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Fensterputzroboter Ecovacs Winbot W2 Pro Omni im Test: Saugt fest & wischt gut

Ecovacs Winbot W2 Pro Omni – Bilderstrecke
Testsieger
VORTEILE
  • starke Saugleistung von 5500 Pa für sicheren Halt
  • praktische Station im Kofferformat
  • gute Navigation
  • einfache Einrichtung und Bedienung
NACHTEILE
  • relativ hoher Preis
  • gelegentliche Probleme bei Fenstern mit minimalen Kanten
  • Bluetooth-Verbindung manchmal instabil

Der Ecovacs Winbot W2 Pro Omni reinigt Fenster mit starker Saugleistung und praktischer Transportstation. Wir zeigen im Test, ob der Premium-Fensterputzroboter sein Geld wert ist.

Der Ecovacs Winbot W2 Pro Omni kommt mit verbesserter Ansaugleistung und einem durchdachten Transportkonzept daher. Mit 5500 Pa (statt 2800 Pa beim Vorgänger) saugt sich der Roboter noch fester an die Fensterscheibe und bewegt sich wie ein Raupenfahrzeug mit kleinen, gezahnten Gummiwalzen über die Glasfläche. Theoretisch soll er bis zu 55 m² Fensterfläche reinigen können, bevor der Akku leer ist. Gesteuert wird der weiß-graue Fensterputzroboter über die bekannte Ecovacs Home App, die für Android und iOS verfügbar ist.

Mit einem Preis von 448 Euro (im Ebay-Store von Notebooksbilliger mit Code POWEREBAY5) gehört der Winbot W2 Pro Omni klar ins Premium-Segment. Ob die Reinigungsleistung diesen Preis rechtfertigt und welche Stärken und Schwächen der Fensterputzroboter im Alltag zeigt, klärt dieser Testbericht.

Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Ecovacs Winbot W2 Pro Omni?

Der Ecovacs Winbot W2 Pro Omni präsentiert sich in einem schlichten und weiß-grauen Kunststoffgehäuse, das hochwertig verarbeitet ist. Mit seiner kompakten Bauform wirkt der Fensterputzroboter robust und durchdacht. Besonders auffällig ist die Station, die eher einem kleinen Koffer ähnelt und dem Gerät eine gewisse Mobilität verleiht – man gibt tatsächlich ein nettes Bild ab, wenn man seinen Fensterroboter im Köfferchen transportiert.

Das stoffummantelte Sicherungskabel ist fest am Roboter montiert und wird elektronisch von der Station eingezogen – ein Knopfdruck genügt. Dieser automatische Kabeleinzug ist nicht nur praktisch, sondern sichert den Roboter während des Betriebs vor Stürzen ab. Ansonsten bietet die Station einen Ein-/Aus-Knopf sowie einen Button zum Wechsel der Reinigungsintensität.

Die Unterseite des Roboters ist mit einem abnehmbaren Wischpad ausgestattet, das per Klettverschluss befestigt wird. An den vier Ecken befinden sich Kugelsensoren, die regelmäßig gereinigt werden müssen, um die optimale Funktion zu gewährleisten. Vorn und hinten sind Stoßsensoren angebracht, die bei der Orientierung auf der Fensterscheibe helfen und gerade bei günstigeren Modellen oft fehlen. Der Frischwassertank mit 60 ml Fassungsvermögen ist leicht zugänglich und einfach zu befüllen.

Insgesamt überzeugt die Verarbeitung des Ecovacs Winbot W2 Pro Omni. Die Materialien wirken langlebig, die Mechanik ist präzise und die Bedienelemente sind gut platziert. Die Station bietet nicht nur eine sichere Aufbewahrung, sondern macht den Roboter auch transportabel – ein durchdachtes Konzept für einen Fensterputzroboter.

Einrichtung: Wie schnell ist der Ecovacs Winbot W2 Pro Omni betriebsbereit?

