Daniel hat 2001 als Volontär bei der Zeitschrift PC Direkt angefangen. Nach seiner Ausbildung testete er vor allem PC- und IT-Produkte wie WLAN, DVD-Brenner und neue Technologien wie Web Pads, die Vorgänger der Tablets. Darauf folgte noch ein Ausflug in die Redaktion der Multimedia-Zeitschrift AVDC, bevor er in den Online-Journalismus wechselte.
Los ging's im Newsroom von VNUnet, kurze Zeit später verantwortete er die deutsche Ausführung des Gadget-Blogs Gizmodo. Dann baute er den deutschen Ableger von CNET auf, bevor er 2013 zur Gründung von TechStage zu heise medien wechselte. Im Laufe der Zeit entwickelte er TechStage zur Kaufberatungs-Webseite weiter, die 2024 in heise bestenlisten aufgegangen ist.
DJI hat heute die Osmo vorgestellt: Eine Action-Cam mit 4K-Auflösung, 120-fps-Zeitlupe und einem Dreiachsgimbal zur Stabilisierung. Damit sollen selbst halsbrecherische Mountainbike-Fahrten aussehen wie im Kino. Wir haben ausprobiert, ob das funktioniert.
Den Hersteller kennt man von seinen Drohnen. Pardon: Von seinen Quadrocoptern. DJI gilt dort mit seinen Modellen Phantom und Inspire als führend, hat erstklassige Flight-Controller im Programm und bietet – seit der ehemalige Action-Cam-Partner Gopro angekündigt hat, ins Flugbusiness einzusteigen – auch eigene Actioncams, die bislang ausschließlich an den hauseigenen Coptern zum Einsatz gekommen sind.
Das soll sich jetzt ändern. Osmo heißt das Produkt, bestehend aus einem Griff mit Akku, der DJI-typisch runden Action-Cam, die schon beim Inspire 1 zum Einsatz kommt, und einem bürstenlosen Dreiachsgimbal. Genau das ist es auch, was die Osmo von allen verbreiteten Actioncams unterscheidet. Die komplette Kamera ist frei aufgehängt und wird von drei Motoren in ihrer Position gehalten. Bewegt sich der Griff, versucht die Elektronik, die Bewegungen auszugleichen – und lässt die Kamera verzögerungsfrei entgegenschwenken. Das Ergebnis sind Videos, die aussehen, als wären sie mit Stativ oder einer Kamerafahrt entstanden. Das typische Wackeln beim Treppensteigen verschwindet ebenso wie das Zittern beim schnellen Skifahren oder Mountainbiken.
Damit Ihr den Unterschied sehen könnt, haben wir im folgenden Hands-on-Video die Kamera des iPhone 6 direkt gegen die DJI Osmo antreten lassen:
Einen integrierten Sucher gibt es nicht. Ähnlich wie bei den teuren Gopro-Modellen ist WLAN eingebaut. Man installiert die kostenlose DJI-App für Android oder iOS, klemmt sein Smartphone in den stabil wirkenden Halter der Kamera ein, verbindet es per WLAN mit der Osmo – und es kann losgehen. Das Smartphone-Display zeigt ein leicht verzögertes Live-Bild an und bietet Zugriff auf sämtliche Einstellungen von Gimbal und Kamera.
Die eigentliche Kamera ist mit einem 1/2,3-Zoll-Sony-Sensor ausgestattet und nimmt Videos in 4K mit 30 fps oder in Full-HD mit zeitlupentauglichen 120 fps auf. Im Foto-Modus schießt sie Bilder mit einer maximalen Auflösung von 12 Megapixeln, auf Wunsch als JPEG oder als DNG (Adobes Raw-Format). Das Weitwinkel-Objektiv hat einen Bildwinkel von 94 Grad – entsprechend 20 Millimetern Brennweite im Kleinbildäquivalent.
Die Hardware hinterlässt einen äußerst soliden Eindruck. Teile von Gehäuse und Griff sind aus Metall gefertigt; es gibt Transportsicherungen für die drei Kamera-Achsen. Beim Entsperren der Sicherungen muss man allerdings auf die richtige Reihenfolge achten, ansonsten verkratzt man den schwarzen Lack des Metalls.
Ab sofort ist die Vorbestellung möglich, die Auslieferung soll Ende nächster Woche beginnen. Kostenpunkt: 749 Euro. Wir arbeiten bereits am ausführlichen Testbericht.
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