Das Himiway A7 Pro ist eines der besten E-Citybikes am Markt. Das Tiefeinsteiger-E-Bike kommt mit zwei Federungen, einem starken und leisen Mittelmotor, richtig guten Bremsen, hoher Reichweite und viel Ausstattung wie Schloss, Schutzblech und Gepäckträger. Wir haben es getestet.
Ein gutes E-Citybike zeichnet sich durch Komfort, Zuverlässigkeit und Alltagstauglichkeit aus. Das Himiway A7 Pro ist mit 2999 Euro auf den ersten Blick kein Schnäppchen. Doch der zweite Blick zeigt, dass Käufer für ihr Geld jede Menge geboten bekommen. So punktet das E-Bike für die Stadt mit vielen hochwertigen Komponenten namhafter Hersteller, einem leistungsstarken Mittelmotor, viel Ausstattung, einem großen Akku für lange Touren und einer hervorragenden Federung. In diesem Test nehmen wir das E-Bike genau unter die Lupe.
Der Versand des Himiway A7 Pro erfolgt in einem großen Karton mit viel Schaumstoff als Schutz. Hier gibt es noch Verbesserungspotenzial in Bezug auf Nachhaltigkeit, wie es etwa Fiido beim Titan (Testbericht) oder T12 (Testbericht) besser macht. Dort kommt für die Verpackung beinahe ausschließlich Kartonmaterial zum Einsatz. Für die Endmontage muss der Käufer Lenker, Frontlicht, Schutzblech, Vorderrad und Pedale anbringen. Nach dem Aufpumpen der Reifen, Festziehen aller Schrauben und Aufsetzen eines Helms kann es losgehen. Smarte Helme zeigen wir in der Top 7: Der beste smarte Fahrradhelm mit Blinker, Bluetooth, SOS & Musik im Test.
Optisch wirkt das HimiwayA7 Pro eher unauffällig und funktional. Als Tiefeinsteiger mit Schutzblech und Gepäckträger ist es klar als City-E-Bike zu erkennen. Es ist in fünf Farben erhältlich: Weiß, Schwarz mit weißem Verlauf, dunkles Grün, Mint-Grün oder Gelb. Wir testen die Mint-Grün-Variante, am elegantesten wirkt in unseren Augen die dunkelgrüne Version. Der Rahmen macht einen stabilen Eindruck, mit sauberen Schweißnähten.
Mit einem Gewicht von 35 kg und einer maximalen Zuladung von 100 kg bringt es das A7 Pro auf ein Gesamtgewicht von 136 kg – für ein E-Bike dieser Klasse ist die Zuladung eher gering und nicht für schwerere Personen gedacht. Laut Himiway eignet es sich für Fahrer zwischen 167 cm und 198 cm Größe, was wir bestätigen können. Sowohl Sattelstütze als auch der Vorbau des Lenkers lassen sich in der Höhe verstellen. Positiv: Viele Komponenten stammen von Markenherstellern und es gibt ein fest montiertes Speichenschloss von Abus. Für noch mehr Sicherheit empfehlen wir unseren Ratgeber Diebstahlschutz für Fahrrad, E-Bike & E-Scooter: Alarm, GPS-Tracker & Schlösser.
Der 68 cm breite Lenker bietet mit seinen ergonomischen Griffen einen hohen Komfort. Rechts finden sich eine einfache Klingel und der Daumenhebel für die 9-Gang-Shimano-Schaltung, links das Bedienfeld mit vier Tasten.
In der Mitte sitzt in den Lenker eingebettet das farbige Bigstone M300C-TFT Display, das bei direkter Sonne allerdings schwer ablesbar ist. Es zeigt Geschwindigkeit, Akkustand, Unterstützungsstufe sowie Tages- oder Gesamtkilometer an. Erweitertes Einstellungen sind über ein Untermenü erreichbar. Die Möglichkeit, die Geschwindigkeitsbegrenzung zu ändern, ist passwortgeschützt, das der Hersteller nicht preisgibt.
Frontlicht von Büchle und in den Gepäckträger integriertes Rücklicht sind sehr hell und lassen sich bequem über das Display steuern. Das Frontlicht ist gut ausrichtbar, ohne den Gegenverkehr zu blenden.
Dank des tiefen Einstiegs, verstellbarem Vorbau und der hydraulischen Sattelstütze bietet das A7 Pro eine komfortable Sitzposition. Der Sattel von DDK ist bequem, eine gefederte Sattelstütze gibt es jedoch nicht. Dafür punktet das Bike mit einer SR-Suntour-X1-Boost-Federgabel mit 120 mm Federweg vorne und sowie einem hinteren Dämpfer – im Stadtverkehr mit Bordsteinen und auf Feldwegen ein klarer Komfort-Gewinn.
Die Metallpedale drehen etwas schwer und haben wenig Bodenfreiheit – wer sich mit dem A7 Pro in Kurven legt, läuft Gefahr, mit der Pedale aufzusetzen.
Herzstück ist der kräftige und dabei leise Ananda-M100-Mittelmotor mit 250 Watt und satten 120 Nm Drehmoment. Er harmoniert gut mit dem Drehmomentsensor und liefert eine natürliche, direkte Unterstützung bis 25 km/h. Per GPS-App nachgemessen bestätigt sich diese Geschwindigkeit. Beim Schalten unterbricht der Motor kurz die Kraftübertragung, um die Shimano CS-HG201-9 Kassette zu schonen. Ungewohnt, aber sinnvoll.
Die für Himiway-Verhältnisse schmalen 27,5 x 2,4 Zoll Reifen Schwalbe Super Moto-X bieten gute Traktion und mit ihren Reflexstreifen hohe Sichtbarkeit.
Der 720-Wh-Akku mit LG-Zellen ist üppig dimensioniert, auch wenn es vereinzelt Modelle wie das Himiway Cobra (Testbericht) oder das Fafrees F20 X Max (Testbericht) mit noch mehr Kapazität gibt. Himiway verspricht eine Reichweite von maximal 80 km, ermittelt unter Idealbedingungen wie perfektem Wetter, ebenem Untergrund und mit leichtem Fahrer. Im Praxistest mit 80 kg Zuladung, viel Stop-&-Go und kleinen Steigungen sind über 40 km drin. Ein ordentlicher Wert! Der 4 kg schwere Akku lässt sich optional zum Laden über einen Schlüssel entnehmen.
Das Himiway A7 Pro kostet 2999 Euro.
Das Himiway A7 Pro ist ein richtig gutes E-Citybike, welches mit hochwertiger Verarbeitung, anpassbarer Ergonomie, hohem Komfort, durchdachter Ausstattung und starker Performance gefällt. Highlights sind der kraftvolle Mittelmotor, die üppige Reichweite, die Federelemente an Vorder- und Heckrad sowie die helle Lichtanlage.
Verbesserungspotential gibt es beim Display, das bei Sonneneinstrahlung schwer lesbar ist und der mäßigen Pedalfreiheit in Kurven. Auch sind 100 kg Zuladung für schwerere Personen zu wenig. Zudem würden wir uns bei der Verpackung weniger Schaumstoff wünschen. Dennoch ist das Himiway A7 Pro gerade für Vielfahrer, die ein zuverlässiges und komfortables E-Bike für Stadt und Land suchen, eine Empfehlung.
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