Thomas Joos ist Autor von mehr als 100 Fachbüchern und tausenden Texten. Er ist erfolgreicher Autor zahlreicher IT-Bücher für Microsoft Press, Addison Wesley, Markt und Technik, Data Becker, Springer-Vieweg und außerdem freiberuflicher Journalist für die Deutsche Presseagentur (dpa) sowie zahlreiche Zeitschriften und Portale. Thomas ist zudem Online-Trainer bei LinkedIn Learning. Mehr Informationen finden sich auf seinem Blog unter thomas-joos.com
Der Geekom A5 ist dank AMD Ryzen 7, 32 GByte RAM und zwei USB-C-Anschlüssen mit Displayport richtig ansprechend. Was der Mini-PC so kann, zeigt unser Testbericht.
Wer nach einem kleinen Computer fürs Homeoffice sucht, ist bei Mini-PCs an der richtigen Adresse. Denn die kleinen und meist rechteckigen Computer bieten mit Laptop-Prozessoren nicht nur ausreichend Leistung, sondern auch eine gute Effizienz. Außerdem heizen sie damit Räume nicht zu sehr auf. Es gibt sie in Ausstattungsklassen vom günstigen Celeron oder Athlon bis zum starken Intel Core i7 und i9 oder Ryzen 7 und Ryzen 9.
Der Geekom A5 ist ein Mini-PC mit einer starken AMD Ryzen 7 5800H-CPU. Dank zwei HDMI-Ports und zwei USB-C-Anschlüssen mit Displayport kann man bis zu vier Monitore am Mini-PC anschließen. Der Mini-PC richtet sich an Anwender, die zu Hause etwas mehr Leistung benötigen, aber keinen High-End-PC suchen, und die ein unauffälliges Gerät verwenden wollen, das sich auch hinter einem Monitor anbringen lässt. Aktuell ist er bei Amazon wieder verfügbar für 479 Euro, nachdem er zwischenzeitlich ausverkauft war. Was er im Alltag so leistet und was ihn ausmacht, zeigen wir in diesem Testbericht (Testzeitpunkt: 22. Januar 2024).
Der Geekom A5 ist mit einem starken AMD Ryzen 7 5800H-Prozessor ausgestattet, der bis zu 8 Kerne und 16 Threads bei 3,2 GHz bis 4,4GHz bietet. Dazu gesellen sich beachtliche 32 GByte RAM (Dual-Channel DDR4-3200 SODIMM) und eine 512 GByte große M.2-SSD (3x4-NVMe). In dieser Ausstattung kostet der Mini-PC rund 449 Euro.
Ferner kann man die M.2-SSD austauschen und parallel dazu noch eine 2,5-Zoll- Festplatte (HDD oder SSD) per SATA einbauen. So kann das System insgesamt bis zu 4 TByte SSD bieten. Die vorhandenen 32 GByte an Arbeitsspeicher kann man durch Nachrüstung von Modulen auf bis zu 64 GB ausbauen.
An der Seite ist eine Schnittstelle für ein Kensington-Schloss zu finden sowie ein SD-Karten-Anschluss. Da es nur eine LAN-Schnittstelle gibt, fällt der Mini-PC als Firewall-Appliance für OPNsense, Pfsense oder andere Open Source-Firewalls aus.
Toll ist, dass sich dank der vier Displayanschlüsse (2x USB-C und 2x HDMI) auch ganze vier Monitore nutzen lassen. Gefallen hätte uns hier aber der Einsatz von einem Displayport-Anschluss zugunsten eines HDMI-Ports, jedoch machen die zwei USB-C-Ports mit Displayport-Protokoll dies wieder wett. Denn immer noch sind USB-C-Schnittstellen bei Mini-PCs keine Selbstverständlichkeit, werden aber immer häufiger.
Positives gibt es auch bei den drahtlosen Schnittstellen zu vermelden, denn der WLAN-Chip unterstützt Wi-Fi 6 (Dualband 2,4 GHz/5 GHz) und mit Bluetooth in der Version 5.2 ist auch hier ein aktueller Standard vorhanden.
Auf dem System ist Windows 11 Pro bereits mit allen nötigen Treibern vorinstalliert. Wie inzwischen üblich fehlen der Sticker mit Windows-Lizenzcode auf dem Gehäuse und ein Datenträger mit Windows und Treibern. Der Windows-Key ist jedoch im BIOS hinterlegt und wird beim Neuaufsetzen des Systems automatisch ausgelesen. Das klappt in den meisten Fällen, nicht aber, wenn man beispielsweise Proxmox auf den Rechner spielt. Sollte man das planen oder schlicht auf Nummer sicher gehen wollen, kann man den Key mithilfe von Tools wie dem Magical Jelly Bean Keyfinder auslesen. Die Installationsdateien für Windows 11 bezieht man im Zweifel unkompliziert direkt bei Microsoft beziehen.
