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Fossibot F3600 im Test: Eine der stärksten Powerstations für nur 1569 Euro

Fossibot F3600
VORTEILE
  • stark, ausdauernd & günstig
  • leise
  • Trolley-Funktion
  • Zubehörtasche & Regenschutz
  • regulierbare Ladeleistung
NACHTEILE
  • Design nicht eigenständig
  • keine App
  • Akku nicht erweiterbar

Die Fossibot F3600 gehört zu den stärksten und größten Powerstations, die wir bisher getestet haben. Wir zeigen, wie sich der mobile Solargenerator mit 3600 Watt und über 3800 Wh in der Praxis schlägt.

Update: Als unser Testbericht im August 2023 erschien, lag der Preis für die Fossibot F3600 bei 1799 Euro. Damit war sie schon damals ein echter Preis-Leistungs-Kracher. Mit dem Coupon-Code FF3600TS reduziert sich der Preis jetzt auf verlockende 1499 Euro.

Gute, mobile Solargeneratoren mit internem Stromspeicher und 230-Volt-Steckdose gibt es ab wenigen hundert Euro, wie unsere Top 10 Powerstations: Die besten Stromspeicher für Photovoltaik im Test ab 235 € zeigt. Hier greifen wir auf unsere Erfahrung aus mittlerweile über 40 Powerstation-Einzeltests zurück. Besonders günstige Modelle zeigen unsere Artikel Top 10: Die besten Powerstations bis 300 Euro – mobile Steckdose für Laptop & Co. und Top 10: Die besten Powerstations bis 500 € – Solargeneratoren für Alltag & Hobby. Powerstations mit langlebigeren Akkuzellen zeigt unsere Bestenliste Top 10: Die besten Powerstations mit LiFePO4-Akku. Insbesondere bei einem hohen Leistungsbedarf ist die Auswahl allerdings begrenzt. Zwar sind Powerstations mit 1000 bis 2000 Watt Leistungsabgabe und Kapazitäten von bis zu 2000 Wh keine Ausnahme mehr, wenn es aber mehr sein soll, kommen nur noch wenige Modelle infrage. Passende Modelle zeigt hier unsere Top 10: Die stärksten Powerstations von 1000 bis 3600 Watt.

Hier setzt nun auch der Hersteller Fossibot mit der großen F3600 an. Dessen kleinere Powerstation Fossibot F2400 (Testbericht) konnte schon in der Vergangenheit mit hoher Leistung und einem ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugen. Ob und für wen sich das Investment der rund 2000 Euro in den riesigen mobilen Stromspeicher lohnt, zeigt unser Test.

Design und Lieferumfang

Das Design der Fossibot F3600 kommt uns auf Anhieb sehr bekannt vor. Hier scheint die auch von den technischen Eckdaten vergleichbare Ecoflow Delta Pro (Testbericht) Vorbild gestanden zu haben. Das Erscheinungsbild ist somit zwar wenig eigenständig, aber bewährt und praktisch.

Die Abmessungen der rund 41 kg schweren Powerstation betragen 609 × 321 × 475 mm. Um das hohe Gewicht vernünftig transportieren zu können, verfügt die F3600 über zwei Rollen und einen ausfahrbaren Handgriff an der Unterseite. Bei ausgefahrenem Griff wird die Powerstation zu einem Rollkoffer und lässt sich einigermaßen bequem ziehen – zumindest auf ebener Oberfläche. Um den XL-Stromspeicher in den Kofferraum zu wuchten, kommen zwei Tragegriffe auf der Oberseite ins Spiel. Diese sind, wie auch bei der Delta Pro, zusätzlich gepolstert. Über längere Strecken tragen würden wir den Solargenerator aber nur sehr ungern.

Fossibot F3600

Durch die Farbgebung aus Grau und Schwarz ist das Gerät insgesamt weniger auffällig als die zahlreichen Powerstations mit knallig orangen Applikationen. Das Gehäuse mit den offenen Lüftungsschlitzen auf den Seiten hinterlässt einen stabilen Eindruck, ist aber, wie auch alle anderen bisher getesteten Solargeneratoren, nicht wasserdicht.

Bei dieser Powerstation sind alle Stromausgänge auf der Vorderseite platziert. Dort ganz oben sitzt zudem das ausreichend helle und kontrastreiche Status-Display. Neben den aktiven Ausgängen erkennt man hier die Ein- und Ausgangsleistung, die restliche Kapazität in Prozentwerten und die geschätzte Restlaufzeit.

