Stefan schrieb bereits während des Studiums Spieletests für ein Printmagazin im Ruhrgebiet. Durch einen glücklichen Zufall landete er in Berlin und arbeitete fast 15 Jahre bei Areamobile, zuletzt als leitender Testredakteur. Für Heise Bestenlisten testet er Smartphones, Saug- und Mähroboter, Lautsprecher, Modellflugzeuge und andere Technik-Gadgets.
Dyson ist berühmt für seine guten Akkusauger, das Thema Wischen hat das Unternehmen bislang ausgeklammert. Der erste Versuch heißt Submarine – ob der untergeht oder einschlägt, verrät der Test.
Bei den Akkusaugern ist der Dyson V15 Detect (Testbericht) das Topmodell. In unserer Top 5 der besten Akkusauger ist das Gerät auf dem ersten Platz gelandet. Wischen war hingegen nicht das Thema des Unternehmens, dabei sind die besten elektrischen Akkuwischer eine echte Arbeitserleichterung. Was liegt da also näher, als das Topmodell V15 mit einem neuen Wischaufsatz zu kombinieren? Das scheint sich zumindest Dyson gedacht zu haben und wir wollen im Test wissen, ob das nur in der Theorie oder auch in der Praxis wirklich eine so gute Idee ist.
Den Submarine-Wischaufsatz gibt es nicht einzeln zu kaufen. Stattdessen kostet die Kombi aus dem bekannten Dyson-Akkusauger und dem Aufsatz als V15s Detect Submarine derzeit mit dem Code POWEREBAY3 ab knapp 747 Euro.
Es wurde bereits angedeutet: Beim Dyson V15s Submarine handelt es sich um den sehr guten Akkusauger Dyson V15 Detect (Testbericht), der um einen Wischaufsatz erweitert wurde. Auf den Sauger gehen wir daher in diesem Test nur teilweise ein, wer mehr dazu wissen will, sollte einen Blick in den Einzeltest werfen. Stattdessen schauen wir uns die relevanten Dinge am V15s-Paket an.
Das Wichtigste zuerst: Den Wischaufsatz gibt es nicht einzeln zu kaufen, sondern nur im Paket mit dem Akkusauger als V15s Detect Submarine. Entsprechend liegt im Paket alles, was man zum Staubsaugen und eben Wischen benötigt. Neben dem Akkusauger selbst sind das zwei Bodendüsen, eine Fugendüse, eine 2-in-1-Bürste, eine Haar-/Milbenbürste, ein Netzkabel, die Ladestation sowie die Aufbewahrungsschale für den Wischaufsatz und der Aufsatz selbst.
Der ist exklusiv für den V15s entwickelt worden und funktioniert nicht mit anderen V15-Modellen. Dyson begründet das mit einer speziell angepassten Software. Aber man wird den Verdacht nicht los, dass da vielleicht doch eher monetäre Gründe im Vordergrundstehen – ein komplett neuer Sauger bringt natürlich deutlich mehr Geld als ein einzelner Wischaufsatz … Fakt ist, dass der Wischaufsatz nicht am herkömmlichen V15 funktioniert. Er lässt sich dort zwar mechanisch problemlos anbringen, allerdings schaltet der normale V15 die Saugleistung nicht ab und meldet sofort eine „verstopfte Düse“. Montiert man den Aufsatz hingegen wie angedacht an den V15s, zeigt das Display ein entsprechendes Symbol und die Saugleistung wird abgeschaltet und lässt sich auch nicht mehr regulieren.
In aller Kürze: Beim Staubsaugen überzeugt der V15s auf ganzer Linie, schließlich steckt in ihm die Technik des sehr guten V15 Detect (Testbericht). Die praktische Bodendüse mit grünem „Laserlicht“ zur besseren Stauberkennung sowie die hohe Saugleistung sind auch hier mit an Bord.
Leider hat Dyson keine weiteren Verbesserungen am V15 vorgenommen. Nach wie vor muss beim Saugen die Abzugstaste durchgehend gedrückt werden und die nicht gerade elegante Wandhalterung wurde ebenfalls vom V15 übernommen.
Der namensgebende Wischaufsatz des V15s Submarine ist ein in sich geschlossenes System. Es gibt keine Saugkraft vom Sauger, sondern der versorgt die motorgetriebene Wischrolle lediglich mit Strom. Die drehende Wischbürste wird dann kontinuierlich mit Frischwasser aus dem in den Aufsatz integrierten Tank benetzt, während Schmutz und überschüssige Flüssigkeit von der rotierenden Walze in den Auffangbehälter befördert werden.