Die Inbetriebnahme des Ecovacs Winbot W2 Pro Omni gestaltet sich erfreulich unkompliziert. Nach dem Auspacken muss zunächst die Station an das Stromnetz angeschlossen werden. Im Inneren der Station befindet sich ein QR-Code, der mit der Ecovacs Home App gescannt werden kann, die es für iPhone und Android gibt. Voraussetzung für die Einrichtung ist ein Ecovacs-Account. Die App führt dann durch den Einrichtungsprozess, der im Wesentlichen aus der Auswahl des WLAN-Netzwerks und der Spracheinstellungen besteht.

Die App-Installation inklusive Konfiguration dauert etwa fünf Minuten. Für die Verbindung zwischen Smartphone und Roboter dient Bluetooth, was manchmal zu kurzen Verzögerungen beim Laden der Geräteansicht in der App führen kann. Gelegentlich treten dabei auch Fehlermeldungen auf, was bei Bluetooth-Verbindungen nicht ungewöhnlich ist, aber etwas nervig sein kann. Anders als bei Saugrobotern erfolgt keine Kartierung der zu reinigenden Fläche – was auch etwas zu viel des Guten wäre.

Vor dem ersten Einsatz muss der 60 ml große Tank mit Frischwasser oder der mitgelieferten Reinigungslösung befüllt werden. Das Wischpad wird per Klettverschluss an der Unterseite des Roboters befestigt. Um den Reinigungsvorgang zu starten, zieht man das automatisch in der Station aufgewickelte Sicherungskabel heraus, hält den Winbot gegen die Scheibe und hält den Knopf am Roboter gedrückt. Die Ansaugung beginnt sofort, und der Roboter haftet an der Fensterscheibe.

In der App kann man zwischen sieben verschiedenen Reinigungsmodi wählen, wobei die „Grundreinigung“ standardmäßig voreingestellt ist. Die künstliche Ansage-Stimme des Roboters informiert über den Status, wobei manche Formulierungen und Aussprachen etwas seltsam wirken – etwa wenn der Gerätename als „Winn-boot“ statt „Winn-bott“ ausgesprochen wird.

Insgesamt ist der Ecovacs Winbot W2 Pro Omni in weniger als zehn Minuten einsatzbereit – eine erfreulich kurze Einrichtungszeit.

Navigation: Wie gut erkennt der Ecovacs Winbot W2 Pro Omni Ecken & Kanten?

Der Ecovacs Winbot W2 Pro Omni ist mit verschiedenen Sensoren ausgestattet, die ihm die Orientierung auf der Fensterscheibe ermöglichen. Zu Beginn der Reinigung erkundete er zunächst die Scheibe, um die Fensterkanten zu identifizieren. Diese Erkundungsphase wirkt von außen betrachtet zunächst etwas chaotisch, folgt aber einer gewissen Logik.

An den vier Ecken des Roboters befinden sich Kugelsensoren, die Kanten und Rahmen erkennen sollen. Zusätzlich verfügt er über Stoßsensoren vorn und hinten, die bei der Orientierung helfen. Für rahmenlose Glasflächen ist ein spezieller Sensor integriert. Diese umfangreiche Sensorik ist besonders im Vergleich zu günstigeren Modellen ein deutlicher Vorteil.

In unserem Test funktionierte die Kantenerkennung bei klassischen Fenstern mit deutlichen Rahmen einwandfrei. Bei innen liegenden Fenstern mit minimalen Kanten, wie sie in unserem Büro zu finden sind, hatte der Winbot allerdings Schwierigkeiten. Er fuhr gelegentlich über diese flachen Kanten hinweg, was dazu führte, dass er sich von der Scheibe hob und die Reinigung mit einer Fehlermeldung abbrach. In solchen Fällen musste der Roboter neu angesetzt werden. Bei herkömmlichen Fenstern mit normalen Rahmen, für die der Roboter konzipiert ist, sollte dieses Problem jedoch nicht auftreten.