Unter der Anzeige sitzen links ein silberner Drehschalter, mittig die insgesamt sechs USB-Ausgänge samt Power-Taster und der Ein-/Aus-Knopf der Powerstation. Neben zwei USB-A-Ports mit QC 3.0 stehen vier USB-C-Ausgänge zur Verfügung. Drei der Ports unterstützen das Laden bis maximal 20 Watt. Der vierte Port erlaubt dank Power Delivery (PD) bis zu 100 Watt. Der Drehschalter ist eine echte Besonderheit, denn hier kann der Nutzer die Ladeleistung einstellen. Das ist etwa sinnvoll, um die internen LiFePo4-Akkus zu schonen oder die Powerstation an einer schwachen Stromquelle aufzuladen. Andere Hersteller nutzen für diese Einstellung eine App – diese deutlich einfachere Variante hat aber ebenfalls ihre Vorzüge.

Unter den USB-Ausgängen befinden sich die vier 12-Volt-Ausgänge inklusive Power-Taster. Neben einer Kfz-Dose (Zigarettenanzünder) mit bis zu 10 A stehen noch zwei Rundsteckverbinder mit maximal 3 A und eine XT-60-Buche mit bis zu 25 A zur Verfügung. Kfz- und XT60-Dose sind durch eine Kunststoffkappe gegen Feuchtigkeit und Dreck geschützt. Unten auf der Vorderseite befindet sich der Druckknopf für die insgesamt drei 230-Volt-Steckdosen, welche direkt darunter hinter einer Kunststoffklappe versteckt sind. Die Schuko-Dosen leisten bis zu 3600 Watt und schaffen kurzfristige Peaks bis 7000 Watt. Zum Einsatz kommt hier der langlebige Akkutyp LiFePo4. Diese erlauben mehrere Tausend Ladezyklen und eignen sich deshalb auch zur täglichen Nutzung.

Weiter geht es mit der Rückseite. Ganz oben gib es hier einen kleinen magnetischen Einschub für die im Lieferumfang enthaltene Taschenlampe. Zwar ist auch in der F3600 eine große Notleuchte integriert, die direkt darüber befestigte Taschenlampe ist allerdings herausnehmbar und damit deutlich flexibler und praktischer. Unter der Notleuchte gibt es wieder eine Kunststoffklappe. Dahinter verstecken sich die Eingänge für das Netzkabel, eine XT90-Dose zum Laden per Photovoltaik und die Sicherung der Powerstation.

Was uns sofort nach dem Auspacken positiv auffällt, ist die im Lieferumfang enthaltene Zubehörtasche. Diese bietet ausreichend Platz für das mitgelieferte Zubehör und kann bequem direkt auf der Oberseite der Powerstation verzurrt werden. In der Praxis sind so immer alle benötigten Teile sofort griffbereit und trotzdem gut geschützt. Neben dem Ladekabel, einem 12-Volt-Lader für die Nutzung im Pkw gehört noch ein USB-C-auf-USB-C-Kabel und eine weiche Kunststoffhülle zum Lieferumfang. Letztere haben wir so bisher noch bei keiner anderen Powerstation gesehen. Hier scheint sich jemand Gedanken gemacht zu haben. Dank der Hülle, die wie ein Regenponcho wirkt, ist die Powerstation mit wenigen Handgriffen ausreichend gegen Feuchtigkeit und Dreck geschützt. Während des Betriebs mit hoher Leistung sollte man die Hülle allerdings nicht benutzen, da sie die seitlichen Lüftungsöffnungen verdeckt und so für eine Überhitzung sorgen kann.

Praxistest

Die Benutzung der Fossibot ist dank guter Beschriftung und übersichtlicher Anordnung der Bedienelemente auch ohne Anleitung selbsterklärend. Um mit unseren Tests überhaupt starten zu können, muss die XL-Powerstation aber zunächst transportiert werden. Das klappt dank Trolley-Funktion erfreulich gut. Zwar sind die Rollen nur bedingt für die Nutzung im Gelände geeignet, sie machen den Transport aber insgesamt deutlich bequemer. Die Powerstation zu tragen klappt zwar ebenfalls, allerdings machen sich die über 40 kg schnell in den Oberarmen bemerkbar.

Fossibot F3600

Nach dem Einschalten oder dem Verbinden mit Netzkabel oder Solarpaneel erleuchtet das Status-Display und zeigt die Werte für Eingangs- und Ausgangsleistung. Auch die aktuelle Kapazität in Prozent und die geschätzte Restlaufzeit beziehungsweise Restladezeit sowie aktive Lüfter werden hier angezeigt. Bei Nichtbenutzung schaltet das Display nach einigen Minuten automatisch ab. Wer die Werte abfragen will, drückt kurz einen der Taster, und die Anzeige erstrahlt wieder. Ob die Ausgänge aktiv sind, zeigt zusätzlich eine kleine LED im jeweiligen Power-Taster und ein Vermerk in der Statusanzeige.