Durch dieses einfache System ist die Akkulaufzeit beim Wischen deutlich länger als beim Saugen. Der Nachteil: Vor dem Wischen sollte auf jeden Fall gesaugt werden, da die Wischbürste nur sehr leichte Verschmutzungen aufnimmt, schwere Partikel werden einfach zur Seite geschoben. Hartnäckige Verschmutzung löst der Wischaufsatz von Dyson nur widerwillig. Helfen könnte die Verwendung von Reinigungsmitteln. Hierzu macht Dyson aber keine konkreten Angaben, in welcher Dosierung dies möglich wäre. Außerdem sollte man grobe Verschmutzungen besser per Hand entfernen, bevor man mit dem V15s wischt.
Die Reinigungsleistung des Wischaufsatzes geht insgesamt in Ordnung. Leichte und frische Verschmutzungen nimmt er zuverlässig auf, bei eingetrockneten Flecken muss man mehrmals über die Stelle wischen. Schwierig wird es bei größeren Mengen Schmutz. Wer mal eben das verschüttete Müsli mit Haferflocken aufwischen will, bekommt schnell die Grenzen des Submarine-Aufsatzes aufgezeigt. Denn die Wischrolle bleibt dann mangels Kraft einfach stehen, da der Schmutz nicht in den Abwassertank befördert werden kann.
Da überschüssige Feuchtigkeit generell nicht abgesaugt wird, trocknet der Boden nur langsam. Das könnte auf Holzboden problematisch sein und macht ein vollwertiger Saugwischer deutlich besser – sowohl bei der Reinigungsleistung als auch bei der Wassermenge. Unpraktisch ist zudem die Reinigung des Wischaufsatzes. Der Schmutzwassertank ist offen und kann bei zu hektischer Bewegung theoretisch überschwappen, die Rolle muss von Hand ausgewaschen und der komplette Aufsatz inklusive Rolle vor dem Zusammenbau getrocknet werden. Das ist nach jedem Wischen ein nicht unerheblicher Aufwand. Auch hier sind gute Saugwischer wesentlich unkomplizierter. Positiv: Der Dyson V15a Detect Submarine ist etwas handlicher als die meisten Saugwischer und mit ihm kommt man auch unter Möbel, da er sich fast ganz ablegen lässt, ohne dass sich der Wischkopf vom Boden abhebt.
Den Submarine-Wischaufsatz gibt es nicht einzeln zu kaufen. Stattdessen kostet die Kombi aus dem bekannten Dyson-Akkusauger und dem Aufsatz als V15s Detect Submarine mit dem Code POWEREBAY3 derzeit knapp 750 Euro. Bei iBood ist das Modell aktuell für 699 Euro erhältlich.
Der Dyson V15s Detect Submarine ist in erster Linie ein sehr guter kabelloser Staubsauger, der zusätzlich halbwegs akzeptabel wischen kann. Der spezielle Wischaufsatz ist für einfaches Staubwischen oder die regelmäßige Feuchtreinigung geeignet, da dann nur wenig Schmutz aufkommen sollte. Mit hartnäckigen Flecken wird er aber nur bedingt fertig, mit größeren Mengen Schmutz gar nicht.
Für regelmäßige Nutzung ist aber die Handhabung des Wischaufsatzes zu umständlich. Er muss nach jedem Einsatz aufwendig zerlegt, gereinigt und getrocknet werden. Praktische Features wie ein geschlossener Schmutzwassertank oder eine Absaugung überschüssiger Feuchtigkeit fehlen. Einen vollwertigen Kombi-Nass-Trockensauger ersetzt der V15s Detect Submarine also nicht, zum Wischen ist man mit einem spezialisierten Gerät, das Schmutzwasser einsaugt und über praktische Features wie eine Absaugstation mit aktiver Trocknungsfunktion verfügt, deutlich besser bedient.
Wer also Dyson will, sollte sich aufs Saugen beschränken und für rund 588 Euro den „normalen“ V15 Detect (Testbericht) kaufen und sich nach einem ordentlichen, zusätzlichen Saugwischer umschauen. Die fast 200 Euro Aufpreis für den Wischaufsatz sind unserer Meinung nach nicht gerechtfertigt.
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