Nach der Erkundungsphase arbeitet der Winbot W2 Pro Omni systematisch von oben nach unten und reinigt die Scheibe reihenweise. Die Bewegungen sind dabei präzise und gleichmäßig, der Roboter geht strukturiert und sinnvoll vor.

Reinigung: Wie gut wischt der Ecovacs Winbot W2 Pro Omni?

Die Reinigungsleistung des Ecovacs Winbot W2 Pro Omni kann in vier Intensitätsstufen angepasst werden, was Einfluss auf die Gründlichkeit und die Akkulaufzeit hat. Der Roboter arbeitet mit einem durchdachten System: Bei jeder Reinigungsreihe versprüht er zwei Stöße Reinigungsmittel aus dem 60 ml fassenden Tank, das er dann mit dem an der Unterseite befestigten Wischpad verteilt. Dazu hat er rechts und links jeweils kleine Öffnungen, um die Flüssigkeit auszustoßen.

In unserem Test konnte der Winbot W2 Pro Omni ordentliche Ergebnisse erzielen. Er entfernte erfolgreich Staub, Fingerabdrücke und sogar kleinere Verschmutzungen wie Vogelkot von den Fensterscheiben. Das Reinigungsergebnis war gleichmäßig und nahezu streifenfrei. Positiv ist auch die gute und strukturierte Kantenreinigung, der W2 Pro Omni reinigt die Fensterrahmen mehrfach und gründlich.

Bei hartnäckigen, bereits angetrockneten Verschmutzungen stößt der Roboter allerdings an seine Grenzen. Hier ist manchmal manuelle Nacharbeit erforderlich. Dies ist jedoch ein Problem, das alle Fensterputzroboter betrifft und nicht spezifisch für den Ecovacs Winbot W2 Pro Omni ist. Nach erledigter Arbeit bewegt sich der W2 Pro Omni wieder an den Ausgangspunkt, an dem man ihn an der Scheibe platziert hat. Zudem meldet er per Signalton und Sprachansage den Abschluss der Reinigungsaufgabe.

Die sieben verschiedenen Reinigungsmodi bieten Flexibilität für unterschiedliche Anforderungen. Neben der standardmäßigen „Grundreinigung“ gibt es spezialisierte Modi für besonders verschmutzte Bereiche oder für eine schnellere, oberflächlichere Reinigung. Die App ermöglicht eine einfache Auswahl des gewünschten Modus. Die Lautstärke der Ansaugung liegt meist bei etwa 60 dB(A), was noch im erträglichen Rahmen ist.

Aufgefallen ist, dass der Roboter in unserem Test bereits nach zwei gereinigten Scheiben zur Reinigung des Wischpads aufforderte. Dies könnte mit dem Verschmutzungsgrad der Fenster zusammenhängen, bedeutet aber in jedem Fall, dass die theoretische maximale Fläche von 55 m² in der Praxis zumindest nicht ohne zwischenzeitliches Auswaschen erreicht wird.

Die Reinigung des Roboters selbst erfordert etwas manuelle Arbeit. Das Wischpad kann leicht entfernt und gewaschen werden, und auch die Kugelsensoren an den vier Ecken müssen nach der Verwendung mit einem feuchten Tuch gereinigt werden. Die Station dient hauptsächlich der Aufbewahrung und dem Kabeleinzug, bietet aber keine automatische Reinigungsfunktion für das Wischpad. Dieses muss man entsprechend händisch auswaschen und trocknen lassen.

Auch was die Art der Fenster angeht, gibt es Einschränkungen. So gibt Ecovacs an, dass der W2 Pro Omni nicht für den Einsatz auf Wintergarten-Dächern und unregelmäßigen Fenstern geeignet ist. Dort kann es zu Haftproblemen kommen.