Nachdem wir den bei Lieferung nur zum Teil geladenen Akku der Powerstation vollständig geleert haben, sind wir auf die Lautstärke bei Nutzung der Ladefunktion gespannt – die sehr ähnliche Ecoflow Delta Pro (Testbericht) machte hier viel Lärm. Zunächst laden wir die F3600 mit der maximalen Eingangsleistung von satten 2200 Watt. Hier springen die Lüfter nach wenigen Minuten an. Die Lautstärke bleibt aber erträglich, vor allem, da sich die Lüfter nach einiger Zeit wieder deaktivieren und dann nur bei Bedarf hochdrehen. Reduzieren wir die Eingangsleistung per Drehschalter auf 1200 Watt, springt der Lüfter nur noch selten an. Bei Nutzung von 400 oder 800 Watt ist die Hitzeentwicklung noch geringer und die Lüfter sind nur selten zu hören. Die Ecoflow Delta Pro ist um ein Vielfaches lauter – bei voller Ladung möchte man hier nicht im selben Raum sitzen.

Laut Angabe des Herstellers benötigt die F3600 für eine vollständige Ladung mit dem internen Netzteil nur knapp zwei Stunden, was wir nach den Tests bestätigen können. Wer zusätzlich Solarpanels anschließt, kann die Ladezeit auf etwa 90 Minuten reduzieren. Angesichts der enormen Kapazität ist das eine sehr kurze Ladedauer. Nicht beispiellos schnell, aber um Welten schneller als günstige China-Powerstations. Zum besseren Verständnis: Andere Solargeneratoren benötigen schon bei einem Viertel der Kapazität sechs bis acht Stunden, um den Akku zu füllen. Nur gut ausgestattete Modelle mit Schnellladefunktion laden derart kurz. Bei reduzierter Ladeleistung auf 1200 Watt benötigt das Laden dann etwa vier Stunden (3 Stunden, 55 Minuten). Bei einer Reduktion auf 400 Watt benötigt das Aufladen etwas mehr als elf Stunden.

Für die mobile Nutzung abseits des Stromnetzes deutlich spannender ist die Ladedauer per Photovoltaik und hier muss sich die F3600 nicht verstecken. Per XT90-Adapter erlaubt die Powerstation eine maximale Ladeleistung per Solar von bis zu 2000 Watt! Wer ausreichend Panels anschließt, kann die XL-Powerstation in nur knapp 2 Stunden komplett autark vollladen. Das Laden per Kfz-Netzteil funktioniert ebenfalls, dauert aber mehrere Tage.

Die Eingangsleistung ist in fünf Stufen einstellbar.

Zwischen den Ladevorgängen machen wir unsere Leistung– und Kapazitätstests. Hier zeigt sich schnell, dass man die F3600 gar nicht so schnell an ihre Grenzen bekommt. Verbraucher wie Computer, TV, Werkzeug oder Gartengeräte erreichen nicht mal ansatzweise die Nähe der Belastungsgrenze. Zum besseren Verständnis, die maximal 3600 Watt reichen aus, um etwa gleichzeitig unseren PC-Arbeitsplatz inklusive dreier Monitore, Playstation 5 samt Fernseher, Eiswürfelbereiter, Kühlbox und noch einen Tischgrill zu versorgen! Selbst Föhn, Wasserkocher und Induktionskochplatte versorgt die Fossibot F3600 problemlos. Auch unser stärkster Verbraucher im Haushalt, eine Kappsäge, deren Einschaltstrom kurzzeitig über 3500 Watt beträgt, funktioniert problemlos an der mobilen Steckdose. Erst als wir zusätzlich weitere starke Verbraucher anschließen, kommen wir über die Leistungsgrenze und die Powerstation deaktiviert nach wenigen Sekunden die 230-V-Ausgänge.

Klassische und moderate Verbraucher sind also kein Problem für die große Powerstation. Unseren PC-Arbeitsplatz mit mehreren Monitoren, Drucker und Telefon versorgt die F3600 knapp 26 Stunden lange, bevor der Akku zuneige geht. In dieser Zeit entnehmen rund 3075 Wh, was rund 80 Prozent der Nennkapazität entspricht. Im zweiten Durchgang mit einer höheren Ausgangsleistung von etwa 500 Watt ist die Ausbeute mit rund 3226 Wh (84 Prozent der Nennkapazität) etwas höher. Das tatsächliche Ergebnis ist immer stark von den angeschlossenen Verbrauchern abhängig. Richtig hoch ist die Ausbeute in der Regel bei Nutzung der Gleichstromausgänge oder beim Anschluss von starken 230-V-Verbrauchern. Am wenigsten effektiv arbeitet das Gerät bei Anschluss eines schwachen 230-V-Verbrauchers. Die durchschnittlich angegebenen 85 Prozent nutzbare Kapazität sind somit stimmig und mit anderen Powerstations vergleichbar.

