Elektronik- & Experimentier-Adventskalender versprechen 24 Tage voller elektrisierender Experimente. Wir haben beliebte Kalender unter die Lupe genommen und blicken hinter die Türchen.
Elektronik- & Experimentier-Adventskalender bieten eine interessante Alternative zu klassischen Schokoladen-Kalendern. Sie kombinieren die Vorfreude auf Weihnachten mit lehrreichen Experimenten und Bastelarbeiten im Bereich Elektronik und Technik.
Der Einstein Adventskalender für 41 Euro (Amazon) richtet sich an Kinder ab 8 Jahren und verbindet Wissenschaftsexperimente mit Zitaten von Albert Einstein. Die Verpackung kommt hochwertig daher – 24 bunte Papp-Geschenkboxen, weitgehend plastikfrei produziert. Dazu gibt es ein schön gestaltetes Begleitheft: klare Schritt-für-Schritt-Anleitungen, viele Fotos und Illustrationen, witzige Einstein-Zitate sowie vertiefende Erklärungen zu den physikalischen oder chemischen Prinzipien.
Die Experimente decken Physik, Chemie, Technik und etwas Mathematik ab. Sie sind bewusst einfach gewählt um echtes Verständnis zu vermitteln.
Ein Experiment widmet sich unsichtbarer Tinte: Mit der beiliegenden Lösung schreibst du geheime Nachrichten, die erst durch Erhitzen sichtbar werden – ein klasse Einstieg in Redox-Reaktionen und Chemie. An einem weiteren Tag baut man eine Lavalampe – mitsamt hypnotischen, auf- und absteigenden Blasen.
Weitere Experimente drehen sich um kartesische Taucher, optische Täuschungen, Vulkan-Ausbrüche, schwebende Büroklammern, Farbwechsel-Reaktionen oder ein kleines Perpetuum-Mobile-Modell. Meist brauchst du nur Haushaltsdinge wie Gläser, Wasser, Essig oder eine Taschenlampe – alles ist im Heft genau angegeben, inklusive Zeitaufwand (5–15 Minuten).
Wir haben uns den Franzis Geolino Adventskalender genauer angeschaut. Er kostet bei Amazon 26 Euro.
Der Geolino Adventskalender richtet sich an Kinder ab 8 Jahren. Das zeigt sich schon an der schicken und bunten Aufmachung. Die 24 Türchen kommen in Form von farbigen Pappgeschenkboxen. Der Hersteller versucht, auf Plastik in der Verpackung zu verzichten. Das schön gestaltete, beiliegende Heft widmet jedem Tag eine Doppelseite. Dabei hängen die täglichen Experimente nicht miteinander zusammen, sind also eigenständig. Ihr Schwierigkeitsgrad ist eher niedrig, sie kommen aus den Bereichen Physik, Chemie und Biologie.
Im Geolino Adventskalender befindet sich hinter dem ersten Türchen ein Tütchen mit Maisstärke. Angemischt mit Wasser ergibt das einen Oobleck, eine nicht newtonsche Flüssigkeit. Im Gegensatz zu Wasser, einer newtonschen Flüssigkeit, die unabhängig von der Geschwindigkeit des Eintauchens immer gleich flüssig ist, verfügt der Oobleck über eine veränderliche Viskosität. Taucht man den Finger langsam ein, verhält er sich wie eine normale Flüssigkeit. Schlägt man dagegen schnell etwa mit der Faust darauf, verhält sich der Oobleck wie ein fester Stoff und man taucht nicht ein.
In der Box für den zweiten Tag steckt eine Prismenbrille, die weißes Licht in seine Spektralfarben zerlegt. Box Nummer drei zeigt verschiedenen optische Täuschungen, Box Nummer vier beschreibt ein Experiment, welches unter anderem zwei mit einem Schlauch verbundene Gefäße zeigt, in denen die Flüssigkeit stets gleich hoch steht.
Das Heft beschreibt die Experimente leicht verständlich. Dazu gibt es viele passende Bilder, die den Aufbau veranschaulichen, Kästchen mit weiterführenden Informationen und je eine Angabe, wie lange das Experiment dauert und was man dafür zusätzlich braucht. Das sind etwa eine Taschenlampe, eine Flasche oder ein Blatt Papier – alles Dinge, die man meist ohnehin im Haushalt hat.
Zusätzlich hat Franzis einen Experimentier-Adventskalender mit der Maus für 27 Euro bei Reichelt und einen Geolino Technik-&-Elektronik-Adventskalender für 20 Euro bei Netto im Portfolio.
Auch wenn Kinder ab 8 Jahren mit dem Kalender allein zurechtkommen, sollten Eltern oder Großeltern die Kleinen bei ihren Experimenten unterstützen. Insgesamt können wir den Geolino Adventskalender wegen der einfachen und sehr abwechslungsreichen Experimente und seiner tollen Aufmachung allen MINT-interessierten Kindern empfehlen. Erwachsene werden viele Experimente bereits kennen.
Der Franzis Roboter Adventskalender kostet bei Netto 25 Euro (Coupon-Kästchen anklicken) und ermöglicht den Bau eines voll funktionsfähigen Roboters in 24 Schritten. Er richtet sich an Technikfans ab 10 Jahren und erfordert keine Vorkenntnisse. Der Kalender enthält alle nötigen Komponenten für einen Fährtenleser-Roboter sowie ein ausführliches Begleitbuch mit Hintergrundinformationen.
Der Franzis Elektronik Escape Room Adventskalender kostet bei Amazon 30 Euro und kombiniert Elektronik mit Rätselspaß. In 24 Tagen müssen elektronische Rätsel gelöst werden, um das Geheimnis eines singenden Weihnachtssterns zu lüften. Er enthält alle erforderlichen Bauteile und ein Begleitbuch, das den Zusammenbau der elektronischen Komponenten erklärt. Der Kalender ist für Escape-Fans ab 14 Jahren geeignet und erfordert keine Vorkenntnisse.
Der Raspberry Pi Adventskalender kostet bei Reichelt 33 Euro und ermöglicht den Bau einer programmierbaren Weihnachtskrippe, die von einem Raspberry Pi gesteuert wird. In 24 Tagen werden bewegliche Krippenfiguren sowie Licht- und Soundeffekte erstellt. Der Kalender bietet täglich ein Hardware-Experiment mit Tipps für den Raspberry Pi.
Die Programmierung erfolgt mit Scratch 3, einer einsteigerfreundlichen Sprache. Der Kalender ist für Anfänger geeignet und erfordert keine Vorkenntnisse. Zu beachten ist, dass der Raspberry Pi selbst nicht enthalten ist und zusätzlich erworben werden muss. Der Kalender ist in deutscher Sprache verfügbar und für Kinder ab 14 Jahren geeignet.
Insgesamt bieten diese Elektronik-Adventskalender eine spannende Mischung aus Lernen und Basteln für die Vorweihnachtszeit. Sie eignen sich für verschiedene Altersgruppen und Interessengebiete, von einfachen elektronischen Experimenten bis hin zu komplexeren Projekten wie dem Bau eines Roboters oder einer programmierbaren Weihnachtskrippe.
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