Trotz dieser kleinen Einschränkungen überzeugt der Ecovacs Winbot W2 Pro Omni mit seiner Reinigungsleistung, besonders bei regelmäßiger Anwendung. Gerade für schwer erreichbare Fenster, die bei manueller Reinigung oft vernachlässigt werden, ist er eine willkommene Unterstützung.

Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Ecovacs Winbot W2 Pro Omni?

Der Ecovacs Winbot W2 Pro Omni ist mit einem leistungsstarken Lithium-Ionen-Akku ausgestattet, der laut Herstellerangaben eine Betriebsdauer von bis zu 110 Minuten ermöglichen soll. Diese Laufzeit soll ausreichen, um theoretisch bis zu 55 m² Fensterfläche zu reinigen.

In unserem Test zeigte sich jedoch, dass die tatsächliche Akkulaufzeit stark von verschiedenen Faktoren abhängt. Die gewählte Reinigungsintensität spielt dabei eine entscheidende Rolle – je höher die Intensität, desto schneller nimmt die Akkulaufzeit ab. Auch der Verschmutzungsgrad der Fenster und die Umgebungstemperatur können die Betriebsdauer beeinflussen.

In unserem Fall hielt der Roboter bei der voreingestellten Reinigungsintensität etwa 70 bis 80 Minuten durch, was für durchschnittlich große Wohnungen oder Häuser vollkommen ausreichend ist. Pro Fenster benötigen wir etwa 7 bis 10 Minuten.

Die Ladezeit beträgt etwa 3 Stunden, was vergleichbar mit dem Vorgängermodell ist. Eine Schnellladefunktion ist nicht vorhanden. Positiv: Auch mit angeschlossenem Stromkabel darf man den Fensterputzroboter weiter verwenden.

Preis: Was kostet der Ecovacs Winbot W2 Pro Omni?

Der Ecovacs Winbot W2 Pro Omni kostet beim Hersteller 549 Euro. Im Ebay-Store von Notebooksbilliger gibt es ihn aktuell schon für 448 Euro (Code: POWEREBAY5). Dennoch ist der Preis nicht unerheblich und ein Kauf sollte gut überlegt sein. Im Vergleich zum Vorgängermodell Winbot W2 bietet er vorrangig eine deutlich höhere Ansaugleistung von 5500 Pa statt 2800 Pa sowie mehr Reinigungsmodi (sieben statt vier). Günstigere Modelle anderer Hersteller bieten teilweise ähnliche Funktionen zu niedrigeren Preisen, kommen aber oft nicht an die Saugleistung und Sensorik des Ecovacs-Modells heran.

Fazit

Der Ecovacs Winbot W2 Pro Omni ist ein leistungsstarker Fensterputzroboter, der mit seiner hohen Saugleistung von 5500 Pa und den sieben Reinigungsmodi überzeugt. Die systematische Arbeitsweise und die gute Sensorik sorgen für zuverlässige Ergebnisse bei der Fensterreinigung. Besonders praktisch ist die kofferartige Transportstation, die den Roboter mobil einsetzbar macht. Die Einrichtung über die Ecovacs Home App ist einfach, auch wenn die Bluetooth-Verbindung gelegentlich zu Verzögerungen führen kann. Die Verarbeitung des Roboters und der Station ist hochwertig und durchdacht.

In unserem Test zeigte der Winbot W2 Pro Omni gute Reinigungsleistungen bei normalen Verschmutzungen und konnte selbst kleinere Flecken wie Vogelkot entfernen. Bei hartnäckigen, angetrockneten Verschmutzungen stößt er jedoch an seine Grenzen. Die Akkulaufzeit von bis zu 110 Minuten ist ausreichend für den durchschnittlichen Haushalt, wobei die tatsächliche Laufzeit von der gewählten Reinigungsintensität abhängt. Mit 599 Euro ist der Ecovacs Winbot W2 Pro Omni keine günstige Anschaffung, bietet dafür aber Premium-Funktionen und eine zuverlässige Leistung.