Von der Lüftung bemerkt man während unserer Leistungstests fast nichts, denn die angeschlossenen Verbraucher machen in der Regel deutlich mehr Lärm als die Powerstation. Selbst bei über 1000 Watt Leistungsabgabe bleibt die F3600 die meiste Zeit über im Flüstermodus. Obwohl die Lüfter mal höher drehen – nach wenigen Minuten wird es wieder ruhiger. Im Vergleich zu anderen Stromspeichern ist dieser Solargenerator auch etwa für die Nutzung in Zelt oder Caravan geeignet.

Die von Fossibot beworbene USV-Funktion testen wir ebenfalls. Dazu stecken wir die Powerstation an die Steckdose und verbinden sie mit unserem Gaming-PC. Der Strom wird hier zunächst nur durchgeleitet. Als wir dann die Sicherung des Stromkreises herausdrehen, hören wir nur ein kurzes Klicken in der Powerstation. Das Umschalten auf den internen Akku geschieht in Sekundenbruchteilen und so läuft der PC weiter, als ob nichts geschehen wäre. Wenn wir die Sicherung wieder einlegen, dauert es einige Sekunden, dann schaltet auch die Fossibot wieder auf den Pass-Through-Modus und die externe Stromversorgung um.

Der beigepackte Regenschutz ist aus unserer Sicht sehr sinnvoll.

Eine App-Anbindung gibt es hier allerdings nicht. Auch auf kabellose Ladepads verzichtet der Hersteller – was wir allerdings sinnvoll finden. Die Akkus der Fossibot sind anders als bei der Ecoflow Delta Pro nicht erweiterbar.

Preis

Bei Geekmaxi kostete die F3600 zum Testzeitpunkt im September 2023 offiziell 1799 Euro – mit dem Code FF3600TS sinkt der Preis jetzt auf 1499 Euro.

Technische Daten

Fazit

Die Fossibot F3600 wirkt zwar auf den ersten Blick wie eine laue Kopie der Ecoflow Delta Pro (Testbericht), die XL-Powerstation macht aber sehr viel richtig und bekommt deshalb eine klare Kaufempfehlung.

Neben den beachtlichen Leistungswerten mit 3600 Watt per Schuko-Steckdose, einer Kapazität von über 3800 Wh und 100 Watt Ausgangsleitung per USB-C punktet die Powerstation auch mit vielen Kleinigkeiten. Da wären etwa die entnehmbare Taschenlampe, die großzügige Zubehörtasche und der praktische Regenschutz. Auch die regulierbare Ladeleitung, die kurze Ladezeit und die unterdurchschnittliche Lärmentwicklung stehen auf der Habenseite.

Alles in allem bietet die Fossibot F3600 ein gelungenes und bärenstarkes Gesamtpaket, zu einem sehr fairen Preis. Als Negativpunkte bleiben letztlich nur der nicht erweiterbare Akku und die fehlende App. Wer sich ähnlich starke Powerstations ansehen will, sollte einen Blick auf die Ecoflow Delta Pro (Testbericht), die Jackery Explorer 3000 Pro (Testbericht), die Craftfull PS3600 (Testbericht) oder die Zendure Superbase 6400 (Testbericht) werfen.

Wer auch kompaktere Alternativen sucht, sollte sich unsere Top 10 Powerstations: Die besten Stromspeicher für Photovoltaik im Test ab 235 € ansehen. Besonders günstige Geräte zeigt unsere Bestenliste Top 10: Die besten Powerstations bis 300 Euro – mobile Steckdose für Laptop & Co. sowie die Top 10: Die besten Powerstations bis 500 € – Solargeneratoren für Alltag & Hobby. Vor dem Kauf einer Powerstation empfehlen wir zudem regelmäßig unsere Übersicht Die besten Photovoltaik-Deals: Powerstation, Solarpanel, Balkonkraftwerk & Co. zu prüfen. Modelle mit besonders langlebigen Akkus finden sich in der Top 10: Die besten Powerstations mit LiFePO4-Akku – lange Lebensdauer ab 300 Euro.

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