Das Eleglide C1 macht im Test dank seines kräftigen Mittelmotors, der flexiblen Ergonomie und der hydraulischen Bremsen auf Asphalt und im Gelände eine gute Figur – und das für einen schlanken Preis von 1100 Euro.
Eleglide legt den Fokus auf moderne, gut ausgestattete Fahrräder zu attraktiven Preisen. Das Eleglide C1 soll dabei für Einsteiger und Pendler die perfekte Wahl sein. Ob das aufgeht, soll dieser Testbericht zeigen.
Bei Amazon kostet das Elegide C1 derzeit schlanke 1099 Euro.
Der Aufbau des Eleglide C1 ist denkbar einfach. Lediglich Vorderrad, Lenker, Frontlicht und Pedale müssen montiert werden – mit dem mitgelieferten Werkzeug kein Problem. Insgesamt benötigen wir dafür 45 Minuten.
Optisch hinterlässt das E-Bike einen schicken Eindruck. Der elegante, schlanke Rahmen in Metallic-Blau wirkt hochwertig und edel. Lediglich der weiß-rote Aufkleber auf dem Oberrohr stört das ansonsten stimmige Gesamtbild. Dieser ist zu allem Überfluss auch noch lackiert und kann nicht ohne Weiteres entfernt werden. Insgesamt ist die Verarbeitung solide, auch wenn Eleglide überwiegend auf günstige Komponenten setzt. Die Schweißnähte am Aluminiumrahmen sind sauber, aber deutlich sichtbar. Die elektrischen Komponenten haben eine IPX5-Zertifizierung für Wasserdichtigkeit.
Mit einem Gewicht von 25,5 kg ist das C1 kein Leichtgewicht, lässt sich aber dank des Mittelantriebs gut handhaben. Es bietet eine maximale Zuladung von 120 kg – ausreichend für die meisten Fahrer und Gepäck.
Der Lenker des Eleglide C1 ist 68 cm breit und lässt sich für eine angenehme, aufrechte Sitzposition in der Höhe verstellen. Die Griffe sind ergonomisch geformt und sehr bequem.
Das 1,8-Zoll-LC-Display sitzt links am Lenker und zeigt neben der aktuellen Geschwindigkeit auch den Akkustand und die gefahrenen Kilometer an. Über drei Tasten lässt sich die Unterstützungsstufe zwischen 12, 15, 18, 21 und 25 km/h wählen. Im Untermenü (langes Drücken von Plus und Minus) gibt es zudem die Option, die maximale Geschwindigkeit auf 32 km/h zu erhöhen – allerdings scheint diese Funktion nicht zu funktionieren, der Motor schaltet nach wie vor, wie gesetzlich vorgeschrieben, bei 25 km/h ab.
Das Frontlicht ist ausreichend hell, in der Höhe variabel und wirft ein gebündeltes Licht nach vorn. So stört es den Gegenverkehr nicht. Das hintere Licht ist separat mit Batterien betrieben und muss manuell ein- und ausgeschaltet werden.
Der leise Ananda-Mittelmotor des Eleglide C1 ist mit einer Nennleistung von 250 Watt, einer Peakleistung von 432 Watt und einem maximalen Drehmoment von 70 Nm richtig kräftig. Das macht sich beim Anfahren, etwa an einem Berg, positiv bemerkbar. Der ordentliche Drehmomentsensor sorgt für ein direktes und natürliches Fahrverhalten – allerdings nicht ganz so perfekt wie bei noch teureren E-Bikes zum Beispiel mit Bosch-Mittelmotor.
Die hydraulischen Scheibenbremsen von Tektro greifen präzise und zuverlässig. Sie mussten vor der ersten Testfahrt nur minimal nachjustiert werden. Auch die Federgabel mit 100 mm Federweg verrichtet gute Arbeit. Sie lässt sich für besseren Vortrieb auf Asphalt auch arretieren.
Mit den 27,5-Zoll-Reifen von CST rollte das Eleglide C1 sowohl auf Asphalt als auch auf leichtem Offroad-Gelände sicher und stabil. Lediglich der höchste Gang der Shimano-7-Gang-Schaltung ist etwas zu klein. So strampelt man ab Tempo 25 km/h bereits so schnell, dass man einen achten oder neunten Gang vermisst.
Der Akku des Eleglide C1 mit einer Kapazität von 522 Wh soll laut Hersteller eine Reichweite von bis zu 150 km ermöglichen. Gemessen hat Eleglide dies wohl unter unrealistischen Idealbedingungen. Im Test kamen wir mit 85 kg Zuladung, 25 km/h Durchschnittstempo und leicht hügeliger Strecke auf rund 60 km. Das ist ein sehr ordentlicher Wert für ein E-Bike dieser Preisklasse. Der Akku lässt sich nach dem Entsperren mit einem Schlüssel aus dem Rahmen nehmen und in etwa 7,5 Stunden aufladen.
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Das Eleglide C1 ist ein richtig gutes E-Bike für den Einsatz in der Stadt und auf dem Land. Der kräftige Ananda-Mittelmotor, die gute Federung, die hydraulischen Tektro-Bremsen sowie der große 522-Wh-Akku machen es zu einem zuverlässigen Alltagsbegleiter. Zudem überzeugt es mit einem stimmigen, hochwertigen Design – und das für unter 1200 Euro. Wer ein gut ausgestattetes, legales City-E-Bike sucht, ist mit dem Eleglide C1 gut beraten.
Im Rahmen dieses Beitrags haben wir das E-Bike in verschiedenen Szenarien wie geteerten Radwegen, geschotterten Feldwegen und steilen Anstiegen getestet. Langfristige Probleme, die eventuell bei monate- oder jahrelanger Alltagsnutzung auftreten, können wir auf diese Weise nicht erfassen. Finden wir nach Veröffentlichung unseres Testberichts noch Fehler oder werden von unseren Lesern auf etwas hingewiesen, tragen wir das nach.
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