powerstations wie die EBL MP500 (Testbericht), Warmounts G600 (Testbericht) und Grecell T500 (Testbericht). Diese eint nicht nur die gebotene Kapazität und Leistung, sondern auch, dass auf klassische Lithium-Ionen-Zellen gesetzt wird, die in der Regel nach 500 Zyklen noch eine Restkapazität von 80 Prozent aufweisen. Langlebiger sind sogenannte Lithium-Eisenphosphat-Zellen, kurz LiFePO4. Sie erreichen die 80 Prozent erst nach rund 3000 Zyklen. Diese sind allerdings kostspieliger und nur selten unter 300 Euro zu finden.
Im Praxistest stellen wir die angegebenen technischen Daten des Herstellers auf den Prüfstand. Dabei geht es uns neben der Feststellung der tatsächlich praktisch nutzbaren Kapazität auch um die Überprüfung der verbauten Sicherheitsmechanismen, wie dem Überlastschutz.
Für Letzteres setzen wir auf unseren Föhn-Test, bei dem ein gewöhnlicher Haarföhn mit 1800 Watt Verbrauch – also zu viel für unser Testgerät – zum Einsatz kommt. Die Popdeer S500 fackelt nicht lange und schaltet – so wie es sein soll – sofort den AC-Ausgang ab.
Um nun die tatsächliche Kapazität zu messen, nutzen wir ein haushaltsübliches AC-Strommessgerät. Darüber stellen wir auch die Effizienz fest, mit der die Powerstation arbeitet. Als Testszenario setzen wir hier wieder auf einen Büroalltag mit unserem Gaming-PC (Ratgeber) mitsamt Monitor (Ratgeber). Zur Simulation einer niedrigen Last nutzen wir einen Laptop, der zwischen 70 und 140 Watt verbraucht. Hier bekommen wir 386 Wh aus der Popdeer S500, was einer Effizienz von knapp 75 Prozent entspricht.
Im Mischbetrieb am PC sind es dann schon 423 Wh, was rund 82 Prozent entspricht. Bei hoher Last, die wir über einen Benchmark-Test am Gaming-PC simulieren, können wir dann sogar 429 Wh entnehmen, also fast 83 Prozent. Je mehr Leistung wir also beziehen, desto mehr der Kapazität ist auch tatsächlich nutzbar. Die Effizienzwerte sind allesamt gut. In der Regel erreichen unsere Testgeräte rund 80 bis 85 Prozent, womit die S500 genau im Schnitt liegt. Andere günstige Powerstations, wie die Flashfish E200 (Testbericht), schnitten in der Vergangenheit schon deutlich schlechter ab.
Ist die Popdeer S500 aber erst entladen, muss man sie mit dem beigelegten Netzteil auffüllen. Das liefert allerdings nur mickrige 60 Watt. Durch den proprietären Stecker kann man hier auch nicht eben zu einem anderen Netzteil greifen. Die Powerstation könnte nämlich mehr aufnehmen, nämlich bis zu 36 Volt und 5 Ampere, also 180 Watt. Damit wäre sie sogar flott geladen. Ohne entsprechend starkes Netzteils wird das Aufladen aber wahrlich zur Geduldsprobe. Für unsere Testreihe mit dreimal Nachladen brauchen wir volle drei Tage. In unserer Not sind wir zum Laden zwischenzeitlich sogar auf ein 200-Watt-Solarpanel von Dabbsson umgestiegen, womit wir statt 55 bis 60 Watt immerhin 110 Watt in die Powerstation pumpen können.
Insgesamt ist die Ladezeit von fünf Stunden und mehr vollkommen untauglich für spontane Einsätze. Leider hat der Hersteller am Netzteil gespart und auch noch auf einen etwas weniger verbreiteten Ladeanschluss (7.4 x 5.0 Millimeter) gesetzt. Auf Amazon findet man jedoch Adapter und Kabel. Mit einem stärkeren Netzteil wäre der Ladevorgang deutlich schneller abgeschlossen. Schade, dass das nicht ab Werk geht.
Um die Popdeer S500 vollständig aufzuladen, mussten wir 562 Wh hineinladen. Das entspricht einem Verlust von 44 Wh, also rund 8 Prozent. Das ist aber üblich für mobile Stromspeicher.
Positiv fiel uns hingegen die bemerkenswert geringe Lautstärke auf. Diese blieb bei egal welchem Leistungsabruf bei unter 40 Dezibel (dB). Zudem sprangen die Lüfter aber auch fast nie an, bei unter 300 Watt Leistungsabgabe sogar gar nicht. Bedenkt man, dass es sich hier um eine sehr kompakte Powerstation handelt, ist das umso beeindruckender. Denn hier fehlt es theoretisch an Platz im Gehäuse zur Wärmeableitung. Popdeer hat das Lüftermanagement aber anscheinend so gut ausgeklügelt, dass die S500 flüsterleise bleibt – selbst teure Powerstations schneiden hier oft schlechter ab.
Bei Banggood kostet die S500 aktuell 199 Euro. Mit dem Coupon: BGa753c1 sinkt der Preis auf 169 Euro. Das Angebot gilt nur, solange der Vorrat reicht. Unter dem Namen Swarey S500 bieten Amazon und Ebay die Powerstation für rund 240 Euro an.