Sollte die Neuinstallation von Treibern für den Computer im Nachgang notwendig sein, lassen sich diese bei Geekom herunterladen. Es ist sinnvoll, die Installationsdateien für die Treiber auf der Webseite bereits vorab zu sichern, damit man diese im Notfall schnell griffbereit hat.
Was die Leistung angeht, ist der Mini-PC prozessorseitig hervorragend aufgestellt. Im Benchmark von PCmark 10 kommt das System dank dem performanten AMD Ryzen 7 5800H auf recht starke 6295 Punkte. Weiterhin helfen die 32 GByte, die für den Preis von 449 Euro keine Selbstverständlichkeit sind. Dennoch eignet sich der starke Mini-PC primär für Büroarbeiten, wie das Surfen im Internet.
Zum Spielen fehlt dann schlicht etwas Grafikleistung, es sei denn, man beschränkt sich auf weniger als Full-HD oder ältere Spieletitel, die weniger anspruchsvoll sind. Denn die integrierte Grafikkarte von AMD ist zwar deutlich stärker als ihre Intel-Pendants, dennoch können die aktuellen Modelle dedizierte Grafikkarten (Ratgeber) nicht im Ansatz spieletauglich ersetzen.
Am Ende ist der Mini-PC an all diejenigen gerichtet, die keinen großen und auffälligen PC wollen, aber dennoch viel Leistung benötigen. Vor allem da, wo PCs nicht auffallen sollen, zum Beispiel in Empfangsbereichen oder Arztpraxen, spielt er seine Vorteile aus. Bildbearbeitung mit Photoshop ist ebenfalls möglich, doch auch hier macht sich die Schwäche integrierter Grafikeinheiten bemerkbar. Anwender dürfen schlicht keine Wunder erwarten, was bei einem Onboard-Chip in dieser Preisklasse aber auch normal ist.
Das Gerät verfügt über einen aktiven Lüfter, der wie für Geekom-Geräte typisch nicht gerade durch geringe Lautstärke glänzt. Im Gegenteil macht sich der Mini-PC bereits bei etwas höherem Leistungsabruf mit deutlichem Rauschen bemerkbar. Auch bei anderen Modellen des Herstellers standen die Lüfter entweder still oder liefen auf Vollgas, dazwischen gab es wenig. Am Ende können wir sagen, dass es lautere Mini-PCs gibt, aber auch wesentlich leisere.
Das rosé-goldene Gehäuse des Geekom A5 ist gut verarbeitet und fühlt sich hochwertig an. Das schlichte wie edle Design mit abgerundeten Kanten mit Diamantschliff weiß uns zu gefallen. Auch die seitlichen Lüfteröffnungen sind ansprechend gestaltet. Die Abmessungen des Gerätes betragen 117 × 112 × 49,2 Millimeter. Das Gewicht ist mit rund 650 Gramm für einen Mini-PC schon recht hoch, er ist aber noch immer einfach zu transportieren. Modelle, wie die GMKtec Nucbox M2 (Testbericht) sind aber mehr als 200 Gramm leichter. Mit der Vesa-Halterung im Lieferumfang kann man den Mini-PC leicht hinter einem Monitor anbringen.
Aktuell kostet der Geekom A5 mit 32 GByte RAM bei Amazon inzwischen nur noch 479 Euro. Bei Geekom direkt kostet er mit dem Code GKFH5 aktuell 455 Euro. Zum Testzeitpunkt am 22. Januar lag der Preis bei 449 Euro.
Der Mini-PC A5 von Geekom mit AMD Ryzen 7 5800H gehört zu einem der leistungsstärkeren Mini-PCs, die aktuell verfügbar sind. Die AMD-CPU sorgt für den Sprung im Benchmark über die Grenze von 6000 Punkten.
Neben der edlen Optik mit Kanten in Diamantschliff ist auf uns vor allem auch das Anschluss-Portfolio ansprechend. Zwar fehlt hier ein klassischer Displayport, dafür sind aber zwei USB-C-Anschlüsse vorhanden. Diese schaffen sogar bis zu 8K bei 30 Hertz.
Auch sonst setzt Geekom konsequent auf aktuelle Anschlüsse und Schnittstellen, darunter Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.2. Die Langlebigkeit des Mini-PCs ist dank guter Erweiterbarkeit des ohnehin großen Arbeitsspeichers und der 1 TByte großen SSD gut gewährleistet. Mit der Leistung des Systems hat man hier über viele Jahre Spaß bei Büroarbeiten und teils sogar Bildbearbeitung – wenn sie nicht zu anspruchsvoll ist. Denn nach wie vor bleibt die Grafikleistung der Flaschenhals in diesem Preisfeld, obwohl AMDs integrierte Grafikkarten ein gutes Stück potenter sind als die Intel-Pendants.
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