In allen Fällen ein für die gebotene Ausstattung von 518 Wh Kapazität und 500 Watt Leistung hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Eine attraktive Konkurrenz ist die Powdeom EV700 (Testbericht), denn für rund 255 Euro (Coupon POWEREBAY9) bekommt man hier richtig viel geboten. Sie bietet nicht nur LiFePo4-Akkus und ein integriertes Netzteil, sondern auch 614 Wattstunden und 700 Watt. Die hochwertige Powerstation ist ein wahrliches Ausrufezeichen und hat in unserer Bestenliste Top 10: Die besten Powerstations bis 300 Euro – mobile Steckdose für Laptop & Co. schon zum zweiten Mal den Testsieg geholt.
Deutlich unter 150 Euro liegt die Flashfish E200 (Testbericht), die wir erst jüngst im Test hatten. Sie ist besonders klein und handlich, leistet aber dennoch ganze 200 Watt bei einer Kapazität von 151 Wh. Banggood bietet die Baby-Powerstation mit dem Coupon BGCSAUTO11 für günstige 103 Euro an.
Eine ähnliche Ausstattung wie die E200 weist die ebenfalls sehr kompakte Powerstation Flashfish P66 (Testbericht) auf. Die nur knapp 3 kg schwere Mini-Powerstation leistet über 200 Watt per 230-Volte-Steckdose und hat neben USB und 12-Volt-Anschlüssen auch ein kabelloses Ladepad an Bord. Statt ursprünglich 270 Euro sind mit dem Coupon BGCSAUTO10 nur noch 169 Euro fällig.
Viel Leistung bekommt man auch bei unserem Dauerbrenner Fossibot F2400 (Testbericht), die jetzt unter die magische 1000-Euro-Grenze gefallen ist. Für aktuell 799 Euro mit dem Code HjzCwwkB bei Geekmaxi gibt es 2400 Watt Leistung und 2048 Wh an Kapazität. Das ist der Bestpreis für unseren Preis-Leistungs-König, die zum Testzeitpunkt noch 1300 Euro kostete.
Gefährlich wird der Fossibot nur die Oukitel P2001 (Testbericht). Die Powerstation hat sich kürzlich im Test als runde Sache herausgestellt und auch sie ist aktuell zu einem Hammerpreis erhältlich. Ausgestattet mit 2000 Wh und einer Leistung von 2000 Watt kostet das Powerpaket derzeit mit dem Coupon NNNOP2NBC ebenfalls 829 Euro bei Geekbuying. Im Test war sie sehr leise, eine USV-Funktion mit durchgeschliffenem Erdleiter ist an Bord – kurz: Wir können sie wärmstens empfehlen. Der derzeitige Preis ist eine echte Kampfansage an Fossibot und der Griff zu Oukitel kann sich echt lohnen.
Über unseren Preisvergleich zeigen wir nachfolgend noch beliebte Powerstations unter 500 Euro, mit mehr als 500 Watt und 500 Wh sowie beliebte Solarpanels:
Die Popdeer S500 ist nicht nur aufgrund ihres hervorragenden Preises, sondern auch wegen ihrer kompakten Größe richtig interessant. Aktuell bekommt man sie bei Banggood für 193 Euro, womit sie an die Stelle der Warmounts G600 (Testbericht) tritt, die mittlerweile nicht mehr hergestellt wird. Insgesamt bekommt die Popdeer S500 eine glasklare Empfehlung von uns, denn das Preis-Leistungs-Verhältnis ist exzellent.
Positiv ist auch die geringe Lautstärke aufgefallen, meist springen die Lüfter sogar überhaupt nicht an. Leider aber enttäuscht die lange Ladezeit, verursacht durch das schwache Netzteil. Das liefert mit 60 Watt nur ein Drittel der Leistung, die die S500 eigentlich vertragen würde. Damit verlängert sich das Laden unnötig auf mehr als fünf Stunden. Zudem setzt der Hersteller auf einen größeren, proprietären Rundstecker, womit die Suche nach einem stärkeren Netzteil zusätzlich erschwert wird.
Die besten Powerstations aus unseren über 40 Einzeltests zeigt unsere Top 10 Powerstations: Die besten Stromspeicher für Photovoltaik im Test ab 235 €. Wer nicht weiß, wofür sich solche Geräte eignen, dem empfehlen wir den Ratgeber Mehr als Notstromversorgung: Darum gehört eine Powerstation in jeden Haushalt. Günstige Schnäppchen finden sich in der Übersicht Die besten Photovoltaik-Deals: Powerstation, Solarpanel, Balkonkraftwerk & Co.
Geräte mit den besonders langlebigen LiFePo4-Akkus zeigt die Top 10: Die besten Powerstations mit LiFePO4-Akku – lange Lebensdauer ab 300 Euro. Die günstigsten Modelle aus unseren Test präsentieren die Top 10: Die besten Powerstations bis 300 Euro – mobile Steckdose für Laptop & Co. und Top 10: Die besten Powerstations bis 500 € – Solargeneratoren für Alltag & Hobby. Passende Solarpanels finden sich in der Top 10 Solarpanels: Die besten Photovoltaik-Module für Powerstations.
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